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Organspenden können nicht von der Steuer abgesetzt werden

Das Finanzgericht Saarbrücken hat in einem Urteil festgelegt, dass Organ- und Körperspenden an die Wissenschaft nicht von der Steuer abgesetzt werden können. Es handle sich nicht um Schenkungen oder Zuwendungen im fiskalischen Sinne.

Zudem sei der Spender bei Eintreten des Ereignisses bereits verstorben. Auch Kosten, die dem künftigen Spender im Rahmen einer Organ-oder Körperspende entstehen, können nicht abgesetzt werden.

Eine Frau, die ihren Körper der Forschung vermacht hatte, wollte die Kosten für ihre Beerdigung, die sie bereits zu Lebzeiten hinterlegt hatte, aus diesem Grund als Spende von der Steuer absetzten.


WebReporter: Krebstante
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Steuer, Organ, Organspende
Quelle: www.aerztezeitung.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2009 22:53 Uhr von Krebstante
 
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Es gab bereits vor einiger Zeit einmal den Vorschlag, Menschen durch eine finanzielle Entschädigung, z.B. durch Übernahme der Beerdigungskosten, die Bereitschaft zur Organspende schmackhaft zu machen. Die Krankenkassen könnten die Kosten tragen. Durch eine erfolgreiche Transplantation hätten sie den größten finanziellen Vorteil, da die Behandlung der Patienten dadurch wesentlich günstiger würde. Man vergleiche die Kosten für eine Nierentransplantation und im Gegensatz dazu jahrelange Dialyse.
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06.09.2009 23:12 Uhr von liquid-euq
 
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Sie hatte viel Geschäftssinn, dass muss man ihr lassen :)

Aber Organspenden von der Steuer absetzen lassen... ich finds makaber
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07.09.2009 01:11 Uhr von CHR.BEST
 
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Wenn die Kosten der Beerdigung für Organspender übernommen würden gäbe es mit Sicherheit viel mehr Organspender.

Könnte mir allerdings auch vorstellen, daß bereits jetzt heimlich Organe im Todesfall entnommen werden. Ich meine, wer prüft schon nach, ob einem Verwandten, der keinen Organspendeausweis hatte, z. B. eine Niere fehlt, wenn seine Leiche bereits im Sarg liegt?
Gerade im Pharma- und Medizinbereichen laufen doch genügend Schwindeleien und krumme Touren tagtäglich ab, von denen kaum welche ans Licht kommen.
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07.09.2009 01:39 Uhr von TheDispatcher
 
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@ AUTOR: "Zudem sei der Spender bei Eintreten des Ereignisses bereits verstorben"

Wieso?

Ich kann doch nach die U. S. A. fliegen und dort meine Niere für US-$ 200.000,00 an Michael Bloomberg vertickern. Ergo Wert der Kidney: ca. EUR 150.000,00

Wenn ich die nun hier und heute, also noch zu Lebzeiten, an meine Tantennichte spende, dann habe ich doch eben diese hiese EUR 150.000,00 real abgegeben.
Wieso bin ich dann tot?

Wenn ich als Geschäftsmann mein vier Jahre altes Computernetzwerk an eine Schule spende, kann ich doch auch einen Betrag in knisternder Münze als Sachspende steuerlich geltend machen .....
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07.09.2009 07:58 Uhr von Krebstante
 
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TheDispatcher: Es ging in dem Verfahren vorrangig nicht um Lebendspenden. Ich glaube, das geht aber in dem Fall wahrscheinlich auch nicht.
Wenn Du Deine Niere in Amiland vertickerst, musst Du hier wahrscheinlich noch Steuern ZAHLEN auf den Ertrag. Mal abgesehen von der "Illegalität" Deines Handelns.

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