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US-Milliardär und vermeintlicher Steuerbetrüger beging Selbstmord

In seinem Golfklub in Rhode Island richtete der US-Milliardär Finn Caspersen (67) eine Pistole gegen seinen Kopf und drückte ab. Er galt in den Staaten als Mäzen und prominenter Wohltäter. Doch eine Offensive der US-Regierung zur Enttarnung von Steuerhinterziehern wurde ihm zum Verhängnis.

Der 67-Jährige hatte Krebs. Als er jetzt über die Ermittlung gegen ihn wegen Steuerbetruges informiert wurde, machte er seinem Leben ein Ende. Wie die New York Times berichtet hatte, war er des Steuerbetruges in Höhe von etwa 100 Millionen US-Dollar verdächtigt worden.

Von der Möglichkeit, dass dem Milliardär eine Haftstrafe drohen könnte, habe er sich letzten Endes am meisten gefürchtet. "Er machte so viel Gutes, darum ist sein Tod eine Tragödie", wird eine Freundin des Mäzen zitiert.


WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Steuer, Selbstmord, Milliardär
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2009 18:40 Uhr von Wollmonster
 
+4 | -2
 
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soviel gutes gemacht das er davon stinkereich geworden ist.
ich fang morgen auch mit vielen guten taten an.
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16.09.2009 18:58 Uhr von s8R
 
+9 | -6
 
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Macht ihn nicht so schlecht! MEINE GÜTE!
Alle sind hier für die Piraten, gegen den Staat, gegen Steuern usw
Und hier verurteilt ihr jetzt diesen "Betrüger?"
Vielleicht hat er sein vermögen damit aufgebaut, na und?
Wieso ihn nicht eine 250Mio$Strafe androhen und dafür frei "laufen lassen".
Er hat sicher mehr gutes getan als der Staat und 25% des vermögens (wenns 1 mrd genau ist) sind viel, aber das wäre der betrag um den der Staat gebracht wurde + eine Strafe von über 100% des betrags.
Wenn das nicht fair ist!
Klar darf man Steuern nicht hinterziehen, aber trotzdem macht ihn DAS definitiv nicht zu nem schlechten Menschen.

Ich weis nicht wieviele Unternehmer hier unter uns sind, aber steuern belasten grade mittelständische Unternehmen äusserst und machen Investitionen schwierig.
Da wundert mich ein Betrug wirklich nicht.
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16.09.2009 19:12 Uhr von mustermann07
 
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Jaja s8R: Und die, die es auf ehrlichem Wege versuchen, sind die Deppen.. Ganz tolle Einstellung...
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16.09.2009 19:36 Uhr von s8R
 
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Mustermann: So ist es, leider.
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17.09.2009 08:22 Uhr von ZzaiH
 
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@s8r: du willst also grundsätzlich alle (erfolgreichen) betrüger gegen eine gebühr (soundsoviel ihres ergaunerten geldes) straffreiheit zusichern... gehts noch?
was dann als nächstes: versuchten totschlag/mord nicht mehr bestrafen, weil ja nicht erfolgreich...?
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17.09.2009 10:58 Uhr von rolf.w
 
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@ZzaiH: Strafe muss sein, keine Frage. Wenn man aber voraussetzt, dass ein Steuerbetrüger keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, dann muss man auch fragen, was nutzt ein Steuerbetrüger hinter Gitter?
Was ich damit meine ist, natürlich muss der Steuerbetrag samt Zinsen nachgezahlt werden. Nun häuft aber jemand über Jahre mit dem erschwindeltem Geld noch mehr Geld an und bekommt vielleicht 5 Jahre Gefängnis. Er ist das erschwindelte Geld los, ja, auch mit Zinsen, aber während er im Gefängnis sitzt "arbeitet" sein Kapital in Freiheit weiter. Zumal man auch aus dem Gefängnis heraus seine "Geschäfte" leiten kann. Nach 5 Jahren kommt man frei und hat im vielleicht sogar das ergaunerte Geld, diesmal legal, wieder eingespielt. Eine viel bessere Strafe ist es doch, wenn nicht nur das ergaunerte Geld zurück fließt, sondern auch das eigene Kapital vielleicht um die Hälfte eingezogen wird. Damit trifft man die großen Betrüger viel härter, als mit einer "simplen" Gefängnisstrafe.
Der Deutsche Zoll zB. handelt nach diesem Prinzip. Wer statt der erlaubten 200 Zigaretten 400 einführt und dies nicht deklariert, muss die 200 Zigaretten nachversteuern und die gleiche Summe als Strafe nochmal dazu bezahlen.
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17.09.2009 11:10 Uhr von rolf.w
 
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@s8R: "Ich weis nicht wieviele Unternehmer hier unter uns sind, aber steuern belasten grade mittelständische Unternehmen äusserst und machen Investitionen schwierig."

Das will ich gar nicht in Abrede stellen, aber es ist auch so, dass gerade Firmen auch am ehesten die Steuer betrügen. Und gerade kleinere Firmen, die quasi ein geschlossenes System in sich darstellen sind da sehr stark beteiligt.
zB. der 2. Wagen, der auf die Firma angemeldet ist, mit dem aber eigentlich nur zum Einkaufen gefahren oder die Kinder in den Kindergarten gebracht werden. Oder der Laptop für die Tochter oder den Sohn, der über die Firma gekauft wird. Überstunden, die in "Naturalien" ausgezahlt werden gehören auch dazu.
Es gibt etliche Beispiele, wie da Steuern hinterzogen werden.
Und alle sind zufrieden, alle, bis auf dem Staat, denn der ist der, der zusehen kann, woher er seine Steuereinnahmen bekommt. Der legt diese "Ausfälle" auf die Allgemeinheit um und steht dann als böser Buhmann in vorderster Reihe.
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17.09.2009 11:37 Uhr von s8R
 
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Ich frage mich ob das Steuerhinterziehung genannt werden kann?
Kaum eine Frima die Dienstwagen hat fährt wirlich 60% (so denke ich ist die grenze) dienstlich.
Es ist durchaus als Benefit und als Lohnerweiterung sinnvoll hohen angestellten oder den geschäftsführern ein Dienstfahrzeug zu gewähren.
So Sparen sie auf der einen, gewinnen auf der anderen Seite. UNd dafür muss man nochn kein Großverdiener sein.
Zweitautos für die Frau des Unternehmer oder ähnliches wären natürlich deutlicher Betrug.

Diese Ausfälle sind allerdings nur "Ausfälle" weil die Steuern derart hoch sind, dass man fast einen Kredit braucht um in Steuernachzahlungen zu investieren.
Eine .. mir bekannte Firma (soviel dazu) zahlt nun 20000€ an Steuern nach. Das sind aktuell genau 1/3 des Firmenkapitals. Sowas schlägt ein wie ne Bombe.
Ausserdem will man in diesem Eck für alles nen riesen Klumpen Geld. Als BSP, auch wenns nicht das selbe ist, ein Handelsregistereintrag(dh. 1 minute schreibarbeit für ne tipse) kosten 101 €.


ZzaiH.
Vorsichtig mit solchen Aussagen, sowas kann schnell auf dich zurückfallen.
Steuerbetrug ist definitiv nicht Mord.

Ich würde nichts verallgemeinern.
Sicher haben eineige Reiche eine Stiftung oder so, aber dieser Mann scheint wirklich ein Mäzen unter den Mäzenen gewesen zu sein.
Und diese Teilungsbereitschafft MUSS bei einer Strafrechtlichen Verfolgung mit einfliessen. Der Betrug wurde nicht mit der primären Intention der Habgier begangen, sondern hat anscheinend zu (wenn das auch sehr euphemistisch ist) regionalem Wohlstand geführt.

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