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Gutachten zur Atomenergie: Zu brisant für den Wahlkampf?

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) soll, laut der "Financial Times Deutschland", seit zwölf Wochen ein brisantes Gutachten zur Atomenergie vor der Öffentlichkeit zurückhalten. Das Gutachten ist ihr scheinbar zu heikel für den Wahlkampf.

Laut der "Financial Times Deutschland" wird in diesem Bericht unter anderem der Neubau von Kernkraftwerken empfohlen. So heißt es in dem Bericht, dass die Kernkraft trotz der Risiken "eine kostengünstige und konsensfähige Grundlast-Stromversorgung ohne CO2-Ausstoß" bieten würde.

Offensichtlich will die CDU-Ministerin der SPD und den Grünen, die sich schon länger für den Ausstieg aus der Kernkraft aussprechen, keine weiteren Argumente im Wahlkampf liefern. Die CDU will, wie auch die FDP, längere Laufzeiten für Kernkraftwerke.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wahlkampf, Gutachten, Atomenergie
Quelle: www.rp-online.de
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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2009 10:21 Uhr von usambara
 
+11 | -2
 
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zu neuen Endlagern wird indirekt auf Baden-Württemberg verwiesen, dem Heimatland Schavans...
Kostengünstig ist Atomenergie nur für die Erzeuger, der Steuerzahler zahlt die Endlagerkosten schon seit Jahrzehnten,
obwohl nun Gorleben untauglich dafür ist.
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16.09.2009 10:27 Uhr von John2k
 
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Für das Geld, was uns: die Einlagerung bisher kostete, hätten wir das ganze Zeug sicherlich mehrmals in die Sonne schießen können.
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16.09.2009 10:37 Uhr von fortimbras
 
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versteh ich nicht so ganz: warum sollte das gutachten zu brisant sein?
wenn das wirklich zu den ergebnissen kommt dass atomernergie noch immer sehr wirtschaftlich ist und den neubau von meilern empfielt wäre das doch optimal für union und fdp

angst haben dass man damit angreifbar wird muss man doch eigentlich nur dann wenn das gutachten falsch und widerlegbar ist
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16.09.2009 10:38 Uhr von Gades87
 
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und wenn die leute wüssten wie sehr die Atomenergie subventioniert wird, würde die auch anders darüber denken. bis die regenerative energien das gleiche volumen erhalten haben werden noch viele jahre vergehen
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16.09.2009 10:53 Uhr von Johnny Cache
 
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@Gades87: War es denn nicht eher so daß die privat erzeugte Solarenergie zu einen so extrem hohen Preis abgenommen werden muß, daß deswegen die Strompreise bei weiterer Verbreitung sogar noch steigen werden?
Atomenergie ist und bleibt noch für lange die sauberste und kostengünstigste Energie. Und das angebliche Problem mit den nicht vorhandenen Endlagern ist ein Blödsinn sondersgleichen. Es spricht absolut nichts dagegen irgendwo am Ende der Welt ein entsprechendes zentrales Lager zu errichten, welches auch entsprechend gewartet und vor Mißbrauch geschützt werden kann. Das Problem ist das wollen, nicht das können.
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16.09.2009 11:00 Uhr von murkelmax
 
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Wie kann man von Wirtschaftlichkeit bei der Atomenergie reden wenn die Endlagerung zigtausende Jahre dauert. Wer kennt die Kosten aus dem Jahr 2050 oder 20000? Die Kurfristigkeit im Denken und Schönrederei der Menschen in Sachen Atomenergie ist hier überhaupt nicht angebracht. Nur um Wenigen einen Maximalprofit zu garantieren spielen wir mit der Zukunft ganzer Generationen.
Ob es für die Endlagerung des Atommülls jemals eine sichere Entsorgung über tausende von Jahren geben wird, bezweifle ich.
Wir sollten das Geld lieber in sinnvolle Alternativen investieren.
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16.09.2009 11:01 Uhr von usambara
 
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@Johnny Cache: bei dir unter dem Haus...?
Das Ende der Welt findest du im dicht besiedelten Deutschland nicht. Selbst die Russen möchten unseren Müll nicht in der Taiga lagern.
Und nochmal: nur für RWE & Co ist Atomkraft günstig.
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16.09.2009 11:01 Uhr von Gades87
 
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bei dem solarstrom muss ich dir recht geben. der muss massiv subventioniert werden, da die ganze technik noch viel zu teuer ist.
ohne die hohen abnahme preis würde sich solch eine anlage niemals rentieren und dadurch würde die entwicklung wohl verlangsamt werden denn keiner kauft sie.

ich hab zwar keine ahnung wie viel CO2 beim abbau von uran produziert wird, aber ich meine es wäre nicht wirklich wenig. besonders deshalb weil in dem boden teilweise nur 3% uranerz drin ist, welches man sondieren, aufbereiten, anreichern (U235) usw muss.

die sollten die AKWs die jetzt da sind ganz normal auslaufen lassen und dann auch die kohlekraftwerke abschaffen oder während dessen schon, die halte ich für noch schlimmer als AKWs
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16.09.2009 11:12 Uhr von Johnny Cache
 
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Was ich sage und was die Leute "verstehen" ist oft nicht das selbe.

Ja, am Ende der Welt kann irgendwo in Sibirien sein, und niemand kann mir erzählen daß bei angemessener Finanzierung bzw. Entschädigung der dortigen Bevölkerung auch nur einer dagegen wäre.
Das Problem ist daß diese Technik künstlich unsicher gemacht wird weil versucht wird sinnlos Geld einzusparen.
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16.09.2009 11:22 Uhr von usambara
 
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@Johnny Cache: die Taiga ist in Sibirien...
dort wird unser Atommüll (22000t) auf offener Wiese gelagert.
Mittlerweile fliegen Iljuschin-Großflugzeuge den Mist von Deutschland nach Russland.
Aber hauptsächlich geht es um den hochverstrahlten Müll- und
den will keiner.
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16.09.2009 11:34 Uhr von Johnny Cache
 
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Na eben Auf der grünen oder andersfarbigen Wiese ist auch keine Endlagerung sondern Umweltverschmutzung vom allerfeinsten. Genau das ist ja auch der Punkt. Alle daran beteiligten sollten auch dafür unbedingt eingebuchtet werden.
Und das mit dem "wollen" ist wie immer eine Frage des Geldes. Wenn mir jemand eine entsprechende Entschädigung bezahlen würde wäre ich überglücklich meinen Garten als Endlager zur Verfügung stellen zu dürfen, wobei die Kosten in unser dicht besiedelten Gegend aber dafür etwas zu hoch sein dürften.

Deswegen sage ich ja auch daß es irgendwo JWD sein muß, was die Kosten für Umsiedlungen/Entschädigungen senkt und die Bewachung vereinfacht. Wo niemand anderes als Wachpersonal sein darf kann auch auf alles andere geschossen werden.
Natürlich kann man immer wieder mit dem Fuß auf dem Boden stampfen und mit fester Stimme behaupten daß die Endlagerung ein Problem sei, am nicht vorhandenen Wahrheitsgehalt der Aussage ändert das aber nicht das geringste.
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16.09.2009 11:37 Uhr von Gades87
 
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wer weiß ob man in 20-50 jahren nicht den ganzen atommüll (krypton und barium) nicht wunderbar für irgendwas gebrauchen kann. dann hätte sich das problem eh erledigt.

vielleicht sollte man an möglichkeiten forschen das material irgendwie "umzuwandeln", wobei ich glaube, dass das eh der fall ist.
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16.09.2009 11:45 Uhr von usambara
 
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@Johnny Cache: wie wärs mit dem Meer vor Somalia, wo der Westen seinen
Giftmüll massenhaft versenkt, weil es keine Küstenwache
gibt und aus Fischern dann Piraten werden.
Den Atommüll in die 3. Welt gegen Bakschisch an korrupte Politiker zu verschicken, ist doch menschenverachtend
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16.09.2009 11:48 Uhr von usambara
 
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@Halma: Internationale Studien der letzten Jahre kommen zwar auf unterschiedliche CO2-Werte der Atomenergie. Eines aber haben sie gemeinsam: CO2-frei ist der Atomstrom nie.

* Auf einen Mittelwert von 60 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (KWh) Strom kommt eine Studie der Universität Sydney in Australien (2006). Die Spannweite der Werte: 10 bis 130 Gramm pro KWh.
* Das deutsche Öko-Institut errechnete 1997 CO2-Werte zwischen 34 und 160 Gramm pro KWh.
* Der holländische Wissenschaftler Jan Willem Storm van Leeuwen bezifferte 2005 den CO2-Ausstoss auf 90 bis 140 Gramm pro KWh.

Das Problem beim Atom: Vor allem der aufwändige Abbau des Urans verbraucht viel elektrische Energie, fossile Treibstoffe, Chemikalien, usw. Je geringer der Urangehalt des Gesteins, desto mehr. Die reinsten Erze enthalten 20% Uran, sind aber selten geworden.
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16.09.2009 12:42 Uhr von La_Voce
 
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was: denn jetzt ich dachte wir werden jetzt mit Ökostrom abgezockt !? Jetzt doch wieder was anderes ? na toll..
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16.09.2009 13:46 Uhr von La_Voce
 
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das: ganze zeug fliegt uns eines tages noch allen um die ohren ....
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16.09.2009 13:56 Uhr von BigNose82
 
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@fortimbras: Es ist zu brisant weil viele Menschen durch die meistens recht oberflächliche Berichterstattung rund ums Thema "Atom" sehr negativ zu dem Thema eingestellt sind. Z.B der Trafokurzschluss letztens in Krümmel hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Kraftwerkstyp zu tun. Jedes Kraftwerk hat pro Block einen Trafo, der steht irgendwo neben dem Generatorhaus, egal ob Kohle-, Wasser-, Solar- oder Atomkraftwerk. Wenn das Ding nen "Kurzen" hat interessiert nicht die Bohne, welcher KW-Typ das ist... Aber in den Medien wird wieder groß von nem Zwischenfall im AKW berichtet. Soviel dann zur manipulativen Berichterstattung der Medien. (Wir haben uns im Studium bereits zwei Kraftwerke angeschaut und in Scholven [Kohle] wurde nach einem Generatorableiter-KS nicht mal in der Lokalzeitung berichtet.)

Wenn diese Studie nun ans Licht kommen würde, würden die ganzen Personen die denken, dass der Strom aus den beiden Löchern in der Wand kommt (Ich tippe mal auf 90% der Bevölkerung) nur noch mehr an der Glaubwürdigkeit der CDU zweifeln, weil sie es einfach nicht besser wissen.

Dass der Uranabbau und die Endlagerung gewisse, nicht zu vernachlässigende Probleme mitbringt ist klar, aber alles in allem ist Atomstrom nach Braunkohle der günstigst zu produzierende Strom bei weit weniger CO2 Emmission.
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16.09.2009 17:37 Uhr von CONTRA-ATOM-IDIOTIE
 
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„Billiger“ Strom aus Kernenergie ist ein Ammenmär: Sagt das Gutachten auch, daß der Betrieb von Atomkraftwerken volkswirtschaftliche Idiotie ist?

„Billiger“ Strom aus Kernenergie ist ein Ammenmärchen - Fakt sind 2 Euro pro Kilowattstunde

Die Atomenergie steht ungerechtfertigt im Ruf günstigen Strom zu produzieren. In Wahrheit handelt es sich um eine Branche, bei der trotz Privatisierung in realsozialistischer Manier immer noch der Staat haftet, falls etwas schief geht. Die Befürworter der Kernenergie und damit eines Endlagers Gorleben behaupten oft, der Kernkraftstrom sei preiswerter im Vergleich zu anderen, insbesondere erneuerbaren Energien. Betriebswirtschaftlich trifft dies sicherlich zu. Da die Kernkraftwerke inzwischen wohl größtenteils abgeschrieben sein dürften, rechnet sich dies betriebswirtschaftlich sogar sehr gut. Bei der lediglich betriebswirtschaftlichen Rentabilitätsberechnung des Kernkraftstroms fehlen indes mehrere entscheidende Kostenblöcke, die als betriebs-externe Kosten für die Gesamtheit der deutschen Volkswirtschaft anfallen.

Diese externen Kostenfaktoren bei der Erzeugung von Kernkraftstrom hat, übrigens schon unter der Regierung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, das damalige Bundeswirtschaftsministerium 1992 durch die renommierte Baseler PROGNOS AG berechnen lassen. Diese Studie der PROGNOS AG trägt den Titel: „Identifizierung und Internalisierung der externen Kosten der Energieversorgung.“ Aus ihr geht hervor, daß bei Berücksichtigung der externen Gesamtkosten der wirkliche für die deutsche Volkswirtschaft entstehende Preis einer Kilowattstunde Kernkraftstrom schon damals circa 4 DM betragen hat. Das wären heute circa 2 €.

Die günstigen Produktionskosten für Ökostrom betragen bei Windkraftstrom 0,06 Euro pro Kilowattstunde. Der Höchstpreis für solaren Ökostrom beträgt inklusive 19 % Mehrwertsteuer aktuell 0,68 Euro. Wenn aber, volkswirtschaftlich gesehen, der Kernkraftstrom mindestens doppelt so viel kostet wie die erneuerbaren Energien, warum, in Himmels Namen, sollen wir, das deutsche Volk uns dann diese ganze entsetzliche Umweltproblematik (Tschernobyl!) der Kernenergie weiterhin „ans Bein binden“?! Man wird vielleicht einwenden, das Kind sei schon in den Brunnen gefallen, d.h. wir haben nun einmal Kernkraftwerke.
Darauf antworten wir: errare humanum, perseverare diabolicum!
Anders gesagt, und um das Bild von eben aufzunehmen: man hole das Kind doch endlich aus dem Brunnen!

Jeder lange Weg beginnt nun einmal mit dem ersten Schritt, sprich mit dem ersten Kernkraftwerk, das abgeschaltet wird.

Schadensbegrenzung ist angesagt.

BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie

http://www.amberger-bi.de/...
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16.09.2009 19:49 Uhr von Johnny Cache
 
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@Judas II: Stimmt, eigentlich sind sie dafür, aber das hilft ihnen absolut gar nichts, da die restlichen Deppen (das Wahlvieh) mehrheitlich auch dagegen sind.
Wenn man dafür ist wird man eben rot gemacht... ganz egal ob hier oder beim Wahlkasperletheater.
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17.09.2009 10:43 Uhr von maki
 
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"Endlagerung" ist gar nicht nötig, denn bereits: für unsere Enkel ist das kein Müll mehr, sondern Rohstoff / Energieträger.

Wenn ich ne Insel + Startkapital hätte, würde ich ein auf nur 100 Jahre ausgelegtes (PRIVATES!) "Zwischenlager" für alle Länder aufbauen (mit Blei, Blei und nochmal Blei statt irgendwelcher wasserlöslicher Bergwerke) und meinen Nachkommen somit eine Goldgrube hinterlassen.

Bereits in weit weniger als 100 Jahren wird das Zeugs als Energieträger wieder aus der Erde gebuddelt oder bei ordentlicher Anlieferung aus einem rostfreien Lager richtig gut bezahlt.
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17.09.2009 10:50 Uhr von supermeier
 
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CO2 Ausstoß: Wieviel CO2 verbraucht denn so ein AKW vom ersten Stein über Aufbereitung von Brennstäben bis zur Endlagerung, wo die Umweltverschmutzung erst richtig beginnt.

Dafür könnte ein modernes Kohle-Gaskraftwerk einige Jahrzehnte für laufen, mit weit weniger Umweltbelastungen, insbesondere geringeres Krebsrisiko für im Umfeld wohnende Kinder.
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17.09.2009 11:14 Uhr von Johnny Cache
 
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@maki: Du hast wirklich verstanden worum es geht und wirst dafür seltsamerweise noch nicht einmal mit rot eingedeckt. Sehr seltsam. ;)
Nicht nur daß du mit einem solchen Lager massiv Rohstoffe sammeln könntest welche wieder nutzbar gemacht werden können, du würdest dafür auch noch Geld bekommen. Besser geht es doch gar nicht...

Geld müßte man für sowas übrig haben... langfristig wäre das besser als das Geld selber zu drucken.
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17.09.2009 11:19 Uhr von BigNose82
 
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@Contra-Atom-Idiotie: Also zu deinen Behauptungen zu den Kosten kann ich gleich mal folgende Publikation entgegensetzen:

http://www.ier.uni-stuttgart.de/...

Ich finde, dass die politische Diskussion rund um Atomstrom reine Geschmackssache ist - lass uns doch besser über die technischen Hintergründe diskutieren.
Kannst du mir einen Vorschlag machen, wie die Versorgung 365/24 mit Wind, Solar und Wasser gesichert werden soll? Mal angenommen wir haben genügend WKAs um die 1,5fache Spitzenlast abzudecken. Was ist, wenn Flaute ist? Und gleichzeitig noch starke Bewölkung herrscht? Wir haben nicht die Wasserkapazitäten von Norwegen......dann ist es bei uns dunkel. Weil die Energie, die umgewandelt wird, bekommen erstmal die großen Industrien und wir privatleute können dann froh sein, wenn wir löslichen Kaffee im Haus haben, sodass wir wenigstens einen kalten Kaffee nach unserer kalten Dusche trinken können.

Wir können Energie nicht im großen Maße zwischenspeichern, eigentlich überhaupt nicht. Die einzigen Speicher sind die rotierenden Massen der Generatoren und die Netzinduktivitäten und -kapazitäten. Das reicht gerade mal für ein paar Sekunden.

Also nochmal die Frage: Wie soll die Versorgung IMMER, zu jedem Zeitpunkt gesichert sein? Bitte keine Argumente wie "Wind weht immer irgendwo", wir reden hier von einem Jahresbedarf in Deuschland von etwa 639,1Mrd kWh (2008)
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17.09.2009 11:32 Uhr von supermeier
 
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Tja: abgesehen von der Tatsache dass kontinuielich Windkraftanlagen abgeschlatet werden weil einfach zu viel Strom im Netz ist brauchn wir natürlich noch hunderte AKW´s, natürlich.

Und wenn im Windpark Norderney Flaute ist, dann natürlich auch im Windpark Oberbayern und Sächsische Schweiz. Soe eine Flaute ist ja immer weltumspannend, wat für`n Scheiß.

Anstatt seit Jahren Millionen Steuergelder ind irgedwelche sicheres Endlager Phantasien zu stecken hätte man sie besser in die Entwicklung fortschrittlicher Energiegewinnung gesteckt.

Eigentlich kann doch kein geistig gesunder Mensch ein Interresse daran haben innerhalb der Athmosphäre in der er lebt vorsätzlich gefährliche radioaktive Zerfallsprozesse in Gang zu setzen, egal ob Bombe oder Brennstab.
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17.09.2009 11:46 Uhr von BigNose82
 
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Wie gesagt: Argumente wie deins zählen nicht, oder kannst du mit klaren Zahlen belegen, dass immer, zu jedem Zeitpunkt, über Jahre hinweg genügend Wind weht, um den Bedarf zu decken? Natürlich weht immer irgendwo Wind... aber reicht das? Nein. Um den gesamten Bedarf in Deutschland mit Wind zu decken, hätten wir eine Windraddichte, dass jede noch so kleine Bürgerinitiative Amok laufen würde. Ich habe die Atomkraftdiskussion mittlerweile verlassen, es geht um die Grundbereitstellung mittels autonomen Kraftwerkstypen. Wenn ersteinmal verstanden ist dass jeder, immer Strom haben möchte und es zu schwammig ist zu sagen, dass "...eine Flaute ja weltumspannend..." ist, kann mit dem Verständnis begonnen werden, warum Deutschland das einzige Europäische Land ist, welches noch am Atomausstieg festhält.

Von mir aus brauchen wir keine AKWs, aber ich möchte die Netzqualität, die im Moment hier herrscht beibehalten. Das geht aber leider nur mit unabhängigen Kraftwerkstypen.

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