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Deutschland: Ursachen und Auswirkungen von Neid

Im Rahmen einer repräsentativen soziologischen Studie der Goethe-Universität Frankfurt am Main wurden vor einem Jahr 2.5000 Bundesbürger zum Thema "Neid und Neidbewältigung in Deutschland'" befragt. Nach dem Ursache-Wirkungsprinzip sehen die Deutschen sich als Neidgesellschaft.

Neid entsteht, weil Andere einem einen Grund geben, neidisch zu sein. Die Daten wurden unter den Aspekten Bildung, Geschlecht, geografische Zugehörigkeit (Ost- und Westdeutschland), Sozialstatus und psychische Gesundheit ausgewertet.

Zudem wurden die Reaktionen, die Neidgefühle hervorrufen und die Beziehung zur Gesellschaftsform untersucht. Es zeigte sich, dass die in unterschiedliche Gruppen eingeteilten Probanden eine unterschiedliche Sichtweise und Bewältigungsstrategien von Neid entwickeln.


WebReporter: Krebstante
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Ursache, Auswirkung, Neid
Quelle: idw-online.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.09.2009 23:42 Uhr von Krebstante
 
+1 | -0
 
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Ein kontrovers diskutiertes Thema. Sind Deutsche ein "Volk von Neidern"? Auch hier bei SN kommt dieses Thema aus unterschiedlichen Anlässen immer wieder zur Sprache und führt zu Diskussionen. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie kann man unter http://www.sfi-frankfurt.de abrufen. Die Quelle ist sehr umfangreich, wer sich für das Thema interessiert, kann sich dort ein eigenes Bild machen.
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05.09.2009 06:59 Uhr von meisterthomas
 
+5 | -0
 
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Neidkultur, Neid minus Kultur? Neid ist zunächst die Wahrnehmung einer Frustration, soziales Ungleichgewicht, Ungerechtigkeit usw. Er kann zu Leistungen anspornen, aber auch Menschen entmutigen oder auch wie im Nationalsozialismus verblöden lassen.
Indem wir ihn politisch nach aussen kehren entstehen Feindbilder, Kurzschlüsse mit denen uns Politiker und Medien regelmäßig verblöden, ob nun Sozialschmarotzer oder Boni-Bankier. Sie sind nicht wirklich die Ursache unserer Frustration, sondern ablenkende Kurzschlüsse.

Natürlich entfaltet sich Neid mit dem Wohlstand in einer Gesellschaft. Jedoch von einer ´Neidgesellschaft´ zu sprechen offenbart mir etwas anderes: Soziale Kälte.
Diese erscheint mir weniger eine Folge unseres Neids selbst, sondern vielmehr der Resignation eines immer aussichtslos werdenden Konkurrenzkampfes. Diese Regression entzieht unserer Kultur ihre Werte.

Die Erfindung von Nächstenliebe und Christentum war vor 2000 Jahren die Antwort auf die gleiche Krise, wenngleich auch keine besonders gute. Denn sie zielte letztlich auf Neid- wie auch Selbstverneinung -- Unterdrückung.
Damals zur Achsenzeit endete eine Epoche der Aufklärung im alten China wie auch Griechenland und es brauchte bis zur nächsten, der Unserigen rund 1800 Jahre.

Woran es damals wie auch heute plötzlich mangelte sind konkurrierende Weltbilder. Aufklärung gedeiht allein in deren Halbschatten.

In einer funktionierenden Demokratie funktioniert auch das dynamische Gleichgewicht konkurrierender Weltbilder, so auch das zwischen Liberalismus und Sozialismus.
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05.09.2009 08:22 Uhr von vostei
 
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sie sollten lieber mal eine Studie: zum Thema Ursache und Wirkung von "Totschlagsargumentation" machen... ;)
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05.09.2009 09:33 Uhr von fridaynight
 
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defintiv: leider ... wenn ich fast tagtäglich, auch am Wochenende, rund um die Uhr arbeite, kann ich mir mehr leisten. So einfach ist das. Natürlich wird das nicht berücksichtigt, wenn man sich tolle Sachen kauft .. das einzige was kommt ist Neid ... wie schwer man sich aber alles erarbeiten muss interessiert am Schluss keinen.

Anstatt sich selbst einen Ansporn zu schaffen oder ein Ziel zu setzen, lieber auf der faulen Haut liegen und neidisch sein.
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05.09.2009 09:44 Uhr von dr.b
 
+3 | -1
 
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Der alte Spruch "Mitleid bekommt man umsonst, Neid muß man sich hart erarbeiten" kommt nicht von ungefähr.
@fridaynight
Du hast es schön skizziert...Selbst wenn man drei Jobs hat und dann womöglich alles selber macht, Haus in Eigenleistung aufstellt..viele Jahre auf vieles verzichtet hat...das interessiert dann nicht mehr. Nein, man ist "unarm" und damit "reich" und somit zu "beneiden" was in dieser Gesellschaft mit "verachten" gleichgesetzt wird.
Auch in den Medien ist das sehr verbreitet. Letztlich gibt es viele Menschen die so viel damit beschäftigt sind zu neiden und zu klagen, so daß sie gar keine Zeit mehr dafür haben selbst zu schaffen , wertzuschöpfen.
So viel zu Ursache & Wirkung
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05.09.2009 09:44 Uhr von artefaktum
 
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@fridaynight: Es gibt auch Leute die nix tun und trotzdem viel haben. Und es gibt auch Menschen die sehr viel arbeiten, und trotzdem kau was haben.

Du machst es dir da etwas einfach.
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05.09.2009 10:32 Uhr von kommentator3
 
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@artefaktum: "Und es gibt auch Menschen die sehr viel arbeiten, und trotzdem kau was haben."

Das sind aber komischerweise in der Regel nicht die die vom Neid zerfressen werden.
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05.09.2009 10:47 Uhr von artefaktum
 
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@artefaktum: Wer sind denn "die vom Neid zerfressenen"?
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05.09.2009 10:52 Uhr von kommentator3
 
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@artefaktum: in der Regel die Faulen!
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05.09.2009 10:56 Uhr von kommentator3
 
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wie in der Schule: auf die Noten der guten Schüler ist man neidisch, aber sich so anstrengen wie diese möchte man dann doch nicht.
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05.09.2009 10:59 Uhr von artefaktum
 
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@kommentator3: Nun wirf hier mal nicht alles in einen Topf.

Jeder Mensch will für seine Leistung die entsprechende Gegenleistung. Wer dann für seine eigene Leistung zu wenig bekommt und sich beschwert ist nicht neidisch. Wer sich nicht beschwert ist hingegen dumm.
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05.09.2009 11:14 Uhr von kommentator3
 
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@artefaktum: "Wer dann für seine eigene Leistung zu wenig bekommt und sich beschwert ist nicht neidisch."

Wobei viele Neidhammeln ihre persönliche Leistung notorisch zu Hoch bewerten.
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05.09.2009 11:32 Uhr von artefaktum
 
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@kommentator3: Über die red ich hier aber gar nicht.
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05.09.2009 11:40 Uhr von kommentator3
 
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@artefaktum: "Über die red ich hier aber gar nicht."
Dann sag deutlicher über wen genau du redest.
Die von mir beschriebenen Neider sind nämlich in meine Augen die Mehrheit.
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05.09.2009 12:05 Uhr von quade34
 
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nlkOnX: Bei den meisten kommt so ein Augenblick nie.
Neid wird aber auch durch bestimmte Polemik erzeugt, ausgnutzt für politisch Zwecke. Schon immer konnten damit Massen instrumentalisiert werden. Man schaue auf bestimmte Wahlslogans der jetzt tätigen Politiker.

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