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Verbotene Doktorspielchen mit Arzthelferinnen: Arzt will Urteil anfechten

Der 53-jährige Hamburger Allgemeinmediziner Dr. Dr. Taoufik H. wurde wegen ungewollter sexueller Avancen gegenüber seinen Arzthelferinnen zu einer Geldstrafe verurteilt. Er soll eine 27-Jährige zu intimen Berührungen eines Patienten aufgefordert haben.

Die gleiche Angestellte soll von ihm zuvor dazu genötigt worden sein, sich beinahe nackt auszuziehen, um mittels EKG einen möglichen Drogenmissbrauch zu erkennen. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, die Frau zur Berührung seines entblößten Gliedes aufgefordert zu haben.

Zwei Praktikantinnen haben nach eigenen Angaben ähnliche Vorfälle erlebt. Dr. Dr. Taoufik H. beschuldigt die Frauen jedoch, sich gegen ihn verschworen zu haben. Der Barmbeker Arzt möchte jetzt vor dem Hamburger Landgericht eine Revision des Urteils erreichen.


WebReporter: ulli1958
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Arzt, Verbot, Doktor
Quelle: www.welt.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.08.2009 12:04 Uhr von ulli1958
 
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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist kein Kavaliersdelikt. Falls Dr. Dr. Taoufik H. das, was ihm vorgeworfen wurde, wirklich getan haben sollte, sollte er sich schämen!
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26.08.2009 12:21 Uhr von Ulli1958
 
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"Aber nicht so, dass er gleich kommt": Das wurde am Ende des ersten Absatzes leider gelöscht.
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26.08.2009 12:26 Uhr von Ulli1958
 
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@Ming-Ming In einem Land, in dem Mörder und Kinder: schänder in Berufung gehen dürfen und nicht selten das Strafmaß verringert wird, möchte ich das auch einem eher harmlosen Sexualstraftäter zubilligen. Es ist schließlich nicht komplett ausgeschlossen, dass es sich um das Komplott unzufriedener Mitarbeiter handelt.
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26.08.2009 12:41 Uhr von shotty
 
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@Ulli: ganz recht, für frauen ist es sehr einfach einem mann sexuelle belästigung einzubrocken, vor allem wenn dann mehrere mitmachen. bis es beweise gibt, sehe ich keine grund, mr. dr dr einzusperren
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26.08.2009 12:44 Uhr von Ulli1958
 
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@shotty: Das mit den Beweisen hatte ich ganz vergessen. Es stehen also drei Aussagen gegen eine oder zwei (falls der Patient aussagt).
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26.08.2009 12:46 Uhr von zer0six
 
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Auch: ich würde abwarten. Wäre nicht das erste Mal, dass sich solche "Vorverurteilungen" als falsch heraus stellen.

Falls nicht, ist das ´ne angemessene Strafe.
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26.08.2009 12:47 Uhr von shotty
 
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@ulli: meiner meinung nach sind beweise=/=aussagen, wenn sie nicht gerade von 3ten kommen, die in der sache nicht verwickelt bzw. mit dem vermeindlichen opfer befreundet verschwägert verwandt sind. aber falls der patient gegen die damen aussagt ist das wohl ein richtiger beweis gegen die schwestern! udn dann ab mit denen ins gefängnis!!!
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26.08.2009 13:12 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Ulli: Unbestritten ist es hierzulande sicherlich ziemlich leicht, einen Mann wegen sexueller Nötigung zu belangen. Wenn sich dann auch noch mehrere "Damen" einig sind, dann wird es ganz schwer.

Habe das selbst vor zwei Jahren erlebt, als eine Mitarbeiterin sich mit zwei anderen in meinem Betrieb zusammengetan hat und mir auch sexuelle Nötigung und Übergriffe anhängen wollte. Die drei haben Stein und Bein geschworen (und in aller Ausführlichkeit dargelegt), dass ich ihnen an die Wäsche gegangen bin.

Ihr Pech war nur, dass ich einen Großteil der mir vorgeworfenen Tagen eindeutig widerlegen konnte, weil ich zu den angegebenen Zeitpunkten nachweislich (Bildbeweise, Zeugenaussagen) nicht einmal in der Nähe der Damen, sondern in zwei Fällen sogar mehr als 100 km entfernt war !

Die Richterin meinte nach der Niederschlagung der Klage, dass ich ein Riesenglück gehabt hätte. Hätte ich nicht zufällig die angegebenen Daten widerlegen können (mit anderen Worten: hätten die Damen besser recherchiert und Tage gewählt, an denen sie meinen Verbleibt kannten), dann wäre ich vermutlich verknackt worden. Und das, obwohl ich nichts, aber auch gar nichts getan hatte.


P.S.:
Grund für diese Attacke war übrigens, dass ich mit dem Ex der Anstifterin befreundet bin und ihm damals gesteckt hatte, dass seine Freundin fremdpoppt ...




Andererseits:
wenn dieser Arzt es wirklich getan hat, dann ist er echt ein Schwein und das Urteil sollte entsprechend ausfallen.
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26.08.2009 13:19 Uhr von shotty
 
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@Uhlenkörper: kannst du auch mal erzählen was aus deinen kolleginnen wurde? oder gibts gar keine auswirkungen für lügen usw?
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26.08.2009 13:30 Uhr von uhlenkoeper
 
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@shotty: Diese ganze Geschichte hatte für mich ein böses Nachspiel, weil mein Chef mich in der Interimszeit bis zum Urlaub "freigestellt" hatte und sich ein "lieber Kollege" in der Zwischenzeit meinen Job unter den Nagel gerissen hat. Mein Chef hat mir dann eine satte Abfindung gezahlt, damit ich in die Kündigung einwilligte.

Eines der Mädels wurde gefeuert. Die anderen beiden hat mein Chef damals erst einmal nicht entlassen, weil er dachte, diese Kündigung würde als Denkzettel genügen.
Soweit ich weiß, sind die beiden immer noch in dem Betrieb beschäftigt.

Was juristisch noch nachkam, weiß ich nicht. Ich hatte ehrlich gesagt die Nase von den Zicken voll und wollte nur noch meine Ruhe vor denen haben.
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26.08.2009 13:34 Uhr von shotty
 
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@uhlenkörper: sowas mieses aber auch. das ist verschwörung und lüge vor gericht. die sollten allein schon für den versuch ins gefängnis wandern.
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26.08.2009 13:48 Uhr von hannooover
 
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hihi: Taofick
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26.08.2009 14:22 Uhr von freakyng
 
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Ich würde gegenklage einreichen wegen Rufmord :)
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26.08.2009 14:39 Uhr von uhlenkoeper
 
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@freakyng: Glaube mir:
wenn Du das über ein dreiviertel Jahr mitgemacht hast, dann würdest Du mit Sicherheit keine Gegenklage mehr einreichen. Ich hatte nur noch das Bedürftnis nach Ruhe und Frieden und vor allem danach, dass endlich damit aufgehört wird, Dir nur das Schlimmste zu unterstellen. Irgendwann fängst Du sogar an, an Dir selbst zu zweifeln und fragst Dich, ob Du nicht doch irgendetwas getan oder gesagt haben könntest, was irgendwer falsch aufgefaßt haben könnte, bei Dritten zu einem falschen Eindruck geführt haben könnte ... Du hast Angst, meschugge zu werden, verstehst Du ? Diese ganzen "hätte, könnte, aber"-Gedanken sind schlicht zermürbend.
Vor allem ist aber erschreckend, festzustellen, wer alles um Dich rum bereit ist, im Zweifel das Schlimmste von Dir anzunehmen. So nach dem Motto: "... dann muß ja auch was dran sein" . Da lernst Du ganz schnell Freunde von Bekannten zu unterscheiden.

Das Problem mit einer Gegenklage wäre, dass sie sich erstens ziemlich lange hinziehen könnte und ich in dem Fall ZWEIFELSFREI und in allen Fällen beweisen muß, dass die Mädels sich mit Absicht verschworen haben. Versuch das mal. Bleibt nur ein geringer Zweifel, werden die Mädels mit ziemlicher Sicherheit "frei" gesprochen.
Mein Anwalt hatte mir damals jedenfalls im Hinblick auf meine psychische Situation davon abgeraten.

Allerdings weiß ich wie gesagt nicht, ob da nicht von Amts wegen Klage erhoben wurde. Möglich ist das, aber ich habe mich nie darum gekümmert, was aus den Damen wurde. Und öffentlich bekannt wurde da irgendwie wohl nichts. Von der Richterin haben sie zwar in der mündlichen Urteilsbegründung noch einen ziemlichen Rüffel abbekommen, aber ob das automatisch weiterverfolgt wurde ? Keine Ahnung.
Betrieblich bin ich halt über einige Kumpels, die dort noch arbeiten, hin und wieder mal "informiert" worden. Aber ansonsten lebe ich besser, wenn ich mich nicht über die "Dämlichkeiten" (Zitat meiner Freundin) ärgern und aufregen muß.
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26.08.2009 14:44 Uhr von shotty
 
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@uhlenkoeper: ja ich kann dich verstehen, jedoch würd ich alles dafür tun dass die den scheiß den sie bei mir anstellen wollten doppelt zurückbekommen, und wenns jahre dauern würde. stell dir vor was passiert wäre wenn du keine alibis hättest? ziemlich miese sache, dass menschen so dreist lügen und versuchen das leben von einem so sehr zu zerstören. ich würde nach rache schwören. und zwar richtig dicke.
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26.08.2009 14:47 Uhr von FetterArsch
 
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habt ihr eigentliche eine ahnung: wie viele missbrauchte und vergewaltigte frauen und mädchen nicht die spuhr von gerechtigkeit erleben?
da sagt dann das arsch "sags doch,dir wird sowieso niemand glauben" und dann hat so ein stück scheiße auch noch recht..
der wird nicht verurteilt,kein bisschen!!
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26.08.2009 14:57 Uhr von Ulli1958
 
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@uhlenkoeper: Vielen Dank für deine Schilderung aus der anderen Perspektive. Es fällt vielen Menschen leichter, sich in die Lage des vermeintlichen Opfers zu versetzen, deshalb vergessen wir leicht, dass der mutmaßliche Täter auch unschuldig sein könnte.

Hoffentlich hat der/die RichterIn im Fall dieses Arztes richtig entschieden und wird auch wieder richtig entscheiden.
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26.08.2009 15:51 Uhr von hirachu
 
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lol: der typ hat ja en geilen namen
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26.08.2009 15:51 Uhr von uhlenkoeper
 
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@FetterArsch: Du hast sicherlich recht mit dem, was Du schreibst. Aber würde das z.B. eine Verurteilung in meinem Fall gerechtfertigt haben, nur weil ich die Anschuldigungen nicht widerlegen könnte ? Ich habe Glück gehabt, andere (auch Frauen) sind nicht so "gut" dran.

Das Problem ist nur für die Opfer in beiden "Lagern", dass eben zu oft nach Klischees geurteilt wird. Und dass es immer wieder Täter wie auch falsche "Opfer" gibt, die diesen Umstand ausnutzen.

Wie schon weiter oben geschrieben:
wenn es eindeutige Beweise für die Übergriffe dieses Arztes gibt, dann gehört der gehörig verknackt. Richtig gehörig und nicht nur mit läppischen 3600 Euro.
Bestehen die "Beweise" nur auf Zeugenaussagen, dann ist mit ihnen allerdings sehr "vorsichtig" umzugehen.

Weißt Du, was mich so stutzig macht ?
3600 Euro Geldstrafe wären ein Klacks für einen Arzt. Auch seine Approbation stünde nicht auf dem Spiel. Vermutlich würde es ihn lokal einige Patienten kosten, aber die meisten würden bleiben (Erfahrungswert meinerseits).
Warum aber geht der Arzt in Revision, wenn er schuldig ist? Es kann doch nur schlechter für ihn ausgehen. Zumal jetzt sein Name bundesweit durch die Medien gezogen wird. Seiner Praxis dürfte das den Genickbruch bescheren.

Interessant hierzu:
http://www.polizei.bayern.de/...
Seiten 176 ff.
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27.08.2009 02:23 Uhr von Hausdetektiv
 
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Nachdem in den Bericht gelesen habe find ich ,die ist selbst daran Schuld!
Basta!

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