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Adelstitel bei Ebay kaufen - Ist man nun ein Adeliger?

Wer sich bei Ebay über Adelstitel erkundigt wird schnell fündig. Unter anderem werden Titel wie der "Graf von Mainberg" angeboten. Allerdings handelt es sich bei den Titeln nur um Künstlernamen und nicht um reale Adelstitel.

Lieselotte und Maximilian H. verkaufen "angebliche" Adelstitel bei Ebay. Ein angeblicher Adelstitel kostet 29 bis 39 Euro plus Versandkosten. Wer sich den kompletten Auktionsartikel durchliest, wird am Ende feststellen, dass es sich bei den Titeln nur um Künstlernamen handelt.

Die beiden suchen sich bekannte Schlösser heraus und setzen vor den Namen einfach ein "Graf von" und lassen diesen Namen beim Patentamt eintragen. Der Verkauf ist sehr umstritten, da unter anderem behauptet wird es handle sich um "reale" Titel, was eindeutig nicht der Fall ist.


WebReporter: cced
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: eBay, Titel, Kauf, Auktion, Adel
Quelle: www.stern.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2009 18:52 Uhr von cced
 
+0 | -0
 
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Schöne Sache, aber eher Geldverschwendung. Adelig wird man so nicht. Am besten man sucht sich eine adelige Frau oder einen adeligen Mann und heiratet, dann löst sich das Problem von ganz allein.
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18.09.2009 19:01 Uhr von Darth Stassen
 
+3 | -2
 
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Das ganze ist eh nir was für geltungssüchtige oder Leute mit Minderwertigkeitskomplexen, die meinen, damit was kompensieren zu müssen.
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18.09.2009 19:32 Uhr von uhlenkoeper
 
+7 | -2
 
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Wer so geil auf Adelstitel ist, kann sich ganz legal zum Laird machen lassen :
http://www.mondland.de/...

Das ist im Gegensatz zu der Phantasieauktion bei ebay sogar legal, weil in Schottland der Titel an jedem einzelnen Stückchen Land hängt und die Verkäufer hier diesen "Titel" eben mit dem entsprechenden Stückchen Land und mit Zertifikat verkaufen.http://www.scottish4u.com/...

Allerdings ist dieser "Titel" nicht übertragbar und auch in Deutschland nicht als Titel anerkannt.
Aber anders als bei so manch anderen gekauften Adelstiteln ist es nicht verboten, diesen Laird dann auch in der Visitenkarte zu verwenden.
Wenn es einem halt nichts ausmacht, sich diesen Titel mit hunderten anderen "Laird of Glencairn" oder "Lady of John O´Groats" zu teilen.

Ein schöner Spaß. Auch wenn ich persönlich ihn albern finde. Aber einem Onkel von mir wurde so ein "Titel" zu seinem 60sten geschenkt. Er hat seine Parzelle sogar schon einmal besucht. Und nebenbei sogar noch etwas für den Naturschutz getan. ( http://www.scottish4u.com/... )

;-D
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18.09.2009 19:32 Uhr von Ned_Flanders
 
+6 | -2
 
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Mir kommen die Tränen.
Damals hießen die Flanders, van Flanderen.
Die blöden Bürokraten haben daraus Flanders gemacht, weil sie´s nicht aussprechen konnten.
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18.09.2009 22:04 Uhr von Son_of_onE
 
+3 | -0
 
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Mit der Weimarer Reichsverfassung wurden alle Privilegien des Adels abgeschafft, also ist es sowieso nicht mehr als ein Namenszusatz, darauf einbilden kann man sich schon seit 1919 nichts mehr.
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18.09.2009 23:32 Uhr von Götterspötter
 
+1 | -0
 
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@Son_of_onE....... richtig ! UND .....selbst wenn !

Einen Adelstitel kann man weder kaufen noch "erben"

Der Grundsatz "Adel verpflichtet" ist ein altes Gesetz, was besagt, selbst wenn man in einer Adelsfamilie aufgewachsen ist - trägt man zwar den Namen, um aber die Privilegien zu erhalten "Stammwappen übernehmen" ... als Adeliger auftreten ... musste man sich sozial angagieren .... im Krieg gekämpft haben etc. ......

Erst der König ... oder der zuständige Bischof durfte den Adelstitel bestätigen (das ist heute immer noch so ..z.B. in UK) .....

.... deshalb sieht man auch ständig Adelige bei Benefitz-veranstltungen spenden .... oder in Afrika rumlungern um zu armen Kindern zu sagen "schööööön aufessen" .... :)

;)
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19.09.2009 01:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Und wenn man tatsächlich unter Adelige kommt unterscheiden die sehr genau, wo der Adelstitel herkommt. Mit solchen Adelstiteln, auch mit legal erworbenen, ist man bei denen nicht angesehen. Unter diesen Leuten zählt knallhart gerade Linie seit ewigen Jahren. Es bringt nichts!
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19.09.2009 08:58 Uhr von supermeier
 
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Man ist einfach der gleiche: Trottel wie vorher, durchaus auch an so manchem echten Adeligen zu beobachten.
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19.09.2009 09:02 Uhr von smutjie
 
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Sehr Geil: die zaheln 30 Euroen und glauben allen Ernstes das sie dann Adelige sind?!
HAHAHAHA es ist doch immer noch so jeden Morgen steht ein Depp auf der alles kauft man muss nur warten können :)

HAHAHAHAHA
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19.09.2009 09:56 Uhr von unomagan
 
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Haha: Irgendwie doch lustig :)

Also, ich denke mal schon irgendwie ein Spaß. Wenn man den Titel als "Spaß-Faktor" nutzt. Könnte es ganz witzig sein.

So all:

Man: Hallo, ich bin Peter von blubla. Und hast du einen Neuen Pullover?

Frau: Nein nur mit Perwoll gewaschen, aber ein echter Lord .. WoW )

Mann: Nein, den hab ich von ebay ... lol :)
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19.09.2009 11:11 Uhr von hardstyle_jupp
 
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Hier wird: aus Sch****e Geld gemacht... die habens drauf
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19.09.2009 12:24 Uhr von uhlenkoeper
 
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Anbei nur der Korrektheit halber: und um die Frage aus der Überschrift zu beantworten:

Nein, man ist dann KEIN Adeliger.

Denn die Verwendung von gekauften Adelstiteln ist in Deutschland seit dem 23.Juni 1920 verboten, als das das "Preußische Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung des Hausvermögens" verabschiedet wurde. Die bis dato geführten Titel wurden in der Folge nicht mehr als Titel geführt, sondern als Teil des neuen Familiennamens definiert.

Wer sich vermeintlich so einen Adelstitel kauft und den hernach auch noch verwendet, macht sich strafbar.
Da Adelstitel heute rechtlich betrachtet reine Namensbestandteile sind (und keine Titel mehr), macht man sich mit ihrer Verwendung der Personenstands- und Urkundenfälschung strafbar.

Beim Verwenden von "gekauften Amtstiteln", Berufsbezeichnungen und akademischen Graden sind die Folgen sogar nocht heftiger :
http://de.wikipedia.org/...

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