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Selbstmordrisiko von Jugendlichen wird durch Antidepressiva erhöht

Patienten und Ärzte wurden bereits in den letzten Jahren durch entsprechende Berichte verunsichert, nun steht es jedoch fest: Das Selbstmordrisiko von Jugendlichen wird durch Antidepressiva verstärkt.

372 Studien wurden von Experten der FDA (US-Arzneimittel-Zulassungsbehörde) ausgewertet. Die Experten kamen zum Ergebnis, dass Antidepressiva besonders bei Menschen unter 25 das Selbstmordrisiko erhöht. Bei älteren Personen schien die Auswirkung nicht ganz so groß zu sein.

Besonders gefährdet seien laut der FDA Personen unter 25 Jahren, die Antidepressiva nicht wegen einer Depression, sondern aufgrund anderer psychischer Störungen nehmen.


WebReporter: noflowers
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Jugend, Jugendliche, Selbstmord, Erhöhung, Antidepressiva
Quelle: science.orf.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2009 11:18 Uhr von Mixuga
 
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Eigentlich nichts neues aber wenn man ein paar Fakten weglässt klingt es wie ein Skandal. Solche Suizide/-versuche passieren meist am Beginn der Einnahme der Antidepressiva. Das hängt damit zusammen, dass die stimmungsaufhelle Wirkung erst nach Wochen auftritt, die Patienten aber aufgrund der präparate mobiler sind und deshalb ihre Suizidgedanken besser in die Wirklichkeit umsetzen können. Alles absolut nichts neues.
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18.08.2009 11:59 Uhr von Mixuga
 
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Pro und Contra der Studien: Die Quelle dieser Quelle zeigt, dass es sich um eine große Anzahl von Studien mit verschiedenen Antidepressiva in Doppelblindversuchen handelt. Aber wie kann es sein, dass ein bereits bekanntes Phänomen mit bekannten Risiken auf diese Weise durchgeführt wir? Ich zitiere die Quelle:

"Bei den insgesamt fast 100.000 Teilnehmern kam es zu acht Selbsttötungen und 144 Suizidversuchen oder -Vorbereitungen."

Die sollen sich mal nicht wundern, wenn einer der überlebenden Teilnehmer seinen Problemen mit einem Amoklauf Luft macht.
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18.08.2009 12:13 Uhr von _valparaiso_
 
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Das ist allgemein bekannt. Zumindest für Menschen die schon lange Antidepressiva nehmen und so ihre Erfahrungen damit gemacht haben.

Jeder Arzt der diese Medikamente verschreibt sollte jedoch seine Patienten explizit darauf hinweisen, egal ob es die erste oder die 100. Einnahme von Antidepressiva ist. Nciht schlecht ist, wenn jemand im Umfeld von der Einnahme weiss und somit auch eine Verschlechterung des Zustands des Patienten erkennen kann. Da der Pratiens selbst oft nicht dazu in der Lage ist das genau oder rechtzeitig zu erkennen wenn es schlimmer wird.
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18.08.2009 13:09 Uhr von Kevin211
 
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Chemie: ist alles (fast) Gift!
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18.08.2009 13:35 Uhr von cyrus2k1
 
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Auch die Amokläufer der letzen Jahre: hatten immer SSRI-Medikamente genommen. Bei jedem einzelnen wurde dies bestätigt. Merkwürdigerweise machte sich darüber aber niemand Gedanken und auch in den Medien wurde dies Totgeschwiegen. Der Einfluß der Pharma-Lobby war wohl zu mächtig.
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18.08.2009 13:38 Uhr von cyrus2k1
 
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Gute Übersicht: Hier ist eine gute Übersicht über den Zusammenhang zwischen Anti-Depressiva und Amokläufen.

http://www.ssristories.com/...
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18.08.2009 13:53 Uhr von Tzvi_Nussbaum
 
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@cyrus2k1: nicht war: ist besonders mächtig :)
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18.08.2009 13:56 Uhr von Mixuga
 
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@cyrus2k1: Eigentlich war meine Bemerkung betreffs Amoklauf nur ironisch gemeint und hab nicht wirklich vermutet, dass es da einen Zusammenhang gibt. Auf den zweiten Blick ist es aber absolut logisch. So wie der eine Teil der Patienten erst durch die Antidepressiva in der Lage ist, die Suizidgedanken in die Tat umzusetzen so könnte durchaus auch eun anderer Teil dadurch überhaupt erst in die Lage versetzt werden, Amok-Gedanken in die Tat umzusetzen. Leider bin ich in Englisch wirklich nicht gut und kann deshalb nicht so wirklich nachforschen, ob in der Liste, zu der einen Link gesetzt hast, auch irgendwo die Einnahmedauer in Betracht gezogen wurde. Das wäre äußerst interessant.
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18.08.2009 16:35 Uhr von fortimbras
 
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hab schon einige berichte darüber gesehen: ging meistens darum dass medikamente zugelassen wurden obwol studien belegt haben dass die einnahme das selbstmord und mord (meistens die eigenen kinder) risiko erheblich steigert

irgendwie schaffen es die pharmakonzerne trotzdem dass die medikamente zugelassen werden und selbstmord nichtmal bei den möglichen nebenwirkungen auftritt
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18.08.2009 17:45 Uhr von Mixuga
 
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Der Teufel sind nicht die Antidepressiva sondern deren falsche Anwendung. Ganz besonders zu Beginn der Einnahme, wenn die stimmungsaufhellende Wirkung noch nicht eintreten kann, sollte meiner meinung nach eine engmaschige Überwachung des patientienten garantiert sein. Wenn das soziale Umfeld diese Aufgabe nicht Wahrnehmen kann, dann sollte es (mit Einverständnis) besser stationär erfolgen.

Ich laber hier nicht irgendwelchen sinnlos zusammengelesenen Krempel zusammen. Meine Lebenspartnerin war auch ein Suizidkandidat zu Beginn der Behandlung. Erst ca 6 Wochen nach Beginn der Medikation hat sich ihr Zustand stabilisiert.

Hier sind besonders die Ärzte gefragt, die diese Medikamente verschreiben und sollten zunächst genau analysieren, ob die Patienten in dieser kritischen Phase nicht allein auf sich gestellt sind.
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20.08.2009 22:58 Uhr von Krebstante
 
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yyy: @Mixuga Dem kann ich mich nur anschließen. Leider werden diese Medikamente im ambulanten Bereich viel zu sorglos von den Ärzten verordnet ohne sich dann ausreichend um die Patienten zu kümmern.

@cyrus2k1 Sehr interessanter Link

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