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Sitzenbleiben kostet jährlich eine Milliarde Euro und ist nicht sinnvoll

Rund eine Viertelmillion der Schüler bleiben jährlich sitzen. Das kostet dem Staat jedes Jahr eine Milliarde Euro.

Aber durch das Sitzenbleiben werden die Noten meist nicht besser, belegten Essener Bildungsökonomen. Klaus Klemm meint, dass eine Klasse zu wiederholen "teuer und unwirksam" ist. Viele Schüler sehen das als Bestrafung an.

Auch Prominente wie Christian Wulff, Harald Schmidt, und Edmund Stoiber sind in ihrer Schulzeit sitzen geblieben. Die Schauspielerin Iris Berben hat sich deprimiert gefühlt, als sie nicht versetzt worden war.


WebReporter: promises
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Euro, Milliarde
Quelle: www.sueddeutsche.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2009 10:28 Uhr von HansGünter
 
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natürlich: werden die noten besser... schließlich bleibt man ja nicht ewig sitzen...
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03.09.2009 10:30 Uhr von Bratwurstdealer
 
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Naja Ich finde das Wiederholen schon sinnvoll. Es hat mir insofern weitergeholfen, als dass ich mir bereits bekannten Stoff wiederholen konnte und dann besser Anschluss gefunden habe. Schlussendlich hat es auch bewirkt, dass ich endlich meinen Hintern hoch bekommen habe und angefangen habe zu lernen. Ergebnis war dann auch ein passables Abitur.
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03.09.2009 10:39 Uhr von noneworld
 
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Zitat: Rund eine Viertelmillion der Schüler bleiben jährlich sitzen. Das kostet dem Staat jedes Jahr eine Milliarde Euro. Klaus Klemm meint, dass eine Klasse zu wiederholen "teuer und unwirksam" ist. Viele Schüler sehen das als Bestrafung an.

Das liest sich schon wieder fast wie der Vergleich zu einem HartzIV Empfänger.... *Bringst Du keine Leistung, muss der Staat für Dich blechen*

Man man man....sitzenbleiben ist doch kein Verbrechen....mir selbst zwar nicht passiert, aber einer Klassenkameradin und die ist heute Staatsanwältin. Also bitte.......... o.O
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03.09.2009 10:54 Uhr von siyman
 
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Fail! "Das kostet dem Staat jedes Jahr eine Milliarde Euro." - Da hat der Autor wohl selbst mal ein Jährchen mehr hingelegt ^^ *scnr

Ja, Sitzenbleiben ist schon so eine Sache. Ich finde es absolut sinnvoll aus dem Grund, den Bratwurstdealer genannt hat, denn es kann durchaus positive Effekte haben. Leider gibt es auch hier wieder eine zweite Seite der Medaille: Ältere Kids in jüngeren Klassenstufen war bei uns immer echt nervig, da deren Lerneinstellung, soziales Umfeld und Engagement einfach schauderhaft war. Vergessen sollte man auch nicht, inwieweit Sitzenbleiben schon zum Status Quo gehört, speziell auch mal einen Vergleich zwischen neuen und alten Bundesländern zu ziehen erscheint mir sinnvoll. Ganz im Gegensatz dazu, das Sitzenbleiben aus finanziellen Gründen abzuschaffen.
Das Leben ist, um in Floskeln zu sprechen, kein Ponyhof und bekomm ich meinen Arsch nicht hoch, um Leistungen zu erbringen, muss ich dafür bestraft werden. Ansonsten hat es ja keinen Sinn mehr, sich in der Schule anzustrengen, da die Noten damit irrelevant werden und jeder Depp irgendwann seinen Abschluss erhält.
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03.09.2009 11:33 Uhr von Erikdwi
 
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Wiederholen macht nicht immer Sinn: Also aus eigener Erfahrung (Gymnasium 8. Klasse) kann ich nur sagen, dass das Wiederholen einer Klasse kurzfristig Erfolge bringt. Ja, man wiederholt zwar den Stoff, aber die Gründe für das Sitzenbleiben liegen doch meist 1-2 Klassenstufen zurück. In der dann folgenden Klassenstufe stellen sich doch meist die gleichen Probleme wieder ein. Eine Abschlußklasse (Haupt- bzw. Realschule) wiederholen zu lassen kann sehr wohl Sinn haben. Einen besseren Abschluß werden die meisten dann doch erreichen.
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03.09.2009 12:21 Uhr von Lurchi81
 
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Es bringt was !! Also mir hat das sitzen bleiben sehr viel gebracht.
Ich hab vorher meinen Arsch nciht hoch bekommen, und auf einmal habe ich gute Noten geschrieben weil ich einfach wieder gleich auf war mit der Klasse.
Und dann lief es wie von selbst, ich hab einen guten Abschluss, Mittlere Reife, gemacht.
Eine gute Ausbildung und dann noch ein gutes berufsbegeleitendes BWL Studium.

Also was will man mehr? Das hätte damals keiner gedacht als ich das 1.x in der 8. klasse war.

Aber wie gesagt, danach lief es einfach weil ich wieder auf der Höhe der anderen war, denn wenn du einmal nach hinkst wird es schwierig aufzuholen, und mit einer Ehrenrunde bekommt man diese Zeit.
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03.09.2009 12:27 Uhr von RecDC
 
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Welche Alternative sollte es denn geben? Wenn nun alle Schüler weiter kommen würden, egal welche Noten sie haben, dann kann das doch auch nicht die Lösung sein. Schlechte Leistungen müssen auch eine Konsequenz haben.

Ich bin zwar selber nie sitzen geblieben, aber stand in mehreren Schuljahren sehr knapp davor. Jedesmal hat mir die drohende Ehrenrunde einen Motivationsschub gegeben, um nochmal den Unterrichtsstoff aufzuholen. Ich stand übrigens nicht aus mangelnder Intelligenz auf der Kippe, sondern nur aus reiner Faulheit.
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03.09.2009 12:44 Uhr von Gast0815
 
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"Das kostet DEM Staat"? Nunja, ich erspare mir mal, das zu kommentieren. Eine Meldung hier ist so kurz, da sollte man echt meinen, dass es vielleicht auch mal einer ohne Fehler schafft.
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03.09.2009 14:43 Uhr von JustRegistered
 
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jop ist wirklich nicht sinnvoll und überflüssig: einfach gleich abschieben :D
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03.09.2009 15:06 Uhr von mardnx
 
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hab auch ne ehrunde gedreht und fande das in dem moment ziehmlich beschissen aber jetzt denke ich mir dass es das beste war sonst hätte ich mich mit schlechten noten bewerben müssen und hätte bestimmt kein job und würde den ganzen tag bier trinken.
ich kann die aussage das es nichts nützt nicht nachvollziehen, da soll nur kohle gespart werden
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03.09.2009 15:25 Uhr von Goma_Terzu
 
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Wahrheit: Das sind doch nur wieder übelste Gutmenschen die sowas schlecht finden. Am besten sowieso noch den ganzen Lehrstoff runterfahren. Schon jetzt ist es ein Witz was man in der Grundschule lernt im Vergleich zu meinem ehemaligen Arbeitspensum oder sogar noch dem meiner Eltern. Trotzdem fühlen sich einige Kinder schon bei dem Stoff überfordert, weil sie überhauot gar nichts mehr aushalten.
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03.09.2009 15:34 Uhr von crackm4n
 
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Also ich bin auch sitzengeblieben: Das war nämlich letztes Jahr, und mein Notenschnitt hat sich enorm verbessert! Von 3,7 auf 2,0!
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03.09.2009 15:36 Uhr von Gorli
 
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Meiner Meinung sollte es Extraprüfungen in den Sommerferien geben, die einem den Weitergang in die nächste Klasse erlauben, sofern man sie besteht. Dadurch werden reuige Schüler, die zu Weihnachten eine schlechte Phase hatten, aber im Grunde ehrgeizig sind doch noch durchgewunken.

Aber Abschaffen würde ich das System nicht, und zwar nicht wegen den Sitzenbleibern sondern wegen den guten Schülern, die Durchkommen. Schüler die so schlecht sind, dass sie nicht weniger als 2 fünfen im Zeugnis bekommen, halten den Klassenbetrieb nur auf und behindern so die Schüler die wirklich Ehrgeiz haben. Das ist nicht böse gemeint, aber es ist einfach so. Wenn die Schüler derart hinterherhinken, benötigen sie ewig viel Extrabetreuung, die dann von der Zeit der anderen abgeht.
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03.09.2009 15:37 Uhr von Macres
 
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Und? Kinder die sich um ihre Noten nicht kümmert, kümmerts auch nicht was Das dem Staat kostet...
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03.09.2009 16:08 Uhr von Quotendepp
 
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Klar, bringt nichts Ich habe die 12. freiwillig wiederholt.
Im ersten Anlauf 3,2 und im zweiten dann 2,4. Ist ja bloß eine ganze Note besser...
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03.09.2009 17:31 Uhr von TTL
 
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Man darf es nicht laut sagen aber nach dem Studium weiß ich, worauf einer meiner Professoren in einer der ersten Vorlesungen raus wollte, als er sagte:
"Ich kenne Sie nicht, kann Ihnen aber heute schon sagen, dass viele von Ihnen eigentlich nicht hier her gehören und gar nicht hier sein dürften " und "Heute erhalten Leute das Abitur, die früher am Hauptschulabschluss gescheitert wären."

Er sollte Recht behalten. Die Zahl der Studienabbrecher lag auch bei uns bei über einem Drittel. Warum wohl? Natürlich gibt es Studenten, die einfach das falsche Fach gewählt haben. Doch dies war die Minderheit. I.d.R. waren die Anforderungen zu hoch.

Insbesondere die älteren Professoren waren sich durch die Bank weg einig, dass zwischen dem heutigen und dem früheren Niveau Welten liegen und die Absolventen - selbst aus Ba-Wü - heute weit hinter ihren Vorgängern zurückliegen. Die Profs haben das Niveau mehrfach gesenkt, damit überhaupt noch Absolventen auf den Markt kommen. Doch mittlerweile sei ihre Schmerzgrenze erreicht.

In meinen Augen bringt es gar nichts, die Schüler "durchzuschieben" und x-mal die Augen zu zudrücken. Irgendwann wird abgerechnet - inkl. Zins und Zinseszinsen. Eine frühe Konfrontation mit der Realität empfinde ich als wesentlich, sinnvoller als das "böse Erwachen".
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03.09.2009 18:17 Uhr von weg_isser
 
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Ich habe damals auch eine Ehrenrunde gemacht und mir hat es geholfen. Ich konnte meine Noten deutlich verbessern...in allen Fächern.
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03.09.2009 18:56 Uhr von U.R.Wankers
 
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kommt drauf an: wenn das Schikane von sadistischen Lehrkörper ist,
kann das sicherlich frustrierend sein.

es gibt immer solche und solche und ich habe in Schulzeiten auch einige psychopathischen Lehrer erlebt.


@ Gast0815
man kann sich an Allem gewöhnen, auch am Dativ. ;)
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03.09.2009 22:21 Uhr von sonikku
 
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Bin auch sitzengeblieben hab zwar kein Abitur, aber mit einer geschriebenen Bewerbung ne Ausbildung mit anschließendem unbefristeten Arbeitsvertrag bei nem großen deutschen Unternehmen mit zwei roten Buchstaben bekommen^^.
Aber das wird schon alles schön in die Richtigen Bahnen gelenkt..Hauptschule wird abgeschafft, damit man keine Vollidioten mehr hat (mhm mhm mhm), und da muss dann natürlich das Sitzenbleiben abgeschafft werden und am Ende erhalten alle ihren Schulabschluss - so bleibt die Bevölkerung dumm, aber fühlt sich klug....
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04.09.2009 08:52 Uhr von LazyDog
 
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Ich habe eine freiwillige "Ehrenrunde" germacht: Bei einem Schulwechsel war der Französich-Zweig auf der neuen Schule noch nicht so weit. Mir hat es jedenfalls gut getan. Ertaunlicherweise war die neue Schule im Englischen weiter als die alte Schule am Ende der 10. Klasse, aber dank guter Lehrer hatte ich keine Probleme....
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04.09.2009 11:00 Uhr von saber_
 
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also alle die behaupten das sitzen bleiben was bringt... ihr seid doch nicht dicht im kopf oder?

der schueler verliert dadurch ein ganzes jahr seines lebens...und ist danach auch nicht schlauer...


andere laender schaffen es mit einer sehr viel geringeren durchfallquote ihre schueler durch die schule zu bringen...und diese koennen dann viel frueher mit ihrem leben anfangen...

warum kann man in deutschland nicht ganz einfach 2 laecherliche nachholtermine in den sommerferien einfuegen? wenn ich in einem fach am ende des schuljahres eine negative note hab - dann ab zur nachpruefung... diese ist eine woche nach schulende...schaff ichs hier wieder nicht, so muss ich eine woche vor schulanfang wieder antreten!

so laeufts auch in kroatien ab z.b.... klar kann man nicht endlos negative noten haben...aber man kriegt eine chance sich darin zu verbessern wo man auch schlecht war...und nicht direkt alles wiederholen!

ausserdem sollte man die note 6 abschaffen... wozu dienen zwei negative noten? im studium gibts auch nurnoch die noten 1-5....

die 1-4 heisst durchgekommen - 5 ist nicht bestanden...so einfach!
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04.09.2009 12:52 Uhr von hugrate
 
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da wollen: sich einige anscheinend aus der affaire ziehen...würde man einfach mehr in vernünftigen förderunterricht investieren, würde dieser auch mehr genutzt. keiner 7.- oder 8.-klässler geht frewillig die 8 und 9 stunde noch in den förderunterricht wenn die anderen nach hause gehen dürfen... da muss verbessert werden!
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04.09.2009 21:28 Uhr von soereng
 
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@saber_: Ich kann mich deinen Aussagen auch voll und ganz anschließen.. Ich denke es ist nur in den allerwenigsten Fällen sinnvoll nocheinmal den gesamten Stoff eines Jahres zu wiederholen. Auf Grund der Tatsache, dass man den Stoff schon kennt geht die Motivation und Anstrengung noch weiter herrunter, das man die Sachen eh zum großen Teil schon kennt und das als Grund nimmt nicht mehr so viel machen zu müssen. (Daher werden dann die Noten nur geringfügig besser..)

Dann lieber nochmal richtig in den Sommerferien lernen und eine Prüfung durchführen(oder auch Förderunterricht).

Man sollte auch nicht die psychosozialen Aspekte einer Nichtversetzung beachten. Man kommt hierbei auf einmal in einen komplett neuen Freundeskreis und für viele ist es denke ich nicht so einfach sich dort zu direkt wieder zu reintegrieren. Desweiteren ist eine Nichtversetzung zumindest für eine kurze Zeit ja schon eine relativ starke Brandmarkung für den entsprechenden Schüler..

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