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Bundeswehr-Professor Wolffsohn: Bundeswehr verkommt zur Unterschichtenarmee

Professor Michael Wolffsohn äußerte sich nun zu den Plänen der FDP, die Wehrpflicht abzuschaffen. Dabei sieht er die Wehrpflicht faktisch bereits jetzt als nicht mehr vorhanden. Die Mehrheit würde weder Wehr- noch Ersatzdienst leisten.

Dabei gelänge es vor allem den gebildeten und finanziell besser gestellten jungen Männern, sich vor der Pflicht zu entziehen. Er sprach auch von "Ossifizierung" der Bundeswehr. Dadurch würden ehemalige Werte der Bundeswehr verloren gehen. Der "Bürger in Uniform" verkäme zur Illusion.

Der Dienst wäre für viele ein Job, der vor allem als Chance gegen die Arbeitslosigkeit empfunden werde. Es gebe eine Ent-Intellektualisierung, die sich eine hochtechnologisierte Armee aber nicht leisten kann. Dagegen müsse eine konsequentere Durchsetzung der Wehrpflicht durchgesetzt werden.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundeswehr, Armee, Professor, Unterschicht
Quelle: www.derwesten.de

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53 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.10.2009 12:15 Uhr von W.Marvel
 
+1 | -0
 
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Das Interview mit Michael Wolffsohn ist sehr lesenswert. Er offenbart viele Schwächen die sich in der Bundeswehr verstärken und spricht sehr kritisch über den Einsatz in Afghanistan.
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02.10.2009 12:36 Uhr von el_padrino
 
+29 | -7
 
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da sag ich nur eins: arme(n)armee
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02.10.2009 12:37 Uhr von Dennis112
 
+50 | -20
 
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Ossifizierung?? Meint er damit dass die Menschen im Osten weniger gebildet sind und es deswegen nicht schaffen sich vor der Wehrpflicht zu drücken??
Na wenn das keine Vorurteile sind.
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02.10.2009 12:42 Uhr von kingoftf
 
+35 | -5
 
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Das: konnte man doch schon in den Achtzigern sehen, als ich beim Bund war, wenn ich da an unseren "Spiess", an einige Feldwebel und Unteroffiziere zurückdenke, das waren damals schon Asis und Alkis.....
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02.10.2009 12:55 Uhr von s4ger
 
+36 | -1
 
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@Dennis112: Nein ich glaube, dass ist eher auf Grund der Arbeitslosigkeit so gemeint.

Für viele heißt es einfach: Ich finde keine Ausbildung, dann gehe ich zum Bund da kriege ich eine auch wenn ich die nächsten 15 Jahre da sein muss.
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02.10.2009 12:57 Uhr von execute.exe
 
+20 | -40
 
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02.10.2009 12:58 Uhr von Dr.G0nz0
 
+6 | -1
 
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@Dennis112: er meint damit, dass aufgrund der strukturschwäche im osten überdurchschnittlich viele ostdeutsche in der bundeswehr dienen.
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02.10.2009 13:05 Uhr von Zisch
 
+12 | -2
 
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Stimmt schon irgendwie, aber auch nicht ganz.

Ich war bei der Bundeswehr, und muss sagen, es hat mir wirklich sehr viel Spass gemacht. Ich kann zum Glück sagen, das meine Einheit auch nicht aus lauter Deppen bestand. Allerdings hat man schon gemerkt das manche wirklich nur zum Bund gegangen sind, weil sie nicht wussten was sie sonst machen sollten. (Fehlender Abschluss etc.)

Bei mir wars wirklich ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Von arm bis reich, von dumm bis sehr klug.
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02.10.2009 13:06 Uhr von Teffteff
 
+2 | -2
 
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@Dennis112: Er meint damit, dass wegen der hohen Arbeitslosigkeit mehr Ostdeutsche zur BW gehen. Ich glaube das sind derzeit 50%, bei nur 20% Einwohner.
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02.10.2009 13:07 Uhr von fortimbras
 
+26 | -14
 
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die wehrpflicht muss weg: es gibt viele gute gründe dafür die wehrpflicht abzuschaffen, auch wenn mir spontan nur wenige beispiele einfallen

1. die wehrpflicht verstößt degen den grundsatz der gleichheit, da nur männer eingezogen werden und frauen nichtmal ersatzdienst leisten müssen.

2. die wehrpflichtigen können erst ein jahr später studieren und stehen den sozialkassen so auch erst später zur verfügung
ausserdem lässt die fähigkeit zu lernen bekanntermaßen mit dem alter nach was das studium erschwert

3. wer nach der ausbildung eingezogen wird verliert die möglichkeit im betrieb weiterbeschäftigt zu werden und ist nach der wehrzeit oft arbeitslos

4. wer vor der ausbildung eingezogen wird, findet anschliessend schwerer einen ausbildungsplatz

5. der grundwehrdienst ist inzwischen zu kurz um die soldaten zu mehr als kugelfängern auszubilden

6. wie schon in der news erwähnt ist die wehrpflicht inzwischen schon eher freiwillig weil es viel mehr anwerter als stellen gibt

eine berufsarmee könnte viele dieser probleme beseitigen
die soziale ungerechtigkeit und verblödung in der armee lässt sich damit aber auch nicht verhindern

es war schon immer so dass die armen und geistig minderbemittelten die schlachten der oberschicht geschlagen haben
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02.10.2009 13:19 Uhr von datenfehler
 
+21 | -24
 
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welcher wirklich intelligente Mensch geht in eine Armee???
Ob Wehrpflicht oder nicht, es gibt den Zivildienst. Also wer geht zur Armee??? *g*
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02.10.2009 13:20 Uhr von Herr_Gott
 
+20 | -4
 
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Wehrpflich so ein Quatsch.
Wir brauchen eine Berufsarmee mit Soladaten die freiwillig Dienst tun, die wissen was sie tun und worauf sie sich einlassen.

Diese Leute entsprechend bezahlen dann bekommt man auch vernünftige Leute.

alles Andere ist totaler Nonsens.
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02.10.2009 13:23 Uhr von Dracultepes
 
+10 | -2
 
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Die schaffen die Wehrpflicht nicht ab, das doch deren einzige möglichkeit die Gymnasiasten nach dem Abi zu kriegen. Bei einer reinen Berufsarmee würden doch noch weniger mit anständigem Abschluss da antanzen, und die dummen wollen sie nicht mehr. Davon haben sie genug.

Auch wenn sich mir jetzt die Nackenhaare aufstellen, die Amis machen es richtig(zumindest in der Armeepolitik). Die haben keine Wehrpflicht, aber bezahlen den Collegeabgängern das teure Studium etc.. Die Bundeswehr zahlt zwar auch nicht schlecht im Studium, aber das weiss kaum einer der mit dem Abi in der Tasche die Schule verlässt. Ich wusste es damals nicht.

Alles in allem die Bundeswehr ist eine Unterschichtenarmee und es liegt an der Bundeswehr das zu ändern.
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02.10.2009 13:30 Uhr von Ardranachbelon
 
+2 | -2
 
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Das ist nicht nur ein Problem der Wehrplicht.
Um sich als Zeitsoldat in der Manschaftslaufbahn zu verpflichten reicht es die Heimatbundesland geltende
gesetzliche Vollzeitschulpflicht erfüllt zu haben!
Mit Hauptschulabschluß darf man sogar schon Unteroffizier werden.

Die meisten guten Leute machen halt lieber was anderes als zu dienen - weil sie es auch können.
Und da hilft auch kein Attraktivitätsprogramm der Bundeswehr, wenn schon die Anforderung für Zeitsoldaten so minimal gehalten werden müssen, um überhaupt noch Leute zu finden!!
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02.10.2009 14:03 Uhr von fiver0904
 
+4 | -4
 
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Geistige und finanzielle, bitte unterscheiden! Wenn ich mir die Quelle so durchlese gilt es da aber zu differenzieren zwischen geistiger Unterschicht und finanzieller Unterschicht!
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02.10.2009 14:09 Uhr von JustRegistered
 
+5 | -11
 
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also ich bin: ehemaliger ossi und habe es auch geschafft mich vor dem dreck namens pflicht zu drücken und habe weder wehr- noch ersatzdienst leisten müssen! :)

der arme mann hat ja wohl ein paar sehr krude ansichten. stimme mit ihm überein, dass die armee nicht mehr das leisten kann, was sie sollte. aber das kann auch keine wehrpflicht erfüllen. zu was "intelligente" armeeangehörige alles imstande sind, haben wir ja in den vergangenen jahrhunderten gesehen. als uns generäle von und zu ins verderben gestürzt haben und 16 jährige kinder, familienväter und opas mit ihrer pflicht zur wehr (zb im volkssturm) die zeche dafür zahlen mussten.

die solln mal schön umstellen auf berufsarmee und gut ist. und dann noch bitte den verkalkten prof. aus seinem amt entfernen, wenn er hier meint bevölkerungsschichten diskriminieren zu müssen:)
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02.10.2009 14:11 Uhr von hofn4rr
 
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normale entwicklung: interessant bleiben immer vergleiche zu anderen armeen, auch berufsarmeen, wie in den vsa.

dort kann man schon länger beobachten, dass sich hauptsächlich rekruten aus sozial schwachen regionen bei der armee einfinden.

im gegensatz zu uns ist dort der migrantenanteil (nicht weisse)
besonders hoch.
während bei uns auffallend wenige, insbesondere türkischstämmige wehrpflichtige zum bund müssen.

die erfahrung zeigt, dass die wirtschaftskrise(n) ein zuwachs an rekruten bedeutet, worüber die us-armee nicht unglücklich ist.

das diese rekruten, die aus sozialen gründen zur armee gehen, intellektuell und sozial nicht gerade vorbilder abgeben, versteht sich von selbst.

p. s.
eine berufsarmee, vergleichbar mit der amerikanischen, würde zwangsläufig dazu führen, dass sich die armee zusehens aus der unterschicht zusammensetzen würde.

tendenzen dazu gibt es bei uns schon länger, ab dem zeitpunkt wo die gerechtigkeit bei der wehrpflicht untergraben wurde.

der personenkreis mit einfluss (politiker) und geld (wirtschaft), schicken ihre kinder nicht zum militär.

mit "bildung" hat das m. e. weniger zu tun.

weshalb ich den mittel(ost)deutschen in der hinsicht nichts unterstellen kann, weil die wirtschaftliche situation dort allgemein noch sehr schwierig ist/wird.

p. s.
wenn ich als junger mensch in der freien wirtschaft keine perspektive hätte, würde ich offen gesagt auch daran denken eine karriere beim militär anzustreben, ein job der ziemlich krisensicher ist und eine frühzeitige pensionierung verspricht.

heute würde ich davon natürlich abstand nehmen...aufgrund der erfahrung über politische verhältnisse, die man als junger mann nicht hat.
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02.10.2009 14:11 Uhr von Simulacrum
 
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@ BastB: Tut mir leid für dich, dass du die Bundeswehr gebraucht hast, um fit zu werden.
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02.10.2009 14:11 Uhr von maki
 
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Oha: "Dadurch würden ehemalige Werte der Bundeswehr verloren gehen."

Schade um die schönen alten Nazitraditionen, wa?
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02.10.2009 14:19 Uhr von W.Marvel
 
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@hofn4rr: "im gegensatz zu uns ist dort der migrantenanteil (nicht weisse)"

Seit wann sind Afroamerikanische Bürger in den USA Mirgranten?

Oder um genauer zu sein, wer hat denn in denn USA, ausser den Ureinwohnern, keinen Migrationshintergrund?
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02.10.2009 14:20 Uhr von La_Voce
 
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das IST DOCH GENAU RICHTIG: ein haufen verblödeter haupt und realschüler die man nur anständig indoktrinieren muss und man hat die perfekten puppen die einem so gut wie jeden mist abkaufen und so gut wie nichts in frage stellen ....und sich endlich mal als teil der gesellschaft fühlen dürfen ..gestärkt durch den besitz einer waffe und den zugang zu angeblich brisanten informationen die einen überpriviligiert fühlen lassen ...armes volk
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02.10.2009 14:24 Uhr von vitamin-c
 
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Wehrpflicht überflüssig: Sollen es doch die Leute machen, die es wirklich wollen. Ich habe gestern auch ein Schreiben vom Bund bekommen, das ich nach meiner Ausbildungszeit (lerne Bürokaufmann) antreten soll. Was mich ärgert, da ich übernommen werden würde. Wenn ich danach zum Bund muss, ist die wahrscheinlichkeit sehr klein das ich in meinen Betrieb zurück kann, da die einen Ersatz für mich eingestellt haben. So schafft sich Deutschland dann auch selbst Arbeitslose.
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02.10.2009 14:25 Uhr von Ardranachbelon
 
+4 | -1
 
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In den USA kann man auch den Streitkräften beitreten um danach die amerikanische Staatsbürgerschaft zu bekommen.
Für manche ist das vielleicht Anreiz genug, um in den Irak geschickt zu werden.
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02.10.2009 14:28 Uhr von pr0digy1
 
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Der Finanzielle: Aspekt wird aber auch immer vergessen.

Ein Berufseinsteiger verdient ca. 1200€ netto.

Das macht in 10 Monaten Wehrdienst 12000€.
Aus diesem Grund hab ich mich auch ausmustern lassen.

Außerdem wen verteidige ich denn im Kriegsfall ? Unseren Deutschen Staat ? Auf den scheisse ich !

Bei vielen meinen Freunden war die Bundeswehr btw. Zivi der Puffer zwischen Ausbildungsende und Job, da sie z.B. nicht vom Betrieb übernommen wurden.

Meiner Meinung nach ist die Bundeswehr eine volkommen überflüssige Geldverbrennende Institution.
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02.10.2009 14:33 Uhr von hofn4rr
 
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@Marvel: ich denke du weisst sehr genau wie ich das meinte.

deshalb auch in klammern (weisse).
achtung klammer:(ich war im begriff die us-armee mit unserer bw zu vergleichen)

was bei uns migranten sind, und auch nicht selten mit der unterschicht assoiziert wird, sind in den vsa schwarze oder latinos, die nicht selten mit sozialen und intellektuellen nachteilen zu kämpfen haben.

welche intention versteckt sich hinter deine fragerei über dinge, die sich jeder selbst zusammenreimen kann, sofern man lesen kann?

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