28.08.09 16:06 Uhr
 1.710
 

Nach 50 Jahren: Machtwechsel in Japan zum greifen nah

Seit einem knappen halben Jahrhundert regiert in Japan die Liberaldemokratische Partei. Ob diese jedoch die kommende Wahl am Sonntag für sich entscheiden kann, ist äußerst zweifelhaft. Bedingt durch die Arbeitslosigkeit und Überalterung zeichnet sich ein Wandel ab.

Die DJP tritt als Gegenpartei mit einem Wahlprogramm für ein soziales Netz, finanzielle Hilfen für Familien, Recht auf kostenlose Bildung und die Einführung von Arbeitslosengeld ein. Die amtierende LDP wirft der Oppositionspartei vor, dass dies ohne Steuererhöhungen nicht möglich sei.

Die LPD, die derzeit 300 Mandate hält, kommt laut Hochrechnung nach der Wahl nur noch auf 100 Mandate. 320 der 480 Sitze könnte die DJP erreichen. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass 40 Prozent der Befragten noch unentschlossen waren oder nicht an der Umfrage teilnehmen wollten.


WebReporter: killa_mav
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Japan, Wechsel, Macht
Quelle: www.n-tv.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Donald Trump will jetzt Lehrer bewaffnen
US-Schüler für neues Waffenrecht
Deutschland: Kampf gegen Korruption lässt nach

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
28.08.2009 19:10 Uhr von clericer
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
scheint: ja aber gut gelaufen zu sein wenn die partei so lange im amt war..aber gut zu sehen das nicht nur in deutschland die waehler so "entschlossen" sind, bei dem was sie waehlen sollen
mfg
Kommentar ansehen
28.08.2009 21:02 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+4 | -6
 
ANZEIGEN
50 Jahre Liberale: Japan ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, in beinahe allen Wirtschaftsfeldern führend, in vielen Bereichen konkurrenzlos, bisher immer eine geringe Arbeitslosigkeit (auch im Moment nur bei 5 Prozent), mit einem ausgezeichnetem Schienen- und Straßennetz, die höhsten Gehälter, die besten Spitzentechnologien im Bereich der Robotik, Unterhaltungsindustrie oder in der Automobilindustrie und mit einer der geringsten Kriminalitätsraten der Welt.
Welcher Sozialist will mir bei diesen Fakten erzählen, dass der Kapitalismus schlecht ist? 50 Jahre Liberaldemokratische Partei beweist etwas ganz anderes.
Kommentar ansehen
28.08.2009 21:24 Uhr von Mi-Ka
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Ah Verfassungsschuetzer, informiere dich einfach vorher erst einmal ein wenig, um was für eine Art von Liberalität es sich in Japan handelt.
Sie hat nichts mit der anglosächsischen Ausprägung zu tun.
Und dann wäre es ganz nett, wenn du auch nur einen einzigen Sozialdemokraten nennen würdest, der den Kapitalismus ablehnt.
Kommentar ansehen
28.08.2009 21:26 Uhr von Gorli
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@ Verfassungsschuetzer: Das kann ich dir sagen. Japan hat noch mehr als die USA auf Pump gelebt. Japan hat mittlerweile knapp 200% ihres BIPs als Schulden angehäuft, das ist ebenfalls führend. Wenn man in Deutschland ebenfalls so einen enormen Schuldenberg anhäufen würde, könnten wir uns noch ca 3,6 Bio Euro leihen, ich denke das sollte reichen um jeden Arbeitslosen einzeln zu einer Spitzenarbeitskraft auszubilden und uns für die nächsten 20-30 Jahre bei bester Wirtschaftslage zu sonnen.

Aber was kommt danach? Japan zahlt mehr als 700 Mrd $ Zinsen jedes Jahr, dagegen sind die 140 Mrd die Deutschland zahlen muss lächerlich gering. Auch im Verhältnis zur Wirtschaftskraft. Nein, Japan hat den Bogen definitiv schon lange überspannt. Wenn jetzt ein Börsianer hergeht, und die liquidität von Japan anzweifelt kommen die in Teufels Küche.
Kommentar ansehen
28.08.2009 21:43 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Mi-Ka: Ich spreche von Sozialisten, nicht Sozialdemokraten. Auch wenn die Tendenz eindeutig zu einer Einheit von Die Linke und SPD festzustellen ist, gibt es doch noch meines Erachtens einen Unterschied zwischen beiden Anschauungen. Sozialisten befürworten den Kapitalismus nicht, sie lehnen ihn ab. Sozialdemokraten befürworten eine Mischform zwischen Sozialismus und Kapitalismus hin zur sozialen Marktwirtschaft.


An Gorli: Ja, du hast recht. Die Zinslast in Japan ist gewaltig, deswegen erwarte ich dort in den nächsten Dekaden eine künstlich herbeigeführte Hyperinflation und eine darauffolgende Währungsreform. Zumindest wären dann die in Yen notierten Schulden zu Ungunsten der Sparer weg. Die größten Gläubiger sind immer in den obersten Schichten anzutreffen. Zumindest hier würde man den Sozialisten einen gefallen tun und wirtschaftliche Verwerfungen zu ungunsten der Reichen beseitigen.
Der Vorteil einer Währungsreform ist, das ein "Neustart" mit kaum Zinslast möglich ist und das Realwerte, also Straßen- und Schienennetz, Bildung, Einrichtungen, also alles was "fassbar" und verfügbar ist, nicht verloren geht.
Kommentar ansehen
29.08.2009 01:52 Uhr von dvatvn
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Verfassungsschuetzer: du hast nicht ganz Unrecht. Jedoch hat der Erfolg nicht ausschließlich was mit Politik zu tun.
Asiaten sind im allgemeinen sehr fleißig, friedlich (Religion), ruhig, und intelligent (die intelligenteste Menschenrasse, statistisch belegt, Europide liegen im Mittelfeld, Schlusslicht sind Schwarze, soll keine Diskriminierung werden. Aber das ist einfach so)

In Deutschland hat die Politik hingegen sehrwohl eine große Schuld an der jetzigen Lage.
Schwachgebildeten wird allen Möglichkeiten gegeben, sich übermäßig fortzupflanzen. Es wird einfach zugelassen, dass potenzielle Hartz4-Dauer-Empfänger-Kandidaten nachproduziert werden. Was soll man auch den ganzen tag zuhause machen, als ordentlich das Bett krachen zu lassen?

Akademikern werden hingegen alle möglichen Schranken davor geschoben, um ja nicht ans Kinderkriegen zu denken.
Wenn ein Student nach seinem Studium vor einen haufen Schuldenberg durch Studiengebühren, Bafögschulden steht, dann hat er garantiert anderes im Kopf vor als sich Nachwuchs anzuschaffen.
Und wenn die Schulden weg sind, wollen alle nur Karriere machen. Wozu noch Kinder?
Das ist doch klar. Ich seh heute nur Kids auf den Straßen rumlaufen, die sicher nicht mal die Förderschule geschafft haben.

Wenn ein Akademiker 1 Kind zur Welt bringt, kommen parallel dazu 3 oder 5 von einem Hartz4-Mann. Deutschland hat Nachwuchsmangel, holt sich aber den Nachwuchs von der falschen Fraktion. So siehts aus.

Das ist ein Ungleichgewicht, das fatale Folgen haben wird. Die Zahl der Höhergebildeten sinkt und sinkt und irgendwann kommen auf einen 1 Hochschulabsolventen 100 Renigungskräfte.
Und das alles kommt von der Achso-tollen sozialdemokratie.
Fehlt mir nur noch, dass in 10 Jahre die LINKE an die macht kommt. Aber die Japaner und die Chinesen schlafen nicht. ich sags euch.
Tolle Aussichten.
Kommentar ansehen
29.08.2009 12:17 Uhr von cyrus2k1
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@dvatvn: Sind für dich Kinder von Hartz4 Familien "Untermenschen"? So kommt dein Beitrag nämlich bei mir an. Hätte jeder das gleiche Recht auf Bildung in Deutschland so wären diese Kinder kein wenig benachteiligt!

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Lasermann" wegen Mord im Jahre 1992 zu lebenslanger Haft verurteilt
Bali: Deutschem droht wegen Drogenschmuggels die Todesstrafe
Ikea bietet bald vegetarische Hot Dogs an


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?