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Milchpreiskrise: Bauern sollen auf Fischzucht umsatteln

Der andauernde Verfall des Milchpreises zwingt viele Bauern, ihre Kühe schlachten zu lassen. Ein Professor der Uni Kassel sieht in der Umstellung auf die Zucht von Stören, Welsen oder Barschen eine gute alternative Nutzungsmöglichkeit für die frei werdenden Ställe.

85 Prozent des in Deutschland verkauften Speisefischs kommt aus dem Ausland. Weil Verbraucher lieber Fisch aus Deutschland kaufen, gibt es in der Fischzucht nach Ansicht des Professors "sehr gute Aussichten" für Bauern.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft informiert über diese alternativen Formen der Nutztierhaltung. Ein Fischzüchter aus Iserlohn nutzt seinen Stall, der groß genug für siebzig Milchkühe ist, für die Aufzucht von 50 Tonnen Stör, aus dem Kaviar gewonnen wird. Daran soll es weltweit mangeln.


WebReporter: ulli1958
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Fisch, Bauer, Milch
Quelle: www.bild.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2009 15:32 Uhr von ulli1958
 
+0 | -0
 
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Das halte ich für eine wirklich gute Idee. Statt zu protestieren sollten sich Bauern kreative Alternativen zur Milchviehhaltung suchen.

In der Quelle stehen recht genaue Zahlen, wie hoch die Kosten für Umrüstung und Unterhalt der Becken sind.
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17.08.2009 15:43 Uhr von BeMaNi31
 
+15 | -1
 
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Sorry, aber ich weiß gerad´echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll...
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17.08.2009 15:47 Uhr von chip303
 
+9 | -2
 
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Wo auch jede Bank für Experimente mal eben ne Million als Kredit vergibt ;)
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17.08.2009 15:47 Uhr von Ned_Flanders
 
+6 | -9
 
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Die armen Bauern müssten dann auch an einem Sprachkurs teilnehmen.
Ein Fisch macht dann nicht Muh oder Oink Oink sondern Blubb Blubb
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17.08.2009 15:51 Uhr von Ulli1958
 
+3 | -9
 
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@Terrorstorm Fischkaviar schmeckt echt lecker: und vielleicht kannst du dir auch bald welchen leisten, wenn der durch heimische Produktion drastisch billiger wird.
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17.08.2009 15:55 Uhr von Rick-Dangerous
 
+12 | -1
 
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Daimler und: BMW sollten den Autobau aufgeben und die freiwerdenden Hallen dazu nutzen Go-Kart-Bahnen zu betreiben. Wir haben eindeutig zuwenig Indoor-Gokart.

Desweiteren gibt es hier in der Altstadt zwar fünf Banken, aber keinen gescheiten Imbiss. Es wäre daher angebracht, dass die Commerzbank das Bankwesen aufgibt und Imbissbuden eröffnet.
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17.08.2009 16:57 Uhr von Ulli1958
 
+1 | -3
 
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@Terrorstorm Manche Menschen essen Hühnereier: die halb ausgebrütet sind!
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17.08.2009 20:30 Uhr von uhlenkoeper
 
+2 | -0
 
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Fehlende Experimentierfreudigkeit ??? Die Milchbauern, die jetzt ihre Kühe schlachten lassen, stehen in der Regel ohnehin finanzielle mit dem Rücken zur Wand . Oft reichen da die Immobilienwerte und der Erlös aus den Maschinen und dem Fuhrpark grade mal so, um die noch bestehenden Kredite der Vergangenheit abzulösen (wenn man Glück hat; wenn nicht, bleibt man auf einem Schuldenberg sitzen).

Da möchte ich mal die Bank sehen, die in Zeiten von Basel II und Finanzkrise diesen Landwirten mal eben so eine knappe Million (800.000 für Becken und Wasseraufbereitungsanlage, 100.000 für Besatz mit Jungfischen, 6000 Euro für Futter und Energiekosten allein im ersten Jahr) nachwerfen, um ein hochexperimentelles Zukunftsprojekt zu finanzieren. Ein Projekt, über das es weder verläßliche Absatzzahlen noch Einkunftsprognosen gibt, wo noch gar keine Absatzmärkte und -wege bestehen, ein Bereich, der nicht mal eben so nebenbei von einem Nichtfachmann ohne das nötige Fachwissen (Landwirte sind keine Fischwirte, das sind gänzlich unterschiedliche, jeweils 3jährige Ausbildungsgänge !) betrieben werden kann.

Übrigens:
die 4000 Euro pro kg Kaviar werden nicht mit Zuchtkaviar erzielt und auch nicht vom Produzenten, sondern das ist der Preis, den der Kunde an der Theke für Belugakaviar von Wildstören bezahlt ...
Zudem sinkt derzeit die Nachfrage nach Kaviar laut statistischem Bundesamt. http://de.wikipedia.org/...

Auch nicht enthalten in der Rechnung:
Störe und andere Fische in Aquakulturen sind sehr krankheitsanfällig und "medikamentenabhängig" (v.a. Antibiotika). Mit den bekannten Gefahren für Umwelt und Resistenzbildung. Das heißt u.a. aber auch, dass die ausgefilterten Schadstoffe aus dem Wasser als Sondermüll entsort werden müssen. http://de.wikipedia.org/...

Also eine typische BILD-Milchmädchenrechnung.
Aber schon interessant, in welcher Regionalausgabe das erschienen ist ........
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18.08.2009 10:43 Uhr von BlubbBlubbBlubb
 
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lol: Kaviar fressen ist doch reines Schickimickie-Getue, schmecken tut das doch nicht, aber man ist ja was besonderes
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18.08.2009 13:03 Uhr von worliwurm
 
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Verständnisproblem: Die Ställe werden nun mit der überschüssigen Milch geflutet, oder habe ich da was falsch verstanden?
Wenigstens schwimmen die da sicher gesund rum, Milch macht müde Störe munter :-p

ciao
ww

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