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Arteriosklerose kann paradoxerweise auch vor Infarkten schützen

Forscher haben bei Untersuchungen an Mäusen herausgefunden, dass unter bestimmten Umständen Arteriosklerose vor Schlaganfällen und Herzinfarkten schützen kann. Die Mäuse hatten aufgrund einer Fettstoffwechselstörung und einer Blutgerinnungsstörung ("dickes Blut") ausgeprägte Arteriosklerose.

Die Ablagerungen in der Arterienwand (Plaques) hatten jedoch einen sehr stabilen Aufbau und das Gefäßlumen war weiter als normal. Dadurch war das Risiko für sklerotische Gefäßverschlüsse vermindert. Behandelte man die Mäuse mit "blutverdünnenden" Medikamenten, wurden die Plaques kleiner.

Dies führte jedoch zur Instabilität der Arterienwand, das Gefäßlumen wurde dadurch eingeengt, das Risiko eines Verschlusses stieg wieder an. Auf den Menschen übertragen bedeutet dies, dass die Krankheitsursache bei der Verordnung von "blutverdünnenden" Medikamenten stärker einbezogen werden muss.


WebReporter: Krebstante
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Infarkt, Arteriosklerose
Quelle: www.n-tv.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2009 15:57 Uhr von Krebstante
 
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Das klingt in der Tat etwas paradox, finde ich aber nach den Beschreibungen plausibel. Die Gabe von "blutverdünnenden" Medikamenten ist heutzutage recht weit verbreitet, auch schon bei jungen Menschen. In meinem Verwandten- und Bekanntenkreis kenne ich allein vier Personen, die Marcumar einnehmen müssen. Wäre schön, wenn die Forscher das noch genauer untersuchen würden und dann auch Aussagen darüber machen könnten, welche "Blutverdünner" bei welchen Krankheiten am Besten zur Wirkung kommen.
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30.08.2009 17:55 Uhr von Moouu
 
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stimmt: Hat eine gewisse Ironie

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