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Nach U-Bahn-Attacke: Gericht gegen Verschärfung des Jugendstrafrechts

Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Christoph Frank, sagte am heutigen Dienstag, die Forderung eines schärferen Jugendstrafrecht wäre nichts als ein Missbrauch des Vorfalls als "plakative Botschaft" im Wahlkampf.

Höhere Strafen könnten nicht zwangsläufig zu stärkerer Abschreckung führen, begründete Frank.

Stattdessen forderte er eine Beschleunigung der Verfahren junger Straftäter. Zudem forderte der Richter mehr Zivilcourage.


WebReporter: truman82
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gericht, Bahn, Jugend, Attacke, U-Bahn, Attac, Verschärfung
Quelle: www.dnews.de
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2009 12:37 Uhr von blaueaugen81
 
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Wenn sich: in Deutschland nicht bald was ändert wird es bald gar keine Zivilcourage mehr geben. Also ich würde es mir zweimal überlegen mich irgendwie einzumischen.
So leid es mir tut
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15.09.2009 12:44 Uhr von Dennis112
 
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Also: Man hat ja gesehen was dabei raus kommen kann wenn man Zivilcourage zeigt. Ich finde zwar auch dass man das Jugendstrafrecht nicht verschärfen sollte, aber man sollte bei jedem Fall Prüfen ob das Jugendstrafrecht zum tragen kommt oder ob nach "erwachsenen" Strafrecht verurteilt wird. Wenn ein 17 jähriger schon eine ganze Liste Vorstrafen hat und dann noch mit so einem enormen Gewaltpotential eine Straftat begeht müsste man da sofort vom Jugenstrafrecht abkommen und ihn mit voller Härte bestrafen.
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15.09.2009 12:44 Uhr von Sir_Cumalot
 
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Vor 10 Jahren hatte ich auch mal einen Jugendlichen vor einer Prügel von Gleichaltigen bewahrt. Wenn man jetzt liest, was da passieren kann, wird man da schon vorsichtiger. Vor allem, falls die Mörder jetzt noch mit 6 Jahren Jugendstrafe davonkommen sollten.
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15.09.2009 12:45 Uhr von weg_isser
 
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@ blaueaugen81: Eben, am Ende geht man danach noch in den Knast, weil man den armen Angreifer verletzt hat.

So was ähnliches war ja vor kurzem erst bei Shortnews.
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15.09.2009 13:03 Uhr von br666
 
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Zivikcourage? Gerne. Wenn ich in Frankfurt und Umgebung unterwegs bin hab ich grundsätzlich Pfefferspray und einen sog. Teleskopschlagstock sowie Messer dabei. Wenn ich mich gegen solche Freaks wehren muss, und weiß, das die Polizei sich geflissentlich raushält (die warten ab und kommen generell erst, wenn alles vorbei ist) dann muss ich mich bewaffnen. Ich habe keine Lust, mir von so nem Assi (oder mehreren) den Schädel einschlagen zu lassen.
Wenn die sehen, das man bewaffnet ist und sich wehren kann, dann ziehen die schon den Schwanz ein hauen ab (hab ich übrigens schon erlebt, weiß also wovon ich rede.

Ansonsten empfehle ich jedem, der sich so nicht bewaffnen will: Raushalten und abwarten. Wenn die Assis weg sind, dem Opfer helfen, die Grünen und den Notarzt rufen und sagen, man wäre erst hierhergekommen, als die schon wegwaren. Das ist gesünder und verlängert das Leben ungemein...
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15.09.2009 13:22 Uhr von joehawkins1
 
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Vorsicht ist immer geboten: Ich weiß aus Erfahrung das das nicht immer so einfach ist sich raus zu halten.Ich bin früher auch immer dazwischen gegangen,ohne über die Folgen nachzudenken. Auch wenn es nicht sinnvoll erscheint,Zivilcourage ist was tolles.

Respekt !
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15.09.2009 14:00 Uhr von HateDept
 
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fordern fordern fordern: warum FORDERT denn kein Richter, Polizeibeamter, Politiker oder sonstewer, dass Jugendlichen im Vorfeld die Möglichkeit gegeben ist, ein vernünftiges Selbsbewußtsein, Respekt und einen Platz in der Gesellschaft zu finden???

Ich will hier aus den Tätern keine Opfer machen - das sind Idioten die bestraft gehören, klar. Aber es nervt!!! Vor 2 Jahren waren es Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in der Münchner U-Bahn jemanden brutal überfallen hatten --> die logische Schlussfolgerung und Forderung war also ...? ... na? ... die Verschärfung des Asylrechts - und dann waren die Probleme einfach weg ... also fordern wir jetzt mal was anderes, damals hats ja auch geholfen!

Offensichtlich ist niemand in der Politik bereit, die Ursache von (Jugend)Kriminalität sinnvoll zu bekämpfen - geschweige denn darüber nachzudenken. Das ist das gleiche Spielchen wie der Terror gegen den Terror. Mit Ausnahme einer Partei ist keine der großen Parteien willig darüber nachzudenken, wie man solchem Sch*iß den Boden entzieht.
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15.09.2009 14:14 Uhr von CrazyWolf1981
 
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@br666: nur wenn du dich wehrst, bist du nachher wohl schlimmer dran als die, die dich angegriffen haben. Aber es geht auch nicht anders, man kann sich kaum noch unbewaffnet in bestimmten Gegenden aufhalten.
Zivilcourage, gern wenns auch entsprechende Folgen hätte. Wenn man so liest, mehrfach wegen sowas vorbestraft, immer noch auf freiem Fuß. Man brauch sicher keine höheren Haftstrafen als die 10 Jahre. Man braucht Richter die sie auch mal anwenden. Nicht erst wenn die ersten Toten zu beklagen sind.
Was bringts sich zusammen zu tun um solche Typen aufzuhalten, die Polizei zu rufen, und die lassen die Typen nach ner Stunde wieder laufen? Ob sie jetzt einen blutig geschlagen haben oder sonst was. Erst wenn jemand sterben muss, wird eingegriffen. Trotz dass eine Vorstrafe oder mehrere besteht, und die als hoch gefährlich eingestuft werden. Und genau deswegen werden die Straftaten immer mehr, weil die Täter ja Narrenfreiheit haben. Von 100 Tätern werden 1 oder 2 richtig bestraft. Wo soll da bitte Abschreckung herkommen?
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15.09.2009 14:15 Uhr von Eddy_dr_Zivi
 
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Da es sich bei den Tätern, um niemanden mit Migratiotshintergrund handelt, werden die Richter hier bestimmt ein Exempel statuieren. Zumal der Schuldige (die Killerspiele) schon gefunden wurde.

Wären die ersten U-Bahn Schläger aus München härter bestraft wurden, wäre es zu der Tat wahrscheinlich gar nicht erst gekommen.
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15.09.2009 15:14 Uhr von -darkwing-
 
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Das einzige, was helfen würde, wäre eine höhere Aufklärungsrate der Straftaten.

Die Leute denken ja, dass sie erst gar nicht erwüscht werden. Wenn sie wüssten, die Chance wäre 90%, dass sie erwüscht werden, wirkt das besser, als eine mögliche höchststrafe von 100 Jahren.

Höhere Strafen schrecken nur schwach ab. Eine große Chance erwischt zu werden hingegen sehr!
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15.09.2009 15:20 Uhr von evil_weed
 
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@eddy: "Wären die ersten U-Bahn Schläger aus München härter bestraft wurden, wäre es zu der Tat wahrscheinlich gar nicht erst gekommen."

glaubst du echt, diese 2 asozialen lesen zeitung und informieren sich über das strafmass, bevor sie jemanden ausrauben oder zusammenschlagen?

denen ist das doch egal ob es für mord 15 oder 100 jahre gefängnis gibt. härtere strafen befriedigen also nur rachegefühle, mehr nicht.

ich hab zwar auch keine idee, wie sich sowas verhindern lässt (selbst vor laufenden kameras in bussen werden menschen ausgeraubt und krankenhausreif geprügelt), aber nach härteren strafen zu schreien ist einfach nur schwachsinn. härtere strafen verhindern keine straftaten.
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15.09.2009 15:22 Uhr von evil_weed
 
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obwohl: wenn man als normaler, geistig gesunder bürger eine waffe mit sich führen dürfte, dann hätte hier evtl das schlimmste verhindert werden können.
also waffenrecht einerseits entschärfen und andererseits menschen, die illegal waffen besitzen sofort in den knast stecken. das könnte helfen. härtere strafen hingegen sind für den arsch.
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15.09.2009 16:08 Uhr von ArrowTiger
 
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@-darkwing-: -- "was helfen würde, wäre eine höhere Aufklärungsrate der Straftaten."

So niedrig sind die gar nicht. Bei schwerer Körperverletzung immerhin bei über 84% (Stand 2004, Quelle: http://de.wikipedia.org/... ). Die Frage ist dabei jedoch, was mit den gefassten Tätern danach passiert.

Man muss allerdings dazu sagen, daß die Zahlen von der Polizei selbst stammen, also nicht unabhängig ermittelt wurden. Da wird vermutlich auch mal nach oben "korrigiert"...

Hier noch die aktuelle PKS: http://www.bka.de/...
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15.09.2009 16:19 Uhr von ArrowTiger
 
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@evil_weed: -- "wenn man als normaler, geistig gesunder bürger eine waffe mit sich führen dürfte, dann hätte hier evtl das schlimmste verhindert werden können."

Wäre auch eher meine Linie - entsprechenden "Waffen-Führerschein" vorausgesetzt. Aber dazu hat unsere Regierung vermutlich zu viel Angst vor "wehrhaften Bürgern". Teilweise vielleicht begründet...

Es gibt zwar nur wenige Statistiken darüber, aber diese zeigen, daß es in Ländern wie der Schweiz oder Österreich, in der private Handfeuerwaffen erlaubt sind (bzw. waren), deutlich weniger schwere Raubüberfälle und Körperverletzungen gibt/gab, als in Ländern mit restriktivem Waffenrecht.

Ähnliches lässt sich übrigens in den bei diesem Thema oft gescholtenen USA beobachten: es gibt wesentlich mehr schwere Gewalttaten mit Schusswaffen in Bundesstaaten mit engem Waffenrecht, als in denen mit einer liberaleren Gesetzeslage.

Ist an sich auch logisch: ein Täter überlegt es sich lieber zweimal, ob er jemanden angreift, wenn er dabei evtl. sein Leben riskiert. Selbst wenn er über ausreichend "Straßenerfahrung" verfügt, die es ihm bei unbewaffneten Opfern leicht machen würden!
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15.09.2009 17:04 Uhr von Eddy_dr_Zivi
 
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@evil_weed: Klar bringen härtere Strafen mehr, nur werden Täter mit Migrationshintergrund mehr verhätschelt, nur bei Tätern ohne werden die Strafen härter angesetzt.

Laßt uns doch einführen, wer das 3. Mal verurteilt wird bekommt automatisch lebenslänglich. Wir müssen so viel von den Amis kopieren, warum nicht auch das ?
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15.09.2009 17:18 Uhr von ArrowTiger
 
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@Eddy_dr_Zivi: -- "Klar bringen härtere Strafen mehr, nur werden Täter mit Migrationshintergrund mehr verhätschelt, nur bei Tätern ohne werden die Strafen härter angesetzt."

Kannst Du das belegen? Glaube ich nicht.

-- "Wir müssen so viel von den Amis kopieren, warum nicht auch das ?"

Weil´s dämlich ist?

In manchen US-Bundesstaaten ist es so, daß man nach drei leichten Vergehen lebenslänglich bekommt. "Leicht" kann hier auch "drei mal beim Kiffen erwischt" bedeuten!

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