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Verkehrsunfall mit Todesfolge: 200 Sozialstunden und 1.000 Euro Schadensersatz

Der mehrfach wegen Verkehrsdelikten auffällig gewordene 21-jährige Mustafa G. (Name geändert) aus Bielefeld erhielt von der Jugendrichterin Muna Eid die Auflage zu einer Zahlung von 1.000 Euro Schadensersatz an die Hinterbliebenen des Unfallopfers und muss 200 Stunden in einem Altenheim ableisten.

Der geständige Verurteilte hatte im August 2008 an eine regnerischen Tag eine 92-Jährige angefahren und so schwer verletzt, dass diese im Krankenhaus verstarb. Der Beschuldigte konnte glaubhaft machen, dass er durch den tödlichen Unfall geläutert sei und seitdem kein Auto mehr gefahren habe.

Wegen einer nicht näher bezeichneten besonderen Vorschrift im Jugendrecht konnte die Entscheidung für ein Urteil nach dem Jugendstrafrecht für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden. Der Beschuldigte besaß noch nicht lange den Führerschein.


WebReporter: AfmFriedel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Verkehr, Schaden, Verkehrsunfall, Schadensersatz
Quelle: www.nw-news.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2009 13:03 Uhr von AfmFriedel
 
+0 | -1
 
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21 Jahre, Führerschein, Mehrfachtäter und dann Jugendstrafrecht? So wie es aus sieht kein Führerscheinentzug? Probezeit? Spezielle Vorschrift im Jugendstrafrecht? Muss man das noch nachvollziehen können?
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12.09.2009 13:21 Uhr von Noseman
 
+39 | -20
 
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"Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstoß, Handy-Telefonieren am Steuer "

Und der Vorfall ereignete sich August 2008; der Täter ist jetzt erst 21-jährig.

Ich finde daher eine Bewährungsstrafe gerade noch im Rahmen. Weggesperrt würde er doch sowieso nur Kosten verursachen; da sind die Sozialstunden besser.
__________________

Woher weiss ich, dass ich für meine Meinung jetzt ganz viel begründungsloses rot bekommen werde und das ganz anders wäre, wenn der Typ nicht Mustafa, sondern Wolf-Dieter hiesse?
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12.09.2009 13:47 Uhr von Mancman22
 
+36 | -22
 
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Hand aufs Herz!! Wer von euch Führerscheinbesitzern da draußen hat noch nie mit dem Handy am Steuer telefoniert, ist noch nie zu schnell gefahren oder hat noch nie bei Dunkelorange eine Kreuzung überquert...??!!

Anstatt den Jungen zu verurteilen oder höhere Strafen zu fordern, sollte man lieber dankbar sein selbst nie in so einer Situation gewesen zu sein, und hoffen, dass soetwas auch niemals eintreten möge, denn derartige Gefahren lauern im chaotischen Strassenverkehr wahrlich genug...
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12.09.2009 13:55 Uhr von DoiNgY
 
+23 | -19
 
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Najo: War halt n regnerischer Tag, wir kennen nichmal die Umstände.
Vielleicht hat er ja versucht zu bremsen, aber der Wagen wollt einfach nich? Aqua Planing und so.

Außerdem "....eine 92-Jährige angefahren...." ich wage zu bezweifeln, dass es einen sonderlich starken Aufprall benötigt, um eine 92 Jährige stark zu verletzen.

Natürlich, dumm gelaufen... Aber kein Grund, ihm deshalb sein Leben zu verbauen (was meiner Meinung nach durch eine Haftstrafe geschehen wäre.)
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12.09.2009 13:59 Uhr von KiLl3r
 
+45 | -24
 
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aha soviel ist also ein menschenleben wert..

1000 euro und 200 sozialstunden...

glückwunsch "mustafa" pell dir nen ei drauf... hoffendlich fährt dich iwer tot...
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12.09.2009 14:18 Uhr von stufstuf
 
+20 | -6
 
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Ohne jetzt speziell auf den Fall einzugehen (Unfälle passieren leider und wie Mancman22 schon erwähnte, wer fährt denn immer perfekt?), sind Strafen bei Verkehrsunfällen oft ziemlich niedrig.

Letzt kam eine Reportage, Mann (zu der Zeit ohne Führerschein) fährt mit 64 km/h in der 30er-Zone, überfährt Kind, Kind tot -> 1200 € Strafe, den Führerschein gabs danach auch wieder.

Eine Arbeitskollegin meiner Mutter hat vor ein paar Jahren ihre Tochter verloren. Diese war mit zwei Arbeitskollegen auf dem Weg in die Mittagspause. Einer entgegenkommenden Frau ging es an dem Tag offenbar nicht schnell genug, überholte, verursachte einen Unfall mit der Tochter. Die Beifahrerin war sofort tot, die (schwangere) Tochter starb ein paar Tage danach. Der Arzt auf der Rückbank wird für den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen. Bilanz: 2 Tote (3 wenn man das Ungeborene dazuzählt), 1 Schwerverletzter. Strafe: 900 €!! Begründung: Die Unfallverursacherin war jung und wollte 2 Tage nach der Verhandlung heiraten. Man will ihr ja schließlich nicht die Zukunft versauen.

Ganz ehrlich, wenn der Typ nicht Mustafa sondern Hans heißen würde, wär die Strafe vermutlich auch nicht anders ausgefallen.
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12.09.2009 14:22 Uhr von Oberrehlein
 
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Sehr suspekt: die ganze Angelegenheit.

Ein ähnliche Sache

(Regen, auf linke Spur von Vorfahrtstrasse eingebogen, auf rechter Spur kam einer, mein Heck rutscht rüber, der rechts kommende schiebt mich über den Zebrastreifen, verpasse Omi da drauf nur knapp, knalle auf den Wagen der in Gegenrichtung hält um Oma rüberzulassen)

kostete mich, ohne Personeneschaden, locker 1 Jahr Sperre und ne MPU - ohne Punkte auf dem Konto!

Ganz eindeutiger Werteverlust in unserer heutigen Gesellschaft.
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12.09.2009 14:49 Uhr von cappucinoo
 
+19 | -7
 
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omg: mitleid mit dem täter .. das wird ja immer schöner hier !
er hat jemanden getötet !! das sollte hier wohl jeden klar sein.
aber kla sie war schon 96 also was solls kostet eh nur rente ....
unglaublich
1000 euro und 200 stunden arbeit ist keine strafe !!
das ist ein witz
hätte er ein kleines kind tot gefahren würden die ansichten hier anders aussehen , aber kla es kommt ja noch dazu er ist ausländer die kennen sich mit unseren sitten und gebräuchen noch nicht so gut aus da drücken wir doch mal ein auge zu ...
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12.09.2009 14:54 Uhr von Dracultepes
 
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@mancman22 @killer: Du sagst es. Es gibt sachen die muss man erst hart lernen. Ich musste halt erst lernen das man auch übermüdet eine Gefahr für den Straßenverkehr ist. Seitdem fahr ich so sicher nichtmehr und das auch Konsequent.

Die Leute geifern und sind selber wahrscheinlich die schlimmsten und hatten einfach nur Glück.

@killer
Was ist nen Menschenleben denn dann wert?
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12.09.2009 16:02 Uhr von das kleine krokodil
 
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was soll das mit dem namen? Also Mustafa G. (name geändert) finde ich jetzt extrem komisch. Was soll sowas bezwecken? Wenn man ihn schützen will und den namen nicht veröffentlichen will / darf, dann hätte es doch auch einfach heißen können: "ein 21-Jähriger Bielefelder / Autofahrer"
Was soll das mit dem "Mustafa"? Will man da nur versuchen auf einen migranten hintergrung hinzuweisen?
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12.09.2009 16:14 Uhr von KiLl3r
 
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@ Dracultepes: den wert eines lebens zu definieren is total schwer... stimmt schon...
aber 1000 euro strafe und 200 sozialstunden is ja wohl der blanke hohn für diese tat -.-
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12.09.2009 16:28 Uhr von -The_Dude-
 
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Nur 1000 Euro? So sehr ich die Bewährungsstrafe und die Sozialstunden begrüße, so wenig finde ich die 1000 Euro an die Hinterbliebenen. Er sollte nicht sein Leben lang dran zahlen, aber 1000 Euro sind hier zu wenig finde ich.
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12.09.2009 17:00 Uhr von Johnny Cache
 
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Restwert: Vermutlich sind 1000€ der Restwert den man mit 92 Jahren noch hat. Also ein finanzieller Totalschaden sozusagen... schlimm wenn Menschen schon so bewertet werden.

Der Hammer ist ja daß er schon diverse bekannte(!) Verkehrsdelikte hinter sich hat. Wenn ich mal einen ganzen Tag zu schnell und mit Handy am Ohr durch die Gegend fahre stehen die Chancen relativ schlecht daß ich erwischt werde.
Die Tatsache daß er schon mehrere Male auffällig geworden war deutet darauf hin daß er sich praktisch nie an irgendwelche Vorschriften gehalten hat. Von daher kann man schon fast Vorsatz sprechen.
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12.09.2009 17:44 Uhr von Copykill*
 
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Höhere Strafe: Eine sehr geringe Strafe für jemanden der ein Menschenleben auf dem Gewissen hat.

Mehr Sozialstunden (so um die 500), höhere Geldstrafe, übernahme der Beerdigungskosten, und die kommenden 10 Jahre 10% seines Einkommens, an einen guten Zweck oder den hinterbliebenen.

Wenn jemand Alkoholisiert oder unter Drogen steht beim Autofahren, und dann einen Unfall mit Todesfolge verursacht, sollte es meiner Meinung nach eine "Mindestrafe" von 6 Monaten ohne Bewährung geben.

Gefängniss
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12.09.2009 20:41 Uhr von Deniz1008
 
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des teufels advokat das muß ein guter anwalt sein, sonst wäre sein mandante mustafa g. längst in den bau gewandert.

*ironie off*
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12.09.2009 21:35 Uhr von darkdaddy09
 
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Cool, glei mal den Nachbarn überfahren :-): Was soll der Scheiß????

Richterin: Ausländer
Täter: Ausländer
Kapitän der Fußball 11 Ausländer
Wurzeln des Bundespräsidenten: Ausländer

Steuern: extrem wichtig, lieber töten als 1 Cent Steuern hinterziehen?
Leben: Scheißegal, es gibt eh zu viele Menschen

Kann mir jemand einen guten Gutachter "besorgen"? Ich hatte nämlich eine schwere Kindheit...
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12.09.2009 21:38 Uhr von darkdaddy09
 
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Abschiebung bereits nach 2 Straftaten! Dann hätten wir endlich mal wieder ein besseres Leben.
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12.09.2009 21:58 Uhr von napster1989
 
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immerhin: muss der typ damit leben quasi jemanden umgebracht zu haben ... strafe genug in meinen augen ..
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12.09.2009 22:43 Uhr von thegood
 
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Ich weiß dass das schwer ist aber man muß die Folgen eines Geschehens, bis zu einem gewissen Grad, von dem Geschehen an sich, trennen. Das die Frau gestorben ist, ist für diesen Fall nicht das entscheidene. Sondern wie es zu dem Unfall kam. Was also hat der Verursacher "angestellt" das es dazu kam. Ist er also z.B. betrunken gefahren oder unter Drogeneinfluss usw. Das bestimmt in der Hauptsache die Strafe. Wäre die alte Dame also "nur" schwer verletzt worden, wäre die Strafe dennoch wohl die gleiche.
Ich weiß das man immer gleich danach guckt was dem Opfer passiert ist, und danach dann entscheidet was eine angemessene Strafe wäre.
Danke für die Aufmerksamkeit
TheGood
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13.09.2009 02:11 Uhr von Kiova
 
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@Mancman22: Stimme dir voll und ganz zu. Ich zum glück fahre seit 2 Jahren ohne jegliche Missgeschicke auf unseren Straßen.

Die Sozialstunden werden Ihm gut tun, wenn man bedenkt, dass der Herr eine "OMA" angefahren bzw. totgefahren hat und in so einer Einrichtung seine Stunden ableisten muss!

Wer weiss vllt. hat er Sie dann für immer und ewig vor der Linse.
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13.09.2009 10:47 Uhr von Harry_
 
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Ich sag ja immer, wenn man jemanden umbringen will, ist es am besten, man macht es mit dem Auto und sagt, er war ein Unfall.
Für Mord geht man 15 Jahre weg, für einen Unfall mit Todesfolge bekommt man auf jeden Fall ne Bewährungsstrafe.
Also: Wenn man jemand beiseite schaffen will, billiges Auto kaufen und überfahren. Man kann dann immer noch sagen, irgendwas mit dem Auto war nicht in Ordnung.
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13.09.2009 12:37 Uhr von Ashert
 
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Gefägnisse: sind in Deutschland sauteuer! Beispiel das größte Gefägniss in Deutschland, die JVA Tegel hat aktuell:

1581 Gefangene und 822 Vollzeitbeschäftigte plus 41 Gruppentrainer auf Honorarbasis!
http://www.berlin.de/...

Das heißt bereits weniger als zwei Knastis brauchen einen Vollzeit-Arbeitsplatz für sich nebst Anhang!

Soviel Ärtze und Pfleger um sich rum bekommen nichtmal Patienten im Krankenhaus! Von daher ist natürlich auch jeder Richter einem enormen Druck ausgesetzt, die Leute überhaupt einzusperren!

Eine sich selbst nährende Gefängnisindustrie wie in den USA, die am Ende sogar ihre eigenen Gefangenen für die Belegschaft produziert will doch schließlich auch keiner haben!
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13.09.2009 15:58 Uhr von Schwertträger
 
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Sehr guter Einwand, Ashert: Sollte jetzt zwar auch nicht auf der Gegenseite dazu verleiten, zuwenig Leute einzusperren, aber schliesslich ist Sinn einer Strafe, die Leute zu funktionierenden Bürgern zu machen, und nicht, die Opfer zufriedenzustellen.
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13.09.2009 16:00 Uhr von Schwertträger
 
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Wer der Richterin auf Grund der Tatsache, dass sie einen ausländischen Namen hat, positive Voreingenommenheit und Milde gegenüber dem ausländischen Angeklagten unterstellt, müsste dann ja im Umkehrschluss jedem Richter mit deutschem Namen eine Bevorzugung deutscher Angeklagter vorwerfen.

Ziemlicher Schwachsinn, würde ich sagen.

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