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Amish: Leben wie vor 300 Jahren - Eintritt ins göttliche Paradies ist garantiert

Kutschen statt Autos, Verzicht auf Fernseher und jegliche Elektrizität: Aus der heutigen Sicht bedeutet Amish zu sein vor allem Verzicht.

Die Amish in Ohio sehen das etwas anders. So grenzen sie sich von der Umwelt ab, wollen aber den Kontakt zu anderen Menschen aufrechterhalten. So hört man auch keine Beschwerden über die Touristenschwärme.

Die weit über Hunderttausend Amish, Nachfahren europäischer Einwanderer, leben streng religiös, denn das bedeutet für sie den Eintritt ins Paradies.


WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jahr, Leben, 300, Eintritt, Paradies
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2009 14:56 Uhr von Shiftleader
 
+5 | -1
 
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Es kam: im TV vor einigen Monaten mal ein Bericht über die Amishs. Die kommen ja wirklich sehr gut über die Runden. Haben ja ihre Handwerker, Bauern und leben ganz gut. Auch Touristen sind gern gesehen.

Wenn irgendwo jemand aufwächst, so kennt er ja nur dieses Umfeld. Und vor allem haben die jungen Leute dann, wenn sie volljährig sind, die Möglichkeit einer Entscheidung ob sie weiter dort leben wollen oder wegziehen möchten.
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11.08.2009 14:58 Uhr von venomous writer
 
+12 | -1
 
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Und nu??? Die Amische gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Nun frage ich mich wo hier genau der Newsfaktor bei der Sache ist. Ok, auch bei Boulevard würde ich jetzt gerne Wissen, wass man mir hier sagen will. Ist nett geschrieben, aber mehr kann ich aktuell nicht damit anfangen. Die Einzigen, die mit dem Begriff Amische nichts Anfangen können, könnten unsere Möchtegern-Promiblogger und ihre Fangemeinde sein. Alle Anderen haben wenigstens einmal Kingpin gesehen.
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11.08.2009 15:06 Uhr von Marc_Anton
 
+5 | -2
 
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Ganz ohne Elektrizität: leben sie auch nicht. Neulich kam auch mal eine Reportage, wo sich deren Jugendliche Subwoofer und sonstigen Schnickschnack in ihre Kutschen eingebaut haben.
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11.08.2009 15:13 Uhr von Schlinz
 
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Aber: ist nicht eins der Größten Probleme der Amish die Inzucht? oder ist das nur ein blödes Vorurteil das ich jetzt aufgegriffen habe?
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11.08.2009 15:47 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+3 | -2
 
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Schlinz: Hast Recht.

Wikipedia:
Allerdings gibt es unter den Amischen verschiedene, doch auffällig auftretende erbliche Gendefekte. Da fast alle modernen Amischen von wenigen Gründerfamilien (es gibt insgesamt nur um die 130 amische Nachnamen und in den verschiedenen Siedlungen treten davon nur eine bestimmte Menge auf)[...]
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11.08.2009 16:16 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -1
 
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Sie sollten vllt mal die Zuchtprogramme der Zoos abkupfern und versuchen durch gezielte Verbindungen die Gefahr zu reduzieren. Sonst gibt es entweder bald keine Amische mehr oder eben welche die Feuer spucken können.

^^

Man verzeihe mir den Spaß ;) es verdient schon ein gewisses Maß an bewunderung so zu leben und das in der heutigen Zeit.
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11.08.2009 16:22 Uhr von Krebstante
 
+1 | -1
 
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Was die Jugendlichen mit den Subwoofern angeht, es gibt strenge und gemäßigtere Gruppen.
Das Inzuchtproblem ist bekannt, aber inzwischen fließt immer öfter mal "frisches Blut" in die Gemeinden, dadurch, dass Nicht-Amische sich deren Lebensweise anschließen und einheiraten. Die Möglichkeit gab es wohl nicht immer, habe bei arte mal eine Dokumentation gesehen, wo darüber berichtet wurde.
Der Kinofilm "Der einzige Zeuge" mit Harrison Ford spielte in dem Milieu. Ichglaube, das hat die Amish auchein bisschen bekannter gemacht.
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11.08.2009 16:59 Uhr von Hawkeye1976
 
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Und nicht zu vergessen: die Amish verweigern sich total dem U.S.-Staat, zahlen keine Steuern und weigern sich, die englishe Sprache zu lernen und zu sprechen und bleiben lieber bei ihrem Pennsylvania Dutch, was noch sehr dem Altdeutschen ähnelt, das ihre Vorfahren sprachen.
Richtig gehört. Viele der Amish haben deutsche Wurzeln und wenn man sieht, wie sie sich seit hunderten von Jahren den Gebräuchen und Gesetzen des Landes, in das sie einst einwanderten verweigern, dann weiß man auch, wie "toll" wir uns integrieren können.
Ohne religiöse Motive kann man das auch in "deutschen Kolonien" in der Türkei und in Spanien beobachten, wo weite Teile der deutschen Einwanderer zwar seit Jahren leben, aber es bis heute nicht für nötig befunden haben, sich die Landessprache zumindest ansatzweise anzueignen.

Soviel zum Thema Integration .....
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11.08.2009 18:17 Uhr von Götterspötter
 
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Die armen Armish :): Erst Langeweile auf der Erde und dann im Paradise auf der Wolke sitzen und Harfe spielen bis in alle Ewigkeit ....

lustig klingt das nicht :)

*****
Aber eigentlich haben Sie doch meine Hochachtung - wer so konsequenzlos seinen Glauben lebt, muss entweder einen super-starken-Willen haben oder eben einfach nur verückt genug

Ich könnte das nicht
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11.08.2009 18:51 Uhr von datenfehler
 
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ich hab auch mal nen Bericht gesehen da gings um Handwerker der Amish. Sie verzichteten (und das wurde betont) auf elektrische Geräte.
Woher sie allerdings die Druckluft für die im Bericht verwendeten Druckluftgeräte hatten, wäre interessant gewesen.
Die Amish sind wohl großteils nur noch eine Touristenattraktion und authentisch ist da wahrscheinlich nicht mehr viel...
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11.08.2009 23:30 Uhr von Jan3_90
 
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fällt mir dazu ein: http://www.youtube.com/...
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12.08.2009 01:59 Uhr von Mr.Gato
 
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Amish sind Idioten genauso, wie alle religiösen Fanatiker.

Evtl. nett anzusehen für Touristen, die sehen wollen, wie man damals gelebt hat, mehr aber auch net.

Naja, zumindest sind die friedlich. Ist vielleicht der einzige Unterschied zu radikalen Moslems.
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12.08.2009 21:48 Uhr von XFlipX
 
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"Soviel zum Thema Integration .....": Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Amische sind Glaubensflüchltinge, die im 18.Jh von Europa nach Amerika geflüchtet sind. Und somit dem Aufruf William Penn´s folgten, der alle verfolgten Glaubensgemeinschaften aufrief nach Amerika auszuwanden. Somit war schon vom Einwanderungsland eine völlige Freiheit hinsichtlich religiöser Ausrichtung, Kultur und Verhalten gegeben. Eine festgelegte Amtsprache gibt es wohl bis heute nicht in Amerika. Man sollte auch nicht vergessen, dass es für die Abgrenzung zu den Engländern Gründe gab. Die Engländer setzten weiter Sklaven auf ihren Feldern und Plantagen ein, was ein völliges Tabu bei den dt. Glaubensflüchtlingen war. Ebenfalls das tragen von Knöpfen auf der Jacke, dass wurde damals beim Militär so getragen - um damit nicht verwechselt oder in Bezug gebracht zu werden, vermieden/vermeiden das die Amische bis heute. Das die Amische auf ihre Pennsylvania Dutch bestehen, kann ich so nicht sagen. Die Legitimation hätten sie ja, soweit ich weiß, wird aber an den Heim-Schulen neben Deutsch ebenfalls Englisch unterrichtet. Das Pennsylvania Dutch ist je eh ein altdeutscher Dialekt (?) mit englischen Wörtern vermischt. Untereinander reden sie wohl Pennsylvania Dutch mit Außenstehenden Englisch. Das sie die Gesetze das Landes ablehnen, wäre mir auch neu. Niemand muss in Amerika zum Militär, niemand muss Krankenkassenbeiträge zahlen bzw. versichert sein, ebenfalls ist Homeschooling erlaubt, ebenfalls zwingt dich niemand Englisch zu reden. Du hast also die völlige Freiheit, du musst aber auch die Konsequenzen dafür tragen. Und das haben die Amsiche, die brauchen eigentlich den amerikanischen Staat zum Überleben nicht. Im Gegenteil, was würde den USA an Bauarbeitern und Bauern fehlen, wenn es die Amische nicht gäbe.

XFlipX

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