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Hungersnot in Guatemala: Regierung ruft Notstand aus

Nachdem in den letzten Wochen hunderte von Menschen in Guatemala verhungerten, hat die Regierung den Notstand ausgerufen und bittet nun um internationale Hilfe. In einer Fernsehansprache bedauerte Präsident Álvaro Colom diesen für das Land beschämenden Schritt.

Es gebe zwar genügend Lebensmittel in dem mittelamerikanischen Staat, aber die Menschen hätten schlicht kein Geld diese zu kaufen, sagte Präsident Álvaro Colom. In den nächsten Wochen könnten 300.000 Familien von der Hungersnot betroffen sein, so Schätzungen.

Nirgends in Lateinamerika gibt es prozentual so viele unterernährte Kinder wie in Guatemala. Hinzu kam nun, dass eine Dürreperiode einen Großteil der Mais- und Bohnenernte im Osten des Landes verdorren ließ.


WebReporter: pirata
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Regierung, Regie, Hunger, Notstand
Quelle: www.taz.de

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10.09.2009 08:22 Uhr von pirata
 
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Die Klimaerwärmung und das Wetterphänomen "El Niño" sorgten für eine Verschärfung der eh schon weit verbreiteten chronischen Unterernährung. Das ändert nichts daran, dass nirgendwo auf dem Kontinent der Reichtum so ungerecht verteilt ist wie in Guatemala. Und es ändert nichts daran, dass die seit 19 Monaten regierende erste Linksregierung seit 1954 unfähig ist, dies Problem an den Wurzeln anzupacken.
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10.09.2009 08:47 Uhr von pirata
 
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Hier gibt es ein Video: der guatemaltekischen Tageszeitung Prensa Libre, bei dem einem schlecht werden kann. (http://www.youtube.com/...) Journalisten besuchten eine Klinik und die Krankenschwester berichtet, dass man viele Kinder vor dem Hungertod retten könne, die Kids dann wieder entlassen werden und dann in ihren Hütten sterben, weil es dort eben immer noch kein Essen gibt. Als Grund nennt die Schwester auch die Trockenheit, die die Ernte verdorren ließ.
Die Menschen hätten noch nicht einmal mehr Reis oder Bohnen, lediglich Tortilla mit Salz gebe es zu essen, berichtet eine Mutter (2:54)
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10.09.2009 09:49 Uhr von fortimbras
 
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ein großes problem sind spekulanten: an den lebensmittelbörsen werden die preise für reis getreide und andere lebensmittel so hochgetrieben dass sie für die ärmeren länder nicht mehr zu bezahlen sind
die trockenheit und andere einflüsse spielen sicherlich auch eine rolle
aber laut news gibt es ja genug lebensmittel im land
sie sind nur unbezahlbar
das spekulieren auf lebensmittel muss weltweit verboten werden
es kan nnicht sein dass sich leute daran bereichern, dass anderso menschen zu hunderten verhungern

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