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Ulla Schmidt spricht Klartext zum Thema Ärztebestechungen

Nachdem bekannt wurde, dass Ärzte für die Einweisung von Patienten in bestimmte Krankenhäuser Prämien kassieren (SN berichtete), spricht Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Klartext.

So ein Verhalten sei Betrug an der Versichertengemeinschaft und muss ausgemerzt werden. Mit dem Vorwurf des Betruges müssen beide Seiten, Ärzte und Krankenhäuser, rechnen. Zuständig ist in solchen Fällen laut Frau Schmidt die Ärztekammer.

Derweilen schieben sich die Krankenhäuser und Ärzte gegenseitig den schwarzen Peter zu. Eugen Brysch, Vorstand der Hospiz Stiftung forderte Schmidt auf, die Machenschaften zur Not per Verordnung zu verbieten.


WebReporter: smuffy
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arzt, Thema, Klartext, Ulla Schmidt
Quelle: www.kn-online.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.09.2009 20:06 Uhr von smuffy
 
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Die Ärzte heulen rum, sie bekommen zu wenig Geld. Die Krankenhäuser heulen rum, sie bekommen zu wenig Geld. Für Bestechungen und Patientenschieberei ist aber immer Geld da.
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02.09.2009 20:24 Uhr von dr.b
 
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tja die Ulla weiß wovon sie spricht wenn es darum geht sich auf Kosten der Gemeinschaft Vorteile zu verschaffen.
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02.09.2009 20:31 Uhr von byzantiner
 
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Vorwurf des Betruges: die soll sich mal lieber an die eigene nase fassen

wer im glashaus sitzt, der soll nicht mit steinen schmeißen
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02.09.2009 20:40 Uhr von kommentator3
 
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Ulla Schmidt: und Klartext.

Das ist doch ein absoluter Widerspruch in sich!

Wer standhaft behauptet es wäre absolut wirtschaftlich einen Limousine 5000 Km durch Europa kutschieren zu lassen um 100 Km "Dienstweg" damit zurückzulegen, dem glaub ich gar nix.
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02.09.2009 20:44 Uhr von anderschd
 
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Das System scheitert nicht, weil es schlecht ist. Sondern am Verständnis, wie eine Solidargemeinschaft funktioniert. Raffgier und unmenschliches Verhalten ohne Moral und Ethik sind der Grund. Und das nicht nur im Gesundheitswesen. Da könnt man ko*
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02.09.2009 22:02 Uhr von sammy90
 
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ist: sie denn wenigstens zu fuß gelaufen?
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02.09.2009 22:06 Uhr von Pils28
 
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Man die armen Ärzte und Krankenhäuser: Top qualifiziert, unzumutbare Arbeitszeiten und Gehälter wie ein frisch gebackener Handwerksmeister!
Ich wäre für einen Ärzte Generalstreik, bis ich für meine Kassenbeiträge mehr bekomme als 7-11€ pro Quartal Behandlungskosten (soviel etwa bekommt mein Hausarzt pauschal um mich 3 Monate zu behandeln).
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02.09.2009 22:35 Uhr von kommentator3
 
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@Pils28: Das mit den 7-11 Euro glaubst Du nicht wirklich, oder?

Hier die Zahlen für 2006

http://www.sgipt.org/...

* Radiologen 414 827 Euro (Umsatz), 116 566 Euro (GKV-Überschuss)
* Fachärztlich tätige Internisten 403 777 Euro (Umsatz), 112 636 Euro (Überschuss)
* Augenärzte 224 532 Euro (Umsatz), 100 815 Euro (Überschuss)
* Kinder- und Jugendärzte 187 096 Euro (Umsatz), 87 000 (Überschuss)
* Urologen 201 452 Euro (Umsatz), 86 221 Euro (Überschuss)
* Orthopäden 219 819 Euro (Umsatz), 86 169 Euro (Überschuss)
* Frauenärzte 191 822 Euro (Umsatz), 85 169 Euro (Überschuss)
* Allgemeinärzte 177 980 Euro (Umsatz), 83 117 Euro (Überschuss)
* Hausärztlich tätige Internisten 186 966 Euro (Umsatz), 82 452 Euro (Überschuss)
* HNO-Ärzte 177 569 Euro (Umsatz), 79 373 Euro (Überschuss)
* Chirurgen 199 086 Euro (Umsatz), 71 671 Euro (Überschuss)
* Hautärzte 165 406 Euro (Umsatz), 65 666 Euro (Überschuss)
* Psychiater 134 100 Euro (Umsatz), 65 575 Euro (Überschuss)


Da braucht keiner Mitleid zu haben.
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02.09.2009 22:37 Uhr von Krebstante
 
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hhh: Das muss nicht mehr verboten werden, weil es schon verboten ist.
Man muss sich mal vorstellen, wohin solche Machenschaften führen könne.
Ist man als Patient bei einem Arzt in Behandlung, der diese Betrügereien nicht mitmacht, bekommt möglichwerweise keinen Termin für eine Operation, weil alle Termine schon an Patienten vergeben sind, deren Ärzte diesen Schmu mitmachen.
Muss ich als Patient dann notgedrungen den Arzt wechseln, um meine Behandlung z erhalten und damit den Betrug auch noch unterstützen?
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03.09.2009 11:45 Uhr von fortimbras
 
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das ist kein fall für die ärztekammer: sondern für den staatsanwalt
für so ein veralten sollte es mindestens hohe geldstrafen oder bei wiederholungsfällen gefängnissstrafen geben
ein auf die finger klopfen reicht da nicht
aber wer selbst korrupt ist versteht vielleicht nicht dass korruption ein problem ist
wer will ulla das also verübeln?
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03.09.2009 15:32 Uhr von ArrowTiger
 
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Was will die Ulla denn? Sie war doch schon immer eine Verfechterin der Merkantilisierung des Gesundheitswesens. Und in der freien Wirtschaft ist Bestechung nun mal Usus... :-)
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03.09.2009 15:46 Uhr von ArrowTiger
 
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@kommentator3: Umsatz <> Gewinn: -- "Hier die Zahlen für 2006"

Leider ist Umsatz nicht Gewinn!

Aber Dir ist kein Vorwurf zu machen. Diese Zahlenspielchen sind eine beliebte Methode der Ärzte Verunglimpfung durch unsere "freie" Presse.

Genaueres ist hier zu finden:

"Kritiker rechnen Ärzte gerne reich - mit Umsatzzahlen"

http://www.aerztezeitung.de/...

Die zugehörigen Lesebriefe sind ebenfalls lesenswert: z.B. schreibt ein Kommentator (Auszug):

"Um das Thema Arzteinkommen überhaupt realistisch darzustellen, könnte man in Näherung das Nettoeinkommen bezogen auf die Stundenleistung pro Woche heranziehen.

Hat der Arzt einen so hohen Umsatz von 200.000 Euro im Jahr, so resultiert also ein Überschuß nach Abzug der Praxiskosten von 90.000 Euro. Ziehen Sie bitte

- die Steuern mit 40.000 Euro
- die Krankenversicherung mit 6000 Euro
- und die Rentenversicherung mit 11.000 Euro

ab, dann haben Sie das echte „Netto“ – also 90.000 minus 56.000 Euro = 34.000 Euro.

Macht im Monat 2835 Euro. Diese Summe bezieht sich auf eine 60 Stundenwoche (inklusive aller Bürokratie, Weiterbildungen im Jahr, Hausbesuche, Notdienste am Wochenende …)

Würde man auf eine vergleichbare Angestelltentätigkeit mit 40 Stunden in der Woche herunterrechnen, kommen da „netto“ 1890 Euro zusammen."
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03.09.2009 19:37 Uhr von kommentator3
 
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@ArrowTiger: Das mit Umsatz und Überschuss ist mir schon klar.
Du musst in meiner tabelle natürlich die zweite Spalte nehmen.

Dass das Propagandablatt der Ärzteschaft ehrliche zahlen verbreitet glaubst du doch hoffentlich selber nicht.

34.000 Euro ist vielleicht das absilute minimum irgendwo im tiefsten Brandenburg.
Im Schnitt verdienen Ärzte immer noch besser als vergleichbar qualifizierte Ingenieure, Lehrer, Sozialwissenschaftler etc...

Das mit den 60 Stunden ist natürlich auch Unsinn. Kommt sicher mal vor (bei mir übrigens auch) ist aber keineswegs die Regel.
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03.09.2009 20:19 Uhr von ArrowTiger
 
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@kommentator3: -- "Dass das Propagandablatt der Ärzteschaft ehrliche zahlen verbreitet glaubst du doch hoffentlich selber nicht."

Sicher sollte man die Artikel dort mit der üblichen "Prise Salz" genießen. Explizit ging es mir aber um die Kommentare und die zutreffende Grundaussage des Artikels. Und falsch sind die Zahlen auch nicht.

-- "Im Schnitt verdienen Ärzte immer noch besser als vergleichbar qualifizierte Ingenieure, Lehrer, Sozialwissenschaftler etc..."

Na ja, Medizin ist (neben Jura) das umfangreichste und schwierigste Studium überhaupt - da ist es schon schwer, etwas ähnlich qualifiziertes zu finden. Und es ist natürlich auch nicht so, daß Ärzte alle am Hungertuch nagen.

Man sollte aber auch nicht vergessen, daß Ärzte durch das lange Studium und die PJ und AIP meist erst sehr spät ins Berufsleben einsteigen, und daher weniger Zeit z.B. für den Rentenaufbau haben, sowie längere finanzielle Durststrecken durchmachen. Von den Ausgaben für die Praxis (Geräte, Praxisübernahme, Personal, etc.) mal ganz abgesehen. Das alleine würde schon eine angemessenere Vergütung rechtfertigen.

-- "Das mit den 60 Stunden ist natürlich auch Unsinn."

Meine Liebste ist niedergelassene Allgemeinmedizinerin. Glaube mir (Leidtragendem): 60 Stunden sind eher die Untergrenze! Und die tägliche Arbeit läuft dabei mehrheitlich im Akkordtempo. Ein Handwerker (oder Heilpraktiker, um bei der Branche zu bleiben) würde für das Geld, daß die Ärzte meisten Ärzte bekommen, keinen Finger krumm machen. Ich übrigens auch nicht... :-)

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