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Türkei: Türkischer Regierungschef trifft orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I.

Zum ersten Mal in der türkischen Geschichte hat ein Staatschef eine christliche Stiftung besucht. Erdogan hat sich auf einer Insel mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. getroffen.

Auch Vertreter anderer christlicher und jüdischer Religionen waren bei einem gemeinschaftlichen Mittagessen anwesend. Der türkischer Regierungschef betonte bei dem Zusammenkommen, dass er weiter an der Demokratisierung und den Rechten der Minderheiten in der Türkei arbeitet.

Der griechische Patriarch Bartholomaios I. sagte, dass der türkische Regierungschef ihre Wunschäußerungen aufmerksam angehört hatte. Der Patriarch schöpft daraus große Hoffnung. Des Weiteren besuchte Erdogan ein Waisenhaus, das der Kirche nach einer Beschlagnahmung wieder zurückgegeben wurde.


WebReporter: moongirl
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Regierung, Regie, Türke, Türkisch, Regierungschef, Patriarch, Bartholomaios I.
Quelle: www.domradio.de

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16.08.2009 17:37 Uhr von moongirl
 
+0 | -0
 
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Das nenne ich einen geschichtlichen Wendepunkt der türkischen Innenpolitik. Ich persönlich hätte nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet Erdogan der Erste sein würde. Da scheine ich wohl ein falsches Bild von dem Herren gehabt zu haben.
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16.08.2009 18:32 Uhr von ZzaiH
 
+10 | -6
 
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die bewegen sich ja mit lichtgeschwindigkeit: knapp 80jahre nach der gründung trifft sich mal der staatschef mit einer religiösen minderheit.
wow vll gibts in diesem jahrtausend noch gleiches recht für alle... zeit genug ist ja...
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16.08.2009 18:50 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+7 | -5
 
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Erdogan: Kann mir jemand sagen, wieso der Herr Erdogan damals für mehrere Monate in ein türkisches Gefängnis musste und zu lebenslangem Politikverbot verurteilt wurde?
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16.08.2009 19:32 Uhr von notarzt.
 
+4 | -4
 
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Liege ich da falsch, oder hatte der nicht mal "Politikverbot"?
Bitte berichtigen, wenn ich falsch liege.
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16.08.2009 20:06 Uhr von remen22
 
+4 | -2
 
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erdogan: hat nicht viele Freiheiten in der Hand.

Die Türkei ist fest in den Händen der Türkischen Armee.

Und wenn er zu weit geht, dann wird er halt aus dem weg geräumt und das weiss er auch.
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16.08.2009 20:25 Uhr von Jerrymio
 
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@Verfassungsschützer müsstest du eigentlich wissen, wenn du das bist was du mit deinem Nick vorgibt ;)
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16.08.2009 21:57 Uhr von kara1973
 
+4 | -7
 
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Das ist aber mal eine gute News: So eine gute News habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen @ BIR_OSMANLI, dafür gibt es 5 Sterne...
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17.08.2009 07:50 Uhr von nostre2008
 
+2 | -2
 
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scheinst ja die Antwort zu erkennen und möchtest dich wohl hier herumtrollen....

Was ich nciht verstehe bei den ganzen EU Ländern (ich nehme mal Griechenland als bsp.) sind die lebenden Türkischen Minderheiten nicht als Türken angesehn sondern als Griechische Moslems..... In Rumänien ist es genau so. Es geht einzig wohl um Geld und Grundstücke so wie es die Kirchen immer getan haben und nun auch um nicht gerade wenig Besitz ansprüche in der Türke anmelden.

Finde es gut das soviel gegenwehr ist.

Sollte die Logik gelten dann könnte die Türkei auch ansprüche Nordirak etc ansprüche geltend machen.
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17.08.2009 19:48 Uhr von XFlipX
 
+2 | -1
 
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Naja, man sollte immer zwei Seiten sehen die morderne Türkei hat auch Jahrzehnte ihre Minderheiten als solche nicht anerkannt bzw. tut es bis heute nicht. Seien es ethnische Minderheiten, wie die Kurden (Bergtürken ?), Assyrier etc. oder rel. Minderheiten, wie die Aleviten etc. Man hat ihnen ihre kulturellen Eigenheiten und ihre Sprache verboten. Man wollte alle zu Türken machen. Erst unter Erdogan ändert sich hier teilweise was.

Zu den Besitzansprüchen gibt es ebenfalls ein Gegenbeispiel in der Türkei. Sowohl die Kirchen als auch die muslimiche Glaubensgeminschaft wurden damals in der Türkei enteignet. Der muslimischen Glaubengemeinschaft ist ihr Besitzt danach wieder "überstellt" worden bzw. durch die einseitige Vertretung der Diyanet in trockenen Windeln gewesen. Die Kirchen haben ihren Besitz aber nicht wieder bekommen. Im Gegenteil, der türkische Staat hat mittlerweile etliches an dritte weiter veräußert. Unter Erdogan hat es dann eine Einsicht gegeben, ich glaube sogar ein Gesetzt, was den ehemaligen Besitz der Kirchen zukünftig regeln soll. Dreimal darfst du raten, was nicht darunter fällt - genau - das, was der türkische Staat mittlerweile gewinnbringend an privat weiterverkauft hat.

XFlipX
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17.08.2009 21:23 Uhr von Jerrymio
 
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XFLIP: Zu deiner Info: Turgut Özal war ein Kurde und von 1983 bis 1989 Ministerpräsident der Türkei! Soviel zur Anerkennung von Minderheiten in der Türkei. Mal sehen ob und wann hier in dem so demokratischen Deutschland ein Türke Bundeskanzler wird.
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17.08.2009 22:46 Uhr von XFlipX
 
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Was hat das mit der Anerkennung von Minderheiten zutun ? Machst du das daran fest, inwieweit derjenige im Staatsdienst aufsteigt bzw. aufsteigen kann ?

Ich meine, wenn es dir darum geht:

Cem Özdemi ist Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

Lale Akgün ist Mitglied des Vorstandes der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion

Stanislaw Tillich (Angehöriger der sorbischen Minderheit in Dtl.) ist sogar Ministerpräsident des Freistaats Sachsen

etc.

Ich mache die Anerkennung daran fest, dass Minderheiten gesetzlich Anerkannt sind - das Recht haben, die eigene Sprache zu pflegen und kulturelle Eigenheiten zu bewahren (solange sie anderen Gesetzen nicht zuwiderlaufen).

XFlipX
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18.08.2009 11:14 Uhr von Jerrymio
 
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Naja, Cem Özdemir und Lale Akgün sind keine Beispiele. Sie haben eine Contra-Türkei-Einstellung und haben es deswegen zu diesen Positionen geschafft.

Die Minderheiten sind in der Türkei gesetzlich Anerkannt! Das Gesetz gilt für jeden.Turgut Özal oder viele kurdische Schauspieler wurden von ihrem Volk geliebt und geschätzt. Aber Warum? Weil sie nicht zur PKK angehörten und diese auch nicht unterstützt haben.
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18.08.2009 18:56 Uhr von ZzaiH
 
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@jerrymio: zu turgut özal: "Um auch in seinem eigenen Land die Kurdenproblematik zu entschärfen, verhandelte er mit der PKK über eine Waffenruhe. Zu der Zeit betonte er dann sogar, dass seine Großmutter Kurdin sei."

von ihm als kurden zu reden wäre wohl ein bissl übertrieben
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20.08.2009 11:31 Uhr von nostre2008
 
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@XFLIP: immerhin hats ja schon ein ossi geschafft...

Das Osmanischereich hatte zu allen Weltreligionen friedliche und gute beziehung auch zu deren Führer als hier die Leute noch im Schlamm gespielt haben.

Ich frage mich ernsthaft wiso die Leute das mit dem Laizismus und Staat nicht ganz verstehen.

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