Arteriosklerose kann paradoxerweise auch vor Infarkten schützen
Forscher haben bei Untersuchungen an Mäusen herausgefunden, dass unter bestimmten Umständen Arteriosklerose vor Schlaganfällen und Herzinfarkten schützen kann. Die Mäuse hatten aufgrund einer Fettstoffwechselstörung und einer Blutgerinnungsstörung ("dickes Blut") ausgeprägte Arteriosklerose.
Die Ablagerungen in der Arterienwand (Plaques) hatten jedoch einen sehr stabilen Aufbau und das Gefäßlumen war weiter als normal. Dadurch war das Risiko für sklerotische Gefäßverschlüsse vermindert. Behandelte man die Mäuse mit "blutverdünnenden" Medikamenten, wurden die Plaques kleiner.
Dies führte jedoch zur Instabilität der Arterienwand, das Gefäßlumen wurde dadurch eingeengt, das Risiko eines Verschlusses stieg wieder an. Auf den Menschen übertragen bedeutet dies, dass die Krankheitsursache bei der Verordnung von "blutverdünnenden" Medikamenten stärker einbezogen werden muss.