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USA: Wegen zu lautem Gähnen muss ein Prozess-Zuhörer für Monate ins Gefängnis

Im US-Bundesstaat Illinois wurde ein 33-jähriger Zuhörer im Gerichtssaal von dem Richter zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt.

Grund für die Bestrafung war, dass der Mann während der Urteilsverkündung ein lautes Geräusch verursachte, dass mit einem Gähnen vergleichbar war. Der Richter sah in dem Verhalten des Zuhörers eine gezielte Störung und Missachtung des Gerichts.

Nach 21 Tagen Aufenthalt im Gefängnis findet nun vor Gericht eine Anhörung mit dem Verurteilten statt, die im günstigsten Fall mit einem Freispruch des Einsitzenden enden kann.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: USA, Prozess, Gefängnis, Monat
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.08.2009 11:15 Uhr von Hämorrhoidenkönig
 
+12 | -2
 
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schon krass, dass man sich im gericht nicht soweit unter kontrolle hat, wenigstens leise zu gähnen und von den richtern, mit der strafe gleich so zu übertreiben....
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12.08.2009 11:21 Uhr von Ned_Flanders
 
+4 | -10
 
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Wer weiß..., was der Typ sich schon vorher alles geleistet hat?
Vielleicht war es für den Richter der berühmte Tropfen an Respektlosigkeit, welches sich zunehmend in der Gesellschaft breit macht.
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12.08.2009 11:48 Uhr von PakToh
 
+6 | -0
 
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Welcome im Real-Life! Das Leben ist eben anders als Barbara Salesch und Alexander Hold!
Wärend man dort jede Respektlosigkeit durchgehen lässt wird auch in deutschen Gerichten da doch deutlich härter durchgegriffen! (Was auch gut so ist).

In diesem Falle würde ich jedoch sagen, dass selbst "absichtliches Gähnen" allentfalls eine Ermahnung wert ist, sofern der jenige schon vorher aufgefallen ist.

Gähnen alleine ist eine normale Körperfunktion die man nicht wirklich beeinflussen kann, ähnlich wie Schluckauf oder Niesen. - Man kann nur versuchen es mehr doer weniger (gut) zu unterdrücken. - Während der Urteilsverkündugn stand es dem Zuschauer jedenfalls auch nicht frei einfach den Saal zu verlassen, als er merkte, dass er gähnen muss.

Von daher ist es allentfalls eine Ermahnung, wenn überhaupt.
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12.08.2009 12:07 Uhr von Jorka
 
+5 | -2
 
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Wundert mich ja: das er nicht gleich dafür nach Guantanamo Bay gekommen ist der böse "Gähnverbrecher"....
Der Richter hat gehörig einen an der Marmel...
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12.08.2009 12:23 Uhr von Flying-Ghost
 
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Naja, in einem meiner Prozesse wurde mal eine Zuschauerin des Saales verwiesen, weil sie trotz Ermahnung des Richters nicht aufhörte zu kichern. Beim 2. Mal musste sie dann den Saal verlassen.
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12.08.2009 12:28 Uhr von PakToh
 
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@Flying-Ghost: Ja ist ja auch richtig so, wenn sie kichern will soll sie das woanders tun, wir reden hier von nem Gerichtssaal und einer Gerichtsverhandlung, da sollte man sich schon noch benehmen / zusammenreissen und wenn man wegen irgendwas kichern muss sollte man selber schon raus gehen bis man sich wieder eingekriegt hat.

Mehrfaches ermahnen und Rauswurf sehe ich bei sowas durchaus als angemessen an, da hier weder eine direkte Beleidigung noch sonstwas im Raume steht und eine Geldbusse oder gar Ordnungshaft schier weit übertrieben sind...
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12.08.2009 13:29 Uhr von Flying-Ghost
 
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@PakToh: Irgend jemand erzählte mir später mal, es wären wohl Schülerinnen einer juristischen Lehranstalt gewesen. Und die sollten sich ja bei Gericht erst recht benehmen können.
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12.08.2009 13:36 Uhr von PakToh
 
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@Flying-Ghost: Eigentlich ja, aber anscheinend lernten sie es ja zu dem Zeitpunkt noch ;)
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12.08.2009 13:39 Uhr von Flying-Ghost
 
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@PakToh: Da wirste wohl recht haben. *lach*
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12.08.2009 15:04 Uhr von Kandis2
 
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Im Wilden Westen: ticken die Uhren anders ...
Hier hätte es eine Ermahnung gegeben und wiederholten Fall eine Ordnungsstrafe.
In den USA möchte ich jedenfall nicht leben ... viel zu viel Ausnutzung einer Machtposition.
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12.08.2009 15:06 Uhr von shadow#
 
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Tja Der Richter ist menschlich ein Arschloch, und das Rechtssystem der USA ist immernoch lächerlich.
Eigentlich nichts neues...
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12.08.2009 15:12 Uhr von joggolade
 
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haha: also bei asterix un obelix hätts geheißen "die spinnen, die römer" - heutzutage, im echten leben, passt "die spinnen, die amis"
ohman, denen is da drüben ja wirklich langweilig wenn sie für jeden scheiß ne gefängnisstrafe geben.
un dann heißts die gefängnisse sind überfüllt, klar doch wenn man einfach keine ordentlichen gesetze und keine ordentliche rechtsprechung hat is das auch nich weiter verwunderlich ^^
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12.08.2009 15:18 Uhr von Dark_Itachi
 
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Mein Tag heute: Wir hatten heute im Amtsgericht Erfurt so ne Sache: Der Angeklagte wurde wiederholt gefragt, ob er mit der Zeugin eine Beziehung hatte --> "Ich hatte keine Beziehung zu der Zeugin, wir haben nur bissel gepoppt...so für etwa 5 Monate lang", danach musste das Wort "Beziehung" erstmal definiert werden, was das Publikum (26 Jurastudenten aus Jena, die Praktikum am LG Erfurt machen), ziemlich witzig fand und gekichert hat, woraufhin der Verteidiger meinte "das interessierte Publikum" :-D

Zum Glück war der Richter extra gechillt und locker, der fands noch lustiger als wir :-D
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12.08.2009 15:23 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Quelle redet von "bewusstem Versuch" die Verhandlung zu stören, und wurde als "beabsichtigtes" Statement zum Urteil erkannt.
Er hat auch nicht gegähnt - sondern seine Meinung zum Urteil durch ein lautes unartikuliertes Geräusch abgegeben.

Es spricht aber auch nicht von besonderer Intelligenz des Cousins, den Richter zu provozieren. Ein normaler Mensch versucht doch den Richter milde zu stimmen.
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12.08.2009 15:44 Uhr von Kandis2
 
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@ThomasHambrecht: Selbst wenn es eine bewusste Störung war, hätte man das mit einer Geldbuße belangen können, als Mißachtung des Gerichts.
Dafür eine Haftstrafe anzusetzen, widerspricht völlig dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Wobei ich mich frage, ob es sowas im amerikanischen Recht gibt.
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12.08.2009 16:21 Uhr von StYxXx
 
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@PakToh: "Wärend man dort jede Respektlosigkeit durchgehen lässt wird auch in deutschen Gerichten da doch deutlich härter durchgegriffen!"

Leider nicht wirklich. Zumindest nicht an allen Gerichten. Ich habe schon Verhandlungen miterlebt, bei denen ging es auch nicht gerade zivilisiert zu. Das traurigste daran: Es war vor allem ein Anwalt der so auffiel! Unsachlich, unhöflich (mitten ins Wort der anderen brüllen), ... Passiert ist dem da nichts groß.

Wegen Gähnens 6 Monate haft ist auch ein "klein wenig" übertrieben. Das zerstört ja seine ganze Existenz (Job? Wie ernährt er ggf. vorhandene Familie?). Nichtmal ansatzweise angemessen.
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12.08.2009 17:18 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Kandis2: § 106b der deutschen Rechtssprechung:
Störung der Tätigkeit eines Gesetzgebungsorgans
(1) Wer gegen Anordnungen verstößt, die ein Gesetzgebungsorgan des Bundes oder eines Landes oder sein Präsident über die Sicherheit und Ordnung im Gebäude des Gesetzgebungsorgans oder auf dem dazugehörenden Grundstück allgemein oder im Einzelfall erläßt, und dadurch die Tätigkeit des Gesetzgebungsorgans hindert oder stört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

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