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Afghanistan: NATO-Luftangriff forderte 30 zivile Opfer

Beim Luftangriff am 4. September in Afghanistan starben nahe Kunduz laut NATO-Berichten 30 Zivilisten.

In der Nacht vom 3. auf den 4. September befahl Bundeswehr-Oberst Georg Klein einen Luftangriff auf zwei Tanklaster. Nun wurde bekannt, dass bei dem Angriff 100 Menschen starben. Darunter 70 Talibananhänger und 30 Zivilisten. Der Bericht stützt sich auf den der afghanischen Untersuchungskommission.

Klein und sein Brigadegeneral Jörg Vollmer werden vorerst in Afghanistan bleiben, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Ihre Dienstzeit ist allerdings schon abgelaufen.


WebReporter: cced
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Afghanistan, Opfer, NATO
Quelle: www.bild.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2009 19:14 Uhr von cced
 
+0 | -0
 
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Eine sehr strittige Situation. In einem Krisengebiet ist es schwer solche Entscheidungen zu treffen, deswegen mache ich Georg Klein keinen Vorwurf.
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17.09.2009 19:38 Uhr von weg_isser
 
+10 | -5
 
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Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir dort nix zu suchen haben!
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17.09.2009 19:48 Uhr von ScottyGosh
 
+3 | -10
 
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Klein und sein Brigadegeneral Jörg Vollmer: von der Bundeswehr gehören nun wegen Mordes und Verbrechens gegen die Menschlichkeit vor ein ordentliches Gericht,

...und danach -bis ans Ende ihrer Tage, im Namen des deutschen und afghanischen Volkes- hinter schwedische Gardinen !!!
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17.09.2009 20:04 Uhr von Guschdel123
 
+3 | -3
 
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Diese Angaben sind doch vorne und hinten nur Schätzungen...Woran erkennt man Taliban-Anhänger und woran Zivilisten? Das einzige ´´Erkennungsmerkmal´´ was den Taliban zugeschrieben wird ist ein schwarzer Turban - aber den werden ein paar andere Zivilisten wohl auch tragen. Das Problem ist nunmal, dass man zw. Taliban und Zivilisten _nicht_ klar unterscheiden kann. Schließe mich weg_isser an.
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17.09.2009 20:04 Uhr von Dusta
 
+4 | -2
 
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weg_isser: "ich bin weiterhin der Meinung, dass wir dort nix zu suchen haben!"

Mag sein, ein überstürzter Abzug, wie viele hier ihn fordern, würde Momentan allerdings nichts anderes Bedeuten die Menschen Afghanistans, insbesondere die Frauen und Kinder, der Willkür der Taliban zu überlassen.
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17.09.2009 20:06 Uhr von Dusta
 
+5 | -0
 
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ScottyGosh: Hast du sowas auch schonmal für Taliban und Al Qaeda Terroristen gefordert?
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17.09.2009 20:15 Uhr von Guschdel123
 
+2 | -0
 
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@ Dusta: Klar, auch wieder richtig. Aber mit was will man denn den Kriegseinsatz (offiziell ja nur ´ne Friedenssicherung, bla.) rechtfertigen? Länder wie Spanien sind doch auch abgezogen. & die meisten Anschläge in letzter Zeit waren doch zu quasi 90% gegen NATO/ISAF-Truppen gerichtet. Außerdem leben diese Menschen dort bis heute noch mit ihren Ideologien im Mittelalter. Über lange Sicht hin ist der Einsatz schlichtweg auch nicht mehr wirklich finanzierbar und die Menschenleben auf´s Spiel setzen, für ein Ziel was definitiv nicht, oder nur zu 10% erreichbar ist, finde ich auch falsch. Solange man nicht die dortige Polizei in eine Position bringt, in der sie ohne Korruption oder Sonstiges den Taliban die Stirn bieten kann wird es keine Besserung geben.
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17.09.2009 20:24 Uhr von ScottyGosh
 
+1 | -1
 
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@ Dusta: Al Qaeda Terroristen in Afghanistan..., glaub die gibt´s da garnicht mehr. Deshalb könnten unsere Soldaten auch gerne sofort abgeziehen.

Aber: Taliban, das sind doch afghanische Freiheitskämpfer oder so ähnlich. Unsere Soldaten dagegen sind Besatzer und feindliche Eindringlinge..., oder sowas... !!!
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17.09.2009 20:35 Uhr von ScottyGosh
 
+0 | -1
 
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@ OK , Project_X: müsste dann ein Gericht wohl so beurteilen !!!
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17.09.2009 20:40 Uhr von kommentator3
 
+3 | -5
 
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@ScottyGosh: "Aber: Taliban, das sind doch afghanische Freiheitskämpfer oder so ähnlich."

Wenn man schon keinerlei Ahnung hat, dann hält man sich besser wein wenig zurück mit solchen Forderungen und Anschuldigungen.

Selbst die meisten Afghanen fanden den Bomber-Angriff gut und vollkommen gerechtfertigt.
Die wissen nämlich was ihnen unter den Taliban blüht, wenn die Nato abzieht.
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17.09.2009 21:08 Uhr von Dusta
 
+2 | -1
 
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Guschdel: "Aber mit was will man denn den Kriegseinsatz rechtfertigen?"

Eine der großen Fragen unserer Zeit.

Die Rechtfertigung für Kriege ist immer Grenzwertig, denn Krieg ist nie gerecht, so edel auch die Gründe dafür sein mögen. Allerdings kann man, auch im Falle Afghanistans, genauso gut fragen, wie lange man nichts unternehmen, wegschauen darf. Die Barbarei unter den Taliban musste beendet werden. Und wenn es darum geht Realitäten zu schaffen ist aktuell ein Krieg nunmal das einzig wirklich wirksame Mittel. Es ist sicherlich immernoch schlecht so wie es jetzt aussieht, allerdings sollte man die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und individuellen Emanzipation, die vielen Afghanen durch den Einmarsch der Koalitionstruppen gegeben wurde nicht ausser Acht lassen. Millionen Afghanen sind froh vom Terror der Taliban befreit worden zu sein. In Kunduz Beispielsweise befürwortet ein Großteil der Einwohner die Präsenz der Bundeswehr, da einzig und allein die deutschen Soldaten ihnen Sicherheit und ein relativ normales Leben sichern.

" die meisten Anschläge in letzter Zeit waren doch zu quasi 90% gegen NATO/ISAF-Truppen gerichtet"

Naja, sicherlich gehen die Aufständischen mittlerweile stärker und organisierter vor, allerdings werden auch täglich Unschuldige von den Taliban getötet, verstümmelt und entführt. Die Anschläge der Taliban fordern mittlerweile mindestens genauso viele Zivilie Opfer wie die Aktionen der westlichen Truppen. Und genau da liegt auch das Dilemma der ganzen Sache, bei den Aktionen der Amerikaner und anderer werden genau die Menschen getötet zu deren Schutz sie durchgeführt werden. Was auch den moralischen Unterschied zu den Anschlägen der Taliban ausmacht, die gezielt gegen Zivilisten vorgehen.

"Solange man nicht die dortige Polizei in eine Position bringt, in der sie ohne Korruption oder Sonstiges den Taliban die Stirn bieten kann wird es keine Besserung geben."

Richtig. Der Afghanische Sicherheitsapparat muss "einfach" soweit aufgebaut werden, das die Sicherheitslage ein normales Leben zu lässt. Wie genau, das weiß wohl im Moment niemand.

Ich bin nicht der Meinung, das Afghanistan zwingend von Heute auf Morgen vollends demokratisiert werden muss oder eine "verwestlichung" (was immer das sein soll) der Gesellschaft als oberstes Ziel angesehen werden sollte, allerdings gibt es meiner Meinung unverhandelbare humanistische Werte und Parameter relativer Freiheit die verteidigt werden müssen.
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17.09.2009 21:21 Uhr von Dusta
 
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ScottyGosh: "Al Qaeda Terroristen in Afghanistan..., glaub die gibt´s da garnicht mehr"

Dann frag doch mal die Jungs in den Kampfanzügen in den Bergen von Tora Bora, welcher Gruppierung sie sich zuordnen. Ob Al Qaeda oder nicht, das sind definitiv keine einheimischen Taliban.

"Taliban, das sind doch afghanische Freiheitskämpfer oder so ähnlich."

Wenn du das Zerbomben von Zivilisten und das erschiessen von Schulkindern als Freiheitskamof ansiehst, von mir aus.

"Unsere Soldaten dagegen sind Besatzer"

Ja ja, gewaltige Gebiete hält die Bundeswehr mit eiserner Hand besetzt. Du kannst tagelang durch Aghanistan fahren ohne einem westlichen Soldaten zu begegnen. Besatzung sieht anders aus.

"und feindliche Eindringlinge"

Deshalb sind auch die Jobs in den Deutschen Lagern bei den Afghanen so begehrt.

Und warum werden die "feindlichen Eindringlinge" von vielen Afghanen als Garant für ihre Sicherheit vor den Taliban angesehen?
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17.09.2009 21:36 Uhr von BeaconHamster
 
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70:30: Wer weiß wieviele weitere Leben die sonst ausgelöscht hätten.
Ich glaube dass das unverantwortlicher gewesen wäre.


Trotzdem sollten wir eigentlich nicht dort sein um den Müll der Bush-Regierung zu beseitigen.
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17.09.2009 22:02 Uhr von sammy90
 
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wissen: sie wenigstens mal wie das is, wenn unschuldige sterben!

trotzdem haben die deutschen soldaten nix in afghanistan zu suchen!!!
Soldaten auf "Friedensmission" ja ne is klar!!!

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