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Britische Piratenpartei offiziell registriert

Seit heute sind die Piraten nun auch in Großbritannien amtlich registriert.

Nachdem die schwedische Piraten Partei im Juli diesen Jahres mit sage und schreibe 7,1 Prozent den Einzug in das europäische Parlament erreicht hatte, geht die weltweite Bewegung der Piraten unaufhaltsam vorran.

Mit dem Wahlspruch "Sharing is caring" versucht die "Pirateparty UK" nun in dem vereinigten Königreich die Segel zu setzten.


WebReporter: gashone
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Pirat, Piratenpartei
Quelle: torrentfreak.com

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12.08.2009 02:20 Uhr von gashone
 
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Hätte ja anfänglich nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet aber freue mich trotzdem über die steigende Beliebtheit der Piraten. Ich weiß, wen ich wähle!
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12.08.2009 08:43 Uhr von datenfehler
 
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12.08.2009 09:07 Uhr von Graf_Kox
 
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schön: Grade im Überwachungsstaat England gäbe es eine Menge zu tun.
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12.08.2009 09:10 Uhr von Graf_Kox
 
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@datenfehler: Wenn die Piratenpartei schlau ist schreibt macht sie sich allgemein den Kampf gegen Überwachung auf die Fahnen. Ich kenne in Deutschland keine Partei die sich klar gegen weitere Überwachungsmaßnahmen (nicht nur im Internet) ausspricht. Die meisten äußern sich dazu entweder nicht oder sind öffentlich dagegen, stimmen dann aber doch klammheimlich zu.
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12.08.2009 09:13 Uhr von shriker
 
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Es wird niemand bestohlen! Schließlich kommt ihm das Gut nicht abhanden. Damit ist auch der Begriff der Raubkopie an sich schon eine Farse!
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12.08.2009 09:35 Uhr von Summersunset
 
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@shriker @news: Dann handelt es sich eben um eine Urheberrechtsverletzung. Es geht halt primär darum, dass der Wert der Sache nicht die 10 Cent CD ist, sondern ihr Inhalt. Es ist doch Kindergarten, wenn wir uns auf dem Niveau bewegen "Ich kann es nicht anfassen, also kann ich damit machen was ich will".

Dort steht ein Künstler und auch sein Musikverlag und beide haben Zeit und Geld in die Herstellung dieses Albums gesteckt. Wieso soll man es sich dann einfach kostenlos aneignen dürfen? Das ist doch einfach diese Freibier-Mentalität.

Zur News: Was ich nicht verstehe ist, wieso sich die Piratenpartei auf das freie Downloaden so stürzt. Sicherlich ist ihre Idee dahinter interessant, doch ihren meisten Anhängern und Wählern geht es wahrscheinlich nicht um den freien Zugang zu Kulturgütern, sondern darum, dass sie sich das neueste SIDO Album umsonst runterladen können.
Das ist ja eher eine Wählerfang-Werbung. Viel interessanter, gerade in Großbritannien, ist ja das Thema der Überwachung. Aber damit kann man natürlich nicht so viele Wähler fangen wie mit "Frei-downloaden".
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12.08.2009 09:47 Uhr von Graf_Kox
 
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@Summersunset: Naja, da machst du es dir ein bisschen leicht jetzt. Damit das neueste Sido Album runterzuladen ist nicht getan. Ich kenne, wie gesagt, keine Partei die sich so offen gegen Überwachung ausspricht. Wenn man das jetz noch auf das offline Leben ausweitet kann ich mir schon vorstellen warum die Leute Piraten wählen könnten. Anfangs hat man eben nur ein Thema -> Urheberrecht aber das war bei den Grünen damals auch nicht anders. Es gab nur ein Thema: Umweltschutz. Heute ist daraus eine breit aufgestellte, etablierte Partei geworden.
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12.08.2009 09:56 Uhr von Summersunset
 
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naja Graf Kox: Ich habe die Ambivalenz in dem Thema ja angesprochen. Aber wenn der Wahlspruch "Sharing is caring" lautet, muss man auch darauf eingehen.

Wie gesagt, wenn die Piratenpartei von ihrer populistischen Einstellung gegenüber Urheberrecht abrücken würde (es gibt ja eine breite Palette an, wirklich die Kultur und Forschung betreffenden Alternativen, ich sag da mal open source und creative commons, die eben nur nicht so der breiten Masse direkt nützen), wären sie ja wirklich interessant. Insofern hoffen wir mal, dass sie in ihrer Parteipolitik da einen Schwenk tun und sich mehr auf die wirklich wichtigen Themen wie eben z.B. Internetdatensicherheit konzentrieren.
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12.08.2009 10:45 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: du sagst es, es handelt sich um eine urheberrechtsverletzung. und keinesfalls um diebstahl oder gar raub wie das wort "raubkopie" nahelegt.

im übrigen glaubst du doch nicht ernsthaft, dass man technologische entwicklungen zurückdrehen kann. die möglichkeiten sind heute da und sie werden genutzt, egal ob man es erlaubt oder nicht.
sinnvollste lösung wäre also, die gesetzeslage der realität anzupassen, anstatt erfolglos das gegenteil zu versuchen. und wehe du kommst mir jetzt mit ´dann können wir auch mord legalisieren ...´!
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12.08.2009 10:46 Uhr von WWWiesel
 
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@Summersunset: Ich glaub du hast nicht so ganz verstanden worum es da geht.
anbei ein Link:

http://www.piratenpartei.de/...

Danke!
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12.08.2009 11:23 Uhr von Summersunset
 
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@beide: WWWiesel: Dein Link sagt selber: Freies Kopieren und freies Nutzen. Das gilt sowohl für den wissenschaftlichen Fachartikel wie für das Album von SIDO. Ich bin der Meinung, dass der wissenschaftliche Fachartikel tatsächlich der Allgemeinheit besser zugänglich gemacht werden muss (Stichwort Open source), das SIDO Album jedoch nicht. Über die technische Entwicklung brauchen wir uns ja hier nicht zu streiten, es ist machbar aber kann ja trotzdem unter Strafe stehen.
Den meisten Leuten geht es aber eben nicht um die freie Zugänglichkeit von Fachartikeln (was sich wirklich mit einem kulturellen Nutzen begründen ließe), sondern wollen nur das SIDO Album für umsonst runterladen.

Und Dr Gonzo. Über die Wortwahl brauchen wir uns ja hier nicht streiten, denn auch eine Urheberrechtsverletzung ist rechtlich sanktioniert.
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12.08.2009 11:24 Uhr von NoSyMe
 
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Pirate(n)party: Wenn denn "Pirateparty UK" und nicht "Piratenparty UK". Die feiern nicht, sondern sind eine Gemeinschaft ;)
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12.08.2009 11:31 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: die leute laden aber runter, egal was der gesetzgeber sagt. hälst du es für sinnvoll zwei drittel der internetnutzer zu kriminalisieren, nur weil sie gerne ihre lieblingsmusik hören wollen?

das eigentliche proboem ist doch, dass die industrie zu faul und/oder zu blöd ist sich neue vertriebswege für ihre produkte einfallen zu lassen.
was die industrie macht (und du scheinst das gutzuheissen) ist festhalten an modellen die längst passé sind.
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12.08.2009 11:44 Uhr von Loxy
 
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*Arrrrrrrrrr* also ich hab hier gestern schon Piraten gewählt bei unseren Kommunalwahlen :-)

Das mit dem "Sharing" als Aufhänger zu nehmen finde ich allerdings gerade in GB nicht klug, wo es doch weit mehr Gründe gibt Piraten zu wählen, wenn ich mir den Orwell-Staat dort anschaue.

Ich denke auch nicht, dass die Piraten alle Kontentschaffenden ausräubern wollen, aber die Piraten würden sicherlich mehr an einer Lösung arbeiten (z.B. Kulturflatrate o.ä.) als die derzeitigen Parteien auf die Reihe kriegen. Die Fronten sind doch seit Jahren verhärtet und die etablierten Politiker stoßen - korrumpiert durch die Medienlobby - immer mehr ins Horn der Kriminalisierung der Schulhöfe anstatt praktikable Lösungen zu erarbeiten wie man das Dilemma auflösen kann.
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12.08.2009 11:58 Uhr von Summersunset
 
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@Gonzo und Loxy: Gonzo: Wenn sie ihre Lieblingsmusik hören wollen, dann sollen sie sich kaufen oder auf youtube anhören. Wo ist denn bei Lieblingsmusik das Problem? Da gebe ich dann auch gern mal ein paar Euro aus und freue mich über ein Album oder die mp3´s. Und Schrott will ich mir gar nicht anhören, brauch es also auch nicht runterladen. Naja und für alles andere gibt es Radio, zwar old school aber gut ;-)

Und noch was, nur weil bei uns in der Spielstraße kein Schwein Schritttempo fährt, nehmen wir ja auch nicht das Spielstraßen-Schild ab.

Loxy: Danke, ein guter Kommentar und schön, dass ich nicht der einzige mit der Meinung hier bin. Wie gesagt, ich glaube, man kann mit Free Sharing immer noch mehr Jugendliche fangen als mit der Angst vor einem orwellschen Überwachungsstaat und deswegen lautet der Wahlspruch eben so und nicht anders.

Zu den Alternativen muss ich dir jedoch widersprechen. Die Kulturflatrate wäre eine GEZ für die Kultur und wir wissen doch alle, wie verhasst die GEZ schon ist. Abgesehen davon würden wir dann den Politikern bzw. einer Behörde in die Hand legen, wer denn als Künstler gefördert wird und wer nicht. Wollen wir das?! Das du unfreiwillig auch SIDO mitunterstützen musst bzw. andersrum vllt. ein linker Autor gar keine Unterstützung bekommt, weil die Mehrheit Schwarz/Gelb ist?!

Ferner arbeiten die Medienunternehmen doch an Lösungen. Gerade steht hier auf sn eine andere News, dass Alben jetzt mit zusätzlichem Bonusmaterial heruntergeladen werden kann. Kommentar der Nutzer: Will ich nicht, ich will nur Musik und zwar für umsonst.
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12.08.2009 12:12 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: auf youtube anhören is ok, aber um gottes willen nicht auf der festplatte speichern .. liest du eigentlich durch was du so schreibst?

und ich sags nochmal .. das alte vertriebsmodel (in den laden gehen und cd kaufen) hat sich erledigt. du kannst schreiben, fluchen oder weinen soviel du willst, das modell ist tot. genauso wie die cd vinyl gekillt hat, haben mp3s die cd gekillt.
es spielt keine rolle ob einem das gefällt .. wichtig ist, dass die verantwortlichen sich jetzt andere vertriebsmodelle überlegen. aber anstatt das zu tun, werden leute die sich ein album runtergeladen haben (schaden: 10 euro) mit klagen und forderungen überzogen, obwohl jeder weiss, dass strafen nicht abschrecken.

und das mit der spielstrasse ist ein völlig blödsinniger vergleich. da geht es um die sicherheit von kindern und nicht um die interessen der industrie.
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12.08.2009 12:27 Uhr von Summersunset
 
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@Gonzo: Natürlich darfst du Musik von youtube mitschneiden, die Privatkopie ist ja erlaubt, so lange sie von keiner offensichtlich illegalen Quelle kommt. Und inzwischen haben auch die großen Labels ihre eigenen Kanäle bei youtube, sprich legale Quelle. Der Unterschied zum filesharing ist dabei nur, youtube ein Lied = drei Minuten, filesharing ein Album = drei Minuten. Es geht da um die Menge.

Ich fluch doch gar nicht. Man kann sich ja auch mp3´s kostenpflichtig herunterladen, nur hat eben keiner Bock was zu bezahlen bei den kiddies.

Und wieso geht es nur um die Interessen der Industrie? Es werden ja nicht nur die Titel der großen Labels heruntergeladen, sondern auch die Stücke von independent Künstlern. Da sitzt kein raffgieriger Manager dahinter, sondern der Künstler in Kreuzberg.

Aber die Mentalität ist ja so ähnlich wie bei der Energie. Mein Strom kommt aus der Steckdose und meine Musik aus den Boxen. Ob, wie und zu welchem Preis die produziert wird ist ja total egal. Und auf alternative Vertriebsformen zu verweisen ist lustig, wenn es einfach mal gar keine gibt, die der Kunde annehmen will. Der will nämlich nur Musik.
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12.08.2009 13:37 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: was ist denn eine offensichtlich illegale quelle? jemand der ein lied in einem p2p netzwerk anbietet darf dies genausowenig wie jemand der ein lied bei youtube hochlädt. genaugenommen sind beides offensichtlich illegale quellen.
die rechtslage hier ist kompliziert und nicht abschliessend geklärt. für eine solche klärung im sinne der konsumenten setzen sich die piraten ein.

und der zeitfaktor ist ja wohl überhaupt kein argument. oder willst du sagen, dass wenn ich ein album in 3 minute lade ist es böse, aber wenn ich es in 30 minuten lade ist es ok?

achja und die armen künstler ... lol. kleine künstler werden sowieso massiv von der gema benachteiligt, also wenn du denen was gutes tun willst, dann reformier die gema.

es ist schon jämmerlich wie du dich windest und sträubst um irgendwie das gescheiterte modell zu verteidigen. es ist so offensichtlich obsolet, dass man vernünftigerweise nicht um eine reform herumkommt. aber anscheinend bist du lieber teil des problems als teil der lösung.
oder glaubst du etwa, dass das jetzige system keine alternativen hat und die einzige lösung ist?
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12.08.2009 13:37 Uhr von Mordo
 
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@ Graf_Kox: "Die meisten äußern sich dazu entweder nicht oder sind öffentlich dagegen, stimmen dann aber doch klammheimlich zu."

---

Ja, die bösen Bauchschmerzen, durch die sie dann bei der Abstimmung doch dafür votieren.

Vielleicht sollte man Abgeordneten, die sich mit "Bauchschmerzen" rechtfertigen, Medikamente in den Bundestag schicken. Eine Klinikpackung Magentabletten - in der Hoffnung, dass sie dann nicht mehr länger das Grundgesetz mit einer Rolle Klopapier verwechseln.

*Zynismus off*
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12.08.2009 13:44 Uhr von casjopaia
 
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Finde ich gut: Wird Zeit, dass die etablierten Nichtstuer hijacked werden. Es gibt ja immer ein paar Infantile, die auf angeblich fehlenden Parteiprogramme der Piraten herum reiten. Dabei haben auch aktuelle keine. Der Motor der Nation läuft schließlich von alleine, das ist kein Verdienst der aktuellen Regierung. Parteien haben nur die Aufgabe im Rahmen ihrer Administrationszeit dafür zu sorgen, dass er nicht ins stottern gerät. Doch im Gegenteil haben aktuelle Parteien so viel Sand ins Getriebe geschüttet, dass er droht zu kollabieren.

Das Problem ist, dass die Parteifunktionäre es nicht kapieren wollen was es bedeutet ein Land zu administrieren. Zum Wohle aller. Sie habe in der Tat die naive Vorstellung das Land wäre während der Legislaturperiode ihr Eigentum, mit dem sie machen können was sie wollen. Besonders schlimm ist dabei, dass sie sich von denen unterdrücken lassen, die meinen die Weltmacht zu haben.

Es ist an der Zeit, dass die Vernunft an die Hebel kommt. Sonst gibt es keine Zukunft. Hoffen wir nur, dass die Piraten sich nirgendwo unterwandern lassen.
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12.08.2009 15:25 Uhr von Summersunset
 
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och Gonzo Ein Musiktitel bei einem p2p Netzwerk wird von Gerichten per se als aus einer illegalen Quelle eingeordnet.
Bei youtube gibt es aber, wie ich in meinem Beitrag schon geschrieben habe (!), auch offizielle Channels der Majorlabels.

http://www.youtube.com/... zum Beispiel hier der offizielle Channel von Peter Fox ;)

Doch sicherlich ist der Zeitfaktor ein Argument. Wenn ich für ein Album eine Stunde brauche und es bei meinen zehn besten Freunden verbreite, dann dreht die Musikindustrie nicht so am Rand, wie bei einem Album für drei Minuten und zehntausend Leechern. Rechtsbruch ist bei dem kleinen sogar streitig, auf jeden Fall aber hätte die Musikindustrie bei erst genanntem Beispiel keinen Verfolgungsdrang.

Naja, aber findest du es nicht komisch, dass du eine Schlechterstellung der kleinen Künstler bei der Gema als Argument verwendest, ihnen dann endgültig alles zu entziehen? Für eine Gema-Reform bin ich aber auch.

Und was ist deine Idee Gonzo? Wenn das jetztige System so gescheitert ist, wo liegen die Alternativen? Eine Kulturflaterate aka GEZ in richtig groß?! Oder eben einfach den Künstlern ihre Rechte beschneiden und schauen wie die noch das nächste Album finanziert bekommen?

Es ist doch so, die Leute wollen Musik und hören Musik. Wo ist das Problem, dass man dann dafür auch einen adäquaten Preis bezahlen soll?
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12.08.2009 16:04 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: du gehst von folgenden annahmen aus:

>> nur wer in grossen stil musik verteilt kriegt probleme.

das stimmt nicht. bestes beispiel sind 1,5 mio dollar strafe für das runterladen von 10 liedern.

>> wenn wir das system ändern können kleine künstler nicht mehr überleben.

das ist ebenfalls eine unsinnige annahme. ein neues system kann und sollte ein förderungssystem für solche künstler beinhalten.

zum thema youtube: du weisst wie verschwindend gering der anteil offizieller musik dort ist oder?
oh und wenn google sich mit rechteinhabern einigen kann, wieso sollte deutschland es nicht auch können?

alternative modelle wie die kulturflatrate werden bereits diskutiert. andere gute ideen werden bei den richtigen ansprechpartnern sicher auch nicht auf taube ohren stossen.

wieso soll ich dir jetzt eine fertige musterlösung für das ganze problem liefern um meinen standpunkt zu untermauern?
das einzige was dein standpunkt meinem voraus hat, ist dass er momentan praktiziert wird. er macht aber nicht mehr sinn oder ist gar fair.
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12.08.2009 17:34 Uhr von Summersunset
 
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@Gonzo: Den Fall, den du meinst, ist doch der mit der Mutter, die wegen 24 Liedern zu 1,9 Mio. Dollarn Strafe verurteilt wurde, oder? Hier handelt es sich aber auch leider nur um Halbwissen. Die Frau hatte nämlich eigentlich eine hohe dreistellige, niedrige vierstellige Zahl an Liedern getauscht, wurde dann aber aus prozessöökonomischen Gründen nur wegen der 24 angeklagt. Außerdem wurde ihr im Vorfeld eine Vergleichszahlung im vierstelligen Rahmen angeboten, die sie abgelehnt hat.
Das ist so ähnlich wie mit der Frau, die sich bei McDonald´s mit dem Kaffee verbrüht hat. Hängen geblieben ist nur die Millonensumme an Schadensersatz aber der ganze Hintergrund ist auf der Strecke geblieben.

Bei youtube kannst du aber recht simpel die offizielle Musik finden und sie von wahrscheinlich illegaler unterscheiden. Darauf kommt es doch an.

Ich habe von dir jetzt auch keine konkrete Lösung des Problems erwartet, nur sollte jemand, der laut abschaffen ruft, sich auch ein wenig Gedanken darüber machen, wie es denn danach weiter gehen soll. Und nur darauf zu verweisen, dass dann eben andere Modelle herhalten müssen, man aber keine Ahnung hat was oder wie sie gehen sollen, überzeugt nicht wirklich.

Noch ein letztes, google wird sich wohl mit den Rechteinhabern einigen können aber hast du dir mal das Google Books Settlement durchgelesen? Wahrscheinlich nicht. Primär geht es dabei um die Zugänglichmachung von sog. "Orphen". Also Werken, deren Urheber nicht mehr bestimmbar ist. Ferner sind auch keine aktuellen Werk von dem Settlement umfasst. Und abschließend lässt sich noch sagen, dass das Settlement als Friss-oder-stirb-Angebot zu sehen ist. Von Einigung kann da nur schwerlich die Rede sein. Ein paar große Verlage schießen alte Bücher raus und kassieren dafür den größten Teil der Summe (die übrigens geringer ist als die Anwaltskosten bei dem Verfahren ^^). Der durchschnittliche Vergütungsanspruch nach dem Settlement beträgt bei einem Buch ca. 60 Dollar.... das ist niedlich oder?! Also nicht jedes Mal, sonder einmalig. Wenn man dem Vergleich übrigens widerspricht, kann man gegen Google alleine in den USA klagen. Daher Friss-oder-stirb. Das ist echt kein Model, mit dem man sich in einem ordentlichen Staat bewegen darf. Google hat hier schlichtweg Fakten geschaffen und gesagt, ist jetzt so.
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12.08.2009 18:51 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Summersunset: wenn sie wegen 24 liedern angeklagt wurde, dann kann sie auch nur wegen 24 liedern verurteilt werden.
und der tatsächlich enstandene schaden beläuft sich auf vllt 30 euro. ziemlich nett, dass man ihr eine vierstellige summe als vergleich angeboten hat.

bei youtube macht es keinen unterschied ob die musik offiziell lizensiert ist oder nicht. warum sollte es dann woanders einen unterschied machen?

im übrigen muss man keine fertige lösung parat haben um festzustellen, dass das jetzige modell mist ist und reformiert gehört.

was google angeht meinte ich die youtube geschichte, nicht den bücherkram. youtube gehört google falls du das nicht wusstest.

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