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Gericht in Neubrandenburg bricht künstliche Befruchtung ab

Eine 28-jährige Mecklenburg-Vorpommerin und ihr Mann hatten seit 2002 einen starken Kinderwunsch und entschlossen sich im März zu einer künstlichen Befruchtung. Dafür wurden neun Eizellen der Frau mit dem Sperma des Mannes befruchtet und danach eingefroren.

Bevor der Frau die befruchteten Eizellen eingesetzt wurden, verstarb der Mann durch einen Motorradunfall. In einem Präzedenzfall sollte nun das Gericht klären, ob die Klinik in Neubrandenburg die eingefrorenen Eizellen herausgeben darf. Die zweite Zivilkammer wies die Klage der Frau ab.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und wird wohl noch weitere Instanzen beschäftigen, da die Rechtslage nicht eindeutig ist. So verbietet das Embryonenschutzgesetz, dass Eizellen mit dem Sperma eines Toden befruchtet werden. Allerdings begann die Befruchtung vor dem Tod des Mannes.


WebReporter: Chaosmaus
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Befruchtung, Neubrandenburg
Quelle: www.mz-web.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.08.2009 21:28 Uhr von lina-i
 
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Soll die Frau "enteignet" werden? Unvorstellbar, dass sie nicht über ihre Embryonen verfügen darf, zumal das Leben bereits entstanden ist. Da tut jemand was gegen die niedrigen Geburtenraten und es wird ihm auch noch gerichtlich verboten.
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12.08.2009 22:22 Uhr von ePumuckl
 
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ich finde es den hammer, dass sie da nicht weiter machend arf wo die beiden es wollten. wenn er nur sperma hätte einfrieren lassen und dann nach seinem tot.... dann könnte ich die gerichte verstehen, aber die zellen sind schon befruchtet.
zählt das nicht auch schon als leben? die können doch froh sein, dass sie noch kinder in die welt setzen
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13.08.2009 00:09 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -0
 
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Das lehrt einen, bei der Befruchtung und Einlagerung auch gleich an ein entsprechendes Testament zu denken, dass die Rechtsrundlage sichert.

Da man oft beim Bund sein erstes Testament macht, sollte man diese Angewohnheit gleich beibehalten und ab da im Fünfjahresrythums (bei größeren Veränderungen natürlich auch eher) zu aktualisieren.

Es gibt so viele Leute, die als Bezugsperson der Lebensversicherung noch ihre Ex-Frau drin stehen haben und dergleichen Unbedachtheiten mehr.



Zur News direkt: Ja, dieser gerichtliche/gesetzliche Standpunkt ist kontraproduktiv zur familienfördernden Politik der Bundesregierung.
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13.08.2009 08:41 Uhr von a.maier
 
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Ich: finde das ist eine angefangene Behandlung die man nicht einfach abbrechen kann. Es ging ja nicht nur um den Kinderwunsch des Mannes, sondern auch um den der Frau. Wenn ein Blutspender stirbt werden die Konserven doch auch weiterverwendet. Ich sehe das so wie ePumuckl
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13.08.2009 09:52 Uhr von Kandis2
 
+1 | -1
 
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bitte beachten: @Autor und ePumuckl:
http://www.deutschesprache-schweresprache.de/...
Vielen Dank!
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13.08.2009 21:18 Uhr von Chaosmaus
 
+0 | -0
 
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@kandis2: Sorry war ein Flüchtigkeitsfehler, es muss natürlich heißen: "...dass Eizellen mit dem Sperma eines Toten befruchtet werden."

Das kann ja jedem mal passieren.

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