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eBay zu Geldstrafe verurteilt - LVMH-Konzern erhält 80.000 Euro

Weil bei einigen eBay-Auktionen gefälschte Produkte, wie Kleider von Dior, Givenchy oder Guerlain angeboten wurden, hatte der Luxusartikelkonzern LVMH Strafanzeige erstattet. Google und eBay hatten erklärt, dass sie nicht Eigentumsrechte zurückverfolgen könnten.

In Paris entschied das Gericht, dass eBay verpflichtet sei, sich bei der Anpreisung von Luxusartikel vorher zu überzeugen, ob es sich tatsächlich um ein Original handelt. Verschiedentlich wurde in den eBay-Angeboten der bekannten Luxusprodukte auf Links zu Imitationen geleitet.

Zunächst wurde eBay zur Zahlung von 80.000 Euro an LVMH verurteilt. Geklagt hatte der Konzern eigentlich auf vier Millionen Euro Entschädigung. Zusätzlich beschloss das Gericht, dass es bei jedem weiteren Fall von Produktfälschung zu jeweils 1.000 Euro Entschädigung komme.


WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, eBay, Konzern, Geldstrafe
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2009 14:29 Uhr von Nuggo
 
+6 | -2
 
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für ebay ist 80000 euro stafe so als ob wir für 1 euro auto waschen würden.....ausserdem haben sie eh in paar tagen das geld wieder raus indem sie viel gebühren kassieren
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20.09.2009 14:49 Uhr von Quasar-x
 
+6 | -1
 
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Ebay: Hat das ja sicher schon alles einkalkuliert,da die letzte änderung,daß nur noch "Kostenloser" Versand angeboten werden dar (bei einigen sachen),also kommen die versandkosten in den Preis und Ebay erhält dafür nun auch gebühren :(
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20.09.2009 14:52 Uhr von MBGucky
 
+10 | -3
 
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Was ein Witz. Ich wusste garnicht, dass es in Paris auch ein Hamburger Landgericht gibt. Zumindest haben die Richter da offensichtlich genau so viel Ahnung vom Internet wie hierzulande die Richter in Hamburg.

Was bitte kann Ebay dafür wenn ein Händler gefälschte Produkte verkauft. Wenn das einer auf nem Trödelmarkt machen würde, würde doch auch direkt der Händler verklagt und nicht der Veranstalter des Trödelmarktes.
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20.09.2009 14:56 Uhr von rolf.w
 
+7 | -0
 
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Nun: die Brisanz dieses Urteils liegt im System an sich, nicht in der eher milden Strafe und Strafandrohung.
Es ist wohl das erste Mal, dass sich ein Marktveranstalter und nicht nur der Händler rechtfertigen muss. Dieses Urteil kann man übertragen, auf Kleinanzeigen in der Zeitung genauso, wie auf Floh-/Kram-/Trödelmärkte. Wie soll die Zeitung sicherstellen, dass in der Kleinanzeige tatsächlich Originalware verkauft wird oder wie soll der Flohmarktbetreiber sich sicher sein, dass es sich um Originalware und nicht um ein Plagiat handelt?!
Hier hat jetzt auch nur eine Firma geklagt, aber wie viele Produkte unterschiedlicher Firmen werden gefälscht, seien es Uhren, Parfum, Schuhe, Schmuck, etc. Alle können sich jetzt auf dieses Urteil berufen und Klage erheben und das auch gegen jeden Marktbetreiber. Im Extremfall kann es zum Ende der Internetauktionen und auch zum Ende der Floh- und Wochenmärkte führen. Ich sehe jetzt schon die Abmahnindustrie ihre Bleistifte spitzen.
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20.09.2009 15:16 Uhr von Python44
 
+15 | -1
 
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Ziel von LVMH ist nicht: den Handel von Plagiaten auf eBay zu unterbinden, sondern den gesamten Handel mit ihren Produkten. Damit steigern sie wieder ihre tolle Exklusivität und können noch höhere Mondpreise für ihren hässlichen Schrott verlangen.
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20.09.2009 15:22 Uhr von Tilde
 
+5 | -3
 
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Autsch: Wenn andere Markeninhaber nachziehen, ist es bald verboten auf eBay Markenartikel zu verkaufen.

Damit wäre eBay dann Geschichte.

(Und Schnäppchen auch...)
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20.09.2009 15:27 Uhr von noneworld
 
+2 | -2
 
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Zitat: *sich bei der Anpreisung von Luxusartikel vorher zu überzeugen, ob es sich tatsächlich um ein Original handelt.*

Und das unterbindet das Anbieten von all den Fälschungen...ja nee ist klar. Vielleicht sollte Ebay mal seine eigene Echtheit überprüfen....denn bei Denen ist schon lange was faul........
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20.09.2009 15:29 Uhr von MOTO-MOTO
 
+1 | -4
 
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@Tilde: Lies die News mal richtig.
Es geht hier um die Unterbindung des Verkaufs von Fälschungen.

Original-Markenware kann und darf, sofern dafür die Lizenzen der Anbieter vorliegen oder es sich um ORIGINAL-Ware im gebrauchten Zustand handelt, weiterhin verkauft werden.
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20.09.2009 15:56 Uhr von rolf.w
 
+6 | -1
 
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@MOTO-MOTO: "Es geht hier um die Unterbindung des Verkaufs von Fälschungen."

Tilde hat schon recht, denn wie willst Du als Marktbetreiber sicherstellen, dass auch niemand ein Plagiat verkauft? Das kannst Du eigentlich nur erreichen, wenn Du den Handel mit diesen Artikeln, egal ob echt oder gefälscht, unterbindest. Denn nur der Händler selbst kann wissen, woher die Ware stammt. Und hier kommt ein weiteres Problem, nicht jeder Privatverkäufer weiß genau, ob es sich um eine Fälschung handelt oder nicht. Er kann zwar davon ausgehen, dass die Rolex, die er für 10 Euro am Strand gekauft hat gefälscht ist, wenn er die Uhr aber mal geerbt hat ist die Herkunft nicht unbedingt schlüssig zu beweisen, es sei denn, man lässt sich alles erst von einem Fachmann per Expertise bestätigen.
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20.09.2009 21:21 Uhr von robG-309
 
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LOL? Ich frage mich, wie ein Gericht ein derart realitätsfernes Urteil fällen kann. Immerhin wurde eBay auch als online-Marktplatz beworben - und selbst wenn nicht, dann erwarte ich von einem Gericht(!), daß es sich ausführlich über die gesamte Sachlage informiert. Andernfalls sollte man den entsprechenden Richter überprüfen unbd gegebenenfalls seines Amtes entheben.

Letzten Endes bleibt eigentlich noch die Frage nach Bestechungsgeldern.
Anders kann ich mir diesen Unsinn nicht erklären o_O
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20.09.2009 22:29 Uhr von rolf.w
 
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@robG-309: So realitätsfern ist das Urteil keineswegs. Zwar bin auch ich der Meinung, dass nicht jeder Marktbetreiber, egal ob Kleinanzeige, Flohmarkt oder Auktionshaus, wissen kann, woher die Ware letztendlich stammt. Jedoch verdient jeder Marktbetreiber mit. Sei es Ebay an den Verkaufsgebühren(quasi Provision) oder die Zeitung an den Gebühren für Kleinanzeigen oder der Flohmarktveranstalter an den Standgebühren. Ich halte es jedoch für eine nicht erfüllbare Forderung, dass nun jeder Marktbetreiber einen Nachweis über die Herkunft der Ware erbringen müsste. Ich könnte mir viel eher vorstellen, das die Marktbetreiber ihre Strafzahlungen an die entsprechenden Händler weitergeben bzw. sich ihre Strafe zivilrechtlich von den entsprechenden Händlern einfordern. Und ich hoffe darauf, dass die Gesetzgeber hier entsprechend die Weichen stellen.
Denn seien wir mal ehrlich und übertragen das Urteil auf zB. das Oktoberfest. Soll man den Bierzeltbetreiber nun haftbar machen, wenn sich Betrunkene prügeln und verletzen, nur weil er das Bier verkauft und überdachte Sitzplätze mit Musik anbietet?!
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20.09.2009 22:41 Uhr von rolf.w
 
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@MBGucky: "....würde doch auch direkt der Händler verklagt...."

So war es bisher, das neue Urteil aber öffnet ganz andere Türen. Der Händler und der Veranstalter sind 2 unterschiedliche Firmen/Personen. Während der Händler weiß um was für Ware es sich handelt, weiß es der Veranstalter nicht. Und der Händler hat zB. die Möglichkeit, durch regelmäßige Insolvenz und/oder Umfirmirung sich den Behörden zu entziehen. Der Veranstalter wird aber nicht ständig Insolvenz anmelden oder umfirmiren. Der Veranstalter hängt an Fliegenfänger der Juristen und der Händler lacht sich ins Fäustchen. Mal ganz davon abgesehen, dass nun jeder Abmahnverein 2 Ziele/Ertragsbringer hat. Zum einen den Händler und zum anderen den Händler.
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20.09.2009 22:43 Uhr von rolf.w
 
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Edit wünsch: das letzte Wort sollte natürlich Veranstalter sein, nicht Händler.
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21.09.2009 08:37 Uhr von ThomasHambrecht
 
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eBay holt sich das Geld vom Händler wieder da bin ich mir sicher. Wäre ich eBay, müsste mir ab sofort jeder dieser Händler schriftlich versichern, dass derartige Ware echt ist. Dann noch kurz eine Bonitätsprüfung wie sie jede Firma machen kann - und ich bin aus dem Schneider. Schliesslich sollen auch die Kunden nicht mit Plagiaten betrogen werden.

Ich war auch auf eBay auch etwas sauer, da jeder Hinz und Kunz teure technische Gerät um 1000 Euro "als perfekten Zustand" einstuft und ich nach Kauf mehrfach vor eindeutigem Schrott stand. Dank PayPal und eBay hatte ich aber ruckzuck mein Geld wieder.
Die Händler schreiben einen Stuss zusammen und sind unfähig diese technisch zu bewerten. Mich ärgert dies - aber ebay hatte mir immer geholfen.

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