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In der EU droht ein offener Streit um die Opel-Rettung

Wie in den letzten Wochen ausgehandelt, will die Bundesregierung den Autozulieferer Magna mit Krediten in Höhe von 4,5 Milliarden Euro unterstützen, wenn er Opel vom Mutterkonzern General Motors aus den USA übernimmt.

Diese finanziellen Hilfen rufen den Protest der britischen, belgischen und spanischen Regierungen in Brüssel auf den Plan. Großbritannien fürchtet, dass Opel in Deutschland auf Kosten der Vauxhaull-Werke in Großbritannien, die auch zu Opel gehören, saniert werden soll.

Auch Belgien und Spanien fürchten einen massiven Stellenabbau in ihren Opel-Werken zu Gunsten der deutschen Arbeitnehmer. Eine von der Politik bestimmte, anstatt wirtschaftlich sinnvolle Umstrukturierung von Opel könne langfristig schwerwiegende Folgen für die gesamten Automobilbranche haben.


WebReporter: Katzee
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Streit, Opel, Rettung
Quelle: www.ftd.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2009 10:45 Uhr von kingoftf
 
+9 | -4
 
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Richtig so. Nur weil Merkel sich profilieren will vor der Wahl, heisst das noch lange nicht, dass sie im Alleingang nur die Interessen Deutschlands berücksichtigt.
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18.09.2009 10:53 Uhr von Jolly.Roger
 
+9 | -1
 
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Kann ich nachvollziehen daß sich die Regierungen hier aufregen.
Ich halte es nicht für sinnvoll, daß sich unsere Regierung hier eingemischt hat. Eine saubere Insolvenz wäre, wie übrigens auch zu Gutenberg anmerkte, die wohl beste Möglichkeit. Leider verbinden viele mit einer Insolvenz den absoluten, unwiederbringlichen Untergang eines Unternehmens. Das dem nicht so ist, zeigen etliche Beispiele aus der Vergangenheit. Auch die Kosten für den Steuerzahler wären bei einer Insolvenz vermutlich deutlich geringer gewesen. Natürlich würde das für viele Opel-Beschäftigte die Arbeitslosigkeit bedeuten, allerdings finde ich es auch ungerecht anderen Unternehmen gegenüber, denen nicht geholfen wird. Opel ist auch nach einer Insolvenz lebensfähig und wird auch wieder Menschen beschäftigen.
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18.09.2009 11:24 Uhr von Gades87
 
+6 | -0
 
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warum kommt die eu damit jetzt erst. die hätten doch schon viel früher mal anmerken können, das die das nicht gut heißen und vielleicht nicht zulassen.
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18.09.2009 11:45 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -3
 
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@Gades87: Naja, das die Deutschen ein paar Milliarden an Bürgschaften geben und einige hundert Millionen reinbuttern ist ja schön. DAS wollte man ja nicht verhindern. Erst jetzt, wo die Zusage kaum noch zurückzunehmen ist, appeliert man an den Gerechtigkeitssinn und quengelt bei Mama EU.

War eigentlich abzusehen, daß die nicht stillschweigend zusehen, wie die Deutschen zu ihren Gunsten Opel retten. Aber das Pfadfinder-Abzeichen "Opel-Retter" war für einige Politiker wohl einfach zu verlockend...
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18.09.2009 11:55 Uhr von Bokaj
 
+1 | -1
 
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Noch ne Möglichkeit: Alle Länder mit Opelniederlassungen müssen Steuergelder reinbuttern, damit es fairer ablaufen kann. ;-)
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18.09.2009 12:03 Uhr von rolf.w
 
+2 | -2
 
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Einseitig: Es fließt kein Geld der EU zu Opel, wohl aber von Deutschland in die EU. Es ist recht einseitig von der EU, sich darüber beschweren zu wollen, dass der Deutsche Staat mit seinem Geld seiner Wirtschaft hilft. Man mag in Deutschland Kritik üben, darüber, dass die Insolvenz für den Steuerzahler !vielleicht! günstiger wäre, was aber hindert die anderen Staaten daran, sich selbst auch um das Wohl ihrer Wirtschaft zu kümmern?! zB. die Vauxhaull-Werke in Großbritannien, anstatt sich Sorgen über Opel zu machen, wie wäre es, diesen Werken zu helfen? Selbst wenn Opel diese Werke nicht mehr will, werden sie sie gewiss nicht einfach sprengen, sondern einem Investor liebend gerne verkaufen.
Mir kommt das Getue der EU hier eher wie Futterneid vor. Deutschland nichts für die Fehler anderer Staaten in einer Krise.
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18.09.2009 12:09 Uhr von Petaa
 
+3 | -1
 
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jetzt kriechen sie aus den Löchern: Wenn sie Arbeitsplätze bei sich sichern wollen, dann sollen sie eben auch für 4,5 Milliarden ne Bürgschaft machen.

Erst das dumme Deutschland blechen lassen und dann davon profitieren.

Ich bin mir nicht sicher ob es richtig war diese 4,5 Milliarden in Opel zu stecken. Aber wenn wir jetzt verpflichtet sind das durch zu ziehen, dann sollen unsere Standorte auch davon profitieren und nicht die anderen Staaten.
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18.09.2009 12:45 Uhr von -darkwing-
 
+3 | -1
 
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Ich: halte ja auch nichts von der Opelrettung, aber die Arroganz dieser Regierungen ist ja wohl unverschämt.

ABER ENTSCHULDIGUNG, DASS WIR SOWIESO SCHON DIE "HALBE EU FINANZIEREN".
WIE KONNTEN WIR NUR DIREKT EINES UNSERER UNTERNEHMEN STÜTZEN?

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