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Punktsieg für Internet-Abzocker vorm Landesgericht Düsseldorf

"Connects 2 Content GmbH" gewährte bis Anfang 2009 nach einer Registrierung kostenlosen Zugang zu ihrer Webseite. Die AGB ist jedoch so gestrickt, dass lediglich durch das versenden eines Newsletters das Angebot doch kostenpflichtig wurde. Jeder Nutzer sollte nun einen Jahresbeitrag von 84 Euro bezahlen.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Berlin ist dieses Vorgehen wettbewerbswidrig. Dies sieht das LG Düsseldorf zur Überraschung der Verbraucherzentrale anders. Die Unterlassungsklage wurde abgewiesen, allerdings wurde nicht entschieden, ob die Forderungen von "Connects 2 Content" rechtens sind.

Seit März diesen Jahres hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug gegen den Geschäftsführer der "Connects 2 Content" eingeleitet. Das Firmenkonto, auf dem sich mehr als 700.000 Euro befinden, ist während der Ermittlungen eingefroren worden.


WebReporter: DeeSeL
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Internet, Düsseldorf, Punkt, Abzocke, Punktsieg
Quelle: www.heise.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2009 22:18 Uhr von DeeSeL
 
+0 | -0
 
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Das Schicken der Rechnungen, stellt aus meiner Sicht auch keinen Tatbestand dar. Allerdings bin ich doch mal sehr gespannt, inwieweit die Staatsanwaltschaft Beweise für den Betrug findet. Denn nicht jeder liest Newsletter, manch einer lässt solche eMails sofort aussortieren und bekommt diese nie zu Gesicht.
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03.09.2009 22:48 Uhr von Ulli1958
 
+15 | -31
 
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03.09.2009 23:41 Uhr von fortimbras
 
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zahlen müssen die leute wohl eher nicht: die beschreibung des vorfalls deutet darauf hin dass die kosten wiedermal (wenn überhaupt) nur in den agbs versteckt sind
da das gesetzeswidrig ist haben die opfer wohl nichts zu befürchten
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04.09.2009 00:33 Uhr von Scarb.vis
 
+7 | -5
 
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Zahlen: sollen die Leute die echt zu dumm sind! Hilfe Hilfe. Ich melde mich überall an. Gebe überall meine Adresse an, gebe überall meine Kontonr. ein. Hilfe Hilfe und jetzt hab ich ein KlingeltonAbo am Hals.

Und in der Politik machen es ja alle vor. Erst alles versprechen und dann kommt die Abrechung. Kein Wunder, das viele Leute Sozialkompetenz im arsch ist und jeder nur an sein eigenes Konto denkt.
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04.09.2009 07:09 Uhr von mort76
 
+10 | -3
 
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Ulli, ich würde sogar noch weiter gehen: es sollte einen Gesinnungstest geben und eine Behörde, die das Anrecht auf die Benutzung des Internets prüft.
Und eine Art großen deutschen Firewall.
Zum Glück haben wir ja schon Cyberpolizisten und schicke Stopschilder, die uns vor zensurfreien Räumen schützen...

Aber da kommt deine Partei sicher noch von selber drauf.
Auf zum grßen Sprung nach vorne!
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04.09.2009 08:12 Uhr von FredII
 
+0 | -18
 
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04.09.2009 09:36 Uhr von Baerliner
 
+9 | -0
 
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Oh man,Herr Fredll mal wieder! Es ist viel wichtiger die Leute aufzuklären,nicht überall ihre Daten preiszugeben.So ein "Führerschein für das Internet" würde es zudem den Abzockern erleichtern an persönliche Daten zu kommen.
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04.09.2009 11:36 Uhr von bigpapa
 
+4 | -0
 
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Ulli1958 hat Recht: auch wenn es LEIDER ein Armutszeugnis für die Gesellschaft und die Rechtsprechung ist.

Ich verkaufe seit Jahren nix mehr bei Ebay weil ich mir kein Anwalt leisten kann der mich da raushaut wenn ich irgendwas nicht drauf hingewiesen habe.

Lieber schmeisse ich es weg, obwohl die Sachen noch gut sind und ich das Geld sehr gut gebrauchen könnte. Aber genau weil ich Geld gut gebrauchen kann, verkaufe ich nicht weil ich kein Geld habe für den Anwalt sollte ich zufällig ne Marke nennen (Markenschutz) irgendwelche Leute (die in meinen Augen ne Anleitung brauchen sich die Hose zuzumachen) nicht auf Gott und die Welt hingewiesen habe etc.

Wie schon gesagt, er hat LEIDER Recht. Und DAS finde ich am schlimmsten an der Sache.

Gruß

BIGPAPA
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04.09.2009 15:19 Uhr von RingoMT
 
+5 | -0
 
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Was für erbärmliche Kreaturen sind das eigentlich, die sich offenbar nicht eine einzige Sekunde lang dafür schämen, mit solch fragwürdigen Methoden ihre Einkünfte zu betreiben. Dafür fehlt mir echt jede Gehirnwindung, mein Lebensinhalt damit zu gestalten, durch Fallenstellereien, geschicktes Verstecken in den AGB´s (oder durch welche juristischen Winkelzüge auch immer), kleine, harmlose Leue um ihre paar Kröten zu berummsen. Bei dem Grad der sozialen und moralischen Verkommenheit beklauen die bestimmt sogar ihre eigenen Eltern oder Kinder - pfui deibel!

Am Ende halten die sich auch noch für clever und sind doch nix weiter als kleingeistige, widerwärtige Schmarotzer, denen ich herzlichst den A.... voller Flöhe und zwei Gipsarme wünsche!
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04.09.2009 15:54 Uhr von biestermiez
 
+2 | -1
 
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learning by doing warum soll das im Internet anders sein, als im realen Leben?

Denkt mal ein paar Jahre zurück!
Wie wurden die ostdeutschen Bürger abgezockt. Eben weil sie sich mit den Gesetzen nicht auskannten. Sie mußten auch erst lernen und haben eine Menge Lehrgeld zahlen müssen! War das etwa keine Abzocke?

Was die Abzocke im Internet angeht: da lerne ich heute noch und falle auch heute noch auf die eine oder andere Masche herein. Allerdings habe ich in den letzten 15 Jahren meines Online-Daseins gelernt, mich zu informieren und zu wehren.

Auch dafür kann man das Internet nutzen! LERNEN!
Und nicht nur zum "geile Bilders guggen"!
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07.09.2009 01:11 Uhr von no_trespassing
 
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Das LG Düsseldorf hat auch Esser freigesprochen.
So viel zum Thema Gerechtigkeit.

Dümmer agiert nur noch das LG Hamburg, das sich mit seinen weltumspannenden Urteilen zu Webthemen geradezu lächerlich macht und die Justiz blamiert.

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