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Leer: Deutsche Bauern schütten 25.000 Liter Milch auf ihre Wiesen (Update)

Deutsche Milchbauern haben sich ihren Kollegen in Frankreich angeschlossen und protestieren ebenfalls für eine Erhöhung der Milchpreise. Um dies zu unterstreichen, griffen Landwirte im Rheiderland und im Oberledingerland zu drastischen Mitteln.

Indem sie 25.000 Liter Milch auf Wiesen schütteten, wollen sie mit der "Eigenverwertung der Milch" einen Lieferstopp provozieren.

Ein Bauer erhält zur Zeit 18 bis 20 Cent je Liter, ein Preis, der die Kosten der Milchproduktion nicht decken kann. "Wir zahlen jeden Tag drauf", so die Landwirte.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Update, Bauer, Liter, Milch, Wiese
Quelle: www.ga-online.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2009 17:17 Uhr von OJOL
 
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Ich sage nur Angebot und Nachfrage...
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16.09.2009 17:18 Uhr von FredII
 
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16.09.2009 17:24 Uhr von kadinsky
 
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wenn: milch nicht geht, dann müssen sie was anderes produzieren.
wenn die hersteller von t-shirts nicht genug verdienen, werden ja schließlich auch nicht die preise künstlich obengehalten, sondern der markt reguliert das selbst, indem ein teil der firmen vom markt verschwindet....
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16.09.2009 17:26 Uhr von lina-i
 
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Im Ministerium der: Zensursula von den Laien wär die Milch viel besser aufgehoben.

Bei den Bayrischen Bundestagsabgeordneten könnte so eine Aktion jedoch mit Beulen auf dem Kopf enden...
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16.09.2009 17:48 Uhr von fortimbras
 
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eine schwierige situation: die milchpreise dürfen auf keinen fall steigen weil auch eine nur kleine erhöhung die lebensmittelpreise ingesammt drasstisch steigen lassen würde.

letzendlich wird wohl der staat eingreifen müssen
für lebensmittel sollten nicht die regeln des freien marktes gelten
diese regeln sind zum beispiel dafür mitverantwortlich dass ein großteil der welt hungert weil spekulanten die preise künstlich hochtreiben
die überproduktion muss abgebaut werden und die übriggebliebenen landwirte dann staatlich stärker gefördert werden
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16.09.2009 17:49 Uhr von Rick-Dangerous
 
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Der Markt: reguliert sich auch selbst, indem ganz einfach die Bauern verschwinden.

Die Folge ist eine steigende Abhängigkeit vom Ausland mit teilweise geringeren Qualitäts- und Kontrollkriterien.

Ebenso liegen Flächen brach und die Landschaft versteppt, was den erholungssuchenden Städter wieder ein Dorn im Auge ist. Nur die Grünen dürften sich über die absolute Renaturierung freuen

Mich persönlich stört ein Literpreis von einem Euro nicht und bezahle den auch teilweise bei Biomilch. Aber mein Milchverbrauch ist auch eher gering.
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16.09.2009 18:24 Uhr von kadinsky
 
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@Rick-Dangerous: "Die Folge ist eine steigende Abhängigkeit vom Ausland mit teilweise geringeren Qualitäts- und Kontrollkriterien."

das problem ist, dass wir so und so abhängig sind, da wir mit unserer landwirtschaft auf keinen fall alle deutschen ernähren könnten....
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16.09.2009 19:32 Uhr von wordbux
 
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Bauern: Warum spenden die Bauern die Milch nicht an die Arche z.B. ?
Nein, vernichten, komme was wolle.
Dämliches Landvolk.
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16.09.2009 19:50 Uhr von MeinUsername
 
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@BastB: Aber es ist ein Grundnahrungsmittel und Grundstoff für eine Reihe weiterer Produkte! Diese sollten möglichst preiswert sein, damit sie sich jeder leisten kann, sonst kommt es ganz schnell zur Mangelernährung

Mineralwasser dagegen ist kein Grundnahrungsmittel in dem Sinn, da man ja auch auf das viel preiswertere Leitungswasser ausweichen könnte! Abgesehen davon kostet Milch mehr als Mineralwasser - du darfst natürlich nicht Discountermilch mit Bonaqua vergleichen, genausowenig wie Discounterwasser mit Bio-Weihenstephan

solange wir Milch-, Butter- und andere Seen und Berge haben, kann es den Bauern nicht schlecht genug gehen! Ich habe iwann mal einen Beitrag über eine Gruppe Bauern gesehn, die auch das Problem hatten, dass sie so nicht leben konnten - hatten 50000 Kühe und haben produziert und produziert aber kaum was dafür bekommen. Die haben dann ihre Kühe reduziert und haben dann Biomilch von glücklichen Kühen mit viel Platz produziert und leben mit weniger Kühen besser als zuvor - wenn mehr Biomilch und weniger normale produziert wird, werden die Seen kleienr und Biomilch attraktiver und preiswerter; es wird mehr abgesetzt und weniger weggeschüttet, weils MHD abgelaufen ist. Ist sicher nicht hundert Prozent so, dass es genauso klappt, aber einfach Milch teurer machen und Arme können sie sich nicht mehr leisten und kaufen dafür Cola für die Kleinen ist sicher nicht die Lösung
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16.09.2009 19:51 Uhr von mustermann07
 
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Sehr schön: Nun kann der Arbeiter, Bauer usw. für die Krise, die das präpotente Kapitalistenpack angerichtet hat, geradestehen... Während diese Bagage weiterhin in Saus und Braus lebt..:)
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16.09.2009 20:51 Uhr von MeinUsername
 
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Ich weiß nicht, was ich von halten soll: So, ich war jetzt mal auf der Seite vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz... Da gibts ja auch viele Statistiken... 2007 war ja das Jahr, wo Milch und Milchprodukte wahnsinnig teuer wurden. (bis 40% Preisaufschlag für Butter) 2008, als sich die Preise wieder ein wenig normalisiert hatten (aber noch nicht auf den Stand von heute) wurden 4 % mehr Voll- und Magermilch abgesetzt - leider habe ich keine Zahlen von 2006 zu 2007 gefunden, nur von 1999 - 2007, da wurde eine Gesamtsteigerung von 2,5% ermittelt. Daher weiß ich natürlich nicht genau, ob da nun ein Knick war und ob die 4 % durch den Preis entstanden.

Aber zu den 25000 Litern - das ist ein Witz, das ist die durchschnittliche Jahresleistung von 3,5 Kühen bei 99.000 Milchkühen (2007) - das wird der deutsche Milchsee wahrscheinlich nichtmal gemerkt haben
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16.09.2009 21:09 Uhr von datenfehler
 
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Milchpreis auf 10 Cent runter! Wenn die Bauern das Zeug auf die Wiesen schütten können, dann gehts ihnen nicht schlecht und der Verkaufspreis ist offenbar noch viel zu hoch!
Da geht noch einiges!
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16.09.2009 22:34 Uhr von RycoDePsyco
 
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37 cent: Komisch, bei uns kostet die Milch -,37 Cent.

Da wo der Streik letztens war, hatte Sie 72 Cent gekostet.
Das hat mich auch nicht weiter gestört wenn davon die Bauern von Ihrer Arbeit leben können.

Das Problem sind doch eher die Großbetriebe die mit Ihren über 2000 Tieren können freilich Billigstpreise machen bei schöner Tierquälerei. Verdienen tun die jetzt zur Kriese aber auch nichts, das Problem ist doch, das sie nach dem Streik die Milch weiter unter Herstellungswert verkaufen statt zu sagen wir verkaufen jetzt nicht mehr.

Wenn alle Geduld hätten dies zu machen würde Lidl und co schnell die Preise erhöhen.

Wenn Ihr wirklich Preise von 50-90 cent habt, dann bescheiset euch euer Laden wie bekloppt. LOL
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17.09.2009 00:35 Uhr von absolut_namenlos
 
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komisch: irgendwie kopiert das keiner :(

Der Milchpreis im Moment ist okay abber leider ist alles völlig falsch verteilt.

Der Landwirt hat die ganze Arbeit und macht Minus bei der Produktion. Die Molkerrei kauft die Milch sehr günstig und wandelt diese in teure Produkte wie Käse, Sahne usw. um. Das was ihr als eigentlichen "Milchpreis" anseht- also die H-Milch im Supermarkt ist eher ein Abfallprodukt bei der Milchwirtschaft.

Aldi und Co verdienen Millionen, die Molkerreien Milliarden und die, die ganze Abreit leisten und die meisten Kosten haben werden dazu erpresst Minus zu machen.
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17.09.2009 08:31 Uhr von wordbux
 
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Milch: Was bitte ist falsch daran, die Milch an Bedürftige zu verschenken ?
Wer Milch wegschüttet sollte sofort von der Subventionsliste gestrichen werden.
Warum soll der EU-Bürger zahlen und die Bauern kippen alles weg ?
Anscheinend gehts denen, auf Grund von Subventionen, noch zu gut.
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17.09.2009 09:02 Uhr von Monstermann
 
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die bauern: sind selbst schuld...es gibt einfach zu viele milchbauern...bzw noch vor 20 jahren hatten die bauern vll 200 Tiere...aber mittlerweile hat selbst ein "kleiner" bauer mehrere Tausend...ist ja kein wunder dass es einfach zu viel milch gibt und der preis so sinkt...
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17.09.2009 09:51 Uhr von PakToh
 
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@kadinsky: "...sondern der markt reguliert das selbst, indem ein teil der firmen vom markt verschwindet...."

Ja, aber bei T-Shirts greift auch weder die EU, noch die Bundesregierung über Subventionen in den Markt ein, also sind derartige Vergleiche schwachsinn, auch wenn die Grundidee natürlich stimmt.

Das Problem ist: Die Milch wird subventioniert.
Weiteres Problem: Das ist ne Dauersubvention (Was schon im Begriff absurd ist...).
Dadurch kommt es aber, dass viele Bauern Milch produziert haben ohne. Durch die Subventionen war die Milchproduktion aber gefühlt wirtschaftlicher, als sie es realwirtschaftlich war.

Soll heissen: Die Bauern haben verdient, obwohl der Markt gesättigt war. - Diese Marktverschiebung hat bis heute dazu geführt, dass immer mehr Bauern kamen und die Subventionen erhöht wurden, damit man sich den Bauern / die Beschäftigten der Milchindustrie als Wähler erhält.

Mittlerweile ist das Ungleichgewicht aber so eklatant, dass es nur noch kippen kann! - Seien wir mal Ehrlich, zuweilen ist Wasser teurer als Milch! (Von den Erzeugerpreisen ausgehend, nicht dass hier einer Pipi in die Augen kriegt und losschreit...)
Natürlich wird das knallen und das wird nicht mehr lange dauern. - Meiner Meinung nach müssten die Milchsubventionen radikal gekürzt werden und den Bauern eine Hilfe gegeben werden, um andere Güter zu produzieren.
Und bevor jemand schreit warum man denen dabei helfen soll: Man hat mit den Subventionen auch ihren Ruin herbeigeführt, also sollen die Verandwortlichenauch dafür gerade stehen und ob wir Geld dazu tun um Milch in den Gulli zu schütten, oder Geld ausgeben, damit die Bauern was andere produzieren, da sehe ich keinen Untershcied, im Gegenteil, bei letzterem (Geld für Restrukturierung des Betriebes) wären sie am Ende wieder allein Lebensfähig.
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17.09.2009 11:12 Uhr von botcherO
 
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An alle "Lieber die Milch spenden"-Rufer: Es handelt sich um unbehandelte Rohmilch, die verdirbt innerhalb kürzester Zeit (2-3 Tage max.)
Bei uns in der Umgebung gibts in den Städten vielleicht 1.000 Bedürftige/Obdachlose, glaubt ihr jeder von denen trinkt am Tag 25 l Milch?
Um die Milch weiter weg zu transportieren, müsste sie Pasteurisiert werden. Dieser Prozess ist aufwendig und teuer, wer zahlt das bitteschön??

Was den Bauern hilft ist nur eines: Viehbestand abbauen und selbst vermarkten, evtl. mit den direkten Nachbarn eine kleine Molkerei/Käserei gründen. Und Bio geht bei den Leuten die sich am wenigsten auskennen natürlich am besten! ^_^

Und nein, 20 Cent mehr pro Liter würde niemanden weh tun, oder trinkt ihr am Tag 5 l Milch??
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17.09.2009 12:37 Uhr von Sonnflora
 
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... so schlecht kann es denen eigentlich nicht gehen. Wenn die pro Liter Milch 18-20cent bekommen, haben 25.000l Milch einen Wert von 4500-5.000€. Also, wenn man auf so eine Summe einfach so verzichten kann, nagt man sicher nicht am Hungertuch.
Vor allem frage ich mich, was machen die eigentlich mit den Kälbern, die ja auch zwischendurch geboren werden. Einen Teil davon kann man doch auch verkaufen? Das gibt doch auch nicht gerade wenig Kohle.

Klar kann die Milch für den Verbraucher teurer werden. Ich zahle auch 1€/Liter, aber dann kaufe ich entweder entsprechend weniger Milch oder von anderen Dingen weniger. Da mein Einkommen ja gleich bleibt, bleibt mir ja dann nichts anderes übrig. Kann ja nicht mehr ausgeben, wie reinkommt.
Ist natürlich dumm, wenn sehr viele sich dann dafür entscheiden, weniger Milch zu kaufen. Dann haben die Bauern im Endeffekt auch nichts von der Preiserhöhung. Preise erhöhen heißt nicht unbedingt mehr verdienen. Das wird leider gerne vergessen.
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18.09.2009 18:32 Uhr von uhlenkoeper
 
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Die Milchpreise sind nur der Anfang: Die Preise für Getreide, Schweinefleisch und Kartoffeln sind ebenfalls auf einem historischen Tiefststand und decken die Produktionskosten nicht mehr. Die Handelskette REAL bietet z.B. derzeit Kartoffeln für 99ct. pro 10kg an !

Bei aller Liebe:
ich bin zwar auch nicht böse drum, wenn Lebensmittel günstig sind. Aber wenn sie offensichtlich dazu führen, dass sie unter Produktionskosten rausgeballert werden, dann hört es für mich auf. Zumal uns als Verbaucher der WERT des Lebensmittels völlig abhanden kommt.

Und was kommt als Nächstes ?
Werden wir auch noch so lakonisch reagieren, wenn es unsere Gehälter betrifft, die da "eingespart", "wegrationalisiert" werden. Wenn die lieben Nachbarn dann sagen: "Na, dann muß Du eben was anderes machen ?". Egal, ob man mit Mitte 40 seit 20 Jahren im gleichen Job gearbeitet hat und dort gut ist ?


Apropos : geringe Getreidepreise
=> sind eigentlich die Preise für Brot und Brötchen gesunken, wo sich die Preise für das Getreide im Vergleich zum letzten Jahr mal eben mehr als halbiert haben ? ......
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18.09.2009 18:37 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Rick-Dangerous: >>Ebenso liegen Flächen brach und die Landschaft versteppt, <<


Hier irrst Du leider:
schon seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass aufgegebene Höfe bzw. deren Landflächen im großen Stil von ausländischen Investoren (bei uns sind das viele Russen und Chinesen, die v.a. Wälder kaufen) und Energieunternehmen wie der RWE aufgekauft werden.

Frage Dich mal, warum das so ist ?

Ist Dir wohl bei dem Gedanken, dass unser Grund und Boden in Zukunft evtl. zu großen Teilen ausländischen Anlegern gehören könnten ?
Was dann geschieht, sieht man doch derzeit in den Kommunen, die ihre Immobilien und Infrastruktureinrichtungen an ausländische Investoren verkauft und zurückgeleast haben. Es gibt Städte, die haben ein echtes Problem damit im Zuge der Immobilienkrise in den USA. Weil z.B. Kanalisationen vergammeln, weil das Geld für die Unterhaltung nicht mehr da ist.
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18.09.2009 18:40 Uhr von absolut_namenlos
 
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aha: Vielleicht sollte auch mal jemand erwähnen dass es hier in Deutschland Milchquoten gibt (gab) so durfte man nur so viel produzieren wie die "Regierung" es einen erlaubte. Anderen EU Staaten hatten und haben keine Quoten und bekommen doppelt so viel Subventionen wie deutsche Landwirte,

Deutsche Landwirte machen TROTZ Subventionen Minus.

Wer meint das der Markt sich selber reguliert der hat keine Ahnung. Alles was die landwirtschaftliche Marktwirtschaft betrifft wird künstlich beeinflusst. Ähnlich wie die es bei uns mit dem Benzinpreis machen.

Dem Endverbraucher wird immer eingeredet das der Einzelhandel alles tut damit der Endverbraucher so wenig wie möglich bezahlt, verschweigt aber dass die riesen Gewinne machen und der Produzent Minus.
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18.09.2009 18:44 Uhr von uhlenkoeper
 
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@kadinsky: >>das problem ist, dass wir so und so abhängig sind, da wir mit unserer landwirtschaft auf keinen fall alle deutschen ernähren könnten....<<


Stimmt nicht so ganz: wir können zwar nicht alle Bürger versorgen, aber wir sind in vielen Bereichen nicht weit von einer Vollversorgung entfernt.

Für mich ist es völlig uneinsichtig, warum man sehenden Auges in Zeiten des Klimawandels Unsummen ausgibt, damit der PKW noch einen Liter weniger verbaucht, dafür aber ungerührt akzeptiert, dass Obst, Gemüse, Getreide und CO. -die problemlos hierzulande angebaut werden können- von weit herkarrt. Unter immensem Spritverbrauch.

Hinzu kommt:
wenn die hiesigen Flächen von ausländischen Investoren aufgekauft werden, dann werden wir irgendwann vor der Situation stehen, dass diese uns diktieren, was auf unseren Böden angebaut wird. Das muß nicht unbedingt das sein, was wir hier zum Leben benötigen.
Was glaubt Ihr wohl, wie es zu der Situation in Haiti im letzten Jahr kam ? Dort kam es zu massiven Engpässen bei der Versorgung mit dem Hauptlebensmittel Nummer eins- dem Mais- weil große Flächen von us-amerikanischen Farmern und Unternehmern aufgekauft wurden und mit Pflanzen bebaut wurden, die dann für die Energiegewinnung in die USA verbracht wurden. Während in Haiti die Leute hungerten !

Keine Perspektive, die ich ohne Widerstand gern auf mich zukommen sehen würde.
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18.09.2009 18:49 Uhr von uhlenkoeper
 
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@MeinUsername: >>solange wir Milch-, Butter- und andere Seen und Berge haben, kann es den Bauern nicht schlecht genug gehen<<


Schön, wie hartnäckig sich diese Seen und Berge doch halten.
Ist Dir eigentlich bekannt, dass es weder Milchseen noch Butterberge seit fast einem Jahrzehnt mehr gibt ?
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18.09.2009 18:55 Uhr von uhlenkoeper
 
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@PakToh: >>Das Problem ist: Die Milch wird subventioniert.
Weiteres Problem: Das ist ne Dauersubvention (Was schon im Begriff absurd ist...).
Dadurch kommt es aber, dass viele Bauern Milch produziert haben ohne. Durch die Subventionen war die Milchproduktion aber gefühlt wirtschaftlicher, als sie es realwirtschaftlich war.
<<


Hier bist Du leider falsch informiert:
es gibt und gab keine Subventionen für Milchbauern !
Seit 8 Jahren gibt es überhaupt keine Produktsubventionen mehr. Subventionen gibt es auf Flächen. Milchbauern aber sind in der Regel eher gering in der Flächenausstattung.

Wenn Du auf die Milchquote anspielst:
die war keine Subvention, sondern eine Mengenbegrenzung. Und diese Quoten -also das Recht, sounsoviel Liter Milch pro Jahr zu liefern- mußten sich die Bauern auch noch teuer kaufen. Denn ohne Quote keine Milchlieferung.

Übrigens kann es sich nicht um die Milchbauern als Wählerschaft handeln:
im Vergelich mit der Gesamtzahl der Wahlberechtigten dürfte die Zahl der Wahlberechtigten unter den Milchbauern eher verschwindend gering sein. Ein Grund mit, weshalb sich die Politik -anders als bei den Autobauern und den Banken- schlicht nicht für die Milchbauern interessiert. Wäre es anders: wollen wir wetten, dann wäre den Milchbauern längst "geholfen" worden, statt sie am langen Arm verrecken zu lassen ?

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