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Einsicht in fremde E-Mail-Konten durch Admin ist ein Kündigungsgrund

Das Landesarbeitsgericht (LAG) München entschied nun, dass E-Mail-Einsicht in fremde E-Mail-Konten der Mitarbeiter durch Administratoren ein schwerer Pflichtverstoß sei. Admins könnten darauf fristlos gekündigt werden.

Hiermit wurde Entscheidung des Arbeitsgerichts München nochmals bestätigt.

Der Kläger, so die Richter, habe gegen vertraglichen Pflichten verstoßen und somit sei die Kündigung gerechtfertigt.


WebReporter: gizemo
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: E-Mail, Mail, Kündigung, Konto
Quelle: www.heise.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.09.2009 10:09 Uhr von gizemo
 
+0 | -0
 
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haha.. selber schuld! wer sowas macht hat halt pech. privat bleibt privat! und das sollte auch so bleiben! find ich gut so
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08.09.2009 10:19 Uhr von LuckyBull
 
+3 | -9
 
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Was ist denn ein Konton ...? Titel ist änderungswürdig.
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08.09.2009 10:26 Uhr von slatti987
 
+1 | -1
 
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@LuckyBull: gemeint ist ein Emailkonto :-)
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08.09.2009 10:40 Uhr von Marco Werner
 
+9 | -1
 
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Was den Datenschutz angeht, steht man als Admin quasi von Berufswegen sowieso ständig mit einem Bein im Knast. Bestimmte Arbeiten kann man aber nur machen,wenn man sich nicht an den Datenschutz hält. Ob das nun im vorliegenden Fall nötig war, ist allerdings fraglich. Wenn nicht,dann ist die Kündigung gerechtfertigt.
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08.09.2009 11:22 Uhr von rolf.w
 
+4 | -0
 
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Nunja: In der Quelle wird es etwas anders dargestellt, als hier in der News. Dort ist von

"Vielmehr habe der Kläger im Laufe des Verfahrens durch sein beständiges Leugnen des Vorfalls und seine Vertuschungsversuche eindrucksvoll bewiesen..."

und von

"Zudem griff er unbefugt auf Daten aus dem Personalbereich zu."

die Rede.

Als Admin hat man die Aufgabe, das System am Laufen zu halten und Usern bei Problemen zu helfen. Hinterherschnüffeln ist erst dann Aufgabe des Admins, wenn er dazu beauftragt wurde. Wer auf eigene Faust handelt riskiert seinen Job. Wenn in einem Betrieb die Computernutzung für Private Zwecke generell verboten ist, dürften sich auf den Rechnern eigentlich auch nur Firmenrelevante Mails befinden. Die gehen aber auch einen Admin nichts an, schon gar nicht die der Geschäftsleitung.
Man stelle sich vor, der Angestellt X geht mal einfach so in die Buchhaltung, und sieht sich an, was dort so passiert oder geht in die Personalabt. und schaut nach, wer was verdient. Oder stiefelt ins Büro vom Chef und liest erstmal gemütlich dessen Korrespondenz.
Natürlich ist es etwas grenzwertig, was ein Admin darf und was nicht. Wenn ihm ein extrem großer Mailordner auffällt, er hineinsieht und Kinderpornos findet, darf er das dann melden? Ja, eigentlich müsste er das, allerdings muss er vor der Einsicht das OK der Firmenleitung einholen und nach Möglichkeit Zeugen bei seinem Tun dabei haben. Tut er das alles nicht, ist er nur ein Einbrecher, der einen Briefkasten ausräumt und kann ebenfalls seinen Job verlieren, egal was er findet. Wie weit eine Firma die Postfächer der Angestellten überwachen darf, weiß ich nicht
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08.09.2009 11:55 Uhr von mcSteph
 
+3 | -0
 
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Wie passt dann bitte: dazu, dass Fraktionsvorsitzende Damen der CDU einfach so das selbe tun und dafür nichts passiert?

http://www.heise.de/...

Sind hier wieder einige Tiere gleicher als andere?
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08.09.2009 12:01 Uhr von bigpapa
 
+7 | -0
 
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Gerichte haben keine Ahnung von Praxis: Ich bin selbst Admin. JEDER Mitarbeiter ist dadrüber informiert das seine Emails jedezeit umgelenkt und von 3. gelesen werden können.

Aus allen Emails werden Anhänge mit Verdacht automatisch entfernt. (Exe, VBS, SRC, PIF etc). Das versenden und der Empfang sind verboten. Und es ist mir völlig egal, wer was sagt. Will mein Chef das ich das durchlasse (er ist der Chef ja) dann lasse ich mich von ihm schriftlich aus meiner Veranwortung für die Netzwerksicherheit befreien.

Privat Emails werden auf grund dieser Tatsache deshalb eh nicht geschrieben. Wie sind eine kleine Firma und ich ein lieber Admin. Ich hab meinen Kollegen beigebracht wie web-clients der grossen Email-Anbieter funktionieren.

Die können sie meinetwegen in der Firma aufrufen. Da haben sie ihre private Email-Adresse. Und alles bleibt streng vertraulich weil man sowas ohne Aufwand nicht mitlesen kann, und ich es nicht darf und auch nicht will.

Eine wie ich finde, einfache und problemlose Lösung. Alle sind zufrieden. Das einzige was man dann nur beachten muss, das man wenn E.mails umgeleitet werden (wegen Urlaub und so) den Mitarbeiter sagt wo man sie hinleitet. Das ist allein schon wegen der weiter/nachbearbeitung wichtig.

Man kann in meinen Augen nicht wegen Privatsphäre und so etwas den Arbeitsablauf in der Firma riskieren. Der Kunde z.b. arbeitet mit sein "Berater" zusammen. Sollte der Berater krank oder im Urlaub sein, muss ein andere den Job machen.

Ergo ist die logische Schlussfolgerung das es in einer Firma keine Privatsphäre bei Email mit der Firmendomain geben DARF !!!!

Die Beachtung der Dienststellung beim Umleiten wird selbstverständlich beachtet.

Gruß

BIGPAPA
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08.09.2009 12:54 Uhr von mcSteph
 
+6 | -0
 
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@Bigpapa & aspartam_gift: Wenn die Mitarbeiter darüber informiert sind und dafür unterschrieben haben, dass sie wissen, dass Ihr in die Konten rein schaut, ist das rechtlich auch kein Problem.
ABER: Wenn sie davon keine Ahnung haben und dies auch nicht im Vertrag vereinbart ist, dann ist es eine Verletzung des Postgeheimnisses und illegal!
Dann - aber nur dann - geht das Urteil völlig in Ordnung!
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08.09.2009 12:58 Uhr von willi_wurst
 
+1 | -0
 
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man sollte sich schon die quelle durchlesen denn... er hat mit den informationen die er erlangt hat, versucht, einen persönlichen nutzen in form von anerkennung o.ä. zu erzielen. er hat seine stellung in der firma ausgenutzt um sich zu profilieren und andere schlecht zu machen.

als administrator ist es "manchmal" gar nicht zu verhindern, das er sensibele daten einsieht... dafür ist er ja auch da. aber wenn er sie schon sieht, gilt es für den admin zu schweigen... dazu müsste er sich theoretisch auch verpflichtet haben. (ausnahme: er erhält kenntnis über ein geplantes kapitalverbrechen... dann mitteilung an den nächsten diszip. vorgesetzten etc...)
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08.09.2009 15:10 Uhr von bigpapa
 
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@all: Das man als Admin u./o. EDV-Profi zu verschwiegenheit verpflichtet ist gebietet ein allein schon die Ehre.

Ich wäre mit Sicherheit bei uns in der Firma nicht o. nicht mehr in den Position wenn ich nicht den Mund halten könnte.
Genau so wenn man mal Privat bei ´Kunden an "sensible Daten" rankommt. Da sind Zugangsdaten und Kennwörter für Router noch das harmloseste.

Irgendwann in garnicht so langer Zeit wird es vielleicht ein Schweigerecht für Admins geben genau so wie für Ärzte und Anwälte.

Davon abgesehn sind Mitarbeiter und Kollegen wie Kinder. Man muss sie anständig erziehen, dann brauch man nicht diskutieren, überwachen und bestrafen. Und genau DAS habe ich was meine Abt. angeht getan.

Gruß

BIGPAPA

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