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Ekelerregende Tabubrüche: Geht Lars von Triers "Antichrist" zu weit?

Der neue Film des dänischen Regisseurs Lars von Trier, "Antichrist", erregt die Gemüter. Ein Rezensent bescheinigte dem Film Superlative in den Bereichen Frauenfeindlichkeit und mangelnde Qualität.

Harte Sex- und Gewaltszenen sowie haarsträubende Tabubrüche machen den Film, laut dem Rezensenten, zu einem der schlechtesten des Jahres.

Der gescholtene Regisseur selbst gibt sich unbeeindruckt von der Kritik: "Ich habe den Film nicht für Sie oder ein Publikum gemacht, ich glaube daher nicht, dass ich irgend jemanden eine Erklärung schulde".


WebReporter: truman82
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Trier, Lars von Trier, Antichrist
Quelle: www.dnews.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.09.2009 09:08 Uhr von Gezeichneter
 
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Ich bin zwar kein Horrorfilmexperte, aber kann mir jemand sagen wie brutal der Film wirklich ist im Gegensatz zu Martyrs? Martyrs war zwar eher psychologisch brutal, trotzdem fand ichs manchmal ziemlich heftig.
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09.09.2009 09:20 Uhr von tutnix
 
+16 | -3
 
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unfähiger rezensent: "Harte Sex- und Gewaltszenen sowie haarsträubende Tabubrüche"

das sind keine kriterien, die über die qualität eines films entscheiden..
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09.09.2009 09:56 Uhr von Puzzle333
 
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kritiker sollten es mal besser machen: dumm daher reden was gut und schlecht ist kann jeder..sollen sie es besser machen..
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09.09.2009 09:57 Uhr von marshalbravestar
 
+7 | -9
 
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ein: regisseur der filme nicht für publikum macht ...auch sehr interessant




zu dem film: so verkorkst wie unsere gesellschaft schon ist tut so n film eh nicht mehr viel zur sache.....
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09.09.2009 10:01 Uhr von ThreepH
 
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@Gezeichneter: "Antichrist" ist sehr brutal, in vielerlei Hinsicht extremst schonungslos, und unerwartet. Allerdings finde ich, das muss so, denn verwaschene Aussagen und Hollywood Flair kann man überall bekommen. Erinnerungen an "8mm" werden zwar wach, aber die offen gezeigte Gewalt etc. sind bei "8mm" im Vergleich nur Babybrei.
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09.09.2009 10:32 Uhr von Gezeichneter
 
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@ThreepH: Danke für die Antwort. Wie siehts denn mit der generellen Qualität des Films aus? Soll der gut sein? Weil Filme nur wegen den Folterszenen zu gucken finde ich dann doch etwas pervers
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09.09.2009 11:06 Uhr von fuxxa
 
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Das ist kein Splatterfilm der Film soll ne Message rüberbringen und bedient sich dabei halt an paar Szenen, die nicht unbedingt für schwache Nerven sind.
Ich fand den Film genial. Willem Dafoe ist eh nen cooler Schauspieler und Lars von Trier machte mit Dogville auch schonmal nen geilen Film.
Könnt euch ja den Trailer hier http://www.youtube.com/...
anschauen

Wem es nicht gefällt und lieber die schöne heile Welt sehen will, der soll sich halt die Schwarzwaldklinik anschauen...
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09.09.2009 11:10 Uhr von Gogon
 
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Filmkritiken gibt es wie Sand am Meer und gerade über den Film scheiden sich die Geister.
Die FBW gibt ihm das Prädikat: Besonders wertvoll, Kritiker wechseln zwischen Hasstiraden und Lobeshymnen.

Bei so vielen geteilten Meinungen kann man nur eins machen: Einfach seine eigene Meinung finden indem man sich den Film ansieht.
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09.09.2009 11:23 Uhr von ThreepH
 
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fuxxa und gogon: bringens gut auf den Punkt, so sehe ich das eigentlich auch. Kritiker sind bei mir Nebensache, ich hör lieber auf Empfehlungen von Bekannten/Freunden statt "offizielle" Kritiker. Da hat der Film durchweg eingeschlagen.
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09.09.2009 12:08 Uhr von Joeiiii
 
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Sind wir doch mal ehrlich: Ein Film ist spätestens dann gut, wenn Kritiker sagen daß er schlecht ist.

Heißt es nicht generell bei einem Film daß er schlecht ist, wenn es um Gewaltdarstellungen geht? Alles was den Bereich Kultur anschneidet wird hoch gelobt, der Rest ist solala, und Gewalt...naja...
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09.09.2009 12:11 Uhr von xj12
 
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@ fuxxa: also ich fand den Film mehr als langweilig. Und von den 90 Minuten entsprechen eigentlich ca. 80 Minuten der Schwarzwaldklink. Ich hatte leider die Kritik nicht gelesen und bin dank meiner Freundin rein die meinte "Ich glaub des is a Horrorfilm" - tja ein sehr pathetischer Arthaus Film - mehr net.
Kuenstlich ein paar reisserische Hardcore Szenen reingemacht damits auch a bisserl PR gibt.
Kurzfazit: fand denn Film langweilig und bis auf wenige Szenen lieblos hingeklatscht.
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09.09.2009 12:54 Uhr von GrEeNtEaR
 
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Schlechte (schlechte) Kritik: Tut mir leid, ich denke, dass der Rezensent der Quellseite keine Ahnung von objektiver Filmwertung hat.

"Antichrist" hat von zahlreichen Medien (damit meine ich Fachzeitschriften, von denen man schlechte Kritiken en masse gewohnt ist) eine gute bis sehr gute Bewertung bekommen. Also denke ich tatsächlich, dass der Film auf seine groteske Weise sehenswert ist. Zumal er von einigen Filmen auch als "künstlerisch wertvoll" eingestuft wurde.

Die Kritik des Kritikers aus der Quelle spricht schon durch den letzten Satz nicht für sonderliche Qualität, der da heißt "Leider gibt es auch was Positives zu erwähnen...". Das vermittelt den Eindruck, als wäre er dem Film gegenüber schon absolut voreingenommen gewesen.
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09.09.2009 13:00 Uhr von backuhra
 
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Wenn ich Kritiker sehe: sehe die Postal MEHR als 1/10 geben bin ich der festen Überzeugung, dass sie ihren Beruf verfehlt haben.
Antichrist is btw ziemlich gut aber nicht so gut wie Martyrs aber 100mal besser als Hostel.
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09.09.2009 13:19 Uhr von xj12
 
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du vergleichst Hostel mit Antichrist? Irgendwie find ich dass das mal wieder so ein Apfel / Birnen Vergleich ist. Und ich kann einfach nicht verstehen was an Antichrist wirklich gut sein soll? Dass wir nun wissen dass Defoe (sein Double) ein rasiertes Gemaecht hat? Das der Epiclog entweder sinnlos ist oder schlecht gemacht? Das man nun weiss dass man jede Menge Zecken bekommen kann wenn man im Wald den Arm ueber nacht ausm Fenster haengt? Naja vielleicht habe ich einfach nicht dass Auge fuers Detail dass diesen Film so unglaublich wertvoll macht. Meine persoenliche Kritik: der schlechsteste Art Haus Film aller Zeiten.
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09.09.2009 13:29 Uhr von backuhra
 
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Ich glaube einfach: das du den Film nicht verstanden hast. Oder er kam einfach nicht an bei dir. Ne gewisse Reife sollte man schon mitbringen.
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09.09.2009 13:34 Uhr von xj12
 
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@Backuhra: Ich denke mit 35 habe ich die gewisse Reife. Zeigt sich daran dass ich mir Kommentare ueber die Reife anderer verkeife.
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09.09.2009 13:35 Uhr von kingoftf
 
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ICh habe: ihn gesehen, in der englischen Fassung, da sind schon ein paar heftige, noch nie im "normalen" Kino gezeigte Szenen drin, z.B. ein Schniedel in Aktion und die Mu** der Frau in Großaufnahme, von ihr selbst mit einer Schere bearbeitet.

Die anderen Szenen mit Blut usw, sind nicht anders als in heutigen Horrorfilmen.

Der Film an sich sehr gut gefilmt, geniale Kamera, aber inhaltlich eher blass, 1:45 Stunden Dauer.

Achtung Spoiler:

Paar verliert Kind, geht zur Bewältigung des Traumas in ein Waldhaus, Frau dreht dort durch und mißhandelt ihren Mann, haut ihm einem Stein über den Schniedel, wedelt ihm danach noch einen von der Palme (Großansicht!), dübelt ihm einen Schleifstein ans Bein, der Mann flüchtet in den Wald, kommt dann wieder und nach einigem Hin und Her erwürgt er sie und verbrennt ihre Leiche und humpelt weg...

Ende


Ne, also nicht wirklich sehenswert, der einzige Aufhänger, der die Medien interessieren wird, sind die erwähnten Aufnahmen......
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09.09.2009 13:37 Uhr von xj12
 
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@kingoftf: "Ne, also nicht wirklich sehenswert, der einzige Aufhänger, der die Medien interessieren wird, sind die erwähnten Aufnahmen......"
genau meine Meinung !
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09.09.2009 15:27 Uhr von Jaki1980
 
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Er hat erreicht was er wollte: und zwar zu schocken! Die Leute reden über den Film, er wird bekannt durch Mundpropaganda, alle werde über ihn merken, aber ihn trotzdem sehen aus Neugier oder sonst welchen Beweggründen
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09.09.2009 18:36 Uhr von Morrigaine
 
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Suada für Nothing: „Ekelerregende Tabubrüche: Geht Lars von Triers "Antichrist" zu weit?“
Oh, wundervoll. Stichwort „Tabubruch“. Die brennende Frage, ob jemand ´´zu weit´´ geht, treibt immer die sensations- und skandalgeilen Menschenmassen ins Kino.
Ich erwähne fairerweise gleich zu Beginn, dass ich den Film nicht gesehen habe und auch nicht plane, ihn mir anzusehen. Nachdem Freunde von mir sich das Werk angeschaut haben, ich persönlich mir den Trailer angetan habe und mehrere Inhaltsangaben, Kritiken und Forendiskussionen dazu gefolgt bin, kann ich durchaus urteilen.
Ich muss den Film nicht gesehen haben.
Allein schon der titel – „Antichrist“ – ist so reißerisch, dass es wehtut. Dann ein paar Hardcoreszenen, die einem auf den Magen schlagen können und ´´schockieren´´, damit man hübsch PR hat für einen Film, der ansonsten eine zentrale Botschaft missen lässt.
Die Story ist - mit Verlaub- schlecht und so was von beleidigend unoriginell, dass ich mir den Film vermutlich eh niemals angesehen hätte, egal wie wertvoll er angeblich sein soll.
Es gibt eine ganze Reihe Regisseure, die ja so unglaublich tolle Filme machen sollen, die niemand richtig versteht, der ehrlich ist. Ganz einfache Erklärung hierfür: Einen Film mit banaler, unglaublich simpel zusammengestrickter Story kann man auch kaum richtig ´´verstehen´´
Falls sich irgendwer fragen sollte, warum ich mich gerade so aufrege - ich bin abgestoßen von den Menschen, die SO ETWAS als ´´künstlerisch wertvoll´´ bezeichnen, solch einem Machwerk Tiefgang attestieren und da in Scharen reinströmen. Ich bin angewidert von einem Regisseur, der so tut, als habe er (O-ton) den Film nicht für das Publikum oder irgendwen anders gemacht, sondern für sich, und schulde daher niemandem Erklärungen.
Eine billigere PR gibt es nicht. Dieser Herr Regisseur ist für mich kein Künstler. Und jemand, der seine Filme ins Kino bringt und solche Trailer/werbung dafür anleiert, der weiß, was er tut und macht ihn nicht nur ´´für sich selbst´´. Der einzige Grund, warum er niemandem ´´Erklärungen schuldet´´, ist, weil er keine hat.
Und wenn einem das nicht gefällt und man es abartig findet, was für Filme zunehmend gedreht und für ´´künstlerisch wertvoll´´ befunden werden...dann ist man nicht reif genug, soll weiter in seiner ‚heilen Welt’ leben und hat überhaupt den Film einfach nicht verstanden, das entnehme ich diversen Internetdiskussionen.
Was für ein Unsinn. Ich verwende ebenfalls das Prädikat ´´künstlerisch wertvoll´´ für groteske, eigenartige Filme...aber die bringen zumindest eine Botschaften rüber. Dies hier ist ein totales ´´des Kaisers neue Kleider´´-Syndrom. Keiner kann WIRKLICH sehen was an dem Film gut sein soll oder wertvoll, aber alle tun so, weil man sonst nicht Teil der künstlerisch-anspruchsvollen Avantgarde ist.
Gewiss - ich habe keine Urteilsgewalt. Der allgemeinen Meinung entsprechend muss ich „Antichrist“ erst ansehen bevor ich urteilen darf, und selbst dann wird man mir vermutlich mangelnde Reife und Intelligenz unterstellen, wenn ich ihn kritisiere. Meine Meing steht jedoch: Ich finde, man kann eine gute, tiefgründige Story erzählen, ohne Szenen, in denen sich sowas abspielt (ich zitiere kingoftf):
„da sind schon ein paar heftige, noch nie im "normalen" Kino gezeigte Szenen drin, z.B. ein Schniedel in Aktion und die Mu** der Frau in Großaufnahme, von ihr selbst mit einer Schere bearbeitet.
...
Achtung Spoiler:
Paar verliert Kind, geht zur Bewältigung des Traumas in ein Waldhaus, Frau dreht dort durch und mißhandelt ihren Mann, haut ihm einem Stein über den Schniedel, wedelt ihm danach noch einen von der Palme (Großansicht!), dübelt ihm einen Schleifstein ans Bein, der Mann flüchtet in den Wald, kommt dann wieder und nach einigem Hin und Her erwürgt er sie und verbrennt ihre Leiche und humpelt weg..
Ende“

So. Mehr brauche ich gar nicht um zu wissen, dass dieser Film schlecht ist und künstlich hochgepeitscht wird.
Mir kann ja auch niemand erzählen, Charlotte Roches ´´Feuchtgebiete´´ seien künstlerisch wertvoll oder gar wahre Literatur. Alles was es war: mittels PR hochgepeitschte, gehypte Schmutzsammlung in Form von Text. Ekel und ´´Schocker´´. Und das Beste ist: Es funktioniert prächtig. Immer wieder. DAS regt mich auf. Der Film an sich ist mir scheißegal, und auch, wer glaubt, er müsse sich „Antichrist“ ansehen (JETZT ERST RECHT! Und so weiter)...viel Spaß.
Ich bin ein großer Fan morbider Ästhetik, schauerlicher Geschichten und sogar blutiger Bilder. Ich habe auch kein Problem mit Sexszenen. Aber das hier ist eine Zumutung.
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09.09.2009 18:37 Uhr von Morrigaine
 
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Suada for nothing: „Ekelerregende Tabubrüche: Geht Lars von Triers "Antichrist" zu weit?“
Oh, wundervoll. Stichwort „Tabubruch“. Die brennende Frage, ob jemand ´´zu weit´´ geht, treibt immer die sensations- und skandalgeilen Menschenmassen ins Kino.
Ich erwähne fairerweise gleich zu Beginn, dass ich den Film nicht gesehen habe und auch nicht plane, ihn mir anzusehen. Nachdem Freunde von mir sich das Werk angeschaut haben, ich persönlich mir den Trailer angetan habe und mehrere Inhaltsangaben, Kritiken und Forendiskussionen dazu gefolgt bin, kann ich durchaus urteilen.
Ich muss den Film nicht gesehen haben.
Allein schon der titel – „Antichrist“ – ist so reißerisch, dass es wehtut. Dann ein paar Hardcoreszenen, die einem auf den Magen schlagen können und ´´schockieren´´, damit man hübsch PR hat für einen Film, der ansonsten eine zentrale Botschaft missen lässt.
Die Story ist - mit Verlaub- schlecht und so was von beleidigend unoriginell, dass ich mir den Film vermutlich eh niemals angesehen hätte, egal wie wertvoll er angeblich sein soll.
Es gibt eine ganze Reihe Regisseure, die ja so unglaublich tolle Filme machen sollen, die niemand richtig versteht, der ehrlich ist. Ganz einfache Erklärung hierfür: Einen Film mit banaler, unglaublich simpel zusammengestrickter Story kann man auch kaum richtig ´´verstehen´´
Falls sich irgendwer fragen sollte, warum ich mich gerade so aufrege - ich bin abgestoßen von den Menschen, die SO ETWAS als ´´künstlerisch wertvoll´´ bezeichnen, solch einem Machwerk Tiefgang attestieren und da in Scharen reinströmen. Ich bin angewidert von einem Regisseur, der so tut, als habe er (O-ton) den Film nicht für das Publikum oder irgendwen anders gemacht, sondern für sich, und schulde daher niemandem Erklärungen.
Eine billigere PR gibt es nicht. Dieser Herr Regisseur ist für mich kein Künstler. Und jemand, der seine Filme ins Kino bringt und solche Trailer/werbung dafür anleiert, der weiß, was er tut und macht ihn nicht nur ´´für sich selbst´´. Der einzige Grund, warum er niemandem ´´Erklärungen schuldet´´, ist, weil er keine hat.
Und wenn einem das nicht gefällt und man es abartig findet, was für Filme zunehmend gedreht und für ´´künstlerisch wertvoll´´ befunden werden...dann ist man nicht reif genug, soll weiter in seiner ‚heilen Welt’ leben und hat überhaupt den Film einfach nicht verstanden, das entnehme ich diversen Internetdiskussionen.
Was für ein Unsinn. Ich verwende ebenfalls das Prädikat ´´künstlerisch wertvoll´´ für groteske, eigenartige Filme...aber die bringen zumindest eine Botschaften rüber. Dies hier ist ein totales ´´des Kaisers neue Kleider´´-Syndrom. Keiner kann WIRKLICH sehen was an dem Film gut sein soll oder wertvoll, aber alle tun so, weil man sonst nicht Teil der künstlerisch-anspruchsvollen Avantgarde ist.
Gewiss - ich habe keine Urteilsgewalt. Der allgemeinen Meinung entsprechend muss ich „Antichrist“ erst ansehen bevor ich urteilen darf, und selbst dann wird man mir vermutlich mangelnde Reife und Intelligenz unterstellen, wenn ich ihn kritisiere. Meine Meing steht jedoch: Ich finde, man kann eine gute, tiefgründige Story erzählen, ohne Szenen, in denen sich sowas abspielt (ich zitiere kingoftf):
„da sind schon ein paar heftige, noch nie im "normalen" Kino gezeigte Szenen drin, z.B. ein Schniedel in Aktion und die Mu** der Frau in Großaufnahme, von ihr selbst mit einer Schere bearbeitet.
...
Achtung Spoiler:
Paar verliert Kind, geht zur Bewältigung des Traumas in ein Waldhaus, Frau dreht dort durch und mißhandelt ihren Mann, haut ihm einem Stein über den Schniedel, wedelt ihm danach noch einen von der Palme (Großansicht!), dübelt ihm einen Schleifstein ans Bein, der Mann flüchtet in den Wald, kommt dann wieder und nach einigem Hin und Her erwürgt er sie und verbrennt ihre Leiche und humpelt weg..
Ende“

So. Mehr brauche ich gar nicht um zu wissen, dass dieser Film schlecht ist und künstlich hochgepeitscht wird.
Mir kann ja auch niemand erzählen, Charlotte Roches ´´Feuchtgebiete´´ seien künstlerisch wertvoll oder gar wahre Literatur. Alles was es war: mittels PR hochgepeitschte, gehypte Schmutzsammlung in Form von Text. Ekel und ´´Schocker´´. Und das Beste ist: Es funktioniert prächtig. Immer wieder. DAS regt mich auf. Der Film an sich ist mir scheißegal, und auch, wer glaubt, er müsse sich „Antichrist“ ansehen (JETZT ERST RECHT! Und so weiter)...viel Spaß.
Ich bin ein großer Fan morbider Ästhetik, schauerlicher Geschichten und sogar blutiger Bilder. Ich habe auch kein Problem mit Sexszenen. Aber das hier ist eine Zumutung.

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