18.09.09 18:05 Uhr
 3.392
 

Nach Kontakt mit der "Jungen Freiheit" denken Piraten über Medien-Boykott nach

Nachdem der Stellvertreter des Bundesvorsitzenden der Piratenpartei wegen eines Interviews mit der rechtskonservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit" ins Gerede der Öffentlichkeit gekommen war, denkt der Bundesvorsitzende der Piraten, Jens Seipenbusch, über einen Medienboykott nach.

Der Kapitän der Piraten war ebenfalls mit dem bis 2005 vom Verfassungsschutz ins Visier genommenen rechtskonservativen Blatt auf Tuchfühlung gegangen. Das soll nun nicht mehr passieren, indem die Mitglieder zukünftig entscheiden sollen, mit welchen Medien kommuniziert werden soll.

Offensichtlich hatte die "Junge Freiheit" beide Politiker für sich instrumentalisieren wollen, um sich damit einen seriöseren Anstrich zu geben. Trotzdem steht Seipenbusch zum Interview und verteidigt seinen Stellvertreter, obwohl dieser die Leser des rechtslastigen Blattes angesprochen hatte.


WebReporter: FredII
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Junge, Medium, Pirat, Freiheit, Boykott, Kontakt
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

UN-Sicherheitsrat fordert 30 Tage andauernde Feuerpause in Syrien
Fahrverbote in Städten: Bundesregierung plant Rechtsgrundlage
AfD verklagt Ex-Vorsitzende Frauke Petry

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
18.09.2009 17:55 Uhr von FredII
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Wie früher die Grünen besteht die Partei strikt auf Basisdemokratie, was meines Erachtens im schnelllebigen Kommunikationsalter ein großes Handicap ist. Woran die Grünen damals auch beinahe gescheitert sind, weil der Parteivorstand keine zeitnahen Entscheidungen treffen konnte. Diesen Teil des Fundamentalismus werden die Piraten früher oder später ablegen müssen, wollen sie Real-Politik betreiben.
Kommentar ansehen
18.09.2009 18:33 Uhr von fallobst
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
also für eine partei, die behauptet sich: im und mit dem internet auszukennen, finde ich es komisch, dass der partei-vize nicht eben dieses zur informationsbeschaffung nutzen kann oder will.

"Mir war die Zeitung überhaupt nicht bekannt, also dachte ich mir nichts dabei."

http://andipopp.wordpress.com/...

das ist eine reichlich naive aussage...
Kommentar ansehen
18.09.2009 18:39 Uhr von Noseman
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Ich würde ja mal googlen: bevor ich einem Blatt, das ich nicht kenne, ein Interview gäbe.
Kommentar ansehen
18.09.2009 18:42 Uhr von cheetah181
 
+23 | -2
 
ANZEIGEN
Trotz aller Naivität: " ´Ich halte es nicht für einen Fehler, mit den Lesern zu sprechen, nur so kann man sie überzeugen´, sagt Seipenbusch. Inhaltlich habe man sich klar gegen Rechts positioniert."

Dem kann ich nur zustimmen. Das ist weitaus besser als der Stimmenfang am rechten Rand mit rechtsradikalen Sprüchen wie von gewissen CDU-Leuten.
Kommentar ansehen
18.09.2009 18:52 Uhr von FredII
 
+9 | -36
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
18.09.2009 19:03 Uhr von Slaydom
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Hypt es doch: nicht immer so hoch und du fredll schon mal garnicht.
Die Piratenpartei lebt nun mal auch sehr stark von seinen Mitgliedern.
Dass er mit den Blatt ein Interview gemacht hat, finde ich persönlich jetzt auch nicht so tragisch und die Welt wird deswegen auch nicht unter gehen.
Würde ich jeden Fehltritt der großen hier auflisten wäre ich bis ich Rentner bin noch dran zu schreiben
Kommentar ansehen
18.09.2009 19:22 Uhr von dr.b
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
nicht wirklich oder...so dumm sind se doch nicht Nach dem Motto, hab mal was schlechtes gegessen und esse ab jetzt nie wieder....
Wenn man sich selbst jetzt vollends demontieren will, ja dann würde man die Medien ab jetzt boykottieren. Im Zweifel brauchen die einfach mal PR-Berater die nicht aus dem eigenen Dunstkreis kommen. Allein schon um überhaupt Wählerstimmen ausserhalb dessen zu bekommen. Denn sonst werden sie wirklich eine Randnotiz mit kuriosen Namen im Jahr 2009 bleiben. Und daran wäre ja auch nichts verwerfliches.
Kommentar ansehen
18.09.2009 19:25 Uhr von cheetah181
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
dr.b: Kein allgemeiner Boykott, sondern ein Abstimmverfahren mit wem geredet wird und mit wem nicht. Ich empfehle dir die Quelle zu lesen, vor allem bei den News von Fredll. Da wird dann die ein oder andere Aussage doch deutlich entschärft.

Hier ein Auszug aus dem bösen, bösen Interview:

Mit wem würden Sie denn koalieren?

Popp: Keinesfalls mit rechten Parteien.

Wen meinen Sie genau? Auch die CDU?

Popp: Nein, das was man so unter rechts versteht, Extremisten wie NPD oder DVU. Der CDU räume ich aus anderen Gründen wenige Chancen ein: Sie ist der Motor der Entwicklung hin zum Überwachungsstaat!
Kommentar ansehen
18.09.2009 19:37 Uhr von KingPiKe
 
+12 | -0
 
ANZEIGEN
Fredll: Du schreibst deine News auch immer so, damit das rauskommt was du willst, oder?
Kommentar ansehen
18.09.2009 20:13 Uhr von charma
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Die Bild ist nicht weniger rechts mit ihrer Ausländerhetze.
Und der stehen alle Parteien Rede und Antwort...

Soviel zu der Kritik hier. Ich sehe auch kein Problem damit einer Zeitung egal ob links, rechts oder querfeldein ein Interview zu geben, solange ich nicht von meinen Zielen abweiche. Im Besten Fall kann man auf die Art noch den ein oder anderen zum Nachdenken und vllt Gesinnungswechsel bewegen.
Kommentar ansehen
18.09.2009 20:22 Uhr von dr.b
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@cheetah181: du hast grundsätzlich recht, aus der Quelle geht kein grundsätzlicher Boykott hervor. Trotzdem kann das nicht funktionieren. Wenn sie das große Spiel mitspielen wollen, dann müssen sie auch unabhängig agierende Köpfe haben.
Es wird nicht funktionieren dem Vorsitzen und allen mit den Medien involvierten Kräften einen Katalog von guten und schlechten Kommunikationspartnern zu geben.
Und ganz grundsätzlich, wenn sich diese Partei auch im Ergebnis von Randgruppen wie MLPD, Violetten & co KG absetzen will, dann müssen sie in vielen Bereichen grad was die Medien betrifft einfach auch über ihren Tellerrand hinausschauen und hier ggf. Profis einkaufen.
Kommentar ansehen
18.09.2009 20:29 Uhr von syndikatM
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
schwachsinn: Ein Interview ist dazu da, um "ins Gerede der Öffentlichkeit" zu kommen?! Wo liegt also das Problem?

Der Verfassungsschutz beobachtet "Täter" und überprüft POTENTIELLE "Täter". 2005 hat der Verfassungsschutz entschieden, dass die Junge Freiheit eben NICHT gegen die FDGO verstößt. Die Junge Freiheit ist ein ganz normales Medium hat der Verfassungschutz entschieden. Also wo liegt das Problem zum Zweiten?
Nur noch Extremisten aus dem äußerst Linken Rand haben etwas gegen die "Junge Freiheit".
Fredll, bist du so ein Extremist?

Die Linke wird permanent, im Gegensatz zur Jungen Freiheit, vom Verfassungsschutz beobachtet und erscheint jedes Jahr erneut im Verfassungsschutzbericht. Die Linke tritt im Fernsehen auf, im Spiegel, Focus, Bild,... Kritisierst du das auch?
-> Nein, weil du ein einseitiger Extremist bist und hier deinen propagandistischen Müll absonderst.

Es wird Zeit, dass dich der Verfassungsschutz ins Visier nimmt.
Kommentar ansehen
18.09.2009 21:25 Uhr von datenfehler
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
@Autor @slaydom: "Diesen Teil des Fundamentalismus werden die Piraten früher oder später ablegen müssen, wollen sie Real-Politik betreiben. "
Außerdem brauchen sie ein Programm, das aus mehr besteht, als ein bisschen Internetwunschtraumwelt...

Medien-Boykott... Das klingt lustig, gerade wenn es von dieser Partei kommt. Gerade die sollten mit ihren Forderungen konform gehen und sich allen Medien stellen.

Lustig ist auch die Unfähigkeit dieser Gruppierung sich über eine Zeitung zu informieren. Alleine schon dieser Name... "Junge Freiheit" klingt doch schon seltsam. Kann ja nur aus der schäbigen Ecke kommen.

@slaydom
"Die Piratenpartei lebt nun mal auch sehr stark von seinen Mitgliedern."
Von was soll sie sonst leben? Programm haben sie ja keines.
Ein Wunder, dass die Stimmen bekommen.

"Würde ich jeden Fehltritt der großen hier auflisten wäre ich bis ich Rentner bin noch dran zu schreiben"
Also belässt du es bei den Piraten? Die gibts noch nicht lange, sie machen nicht viel, wollen nicht viel und können offenbar auch nicht viel. Du machst dir das ganz schön einfach.
Kommentar ansehen
18.09.2009 23:07 Uhr von Slaydom
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Datenfehler: Wäre mein Hirn aus Grütze so wie deines, hättest du bestimmt recht.
Aber da du deinem Namen alle Ehre machen willst, ist dir sowieso nicht zu helfen.
Daher belasse ich es auch dabei und schreibe nicht erneut die Programme auf die die Piraten haben. Du liest sie dir sowieso nicht durch.
Kommentar ansehen
19.09.2009 00:24 Uhr von cheetah181
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
stephanbo1978: Den Wikipedia-Artikel habe ich auch gelesen, da stehen nicht nur solch "positive" Interviewpartner.
Aber dein Anliegen zum selbständigen Informieren kann ich nur unterstützen. Hier der gekürzte Link zum Interview:
http://tiny.cc/...
Kommentar ansehen
19.09.2009 13:47 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Die Piraten werden einem durch sowas wie:" Das soll nun nicht mehr passieren, indem die Mitglieder zukünftig entscheiden sollen, mit welchen Medien kommuniziert werden soll. "immer Sympathischer.
Kommentar ansehen
19.09.2009 15:13 Uhr von cheetah181
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Auch mein Beitrag mit dem gekürzten Link zum Interview wurde gelöscht.
Erstaunlich, denn es geht um eine Zeitschrift die vom Verfassungsschutz eben NICHT mehr als rechtsextrem eingestuft wird.

Einfach googlen: "junge freiheit interview pirat". 3. Treffer.

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Berlin: 680 Schwulenehen Ende 2017
Flüchtiger Mörder in Bayern gefasst
Indien: Auto rast in Schülergruppe - Mindestens neun Tote


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?