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GB: Verdächtige wollten Passwort nicht nennen - Verurteilung

In Großbritannien sind zwei Personen verurteilt worden, die sich weigerten ihre Passwörter an die Strafverfolgungsbehörden auszuhändigen.

Seit Oktober 2007 verfügen die britischen Behörden über ein außerordentlich machtvolles Instrument. Wer sich im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen weigert, die Passwörter zu verschlüsselten Datenträgern auszuhändigen, kann dafür bestraft werden.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 15 Aufforderungen zur Herausgabe von Passwörtern gestellt worden. Es hätte sich dabei um "Anti-Terror, Kinderpornografie und extremistische Fälle" gehandelt. Von den 15 zur Herausgabe aufgeforderten Personen weigerten sich elf. Zwei wurden nun verurteilt.


WebReporter: Chriz82
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Großbritannien, Verdächtige, Verurteilung, Verdächtig, Passwort
Quelle: www.theregister.co.uk

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.08.2009 15:12 Uhr von nameless0815
 
+6 | -0
 
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unverschämt: Da bin ihc froh das ma nin deutschland zum glück nichts sagen muss was einen selber belasten könnte und immer die unschuldsvermutung gilt
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13.08.2009 15:13 Uhr von Geschan
 
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hm das gucken sich unsere Politiker-Marionetten bestimmt bei denen ab
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13.08.2009 15:16 Uhr von lina-i
 
+4 | -0
 
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Wichtige Infos fehlen Das Gesetz heißt RIPA (Regulation of Investigatory Powers Act), und es sieht Haftstrafen bis zu 5 Jahren für diejenigen vor, die die Herausgabe von Passwörtern oder Kryptografieschlüsseln an Ermittlungsbehörden verweigern.

Lt. heise.de haben bei 15 Anordnungen 4 Personen freiwillig die Daten herausgegeben. 7 Anklagen folgten, wobei 2 Beklagte zu Haftstrafen verurteilt wurden.

Originalquelle: http://www.h-online.com/...
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13.08.2009 15:26 Uhr von Ulli1958
 
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plausible deniability: kwT
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13.08.2009 15:44 Uhr von Paddex-k
 
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Hoffendlich: kommt unser Demokratiefeind Schäuble jetzt nicht wieder auf dumme Gedanken!
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13.08.2009 16:01 Uhr von Ulli1958
 
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@Paddex-k: Falls sich alle Leute so dumm anstellen wie die da in GB, dann könnte das Modell auch für Deutschland sehr erfolgversprechend sein.
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13.08.2009 21:48 Uhr von fortimbras
 
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fangt bloss nicht an über gb zu lästern: die waren einfach nur schneller als wir...
wenn wir nicht aufpassen steht uns das auch noch bevor

das einzige worüber man ruhig lachen kann ist die unfähigkeit der behörden
können nichtmal passwörter knacken und sind darauf angewiesen dass der verdächtige sich dazu erbarmt die zu veraten...

in den polizeisendungen brauchen die merkwürdiger weise immer nur bruchstücke von festplatten um alle passwörter umgehen und alle daten auslesen zu können ^^
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14.08.2009 05:32 Uhr von Hawkeye1976
 
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Ausnahmsweise: muss ich Ulli mal zustimmen. "Plausible deniability" oder auf deutsch "Glaubhafte Abstreitbarkeit" heisst hier das Zauberwort.

"Glaubhafte Abstreitbarkeit (auch: Glaubhafte Bestreitbarkeit; englisch Plausible deniability) ist ein Konzept zum Vermeiden von Spuren, die einen Sachverhalt nachweisbar machen. Im besten Fall wird sogar ein plausibles Alibi geschaffen."

Das heißt z.B. bei TrueCrypt:

"Ein besonderes Sicherheitsmerkmal von TrueCrypt ist das Konzept der glaubhaften Abstreitbarkeit (engl. plausible deniability). Das bedeutet, dass es sehr schwierig ist, die Existenz verschlüsselter Daten nachzuweisen. Dafür gibt es zwei Funktionen:

1. TrueCrypt-Container (Volumes) können nicht erkannt werden, da sie keinen eigenen Kopfdatenbereich haben und nur aus zufälligen Bitfolgen zu bestehen scheinen. Sie sind damit von normalen Partitionen oder Dateien voller Zufallszahlen nicht zu unterscheiden. Der Angreifer wird dort jedoch verschlüsselte Daten vermuten. Hier setzt die zweite Funktion an:
2. Versteckte Container (Hidden Volumes) können innerhalb des freien Speicherplatzes eines anderen verschlüsselten Volumes versteckt werden. Wird man z. B. gezwungen, das Passwort für das Volume herauszugeben, gibt man nur das Passwort für das äußere Volume her, das versteckte und mit einem anderen Passwort verschlüsselte Volume bleibt unentdeckt. So sieht ein Angreifer nur unwichtige Alibi-Daten, die vertraulichen Daten sind verschlüsselt im freien Speicherplatz des verschlüsselten Volumes verborgen."

Wenn man es also richtig angeht, ist Ullis Einwurf genau der Schlüssel zur Wahrung der Privatsphäre und privater Daten.

Noch muss man in Deutschland ein Passwort nicht nennen. Und wenn die wissen wollen, was z.B. in einem AES verschlüsselten Container liegt, dann müssen sie es halt knacken.
AES ist in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe zugelassen, woraus man - die Paranoia der Amis mit in Kalkül ziehend - wohl folgern kann, dass es nicht so einfach ist, diese Verschlüsselung mal eben zu knacken.
Bei einem ausgefuchsten, komplexen Passwort dürfte das wohl im Normalfall allein schon finanziell für unsere Behörden kaum machbar sein oder halt sehr lange dauern.
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14.08.2009 08:31 Uhr von McDarkness
 
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Naja, ich finde es zwar nicht unbedingt toll, dass man dadurch direkt verknackt werden kann.
Aber ich denke schon, dass diese Leute Dreck am Stecken haben müssen wenn die ihr Passwort nicht raus geben.
Es wird einem schließlich gesagt warum gegen einen ermittelt wird. Wenn man ein reines Gewissen hat kann man auch die Passwörter her geben.
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14.08.2009 16:40 Uhr von Nona
 
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@McDarkness: Warum gehst du davon aus, dass man schuldig ist, wenn man das Passwort nicht raus gibt? Wenn ich z.B. Aktfotos von mir selbst und meinem Partner verschlüsselt hätte, würde ich mein Passwort auch nicht rausgeben.

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