13.08.09 09:29 Uhr
 1.239
 

Briefträger: Längere Arbeitszeiten für gleichen Lohn

Die Mitarbeiter der Deutsche Post sollen künftig länger arbeiten. Die Arbeitszeiten sollen von 38.5 Wochenstunden auf 40 Erhöht werden, allerdings für den gleichen Lohn.

Aufgrund der Wirtschaftskrise und dass weniger Menschen den Postweg wählen, erwirtschaftete die Post weniger Gewinn.

Ein neues Produkt, der Internet-Brief, soll außerdem bei der Gewinnsteigerung helfen. Dieser soll Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres herauskommen und genau so sicher und schnell sein, wie ein richtiger Brief.


WebReporter: promises
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Brief, Lohn, Arbeitszeit, Briefträger
Quelle: www.bild.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Einigung im Tarifstreit bei VW
Furcht vor Schweinepest: Aufregung um polnische Wurst
Baden-Württemberg: Schlachthof, der McDonald`s belieferte, quälte Tiere

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
13.08.2009 09:35 Uhr von Peti`zZz
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
"künftig länger arbeiten" und "dass weniger Menschen den Postweg wählen" widerspricht sich irgendwie, oder?
Kommentar ansehen
13.08.2009 09:43 Uhr von rubberduck09
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Super - dann krieg ich meine Post also erst gegen: 18:00 in meinen Briefkasten, oder was?

Sorry, aber so kanns nicht gehen, liebe Post. Das Porto schraubt ihr schön regelmäßig hoch, aber die Briefträger werden dabei vergessen. Sollen doch diese Manager mal 1 Monat (bitte nicht bei schönem Wetter, sonst wirkts nicht) Briefe austragen, ob die danach noch immer so denken.

Früher (tm) hat der Postbote einen Golf gefahren (gefühlt entspricht das einem heutigem Lupo) und hats geschafft. Er hatte eine Tasche bei sich und mußte nicht zu jedem Haus mitm Auto fahren. Aber durch die Umstrukturierungen fährt der ja keine Pakete mehr aus sondern nur noch Briefe. Zu normalen Zeiten ist das aber Verschwendung, nur zu besonderen Festlichkeiten (Harry-Potter-Buch oder anderes...) brauchts da vielleicht mal einen extra Paketdienst oder halt für das große/schwere. Heute kurven die Postler mit einem Sprinter oder so rum, verbrauchen jede Menge Sprit, ham keine Tasche mehr, wo sie mal für eine Straße ohne Pakete einfach alle Briefe reinmachen und laufen (wird nicht mehr bezahlt) und brauchen dann aber länger.

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich da kotzen möchte.
Kommentar ansehen
13.08.2009 09:45 Uhr von Klassenfeind
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Kann mir mal: irgendjemand erklären,wieso diese Angestellten länger arbeiten müssen,obgleich keiner weiß,das es etwas bringt??? Immerhin "spricht" die quelle davon,dfaß Briefe immer mehr per E-Mail verschickt werden!!! Was bitte,können die Postangestellten dafür???????????
Kommentar ansehen
13.08.2009 09:46 Uhr von PakToh
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Translation in Progress ""künftig länger arbeiten" und "dass weniger Menschen den Postweg wählen" widerspricht sich irgendwie, oder?"

Für einen normal Denkenden Menschen ja, im Wirtschaftsdeutsch nicht.

Längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn ist unterm Strich einfach ne Lohnsenkung.
Längere Arbeitszeiten sind aber einfacher der Belegschaft unterzujubeln, da man bei einer direkten Lohnsenkung weniger Geld im Geldbeutel hat und man das deutlicher merkt, als die halbe Stunde pro Tag länger auf Arbeit zu sein.

Gleichzeitig muss man gucken wie viele Überstunden evtl bisher gemacht wurden. - Dann wird ein Schuh draus ;)
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:18 Uhr von Arktuss
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Naja ohne Lohnerhöhung ist das natürlich Mist. Aber das die Stunden angepasst werden war fast klar, ich hab vertraglich einen 42 Stunden Woche und so unüblich ist das garnicht mehr. Ich kenn auch einige die ne vertragliche 45 Stunde Woche. Finde das dann immer nett wenn ich von Leute mit 37,5 Stunden die Woche ausgelacht werde....
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:20 Uhr von Subzero1967
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
Naja: Klar meckern jetzt erst mal alle,ist auch menschlich.Aber Jeder wählt seinen Job selbst.Früher haben die Postboten ja auch mal hier und da eine kleine Pause eingelegt (einen auf die schnelle gehoben).So bekommen die ihre 1,5 Std. mehr schon Rum.Ich persönlich versuche alles über I-Net abzuwickeln,und habe dadurch erheblich weniger im Briefkasten.Denn selbst die DEW bietet das an.Also bekomme ich meist eh nur Werbung.
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:20 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@PakToh: Das mit der indirekten Lohnkürzung ist schon klar,soweit schon verständlich. Aber rein von der Arbeitszeit her ist das doch vollkommener Unsinn,oder ? Wenn eine Firma z.B. noch für 8 Wochen Aufträge hat,aber noch keine Folgeaufträge...wieso erhöhen die dann die Arbeitszeit ? Dann sind die Aufträge doch noch schneller abgearbeitet. Ist doch m.E. nur ein Weg der Arbeitgeber,um Mitarbeiter schneller in Kurzarbeit schicken zu können und somit weiter Geld zu sparen.
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:48 Uhr von Marc_Anton
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Das ist voll der Witz, meine Mutter ist Briefzustellerin bei der Deutschen Post. Sie arbeitet jetzt schon jeden Tag mehr als 10 Stunden. Das sind pro Woche mehr als 50h. Vor allem gibt es sogut wie keine Möglichkeit mal eher heim zugehen und bei Auszahlung der Überstunden gehen 50% an Abzügen verloren. Dann kommt noch ein großkotziger Postchef und sagt, alle Briefe sollen bis 13 Uhr zugestellt sein. 13 Uhr fangen die Briefboten manchmal erst ihre Tour an, weil sie mit Sortieren nicht nachkommen. Außerdem stellen Postboten nicht mehr nur Briefe zu, sondern liefern auch Pakete aus. Zum Großteil sind das Frauen, die dann Flachbildschirme oder schwere Kartons mit Regalbrettern (z.Bsp. Anbauwand aus Quelle-Katalog) rumschleppen müssen. Das bekommen sogar manchmal nicht einmal Männer gestämmt. Absolut kochenharter Job. Deshalb ist auch nur noch der harte Kern da, die das schon jahrelang machen und in dem Job drin sind. Der Großteil neuer Mitarbeiter, den die Post vom Arbeitsamt holt, gibt schon nach 2 bis 3 Wochen wieder auf.
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:51 Uhr von PakToh
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
45 Stundenwochen? Hmm, also für mich ist sowas Ausbeutung... @Arktuss

Klar, kannst selber nichts dafür, aber dein Chef kann (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht van A nach B zählen...

In jeder halbwegs seriösen Lektüre zu Projektmanagement (Komme aus dem IT-Sektor) kann man nachlesen, dass Arbeitnehmer nicht produktiver werden, wenn sie länger arbeiten, im Gegenteil. 8 Stunden am Tag ist der Punkt bis zu dem man Produktiv arbeiten kann.

Wenns mehr wird, auch auf die Woche und auf Monate hoch gerechnet, zehrt es einfach an der Substanz und der Arbeitnehmer wird dauerhaft nicht die gleiche Leistung bringen können, die er eigentlich bringen könnte.

Nicht umsonst wird in neueren Projektmanagement-Methoden (Agile Softwareentwicklung) gesagt: Keine Überstunden, lieber vernünftige Termine und vernünftige Planung. - Natürlich ist jeden Klar, dass das in der Realität kaum zu halten ist, gerade wenn man im Projektgeschäft tätig ist, aber hier hat man den Effekt, dass man nur punktuell Überstunden machen muss und diese im Laufenden unterdrückt - Hierdurch ist nicht nur die Motivationskurve, sondern auch die Fähigkeit klar, schnell und effizient arbeiten zu können deutlich höher.

Ich kann mir dabei nicht vorstellen, dass das nur für Projekte gilt, sondern dass das generell bei Arbeitnehmern so ist - man braucht Druck, weil man sonst gar nichts / kaum was macht, aber es sollte eben so sein, dass der Arbeitnehmer dabei nicht ausbrennt/verheitzt wird.
Kommentar ansehen
13.08.2009 10:52 Uhr von Jorka
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Wird Zeit: das diese ganzen Privatisierungen rückgängig gemacht werden.

Längere Arbeitszeiten für gleichen Lohn?
Aber klar doch, damit die Manager noch mehr Geld in den After geschoben bekommen. Weiter so!
//Ironie off
Kommentar ansehen
13.08.2009 11:13 Uhr von PakToh
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Marco_Werner: Es geht dabei in der Regel nicht darum, dass man zu wenig zu tun hat, sondern, dass man Überstunden hat, die man entweder Kostengünstig abbauen (sprich: weder abfeiern, noch bezahlen) will.
Dass die Post zusätzlich über zu wenig Aufträge kühmt ist ne andere Baustelle.

Zumal die Postboten müssen eh die Straßen ablaufen/fahren - Ob du nun 10 oder 1 Brief bekommst, der muss so oder so bei dir vorbei.

ebenso ist es relativ egal, ob nun einer der Nachbarn nen Brief kriegt oder nicht, man hat immer so viele in einer Strasse, dass es keinen Unterschied macht, ob 10 Briefe mehr oder weniger dabei sind.

Daher kann ma einerseits über weniger Briefe klagen, andererseits ist die Arbeit aber die Selbe.

Zumal das Aussortieren der Briefe größtenteils (3/4) Maschinell gemacht wird, die Aussortierten, nicht lesbaren werden von Studenten per Hand sortiert, aber da wird man auch eher Bundesweit zusammen gerechnet Stellen streichen können, als wenn man einzelne Postzentren ansieht und dort 10% einsparen will - Weil 100 Briefe die Woche mehr oder weniger machen da keine stelle aus, glaube ich jedenfalls nicht...

Und in der Restlichen Wirtschaft ist es so, dass man oftmals ähnliche Probleme hat oder aber man eigentlich noch genug zu tun hat, nur eben keine neuen Aufträge in dem Umfang kommen den man gerne hätte - es gibt ja immer noch diesen kapitalistischen Schwachsinn "Wir müssen wachsen". - eine Firma überlebt auch ohne Wachstum, man sollte nur nicht schrumpfen und man sollte Kostendeckend arbeiten, dann gehts der Firma gut, aber naja, das ist ne Grundsatzdiskussion die hier nicht hin gehört.
Kommentar ansehen
13.08.2009 12:08 Uhr von Arktuss
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@PakToh: Ich komme auch aus dem IT Sektor, und habe die vertraglichen 42 Stunden. Ich habe im Arbeitsvertrag sogar drinstehen das 20 Stunden mehr im Monat mit dem gehalt abgegolten sind. Meistens liege ich auch da noch drüber da ich eher auf 50 Stunden, manchmal 55 Stunden komme.

Auch die 45 Stunden wochen sind aus dem IT Bereich.

Ich bin Softwareentwickler, und in der Konstellation in der ich arbeite ist eine agile Entwicklung garnicht möglich.
Kommentar ansehen
13.08.2009 12:39 Uhr von PakToh
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Arktuss: Ich habe nicht gesagt, dass es nicht realistisch ist, nur sollte jedem Denkenden Menschen klar sein, dass das absolut ineffektives Arbeiten ist!

Das Chinesen-Prinzip funktioniert nicht, weder mit mehr Personen, noch mit mehr Zeit pro Person.

Es gibt sowohl für die Anzahl an Entwicklern, als auch für die Arbeitszeit pro Entwickler eine Sättigungslinie, bei der man den größten Kosten/Nutzen-Faktor hat.

Die Anzahl der Entwickler ist vom Problem/Projekt abhängig und wie man es lässt, ob nun Agil, mit nem Drecks V-Modell, Klassisch nach dem Wasserfall oder irgendwie anders Iterativ (oder auch ganz anders - egal) - Das hat hauptsächlich Auswirkungen auf die Anzahl der Mitarbeiter und zu welchem Zeitpunkt was sichtbar ist / Welche Ergebnisse wann vorhanden sind.

Während mehr Arbeitszeit ab einem bestimmten Punkt - der liegt eben meistens bei 8 Stunden/Tag oder 40 Stunden/Woche.
Wenn du mehr arbeitest sinkt diene Leistung pro Stunde einfach kontinuierlich ab.
Gehen wir von x LOC (Lines of Code) aus, die du pro Stunde bei 8 h/Tag schaffst. - dann sind es bei 50 h/Woche sagen wir nur noch x/2 LOC pro Stunde.

Kurz vor Auslieferung kann man mal 2 Wochen einlegen wo man deutlich mehr arbeitet, ohne direkt Einbußen zu haben, aber dauerhaft kann man auf jeden Fall Korrelationen sehen (auch wenn obiges Beispiel nur aus der Luft gegriffen ist und zur Veranschaulichung dient).

Gerade in der IT werden die Mitarbeiter verheizt, komme was wolle - Welchen Chef scherts schon, wenn der Mitarbeiter nach 10 Jahren Burnout hat? - Aber auf Dauer wäre es sehr viel effektiver eben hierauf zu achten, zumal man dann sehr viel weniger Bugs in Code hat, die 1. definitiv auftreten wenn Mitarbeiter überarbeitet sind und 2. in meiner Rechnung oben noch nichtmal eingerechnet sind.

Und bevor jemand mir sagt er arbeitet 60 Stunden und macht keine Bugs... - Entweder er lügt oder aber die Qualtitätssicherung sollte dringend aufgewertet werden, denn diese Korrelation ist Fakt und ich erlebe es immer und immer wieder, dass es hier auch kurzfristig deutliche Schwankungen gibt, wenn Entwickler zu sehr überbeansprucht werden.

Ich finde es nur erschreckend, dass es zu viele Leute gibt, die das anscheinend weder kümmert oder das sogar als Selbstverständlich ansehen, dass man sich kaputt schuftet. - Wie gesagt :Engagement ist wichtig und gut und kurzfrisitg Peaks zu haben wo man eben "reinklotzt" ist auch normal und in meinen Augen kein Problem, aber es darf nicht die Normalität sein.
Kommentar ansehen
13.08.2009 17:14 Uhr von psycoman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mehr Geld für mehr Arbeit: wäre ja auch schön. Also Postbote oder BriefzustellerInnen oder wie auch immer es offiziel heißt, stelle ich mir sehr anstrengend vor.

Andererseits wundert es mich, dass die Post nicht schon längst solche Arbeitszeiten hat.

Früher waren doch bei der Post auch Beamte, oder? IAlso ich bin auch Beamter und bei uns muss mann schon lange 41 Stunden Arbeiten, 38,5 gabs mal. Die Angestellten arbeiten auch 40.Also wundert es mch, dass es der Post anscheinedn bisher besser ging.

Anderseits, werden die sicher viele Überstunden haben, denn die können ja die Briefe nicht einfach um 17:30 fallen lassen und sagen: "Oh, Arbeitssoll erfüllt, ich geh heim!"

Aber dann könnte es schon bischen mehr Geld gegebn. Schweinerei soetwas.

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gegen die zehn Gebote verstossen: Margot Käßmann geht in Rente!
Kannibale & Liebe: Stückelmörder und Opfer aus dem Gimmlitztal waren schwul
NRW: Schwiegermutter Kehle durchgeschnitten - Acht Jahre Haft für Täter


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?