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Nach 65 Jahren: NS-Kriegsverbrecher muss lebenslänglich in den Knast

Der 90-jährige Josef S., ein Ex-Kompaniechef eines Bataillons, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es erwiesen, dass er den Befahl gab, aus Rache 14 italienische Zivilisten zu töten. Hintergrund der Aktion war der Tod von zwei seiner Soldaten, die bei einem Partisanenangriff starben.

Er selbst sagte während der Verhandlung immer, dass er unschuldig sei und nichts von den Ereignissen gewusst zu haben.

In Italien wurde er bereits im Jahre 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt.


WebReporter: H311dr1v0r
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Gefängnis, Krieg, Nationalsozialismus, Kriegsverbrecher, lebenslänglich
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2009 13:32 Uhr von Valmont1982
 
+9 | -7
 
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Toll, ganz prima Was da unsere deutsche Justiz geleistet hat. Vielleicht sollte man die deutschen Gerichte erst einmal mit den aktuellen Verbrechen bemühen, anstatt einen alten Mann für eine Tat zu bestrafen die in einer Zeit begangen wurde, in der uns die Umstände absolut unbekannt sind.
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11.08.2009 13:53 Uhr von PakToh
 
+6 | -3
 
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Alle sind gleich, einige gleicher Naja, er hat ein Verbrechen begangen also soll er verurteilt werden, dass man ihn erst jetzt geschnappt hat ist sein Pech / glück - wie mans nimmt, ihm deswegen gleich 15 Jahre zu geben, obwohl er die wahrscheinlich nicht mehr leben wird ist fragwürdig, aber ein Thema für sich.

Was mich eher verwundert ist, warum man den zu Lebenslänglich (praktisch: 15 Jahren bei guter Führung) verknackt und in den Nürnberger Prozessen hochrangige Offiziere nur wenige Jahre bekommen haben und im Nachkriegsdeutschland noch Bundesverdienstkreuze umgehängt bekamen...

Da werde ich schon etwas sehr viel stutziger...
Zur Recherche: Fritz Gajewski und Friedrich Jähne. - Beide wurden in den Nürnberger Prozessen verurteilt und erhielten im Nachkriegsdeutschland Verdienstorden - da ist es merkwürdig, dass heute alte Männer noch zu derart hohen Strafen verurteilt werden, während die hohen tiere damals kaumw as gekriegt haben...
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11.08.2009 14:01 Uhr von ThePunisher89
 
+6 | -3
 
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Ich will absolut nichts Entschuldigen, aber soweit ich mal gelesen habe, wurden nicht 14 Zivilisten, sondern, "als Warnung", gefangene Partisanen erschossen. Das war nach damaligen Kriegsrecht erlaubt! Aber trotzdem sehr sinnvoll, jemanden nach 65 Jahren einzusperren,der nach ein paar Jahren eh den Löffel abgibt.
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11.08.2009 14:10 Uhr von cheetah181
 
+5 | -3
 
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DesignerDrugV: "Das ist falsch. In der Zeit, in der er gemordet hat, gab es die Bundesrepublik Deutschland glaube ich noch nicht. Demnach gab es auch die Gesetzbücher der BRD noch nicht und was er damals getan hat war genau das, was ihm gesagt wurde."

Lies nochmal die News, ihm wurde wohl gar nichts befohlen, er war Kompaniechef und hat das befohlen! Hier ist kein "armer Soldat" verurteilt worden, der "nur Befehle befolgt" hat.
Besser gewesen wäre es natürlich gewesen ihn nicht erst mit 90 zu verknacken.

Außerdem finde ich erstaunlich was für eine relativistische Rechtsauffassung hier einige haben. Wahrscheinlich war es auch rechtens Hitlerattentäter zu ermorden? Stand ja so im Gesetz...
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11.08.2009 14:37 Uhr von xlibellexx
 
+1 | -2
 
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Und was ist mit EX Jugoslawien , in einer Kurzen Zeit , hat sich das gleiche ergeben , was einst im 2 .Weltkrieg für Schandtaten erbracht wurden , von Menschen die jetzt vermutlich ganz besonnen im Garten ihr Käffchen trinken , und diese Situationen als Normal emfinden !
Und da hat auch keiner lange Zeit etwas dagegen getan, unsere Weltmächte haben erst eingeschritten als es schon zu Spät war .
Also ist dieses Verfahren lachhaft , einem Menschen der so alt ist , der sowieso ganz andere Perspektiven hatte damals, jetzt diesen Prozess zu machen ? als würde der noch etwas mitbekommen , eher die Mitmenschen werden darunter mehr leiden als er selber , weil er ja Jahrelang ein Leben geführt hat , als wäre nichts gewesen , und alles was einst war , es war Krieg und somit wurde das unterdrückt ! das er jetzt alles abstreitet , wenn wundert´s ?, die jetzigen Verbrecher die der Welt gefährlich werden , führen ja auch einen Sinnlosen Krieg , ...und da tut sich ja auch wenig , und es wird auch noch mit dieser gefährlichkeit auch noch Politik gemacht , !! Und einige Staaten brüsten sich damit auf , das Sie Herr der Lage sind , haa haa haa , Scheinheilig wie immer . Und die Leitragenden sind wieder mal das Gemeine Volk .
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11.08.2009 15:05 Uhr von GermanCrap
 
+3 | -2
 
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Gutes Urteil: Natürlich wirkt es seltsam einen 90-jährigen zu lebenslanger Haft zu verurteilen, aber Morde oder Kriegsverbrechen verjähren nunmal in einem Rechtsstaat nicht. Insofern ist und muss das Urteil konsequent sein. Es muss auch ein klares Signal an Nazi-Schönredner gehen.
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11.08.2009 15:13 Uhr von ThePunisher89
 
+2 | -2
 
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@GermanCrap: Rechtsstaat? Lebst du in einer Parallelwelt?

Schau mal unter "Politik-News" und denk dann nochmal drüber nach.
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11.08.2009 19:10 Uhr von Thomas66
 
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mich verwundert nur: warum werden nur immer die deutschen Kriegsverbrecher aus dem zweiten Weltkrieg zur Rechenschaft gezogen?
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11.08.2009 19:18 Uhr von BennOhnesorg
 
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was: viel schlimmer ist:
keine zeugen(inzwischen verstorben)
2. rein auf aussagen der staatsanwaltschaft ohne beweise verurteilt.

Mit der Begründung, die Auffassung des Staatsanwaltes hinsichtlich der Schuld sei Grund genung.


Da bekomme ich das Kotzen.

Was ist mit im Zweifel für den Angeklagten?

Bei so einer armseligen Beweislage jemanden zu lebenslänglich zu verurteilen ist rechtsbeugung.
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11.08.2009 19:44 Uhr von cheetah181
 
+1 | -1
 
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BennOhnesorg: Keine Zeitzeugen, aber folgendes:

"Scheungraber hatte zu Beginn des Prozesses seine Verteidiger eine Erklärung verlesen lassen, in der er bestritt, auch nur Kenntnisse der damaligen Ereignisse im italienischen Falzano di Cortona zu haben. Ein ehemaliger Mitarbeiter im Schreinerbetrieb von Scheungraber beschuldigte seinen früheren Chef jedoch in einer Zeugenaussage, sich in seinem Beisein der Tötung von italienischen Zivilisten gebrüstet zu haben."
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12.08.2009 07:29 Uhr von BennOhnesorg
 
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hätte könnte: Die fragwürdige Beweislage sorgte selbst bei SPIEGEL ONLINE für Skepsis, so hieß es dort am 3. Juli: „Tatsächlich konnten während des Prozesses weder Dokumente vorgelegt noch Zeugen geladen werden, die einen direkten Befehl von Josef Scheungraber belegen. Original aus Spiegel.


Wörtlicher Prozessmitschnitt aus dem Gericht vom Staatsanwalt:Eine absolute Gewissheit ist nicht erforderlich, es reicht ein ausreichendes Maß an Sicherheit”


ehre wem ehre gebührt, strafe wem strafe gebührt.

aber wenn dir bei solcher sachlage nur ein "soll gesagt haben" vor 60 jahren ohne ihn befragen zu können als info reicht um jemanden für den rest seines lebens wegzusperren.........tja hoffe sowas passiert dir nie in 60 jahren.
Viele Zeugen Lügen aus hass oder sonstigen motiven.
bis dato steht das aussage gegen aussage.
Sogar der staatsanwalt weiss es und sagt es auch ungeschminkt.

Sowas ist und bleibt ein faschistisches Urteil.
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12.08.2009 17:35 Uhr von cheetah181
 
+1 | -0
 
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BennOhnesorg: Wenn Zweifel bestehen, dann darf man den Mann nicht verurteilen, da hast du absolut recht.
Ich wollte nur klarstellen, dass er eben nicht nur "auf Aussagen der Staatsanwaltschaft" verurteilt wurde.

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