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Größter Bankenzusammenbruch seit Washington Mutal

Mit dem US-Immobilienfinanzierer Colonial BancGroup ist am Freitag eine weitere große Bank zusammengebrochen.

Die Bilanzsumme betrug zuletzt 25 Milliarden US-Dollar. Es handelt sich damit um die größte US-Bankenpleite des Jahres und gleichzeitig um den größten Bankencrash seit dem Aus von Washington Mutal im vergangenen Jahr.

Darüber hinaus meldete der Bankenversicherungs-Fonds FDIC drei weitere Bankenpleiten. Die Community Bank of Nevada in Las Vegas, die Community Bank of Arizona in Phoenix und die Dwelling House Savings and Loan Association in Pittsburgh sind ebenfalls geschlossen worden.


WebReporter: McKevin2000
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank, Washington
Quelle: www.goldreporter.de

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15.08.2009 09:38 Uhr von McKevin2000
 
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Damit sind das 77 US-Pleitebanken in diesem Jahr, die die FDIC schließen musste. 2008 waren es nur 25. Das nimmt keine Ende. Rund 300 weitere sind angeblich gefährdet.
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15.08.2009 10:38 Uhr von FlatFlow
 
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Weitere werden folgen: und weitere 150 Banken stehen vor einem Bankrott http://www.bloomberg.com/... (eng.)

Das ist das Problem der Geldschöpfung der Privaten Banken, da sie nur wenige % der gesamt Bilanz Summe im Tresor als "Sicherheit" stehen haben.
Es wird mit ´Fiktivem´ Geld spekuliert und wenn dann nicht mehr rund läuft (fauler Kredite), oder die Gläubiger ihr Geld zurück haben wollen, dann platzt die Bank.
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15.08.2009 10:39 Uhr von Summersunset
 
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gut gut: So reinigt sich der Markt langsam selbst. Bis auf ein paar ganz große Banken, deren zusammenbruch das gesamte System gefährden könnte, sind solche Insolvenzen ja durchaus positiv zu sehen.
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15.08.2009 11:04 Uhr von Salvatore3
 
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Problem: das Bankengeschäft konzentriert sich in den USA auf eine noch geringere Anzahl an Großbanken. Darunter leidet vor allem der Mittelstand. CIT ist ja auch noch nicht aus dem Schneider. Die Bank hat über 900.000 kleine und mittlere Geschäftskunden.
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15.08.2009 11:09 Uhr von fortimbras
 
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das zeigt wieder die soziale ungerechtigkeit: die banken haben alle versagt und ihren untergang jahrelang provoziert
insofern gehen sie also verdient zu grunde
aber warum rettet man trotzdem die großen banken die genauso schuldig sind und lässt die kleinen ausbluten
sozial wäre doch eher alle oder keine gleiches recht für alle

da sich kein land alle banken leisten könnte (die großen zu retten kann sich auch keines leisten) hätte man alle zugrunde gehen lassen sollen
das system geht eh zugrunde wir können nur noch versuchen uns die besten vorraussetzungen für einen neuanfang zu schaffen
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15.08.2009 11:20 Uhr von Summersunset
 
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@fortimbras: Man kann im Leben nicht mit einer absoluten Gerechtigkeit vorgehen. Grds. rettet der Staat erstmal keine privaten Unternehmen. Er greift nur ein, wenn dieses gefährdete Unternehmen von essentieller Bedeutung für das nationale Wirtschaftssystem ist.

Ein Zusammenbruch von den wichtigen Banken möchtest du auch nicht erleben. Das wäre dann kein zwei-Wochen-gibt-es-eben-nicht-alles-im-Aldi-Zeug, sondern wir würden wahrscheinlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen wie vor ca. 100 Jahren. Außer natürlich, du hast zufällig eine Waffe und den Keller voller Konserven. Dann könntest du als großer Gewinner aus der Krise kommen.

Es haben übrigens nicht alle Banken versagt. In Deutschland mussten neben der HRE (die als Spezialist eben voll getroffen wurde) fast nur halb-staatliche Banken gestützt werden. Die privaten Banken kommen ganz ordentlich durch die Krise, weil sie breit aufgestellt sind.
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15.08.2009 12:56 Uhr von Gorli
 
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25Mrd $ sind viel Asche, erscheinen jedoch angesichts der 680 Mrd $ die mit Lehmann Brothers im September letzten Jahres verbrannt wurden furchtbar unbedeutend.
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15.08.2009 14:31 Uhr von Salvatore3
 
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@Gorli: ja, so abgestumpft sind wir schon. 25 Mrd. sind Peanuts in unserer heutigen Zeit.

Damit kannst du fast 10 Mal das teuereste Hotel der Welt kaufen, das Emirates Palace (Kosten pro "Stück": 2,7 Mrd. Dollar)

http://www.ewtc.de/...
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15.08.2009 23:21 Uhr von Salvatore3
 
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@ Ming-Ming: Ja, die wird unsere Regierung vielleicht bald nötig brauchen ;)
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16.08.2009 00:08 Uhr von Kelrycor
 
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Gesetz der Natur: Das erinnert mich irgendwie genau daran - somit hat die Weltwirtschaftskrise wenigstens den Nutzen unter dem wucherndem Chaos der abaertausenden Finanzunternehmen aufzuräumen. Natürlich auslese, sag ich da... schade, dass soviel unschuldige Bauernopfer drunter leiden müssen.
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16.08.2009 09:24 Uhr von moddey
 
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alles ganz einfach: Das Geldsystem ist eh nur krank.
Eins System in denen wichtige Sachen nicht gemacht werden weil eine künstlich Geschaffene Sache (Geld) es nicht zulässt ist doch total absurd.
Beispiel:
Es werden viele Altenbetreuer gebraucht. Es werden aber keine Eingestellt weil das Geld fehlt. Deswegen sind in manchen Heimen katastrophale Zustände..
Oder Junge Leute bekommen nur eine schlechte Schulbildung weil qualifizierte Lehrer fehlen oder Lehrmaterial fehlt...
Absolut bescheuert. Und jeder der drüber nachdenkt findet locker noch 20 Beispiele.
Also Geld und Banken abschaffen. Arbeitspflicht für jeden. Jeder bekommt alle Güter die er mag und die zur Verfügung stehen kostenlos. NAtürlich nur in "haushaltsüblichen Mengen". Wobei es dann eh kein Sinn macht 30 LCD TV´s zu bunkern :-) Dann kommt es nämlich auf den Fleiß der Leute an welche Sachen und in welchen Mengen die Waren zur Verfügung stehen. Und schon brummt alles wieder.
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16.08.2009 11:15 Uhr von Kelrycor
 
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@moddey: Klingt nach nem kommunistischen System, dass du da vorschlägst und den Rückschritt zum Tauschhandel.

Halte beides nicht für sinnvoll, da ein kommunistisches System keine gesunde Entwicklung hat und niemals richtig funktionieren kann, und Tauschhandel, weil es aus gutem Grunde vor etlichen Jahrhunderten abgeschafft wurde.

Schaut euch mal einfach die unten stehende Diplomarbeit über das Geldsystem an. Es ist verniedlicht und vereinfacht dargestellt, aber so kapiert auch wirklich jeder wo die faule Wurzel begraben liegt... (besonders der Abschnitt mit dem "Anspruch an Geld mehrfach vergeben", das MUSS in bestimmten Fällen schiefgehen).

Drei Teile je ca. 10 Minuten:
http://www.youtube.com/...
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16.08.2009 13:21 Uhr von moddey
 
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@kelrycor: *grins*
Ja natürlich "Kommunismus" und "Rückschritt zum Tauschhandel". Und wurde alles aus gutem Grund abgeschafft. Alles Schlagworte um etwas anderes schlechtzureden ohne sich damit wirklich auseinander zu setzen.

MAch dich doch mal frei von dem Gedanken der persönlichen Gewinnmaximierung. Die wirst du in deinem normalen Leben eh niemals erreichen. Von deiner erbrachten Leistung profitieren in hohem Maße andere. Du leider viel zu wenig.
Das muss abgeschafft werden.

Von mir aus behalte halt das Geld bei. Aber das Zinssystem muss abgeschafft werden weil es sowieso unmöglich ist diese Zinsen jemals zurück zubezahlen. Geld das es nie gab kann nicht zurückbezahlt werden.
Aber wenn man das Zinssystem abschafft ist das Geldsystem sowieso gleich mit am Ende.

Für was brauchst du denn dein Geld? Um dir deinen Lebensunterhalt zu finanzieren, oder? Und wenn jetzt dein Lebensunterhalt auch ohne Geld möglich ist, für was denn noch dann Geld benutzen?

Natürlich setzt so ein System vorraus das man alle Tätigkeiten als Gleichwertig einstuft. Was sie meiner Meinung nach auch sind. Mit welchem Recht soll die Arbeit eines Abteilungsleiters das 3 fache Wert sein wie die Arbeit einer Krankenpflegerin? Erkläre mir das mal ohne das du als Grund irgendeine fiktive Geldwerte Wertschöpfung lieferst. Weil das Geld haben wir ja abgeschafft ;-)
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16.08.2009 14:09 Uhr von Kelrycor
 
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@moddey: Bei der Abschaffugn des Zinssystems stimme ich dir ja auch zu. Anspruch auf Geld, Geld als Symbol für Gold oder andere Wertgegenstände, und dann Anspruch mehrmals vergeben? Aus Nichts weiteren fiktiven Wert erzeugen. Das geht auf Dauer nicht gut. Haben wir ja jetzt gesehen, dass Banken zahlungsunfähig werden.

Mir geht es nicht um Gewinnmaximierung, der Kommunismus funktioniert aus psychologischen Gründen nicht.
Frage: warum sollte ich einen difizilen Beruf erlernen, der mit hoher Verantwortung im Alltag verbunden ist, wie zum Beispiel "Chirurg", wenn ich als Halbkreisingenieur (Strassenkehrer) mit der halben Mühe genauso behandelt werde?
Das Gehalt, oder unterschiedliche Statusniveuas als Entlohnung ist notwendig, um für manche Berufszweige überhaupt den Anreiz zu schaffen diesen auszuüben. Was glaubst du wieviele Berufe plötzlich völlig verweisen würden nach dem Schema was du vorschlägst?

Geld macht ebenso Sinn (wie oben gesagt und selbst auch: ohen Zins oder Mehrfachvergabe von Ansprüchen). Tauschhandel alleine funktioniert in der heutigen Zeit nicht. Als Bauer ist es schon doof seine neue Scheune mit 5000 Kilo Zuckerrüben finanzieren zu müssen, zumal das schnell gehen muss ,da die Zuckerrüben sonst verderben. Was will der Bauunternehmer mti 5000 Kilo Zuckerrüben? Die muss er umständlich wieder weiterhandeln. Schau dir das Video an "wie funktioniert Geld", da ist das einleuchtend erklärt. Und darum brauchen wir Geld. Geld verdirbt nicht, Geld hat einen Zahlenwert mit dem man auch zwischen völlig tauschunkombatiblen Partnern Handel betreiben kann.

Was du aber vorschlägst, ist ja, dass jeder einfach das bekommt was er braucht. Jeder übt einfach seine Tätigkeit aus und bekommt halt alles Notwendige. Ist soweit ok. Aber keiner strengt sich wirklich mehr an bei der Arbeit und, wie oben beschrieben, einige - auch notwendige Berufe sterben aus. Das kann, wie gesagt, psychologisch nicht funktionieren. Neid, Gier und Faulheit sind nur drei der Grundeingenschaften der Menschheit. Eine solche Zweckgemeinschaft, wie du sie gerne hättest, würde nach kurzer Zeit zusammenbrechen.
Beim Kapitalismus regelt die Nachfrage nach Etwas (Beruf, Ware) die Gegenleistung und somit die Attraktivität. Es entsteht also ein natürlicher Ausgleich. Natürlich hat der Kapitalismus auch seine Schattenseiten, wenn er falsch genutzt (Banken) oder ausgenutzt (Kluft Arm<->Reich) wird - ohne Frage. Aber darüber diskutieren wir auch nicht.

Dein Beispiel, Abteilungsleiter und Krankenpflegerin sind von ihrem Verpflichtungsgrad, Anspruch, Aufwand und Veranwortung her zu ähnlich um als Beispiel dienen zu können. Hier wäre eine ähnliche Vergütung (Geld oder Waren) denkbar. Mein Beispiel ist besser und sollte auch dir einleuchten.

Also, als abschliessender dezenter Hinweis: gibt es das von dir gewünschte System auf der Welt irgendwo, und, gehen wir von einer Population von mindestens 1000 Menschen aus (um die "Monkey Sphere" auch wirklich zu verlassen)? Nein, weil es nicht durchsetzbar wäre.
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16.08.2009 15:09 Uhr von cyrus2k1
 
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@Kelrycor: Das beschriebene System ähnelt ziemlich genau der Welt von Star Trek. Vielleicht ist die Menschheit irgendwann so weit, schön wäre es. So wie jetzt geht es auf jeden Fall nicht weiter. Gene Roddenberry hatte schon großartige Visionen!
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16.08.2009 15:12 Uhr von moddey
 
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@kelrycor: Argumente sind ja nun ausgetauscht :-)
Nur noch so viel:
Warum sollte jemand einen so schwierigen, sehr verantwortungsvollen Beruf wie Chirurg erlernen?
Einfach weil jemand Spaß dran hat anderen Menschen zu helfen? Und Anerkennung der Gesellschaft wäre ihm auch sicher wenn er bekannt dafür ist auch in schwierigen Fällen einen guten Job zu machen. Ich glaube eh nicht das jemand z.B. Chirurg erlernt, weil er damit evtl. mal Millionär werden könnte.

Glaubst du es würden sich dann keine Müllmänner mehr finden? Glaube ich nicht, bestimmt macht der Job auch einigen Spaß. Und für Jobs die wirklich keiner mehr machen möchte, muss die Gesellschaft sich halt bemühen wege ,z.B. Maschinen, zu erfinden die solche Jobs überflüssig machen.

Ich kann überhaupt nicht verstehen warum die Menschheit so beschränkt ist und an dem blöden Kapitalismus so vehemend festhält. Ein System das auf Ausbeutung setzt.
Es gab Zeiten vor dem Kapitalismus und wird auch Zeiten nach dem Kapitalismsus geben. Und damit die zeit danach besser wird, als die jetzige sollten wir alle dran arbeiten.
Aber damit solls jetzt auch gut sein :-)
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16.08.2009 18:43 Uhr von Kelrycor
 
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Der Mensch, das unbekannte Wesen: Darum geht es ja auch bei Diskussionen - persönliche Sichtweisen anderen darzulegen. Ob er diese dann teilen möchte oder nicht, ist dann jedem seine persönliche Sache :)

Arzt oder Chirurg kann man durchaus aus Überzeugung werden. Das stimmt. Aber ich denke, wenn ein Arzt sich 20 Jahre lang abrackert und abmüht, um anderen zu helfen, um dann im selben "Drecksloch" zu sitzen wie jemand andres, der fast nichts macht (und sich vielleicht gegen das System stellt und trotzt), könnte diese Ambition auch im Keim ersticken ;)
Und ja, er würde auch etwas Ansehen bekommen für seine Tätigkeit Menschen zu helfen. Aber genau das ist der Knackpunkt. Dieses "Ansehen" könnte sowohl Anreiz für den Berufszweig sein, eine Art fiktive "Vergütung/Lohn". Das macht "Ansehen" ähnlich wie "Geld", und würde ihn quasi in einem Klassensystem bewust oder unbewusst emporheben... und wieder sind die Menschen nicht alle gleich. Das System würde sich in diesen Fall selbst aushebeln... blöd.

Ganz ehrlich - wäre schön wenn dein Utopia so funktionieren würde, ich wäre da gerne mit dabei. Eine "ideale" Welt a la Star Trek, oehn sinnlose Alltagsgeplänkel, sinnvoll zielgerichtet und Hand in Hand arbeitend. Aber der Mensch im momentanen sozialen und psychischen Zustand ist dafür einfach nicht geeignet. Das erkenne ich bei vielen Shortnews - da hat wieder ein völlig abgedrehter, sonst Normalotyp ein völlig psychotisches Gewaltigverbrechen begangen, wo ich einfach nur Hass auf die Bestie Menschheit bekomme. Der freie Wille - pah - Segen und Fluch zugleich, der sorgt dafür das sich manche "Menschen" so völlig abartige Dinge ausdenken können... und dann auch noch umsetzen.
Diese Menschheit - nein, die wird in dieser Form nicht überlebensfähig bleiben auf lange Sicht. Meine Meinung. Aber da gehen wir nun in eine völliges anderes Thema.

Kennst du den Philosophen und Dichter Hobbes? Der hat das Buch "Leviathan" verfasst. Darin ist ein sehr interessante Thesis verfasst: der Mensch als Einzelgänger. Er betrachtet das Verhalten der Menschen einfach mal aus der Sicht, als ob sich jeder nur der Nächste ist. Die Gesellschaft, wie wir sie zum Beispiel kennen, entsteht nur aus reinen Nutzen heraus. Eine Zweckgemeinschaft, die solange unterstützt wird vom einzelnen Individuum, wie sie einen Nutzen für ihn erfüllt. Dieses "Modell" von Hobbes lässt sich erschreckenderweise auf unglaublich viele sozialen Verhalten des Menschen niederbrechen. Verhalten im Beruf im Team oder Karriere, solange ein gemeinsames Ziel verfolgt wird, arbeitet man im Team, ansonsten tendieren die Meisten andere zu ignorieren... oder Aussteiger und Anarchisten, die mit dem System der Gesellschaft nichts anfangen können, weil sie für diese keinen Nutzen haben und sich demnach querstellen - quasi gesellschaftsunfähig werden. Sogar Freundschaften und Liebschaften... denn auch von diesen Zweckgemeinschaften profitieren in der Regel beide Parteien - und sie besteht in er Regel solange wie beide einen gemeinsamen Nutzen davon haben. Danach zerbricht diese entweder, oder verläuft sich.

"Homo homini lupus est" -Hobbes. Das ist sein Motto im "Leviathan"... ein Motto, das ich ehrlich gesagt teile. Es bedeutet in etwa: "Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf". Und solange das so ist, wird der asoziale Mensch nur temporär sozial sein.
Und hier möchte ich dir deine letzte Frage auch gerne beanworten, warum der Mensch am Kapitalismus festhält: es passt einfach am Besten zu dem typischen psychologischen Muster seiner Bedürfnisse. Mehr nicht, weniger auch nicht. ;)
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17.08.2009 07:51 Uhr von John2k
 
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Man kann ja einiges: aus dem Kapitalismus mit übernehmen, nur anders.
Dann gibt es halt ein Belohnungssystem, das nach Leistung, Alter usw. aktiv wird. Das ist allemal motivierender denke ich als immer nach Geld zu streben und dann doch einen Kredit aufzunehmen, um sich etwas kaufen zu können.
Das Problem mit den Berufen ist auch kein wirkliches Problem. So kann man z.B. einem Chirurgen Extraleistungen anbieten. Auch für für den Beruf Müllmann kann man auch Anreize schaffen, dass dieser ausgeübt wird. Zumal kann man auch öfter mal wagen verschiedene Berufe auszuprobieren, wenn man nicht vom Geld abhängig ist.
Was denkst du warum Menschen immer wieder gegen Regeln verstoßen? Was denkst du warum Morde geschehen?
Eventuell fühlen sie sich im Stich gelassen, vernachlässigt, von der Gelesschaft verstoßen. Solche ungereimtheiten könnte man mit dem nächsten System ausbügeln. Dann müsste es auch keine Penner mehr geben. Es stehen doch etliche tausende Wohnungen leer. Also wieso müssen Menschen auf der Straße leben?
Kapitalismus dient doch nur denen, die reich sind und ihr Vermögen weiter ausbauen wollen. Sie haben angst, dass dieses ganze einfach wertlos wird und jeder das, was sie haben auch haben können wird.
Zumindest ein System, wo man alle Grundbedüfnisse des Menschen abdeckt wäre angebracht, alles andere könnte man über ein Bonussystem lösen.
Mensc hen die aus der Reihe tanzen, wird es immer geben und bloß weil es sie gibt, müssen wir keine Angst vor Veränderungen haben. Selbst im Utopia wird es welche geben, die gegen irgendwas kämpfen. Gute Beispiele sind die ganzen Filme, die wir haben.

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