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Australien: Querschnittsgelähmter erhält das Recht, sich zu Tode zu hungern

Das west-australische Supreme Court (Oberster Gerichtshof) entschied am gestrigen Freitag, dass der querschnittsgelähmte Christian R. das Recht habe, Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu verweigern und erteilte ihm so die Möglichkeit zu sterben. R. kann nur noch einen Finger und seine Füße bewegen.

Befürworter des Rechts auf selbstbestimmtes Sterben sehen einen großen Erfolg in dem Urteil, während Gegner einen bedrohlichen Präzedenzfall erkennen. Christian R. ist bei vollem Bewusstsein und in der Lage, seine Wünsche präzise zu formulieren.

R. wird weiterhin seine Ärzte konsultieren, für den Fall, dass er seine Meinung noch ändere. R., der in Rollstuhl und mit Beatmungsgerät im Gericht erschien, sagte, dass sein Leben die Hölle sei. Er könne sich nicht einmal eine Träne aus den Augen wischen. R. soll nach dem Urteil sehr glücklich sein.


WebReporter: euphemismus
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Australien, Recht, Querschnittsgelähmt
Quelle: edition.cnn.com
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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2009 12:56 Uhr von euphemismus
 
+0 | -0
 
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Jeder Mensch hat das Recht den Zeitpunkt seines Todes zu entscheiden. Das ist meine Meinung dazu. Gutes Urteil.
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15.08.2009 13:18 Uhr von anderschd
 
+31 | -0
 
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Wer Erfahrung auf dem Gebiet hat, wird den Wunsch des Mannes verstehen und das Urteil als gerecht und vernünftig erkennen. Gut so.
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15.08.2009 13:20 Uhr von Derkas
 
+10 | -0
 
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Gut so, es hat schließlich jeder das Recht über sein Leben selbst zu bestimmen.
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15.08.2009 13:41 Uhr von fortimbras
 
+20 | -2
 
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schlechtes urteil: er darf nun verhungern und verdursten?
ein sehr langsamer und unangenhemer tod
ich bin auch für die sterbehilfe aber doch nicht so
warum lassen sie ihn nicht in würde abtreten?
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15.08.2009 13:41 Uhr von el_padrino
 
+13 | -0
 
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grausam: wenn er schon sterben will dann doch bitte nicht so...aktive sterbehilfe wäre um einiges besser. ich möchte jedenfalls lieber durch gift sterben,als zu verdursten.
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15.08.2009 13:49 Uhr von Euphemismus
 
+10 | -0
 
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@fortimbras und el padrino: Er wollte das so! Er wird betreut in einer Pflegeeinrichtung und primär ging es in dem Verfahren darum, ob diese später haftbar gemacht wird, wenn sie seinem Wunsch nachgibt.
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15.08.2009 13:55 Uhr von Katzerl
 
+2 | -0
 
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Gutes Urteil, aber Gutes Urteil, weil vielleicht dadurch endlich ein Anfang zu einer vernünftigen Sterbehilfe gemacht ist. Bislang ist doch nur in der Schweiz ein würdevoller, humaner Tod durch Medikamente möglich.

Da geht es doch auch, warum muss man dann in Dtl/Australien etc. die Menschen immer noch grausam verhungern lassen, wenn sie sterben wollen? (s. Patientenverfügung)

Eine vernünftige, meinetwegen tausendmal abgesicherte Regelung zu Euthanasie wäre m. M. n. wirklich mal wünschenswert.
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15.08.2009 14:09 Uhr von anderschd
 
+2 | -0
 
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@fortimbras und el padrino: E geht einzig und allein darum, seinen Wünschen zu genügen.
Ob ihr das anders machen würdet, ist egal. In seinem Zustand ist Würde sekundär, für ihn.
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15.08.2009 14:25 Uhr von bluecoat
 
+1 | -0
 
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ich bin für aktive sterbehilfe !!!

jeder mensch sollte entscheiden können ob er geht oder nicht! es sollte sichergestellt werden das es keinen missbrauch gibt aber ansonsten sollter jeder sauber und
human sterben dürfen wann es ihm passt und das weltweit!
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15.08.2009 14:36 Uhr von Mekong_Tscharli
 
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Der Spiegel sagt "ehemalige Börsenmakler .. Autounfall 2004 Wirbelsäule gebrochen .. ist seit einem Sturz im vergangenen Jahr spastisch gelähmt."

Stephen W. Hawking, zeig ihm wie man Leben kann.

Es kommen irgendwann immer Zweifel.
Er wird es sich noch überlegen.

So wie der Soldat, der über Krieg und Frieden nachgedacht hat.
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15.08.2009 14:46 Uhr von anderschd
 
+2 | -0
 
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Stephen H. ist sicher: kein gutes Beispiel. Er mag ja ein Kämpfer sein. Aber erstens hat er was anderes, zweitens genügend Mittel um alles sicher zustellen und drittens kann man nicht einfach alle Betroffenen vergleichen. Jeder reagiert anders.
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15.08.2009 15:48 Uhr von Mekong_Tscharli
 
+1 | -1
 
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@ anderschd: Es geht bei dem "Beispiel" nicht um die Art der Krankheit sondern um die Situation.

1. Hawking stand auch mit beiden Beinen im Leben.
2. Man kann sich die Eltern nicht aussuchen.
Man ist selbst verantwortlich für seinen Erfolg in der Gesellschaft.
Man kann Geld auch ohne körperliche Arbeit anhäufen.
3. Jedem sein Kommentar.
Es sind mehr Ansichten erlaubt, als nur die, die die Masse vertritt.

Das Gesetz schert über den Kamm. Wir sind alle gleich.
Oder doch nicht ?!

OFF
ON
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15.08.2009 16:03 Uhr von Euphemismus
 
+1 | -0
 
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@Mekong: Absolut richtig, in dem Artikel steht auch drin, das er ausdrücklich weiter seine Ärzte konsultieren will, falls er sich es anders überlegt. Aber, er war Läufer, hat einen Doktor-Grad in Wirtschaft (kann aber nicht mal mehr Zeitung lesen) und viele belastende Details mehr. Ich kann ihn verstehen, wirklich. Ich würde so nicht leben wollen und können. Denke ich wenigstens jetzt. Erstmal hat er sich ja auch nur ein Recht, also eine Option erkämpft.
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15.08.2009 18:33 Uhr von anderschd
 
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Mekong_Tscharli: Wer hat Punkt 3 angezweifelt. Zu Punkt 2 kann ich nur den Kopf schütteln.
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15.08.2009 18:54 Uhr von anderschd
 
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Das wollt ich noch los werden. Niemand sollte dem Glauben verfallen, dass so eine Verletzung nur die körperlichen Funktionen einschränkt. Die "Seele", der Mensch ist für immer geschädigt. Sein Wesen, sein denken, sein "handeln" ! Nicht jeder hat einen IQ über 140 und denkt sich strahlende Schwarze Löscher aus.
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15.08.2009 19:56 Uhr von marshaus
 
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ein erfolg, den niemand darf entscheiden wann man sterben moechte und gerade bei menschen die unheilbar krank sind darf nur die person selber entscheiden wann schluss sein soll
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15.08.2009 20:24 Uhr von Mekong_Tscharli
 
+2 | -1
 
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Ja, Nein Ja, Nein

Als einer die den Eid des Hippokrates geleistet haben kämme ich mich verrascht vor.

Mögliche Information eines behandelden Arztes:

Bsp. A:
Sie hatten einen Unfall.
Der Doktor, der sie zusammengeflickt hat, hat sein bestes gegeben.
Ihr Leben wird nie wieder so sein wie es war.
Es tut uns Leid das sie ihr weiteres Leben nur mit Einschränkungen bewältigen werden.
Leider ist die Medizin noch nicht soweit sie wieder zu 100% herzustellen.
Es können suizidähnliche Gedanken aufkommen. Diese können therapiert werden.
...

Bsp. B:
Sie haben den Unfall überlebt.
Ihr Leben wird nie wieder so sein wie es war.
Weitere Komplikationen sind nicht auszuschliessen.
Ihre selbstständige Lebensfähigkeit liegt zur Zeit bei 3%.
Sterben oder weiter Leben.
Sollte im nachhinein ihre Endlösung Suizid sein, sehen wir uns gezungen, die Kosten für die lebensverlängernden Massnahmen, die bis dato angefallen sind, ihren Angehörigen in Rechnung zustellen.
...

Hoffe, man wird nicht eines Tages mit Option B konfrontiert bei den Ärzten.
Man kann durch´s Leben gehen als Optimist oder Pessimist.
Und da gibt es auf beiden Seiten gute und schlechte Tage.
-------
@ Euphemismus
Danke für den Beifall.
Bei dir sieht man das du lesen kannst.
Deinen Geist nützt um zu verstehen.
Und nicht unüberlegt handelst.
;)
-----
@ anderschd
Du kannst meinen Kommentar bewerten, musst Du aber nicht.
Kommentiert wird nur die NEWS.

Zu Punkt Drei:
Es messen nicht alle mit dem gleichen Massstab.
vergleichen = Parallelen ziehen
Zweifel = Kritik

Zu Punkt Zwei:
Jeder hat seine eigene Gebrauchsanweisung für Kopf u. Hirn.
Bei manchen heisst es: Vor Gebrauch schütteln !
Seele = Psyche
Da fall ich doch lieber auf einen "schwarzes Loch-Prediger" rein.
-------
Leider sind die Editierfunktionen auf SN sehr bescheiden.

OFF
ON
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15.08.2009 22:56 Uhr von anderschd
 
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Nee, ich glaub das wird nix mehr, mit uns. Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Aber ich denke doch ein wenig im Vorteil zu sein.
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16.08.2009 04:26 Uhr von mainville
 
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gutes urteil: den wie schon hier erwähnt hat jeder das recht über sein körper und sein leben selber zu bestimmen.
Dennoch hätten die auch ruhig ein etwas schöneren tot erlauben sollen
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16.08.2009 11:24 Uhr von Jack_Sparrow
 
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Gut so: Leben und sterben lassen.

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