23.09.09 21:44 Uhr
 3.659
 

München: Umstrittene Gerichtsurteile bestrafen Notwehr und Zivilcourage

So stechen zwei unter demselben Richter, Manfred Götzel, verhängte Urteile, bei denen es trotz Vorliegens von Notwehrsituationen zur Verhängung langjähriger Haftstrafen kam, hervor. In beiden Fällen sah es das Landgericht als erwiesen an, dass die zulässigen Notwehrmaßnahmen überschritten wurden.

Besonderes Aufsehen erregte der Fall des Studenten Sven G., der wegen versuchten Totschlags verurteilt wurde, nachdem er bei einem Übergriff durch eine fünfköpfige Gruppe keine andere Wahl sah, als sich mit einem mitgeführten kleinen Messer zu verteidigen.

Kritisiert werde vor allem, dass den besonderem Umständen der Taten keine Beachtung geschenkt wurde. Auch die Möglichkeit eines Notwehrexzesses nach § 33 des Strafgesetzbuches, der in solchen Fällen zur Anwendung kommen könne, wurde nicht erörtert. Der BGH revidierte derweil das Urteil gegen Sven G.


WebReporter: Metallpresse
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, München, Gerichtsurteil, Zivilcourage, Notwehr
Quelle: www.heise.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

7000 Euro Bescheid für Flüchtlinge: Anwalt ermittelt gegen Hasskommentare
Immer mehr abgelehnte Asylbewerber leisten gegen ihre Abschiebung Widerstand
Versagen der Asylpolitik in Oerlinghausen: Flüchtlingskriminalität explodiert

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.09.2009 22:00 Uhr von Dracultepes
 
+29 | -4
 
ANZEIGEN
Tja ich glaube manche Richter sind Weltfremder und Hohler als so mancher Junkie auf Droge.
Kommentar ansehen
23.09.2009 22:28 Uhr von nonotz
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
"Täter" raus, Richter rein
Kommentar ansehen
23.09.2009 22:30 Uhr von Allmightyrandom
 
+14 | -2
 
ANZEIGEN
vielleicht sollte man einigen Jugendgangs mal sagen, dass besagte Richter immer große Mengen Bargeld bei sich tragen ^^
Kommentar ansehen
23.09.2009 22:45 Uhr von Python44
 
+13 | -1
 
ANZEIGEN
Hätte er sich von den 5 totprügeln lassen: hätten die sicherlich ein ernsthaftes Gespräch mit dem "Familieninterventionsteam" führen müssen. Und der Jugendrichter hätte ganz böse "Dududu" zu den 17jährigen gesagt !!!

Aber jemand, der sich gegen Gewalttäter zu Wehr setzt, ist eine echte Gefahr für die Allgemeinheit. Schließlich steht er zum ersten Mal vor Gericht und ist damit völlig unberechenbar - im Gegensatz zu den Intensivtätern mit "Dauerkarte" für´s Gericht ^^
Kommentar ansehen
23.09.2009 23:48 Uhr von shadow#
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Der Richter scheint ein Depp zu sein, aber einer der in der Quelle bemängelten Fälle war der des 30-jährigen Studenten der, nachdem sein Bekannter geschlagen wurde, einem der Angreifer mit einem verdeckt getragenen Messer, das er vorher in einer Kneipe dabei hatte, sofort in den Hals gestochen hat und sich anschließend mit weiteren Waffen daheim verschanzt hat.
"Notwehr aber überreagiert", war damals die klare Linie aller Medien.
Dass hier jetzt dem Bundesgerichtshof hinterherrevidiert wird ist einigermaßen löblich, spricht aber trotzdem nicht für unsere Medienlandschaft.
Kommentar ansehen
24.09.2009 00:02 Uhr von sator777
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Unglaublich!!! Ich habe gerade die Quelle gelesen! Da bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun!

Bei dem Todesfall in München scheint sich die Polizei ja zusätzlich auch richtig schön Zeit gelassen zu haben. Dieses Vorgehen kann man bei uns in der Umgebung auch beobachten. Frei nach dem Motto: Die sollen sich erst mal die Köpfe einhauen, wir kommen dann zum Aufräumen.

Gerade dieses Vorgehen zwingt einen ja dazu sich selbst zu verteidigen und dann wird man evtl. noch bestraft! Unglaublich!

Ich wüsste nicht wie ich mit solchen gewaltbereiten Schläger- Profis umgehen soll. Keine Ahnung was mir da in der ganzen Panik einfallen würde wenn ich nicht weglaufen kann ..... und dafür wird man dann bestraft ........
Kommentar ansehen
24.09.2009 00:51 Uhr von StYxXx
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wahrheit: Das ist immer so eine Sache: Wie war es wirklich? Spontan musste ich da an einen Fall denken, über den auch hier berichtet wurde. Einige Medien schilderten es als gemeiner Mord an einem unschuldigen vermittelndem Jugendliche. Andere Quellen sagten dagegen aus, dass er selbst Aggressor war und andere angriff, der sich daraufhin verteidigte, was zum Tod führte.
Auch in dem Fall wissen wir nur das, was der Autor des Artikels schreibt. Und das tut er eindeutig nicht neutral. Obwohl er zb im ersten Fall sogar erwähnt, dass der Mann ohngerechtfertigt zustach. Möglichkeiten das formulieren sind "der Jugendliche rannte dem Mann aggressiv hinterher, der keine Auswahl sah sich zu retten, indem er zustach" oder "der Junge rannte dem Mann hinterher um sich mit ihm zu Unterhalten, dieser stach jedoch unbegründet zu". Dreht man das im Szenario um und stellt sich einen Mann vor, der dem Typ nachrennt, welcher zusticht, so hat man wieder einen schönen Medienfall von Jugendgewalt.
Auch wenn eine Person gegen eine Gruppe steht, ist das nicht immer eindeutig. Selbst Fälle erlebt, bei denen eigentlich gebildete Menschen (ja, Studenten!) alleine ausrasteten und auf eine Gruppe losgingen.
Woraus ich also hinaus will: Solange man selbst nicht dabei war, weiß man nicht, wie es wirklich war. Das macht auch eine Urteilsfindung so schwer. Möglichwerweise waren hier aber noch Indizien beteiligt, die wir nicht kennen. Medien stützen sich gerne auf Fälle, die aufregen (zu geringe Bestrafung für böse, zu hohe Bestrafung für gute Menschen).

Grundsätzlich gibt es aber solche Urteile. Ganz schlecht ist es, wenn man Waffen bei sich trägt. Da wird es immer heißen "warum haben sie denn sowas dabei"? Selbst bei eindeutigen Sachlagen, kann das so dem eigentlichen Opfer schnell zum Verhängnis werden. Mir bekannte Fälle waren z.B. der Einsatz von Reiszgaspistolen. Schupps kommt von den Räubern eine Anzeige wegen Körperverletzung. Aussage gegen Aussage. Nur hat eine Person eine Waffe eingesetzt. Na, wem wird mehr geglaubt? ;)
Dass der ein oder andere in Angst durchdreht, ist auch normal. Vor allem, wenn Medien das für Geld und Politiker für Stimmen noch hochpushen. Im dümmsten Fall sorgt das wie letztens dazu, dass niemand mehr hilft, weil er Angst hat, erschlagen zu werden. Naja, CDU kann dann ja mit Kameras helfen. *hust*
Kommentar ansehen
24.09.2009 01:01 Uhr von Keltruzad1956
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Also lass ich mich demnächst mal tot schlagen, weil ich könnte ja noch innen Knast kommen...:_P

bekloppt, irgendwie bekloppt, wie man so urteilen kann...
Kommentar ansehen
24.09.2009 01:20 Uhr von Deniz1008
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
verklagt oder zeigt mal einen richter in brd an es wird nichts unternommen.
Kommentar ansehen
24.09.2009 08:35 Uhr von deluxe86
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
jedes urteil: von einem dähmlichen richter kann beim bundesverfassungsgericht revidiert werden ...
Kommentar ansehen
24.09.2009 08:37 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Man sollte der Presse nicht alles glauben oder: selbst recherchieren.

Der Student hat, nachdem sein kumpel mit Schlägen maltretiert wurde, dem Täter ein Messer (ob Schmuckmesser oder net) in den Hals gerammt. Sorry aber sowas ist mehr als übertrieben. Wenn jemand prügelt kann ich ihn wegstoßen, zurückschlagen, treten oder sonstwa, aber direkt nen Messer in den Hals rammen?? Zumal der Student bekannt dafür war, dass er zu Gewaltausbrüchen neigt.

Aber gegen politik und Richter wird ja gerne gestichelt.

@Deniz
Straffällige Migranten werden auch nciht bestraft, warum beschwerst dich darüber nicht?
Kommentar ansehen
06.11.2009 17:15 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was sagt uns das ???? Beim nächtsten Gewaltverbrechen das man auf der Strasse beobachtet ......

Scheuklappen hoch ..... Ohrenstöpsel rein ...... und weitergehen - sonst kommt man noch in den Knast ........

Aber ich werde mir dabei ab heute vorstellen - das gerade der obige Richter in der dunklen Ecke von Jugendlichen behindertengerecht zusammengeschlagen wird, wenn ich grinsend weitergehe
****

UNGLAUBLICH was in Deutschlands Gerichten an "Recht" gesprochen wird !!!!!

Aber es wundert mich nicht !
Wenn schon Angestellte wegen eines angebissenen Brötchens wegen Veruntreung fristlos gekündigt werden - sogenannte "Spitzenmanager" die Millionen in den Sand setzten und 1000de von Arbeitsplätzen gefährden- dafür nach Berlin eingeladen werden und im "Finanzkrisen-Kompetenz-Team" mitspielen dürfen !!!

Von Bankern die immer noch "frei rumlaufen" mal ganz zu schweigen !!

****
Aber ?! der Tag der Abrechnung kommt bestimmt ,...... irgendwann wacht das dumme verarschte Volk auf !!

Refresh |<-- <-   1-12/12   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

7000 Euro Bescheid für Flüchtlinge: Anwalt ermittelt gegen Hasskommentare
Formel 1: Das sind die Autos der Teams
Einigung im Tarifstreit bei VW


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?