20.09.09 20:02 Uhr
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Wachkoma-Patienten sind lernfähig

Britische Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die im Wachkoma liegen, eine bewusste Wahrnehmung haben.

Dadurch ist es möglich, dass sie etwas lernen können, was der Rehabilitation der Betroffenen dienen könnte.

Wachkoma-Patienten können Informationen verarbeiten, auch wenn es nicht so scheint, da man keinen Blickkontakt mit ihnen aufnehmen kann.


WebReporter: promises
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Patient, Wachkoma
Quelle: www.an-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2009 20:22 Uhr von Hugh
 
+4 | -1
 
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Lernen ungleich Bewußtsein: Das eine hat nicht zwingend was mit dem anderen zu tun. Die wesentlichen Lernprinzipien hat man schon bei Bakterien, Seeschnecken (Aplysia) oder dem Imunsystem nachgewiesen.
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20.09.2009 20:39 Uhr von FirstBorg
 
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@Hugh: Ich bin zwar kein Biologe, aber ich glaube du verwechselst Lernen mit Anpassen. Biologische Organismen können sich natürlich an sich ändernde Umgebungen anpassen. Aber Beim Lernen ist so das man Informationen aufnimmt und diese Nutzen kann um auf unbekannte Situationen zu reagieren. Bei der reinen Anpassung geht das nicht.
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20.09.2009 22:46 Uhr von La_Voce
 
+3 | -0
 
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und: was für informationen sind das z.B: wäre mal interessant zu wissen WAS man sich so alles merken kann oder !?

jetzt muss man nur noch herausfinden wie man das am besten beibringt ...ein tonband , abwechselnden lichtern oder mit einem buch mit blindenschrift und einer maschine die den finger darüberfließen lässt :)
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20.09.2009 23:00 Uhr von hate83
 
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Firstborg hat recht. Dennoch halte ich diese Beobachtung der britischen Forscher für wahrscheinlich. Lernen im Schlaf via Hörbuch oder so funktioniert ja auch. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, wenn es hilft die Menschen nach ihrem Koma wieder besser zu rehabilitieren.
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20.09.2009 23:27 Uhr von zeed
 
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ich denke ihr habt beide recht, Hugh und FirstBorg.
Es stimmt wohl, dass man die Anpassung von Bakterien an ihre Umwelt nicht als Lernen in unserem Sinne verstehen kann, da so einem Einzeller das Gehirn fehlt. Andererseits wissen wir durch verschiedene Verfahren des maschinellen Lernens, wie etwa neuronale Netze, dass auch Software ohne Bewusstsein anhand von Trainingsbeispielen lernen und generalisieren kann, dem menschlichen Gehirn ganz ähnlich.

Ich hoffe einfach mal, dass hierbei ein paar Areale im Gehirn ganz automatisch ankommende Informationen verarbeiten und sich anpassen. Wenn nicht, liegen die Patienten da wirklich jahrelang hellwach herum und kriegen alles mit, ohne sich bewegen zu können. Ein Albtraum...
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21.09.2009 01:30 Uhr von Beergelu
 
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@Zeed: Bei Bakterien werden einfach Teile des Metabolismus umgestellt.
Dies erfolgt durch Regulatoren an der DNA, die auf bestimmte Bedingungen reagieren.

Wenn man das jetzt, so wie du, auf einen Computer überträgt, wären das aber keine neuronalen Netzwerke sonden einfach "if ... then..."-Algorythmen.
Hat also nichts mit lernen zu tun, sondern einfach nur mit bekannten Befehlen.
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21.09.2009 02:45 Uhr von zeed
 
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@Beergelu: Nein, ich wollte das Anpassen von Bakterien natürlich nicht auf z.B. neuronale Netze übertragen, sondern nur
a) Firstborg recht geben, dass Hugh wohl Lernen und Anpassen verwechselt hat, aber auch
b) Hugh rechtgeben, dass Lernen ohne Bewusstsein funktionieren kann. Hierfür habe ich das Maschinenlernen als Beispiel genannt.

Wenn es sich so liest, als ob ich das Beispiel Baktierien als Maschinenlernen auf den Computer übertragen wollte, habe ich die 2 Punkte wohl nicht gut genug getrennt, sorry.
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21.09.2009 07:11 Uhr von Schisma
 
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kleine frage das ist schon seit langem bekannt...

es gibt im bereich der pflege das konzept der basalen stimmulation. dabei versucht man patienten jeglicher art mit wahnehmungsstörungen, sein es komatöse patienten, demenzerkrankte, körperlich/seelisch behinderte etc etc etc mithilfe verschiedener stimulationsmöglichkeiten die wahrnehmung aufrechtzuerhalten und ggf. sogar weiterzuentwickeln. einher geht dabei das konzept der kinästhetik. ich kann davon berichten, weil ich das grad im rahmen meiner ausbildung gelernt hab ^^

wir hatten dort einen bericht, wo ein kleiner junge, 6jahre alt, seit dem 6ten lebensmonat im wachkoma ist und von drei damen im rahmen ebenjener kinästhetik und basalen stimmulation gezielt gepflegt werden und eben dieser junge macht immense fortschritte in der wahrnehmung seines umfeldes, er lente, seine muskelspannung zu regulieren, seinen kopf eigeneständig zu halten, den kopf zum wechseln der körperposition zu nutzen etc etc etc....

diese fortschritte mögen für uns selbstverständlich und kleinlich sein, aber im rahme der möglichkeiten eines wachkomapatienten sind solche schritte kilometer-abstände!
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21.09.2009 07:24 Uhr von JesusSchmidt
 
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nun ja was die quelle beschreibt, ist ein bedingter reflex. in der quelle ist diese nachricht auch nicht so positiv dargestellt wie hier, finde ich.
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21.09.2009 18:25 Uhr von Beergelu
 
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@Matthias: Ich hätte mir ein neuronales Netzwerk komplizierter vorgestellt^^
Deswegen hinkt der Vergleich auch etwas

Aber bei Bakterien wird ja nichts aufgeschrieben.
Die haben nur die vorgefertigten Algorithmen zur Verfügung (in Form der DNA), mit der sie reagieren können.
Lernen können die nicht, da ja keine neuen Informationen gespeichert werden.
Ich wollte nur darstellen, das lernen etwas völlig anderes ist.
(Sie können sich zwar durch Mutation anpassen, aber das ist nur zufällig und tritt nur wegen ihrer großen Anzahl und schnellen Generationsfolge relativ schnell auf)

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