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Ikea schließt ostdeutsches Traditionswerk

30 Jahre "Billy", das Erfolgsregal des schwedischen Möbelherstellers feiert einen runden Geburtstag. Zum Feiern wird den Arbeitern des IKEA-Werkes im sachsen-anhaltinischen Gardelegen wohl nicht zumute gewesen sein, als am gestrigen Freitag das Werk seine Tore schloss.

Das seit 1972 als volkseigener Betrieb gegründete Werk produzierte bereits ab 1982 im Auftrag IKEAs das Regal "Billy". Auch nach der Wende und der damit einhergehenden Privatisierung arbeitete das Werk für IKEA. Mit der Schließung verlieren etwa 250 Arbeitnehmer ihren Job.

Die Schließung wurde seitens des Konzerns mit sinkenden Absätzen der Billy-Regales, aber auch mit einem weltweiten Nachfragerückgang begründet. Die Belieferung großer Märkte, wie den USA, wurde zudem nach China verlagert. Teile des Werkes zur Furnierherstellung werden in die Slowakei verlagert.


WebReporter: sepultura
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Tradition
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.09.2009 17:40 Uhr von sepultura
 
+0 | -1
 
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Auch wenn zugesichert wurde, dass weiterhin die Billy-Regale für den deutschen Markt an einem deutschen Standort gefertigt werden ist die Schließung einer herber Rückschlag für hiesigen Arbeitsmarkt.
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26.09.2009 23:32 Uhr von Thunder-Rebel
 
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27.09.2009 08:36 Uhr von Marco Werner
 
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@Thunder-Rebel: Na dann fang mal an,deine Alternativen aufzuzählen. Natürlich möglichst ohne weitere Einschnitte bei den sozialen Leistungen...denn die würden zwangsläufig zusammen mit den Lohn-Nebenkosten verschwinden...
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27.09.2009 09:51 Uhr von datenfehler
 
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@Thunder-Rebel: Du bist ein waher Fachmann!

"Es wäre ja auch hier möglich, billig zu produzieren, wenn da nicht die Lohn-Nebenkosten wären !
Die gibt es in China nämlich nicht !!!

Lohn-Nebenkosten abschaffen, Arbeit wieder bezahlbar machen !"
RICHTIG! Weg mit den Lohn-Nebenkosten. Und wenn wir schon dabei sind, müssen wir auch gleich alle Sozialleistungen etc. abschaffen, weil sonst gar nichts mehr finanzierbar ist. Und was ist mit Krankenkassenleistungen? Ja, bevor du stirbst wirst du nochmal reanimiert - das zweite Mal kostet dann aber schon was. Und wo wir schon dabei sind... Die ganze Besteuerung ist wirklich unsinnig und macht nur die Arbeitskraft teuer. Lassen wir das alles weg. Straßenbau braucht keiner. Genauso alle öffentlichen Einrichtungen. Schulen braucht keiner. Wer billigst in einer Fabrik arbeiten will, die preislich mit China konkurieren will, braucht nicht lesen, nicht schreiben und nicht rechnen können! Achja... Unfallversicherung? Wozu! Wer kaputt geht, muss auf die Straße! Huiui... Da könnte man noch viel Blödsinn aufzählen, den wir uns sparen könnten.

Ja, ein bisschen Ironie war da jetzt schon dabei.

Also bevor du etwas schreibst, solltest du einmal gründlich nachdenken, wie sinnvoll das Gebrabbel überhaupt ist. Der Kommentar von dir, ist wirklich unter aller Kanone!
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27.09.2009 10:38 Uhr von maretz
 
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da hilft nur eines! Und zwar das endlich mal die Leute aufwachen und bei Läden die solche Aktionen bringen nichts mehr kaufen... Natürlich wird das was in Deutschland verkauft wird auch nur in D produziert - vermutlich werden die in den Staaten sagen das die Werke in China ja für D produzieren und die Amerikanischen IKEA-Märkte natürlich nur Produkte führen die in Ami-Land gefertigt wurden...

Ganz ehrlich: Solche Läden verdienen es das dort mal 4-8 Wochen nicht gekauft wird und die Verkäufer da rumstehen. Warum soll ich mit meinem Geld einen Laden unterstützen der dieses Geld nur nimmt um damit irgendwo Menschen auszubeuten? (Und ganz ehrlich: Die Verlagerung in Billig-Lohn-Länder ist eine Ausbeutung der Menschen dort - oder wer glaubt das die dort mit der entsprechenden Schutzkleidung usw. ausgestattet werden? Wenn sich da einer mit der Säge übern Arm fährt - who cares, wird der nächste eingestellt... Wie die Person danach für die Ernährung sorgen kann is ja nicht das Problem von Ikea...)

Und hier macht es einfach keinen Unterschied ob man Produkte kauft die von Kindern in Afrika hergestellt werden - oder von anderen Menschen in anderen Billig-Ländern. Eine Ausbeutung dieser Menschen ist es in jedem Fall - und ich persönlich würde lieber 50-100 Euro mehr für nen Regal ausgeben als das ich weiss das dafür Menschen und übelsten Bedingungen arbeiten müssen...
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27.09.2009 15:31 Uhr von schorchimuck
 
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Ich bin derselben Meinung wie Maretz. Allerdings füge ich noch ein paar Dinge hinzu :

Wer in Billigländern produziert soll dann bitteschön seinen "Billigschrott" dann in diesen Ländern verkaufen.

Denn hierzulande wären selbst solch preiswerte Produkte maßlos überteuert.

Aber..........das Problem ist...........in diesen Billigländern kann sich kaum einer diese Artikel leisten ?

Und hierzulande sind die Menschen so blöd und kaufen dann solche Produkte weils etwas billiger als etwas "reales made in Germany/Europa" ist.

Das man sich auf lange Sicht gesehen sich "Arbeitstechnisch" gesehen das "eigene Grab" schaufelt sehen die Menschen hierzulande nicht.

Hauptsache Geiz ist Geil und man kann ein Schnäppchen machen,und sich dann nachher wundern das man vor Ort keine/kaum Arbeitsplätze vorfindet weil ja alles "wegverlagert" wurde.

Bei Menschen mit wenig Geld könnte ich es natürlich noch nachvollziehen das an jeder Ecke gespart werden muss,aber in der Realität sind es die "Besserverdienenden" die "grössten Geizer/Schnorrer" in diesem Lande.

Ich frage mich dann immer wieder wie solche Leute die zu "dumm sind einen Eimer Wasser umzuschütten" dann an relativ gut bezahlte Jobs kommen.

Denn ausgerechnet diese Leute wollen viel Geld verdienen aber nix ausgeben.

Wie sowas funktioniere soll muss mir mal einer erklären.

Wenn man nix ausgeben will kanns auch keine "brauchbaren Gewinnmargen" geben.

Und wenns keine "brauchbaren Gewinnmargen" gibt kann man keine Arbeitnehmer mit "halbwegs ehrlichen und brauchbaren" Löhnen einstellen.

Es ist wirklich traurig zu sehen das man von den ganzen "Egoschnorrern" und "Grosskonzernen" "Lohntechnisch gesehen" fast auf "Schwellenländerniveau" gedrückt wird.

mfg
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27.09.2009 20:07 Uhr von Jakko
 
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Erste: Auswirkung auf den ach so tollen Sieg der Deppenregierung.

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