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Stuttgart: Überwachung entlassener Sexualstraftäter startet im September

Jahre lang geplant, nun Einsatzbereit: Im Südwesten werden entlassene Sexualstraftäter ab September von der Polizei überwacht.

Man könne hierfür auch Polizisten einsetzen, die derzeit "Strafzettel schreiben", so der Baden- Württembergische Justizminister Goll. Hintergrund der Überwachung ist dir Rückfallgefahr von rund 50 Prozent bei etwa 450 bis 600 in Baden-Württemberg entlassenen Sexualstraftätern.

Die Überwachung nach der Haftentlassung wird vom Landeskriminalamt gesteuert und von der örtlichen Polizei ausgeführt. Bis zu einer rund-um-die-Uhr Überwachung sind Modelle denkbar. Möglicherweise werden Risikotäter, die in anderen Bundesländern entlassen wurden, in die Überwachung aufgenommen.


WebReporter: skepsis
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Stuttgart, Entlassung, September, Überwachung, Sexualstraftäter
Quelle: stuttgarter-zeitung.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2009 11:17 Uhr von schattenzirkel
 
+3 | -4
 
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warum jetzt erst? und nach einer wiederholten Tat hört man als offizielle Stellungnahme nur: "Bei den regulären Besuchen sind keine Auffälligkeiten aufgetreten"

Wie bei so manchen Fällen von Jugendamt bei Kindesmißbrauch/vernachlässigung auch schon :-(

Strafe muss sein, danach gild aber Resozialisierung und zwar bis "es" passt und nicht dieses Psycho wischiwaschi was bei uns Herrscht.
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18.08.2009 11:43 Uhr von tejoe
 
+2 | -2
 
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Naja: Das die polizei weg kommt von Strafzettel schreiben find ich ja gut. Die Überwachung an sich auch.
Aber dadurch entstehen den Gemeinden unmengen an Kosten. Rund-um-die Uhr Überwachung heisst drei Polizisten-Tage für einen Sexualstraftäter.
Bei ständiger Überwachung können die Täter nie richtig mit dem Thema abschließen und dadurch wird die Rücfallquote in einem unbeobachteten Moment eher erhöht.

Eine Idee hätt ich aber auch nicht.
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18.08.2009 11:44 Uhr von Skepsis
 
+3 | -0
 
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also ich personlich finde auch, das ist ein Zweischneidiges Schwert.

Andererseits ist das Geld mE mal gut investiert...


@Admins/Mods, bitte bitte bitte macht das "n" in der Schlagzeile bei den Straftätern weg...

Danke
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18.08.2009 11:50 Uhr von Ned_Flanders
 
+3 | -3
 
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Viel zu teuer..., der Gesetzgeber sollte sich ein Beispiel an Belgien nehmen. Dort bekommen verurteilte Personen eine elektronische Fußfessel.
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18.08.2009 11:54 Uhr von shortlaester
 
+3 | -1
 
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..jaja: Und dir sollte man einen Maulkorb verpassen. Geh nach Belgien und freu dich!
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18.08.2009 12:04 Uhr von Skepsis
 
+4 | -0
 
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@ned: elektronische Fußfessel?
Verwechselst Du da was? Die Typen DÜRFEN sich frei bewegen.
Vielleicht meinst Du eine Gemächtsfessel mit einem Elektroschocker, der bei erregung losgeht? So wie bei IT Crowd?

Aber was ich gar nicht verstehe: Alle brüllen immer dass man was mit den Sexualtätern machen soll, jetzt machen die mal was, jetzt brüllen alle "zu teuer"...
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18.08.2009 12:16 Uhr von Ned_Flanders
 
+2 | -2
 
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@Skepsis: Personen mit elekt. Fußfesseln dürfen sich nur in einem bestimmten Radius bewegen. In Belgien kommt es auf die Straftat an. Ein Dieb z.B. hat einen größeren Radius (50 km)als ein Mörder.
Somit wäre es eine günstigere Alternative.
Wo ist deiner Meinung nach das Problem?
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18.08.2009 12:26 Uhr von Skepsis
 
+1 | -1
 
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Ned: Das problem liegt daran, dass die besagten Personen de Facto ihre Straffe abgesessen haben. Das ist KEIN Haftersatz (dabei sehe ich bei manchen geringen Delikten auch die Fußfessel positiv)

Daher wäre eine Einschränkung des Bewegungsraums eine Art Pseudo- Vorbeugehaft. Und die wiederum datiert aus der dunklen Zeit:

"Polizeiliche Vorbeugehaft war ein Instrument des nationalsozialistischen Regimes, mit dem die Kriminalpolizei analog zur von der Gestapo verhängten „Schutzhaft“ Menschen ohne richterlichen Beschluss - in der Regel in einem Konzentrationslager - unbegrenzt inhaftieren konnte."

Was also anderes als eine Überwachung käme da in Betracht?
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18.08.2009 13:28 Uhr von je4n
 
+3 | -1
 
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wieso: werden die überhaupt entlassen?
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18.08.2009 13:33 Uhr von _valparaiso_
 
+1 | -0
 
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Das Geld sollte eher in eine gute Therapie für die Opfer investiert werden.

Nicht dafür genutzt werden dass die Täter überwacht frei rumlaufen. Sie haben ihre Chance vertan. Wieso ein Risiko eingehen dass wieder neue Menschen Opfer ihrer Taten werden? Stattdessen den Opfern helfen!
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18.08.2009 13:39 Uhr von xj12
 
+2 | -0
 
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Das: Problem ist doch dass die ihre Strafe abgesessen haben und so defacto frei sind. Eine Polizeiliche Ueberwachung sehe ich nicht gerade als "frei" an. Man sollte einfach die Strafe erhoehen damit die nicht so schnell wieder raus kommen. Obwohl - "man koennte Polizisten einsetzen die jetzt Strafzettel schreiben" - eigentlich doch ne gute Idee ;-)
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18.08.2009 13:41 Uhr von _valparaiso_
 
+2 | -0
 
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Traurig dass die Menschen bereit sind soviel Geld zu investieren, dass "Menschen" die andere Leben zerstört haben mit diesen schlimmen Taten, noch ein möglichst angenehmes Leben in Freiheit geniessen können.

Die Opfer werden ein Leben lang in einer Art "Gefängnis" leben. Diesen Menschen zu helfen einigermaßen normal leben zu können, dafür ist anscheinend keiner bereit.

Echt traurig.
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18.08.2009 13:51 Uhr von Skepsis
 
+1 | -0
 
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Valparaiso: Ich verstehe was Du meinst, aber eine Tatsache ist eben auch, dass Strafen in D zeitlich begrenzt sind. Und dass die Sicherungsverwahrung eben doch recht selten angewandt wird, oder?

Also muss man die Vögel rauslassen. Opfertherapie steht außen vor, die MUSS sein, aber wenn Du die Wahl hast: entweder den Täter frei rumlaufen zu lassen, oder wenigstens ein Auge auf ihn zu haben?

Ich persönlich denke, die Sherrifs werden nicht überall gleichzeitig schauen können. Und ein Augenblick wird genügen...
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18.08.2009 13:55 Uhr von _valparaiso_
 
+1 | -0
 
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@Skepsis: "Ich persönlich denke, die Sherrifs werden nicht überall gleichzeitig schauen können. Und ein Augenblick wird genügen"

Traurig, aber wahr!
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18.08.2009 15:47 Uhr von mustermann07
 
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Viel zu teuer: Man sollte einfach die Daten sämtlicher Sexualstraftäter veröffentlichen, dann übernimmt der Bürger die Überwachung und das ist bestimmt viel effektiver:)
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18.08.2009 16:31 Uhr von fortimbras
 
+1 | -0
 
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und warum die hohen rückfallquoten? das strafsystem taugt doch offensichtlich nichts
also wäre es doch wesentlich sinnvoller sich zu überlegen warum es nicht funktioniert und es zu ändern als geld dafür zu verschwenden die leute zu überwachen
und ihre resozialisierung unmöglich zu machen
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18.08.2009 16:43 Uhr von Skepsis
 
+1 | -0
 
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ich hab heute: einen Bericht darüber gelesen, da hat es ein Kriminalbeamter so ausgedrückt:

"(...)die sexuelle Neigung stärker ist als die Angst, erwischt zu werden"


Artikel hier: http://stuttgarter-zeitung.de/...

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