10.08.09 23:23 Uhr
 2.130
 

Forsa-Umfrage: Eltern empfinden deutsches Schulsystem als Zumutung

Eine zunehmende Unzufriedenheit macht sich in Deutschlands Familien breit, was die Bildungspolitik in unserem Föderalismus anbelangt. Dieses negative Ergebnis einer Forsa-Umfrage veröffentlichte die Zeitschrift "Eltern".

Das Fazit der repräsentativen Befragung von Eltern lautet: 91 Prozent gehen mit dem Föderalismus deutscher Schulpolitik nicht konform und lehnen sie ab. Auch würden mehr als 50 Prozent der Eltern am liebsten ihre Kinder in Privatschulen unterrichten lassen. Doch dies scheitere oftmals am Geld.

Die Kanzlerin hatte dieses Thema im Herbst 2008 zu einem ihrer Prestigeprojekte erklärt. Die danach erfolgten Beschlüsse, die mit Bund und Länder getroffen wurden, haben jedoch nicht den Erwartungen der Eltern entsprochen. Vor allem Norddeutsche würden unser Schulsystem völlig veraltet finden, so Forsa.


WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutsch, Umfrage, Eltern
Quelle: www.ftd.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
11.08.2009 00:42 Uhr von Noseman
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
Hier vor Ort: haben wie eine IGS mit rund 170 Plätzen. Die Anmeldungen liegen jedes Jahr um 100% höher. D.h. nur jedes 2. Kind erhält einen Platz.

Die Schule hat ihre gute Qualität bescheinigt bekommen, die Abgänger sind meist in Ausbildung bzw eher im Studium sehr erfolgreich.

Dennoch wird da nichts aufgestockt, weil das den neoliberalen Interessen widerspricht. Im Gegenteil, trotz erklärter elterlicher Gegnerschaft gilt in unserem Bundesland künftig auch das Turboabitur.
Kommentar ansehen
11.08.2009 01:08 Uhr von Deniz1008
 
+12 | -23
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
11.08.2009 01:15 Uhr von Noseman
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
@Deniz1008: "die ersten zwei"?

du soltest mal gewisse Detektoren für Ironie adjustieren lassen.

ICH jedenfalls schreibe keineswegs so, als ob die Schuld überwiegend bei Ausländern läge.

Und ja, diffamieren tu ich allerdings, nämlich genau jene kleinen dummen braunen Säcke, die das tun, was Du *mir* vorwirfst.

Vermutlich haben das aber viele andere auch nicht gecheckt, denn sonst kann ich mir mein übermässiges plus nicht erklären...
Kommentar ansehen
11.08.2009 01:28 Uhr von Noseman
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
Yepp: Außerdem ist soweiso kein Kind in allen Fächern gleichgut.

Warum man also dort, wo es logistisch geht (Kleinstadt und aufwwärts) nicht statt drei kleine Schulen eine große Schule machen kann, in der ein in Mathe schlechtes Kind in den C-Kurs gehen kann und in englisch, weil es da topp ist in den A-Kurs, erschließt sich mir nicht.
Kommentar ansehen
11.08.2009 02:13 Uhr von KiLl3r
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
also ne umfrage hättich nich gebraucht um zu sagen das es ne zumutung is...
und das mit den ausländern stimmt auch... habich jez grad erst wieder gesehn.. , nach der einschulung in neuen klassen...

nen kumpel hat keinen einzigen ausländer in der klasse (männlichge jedenfalls) weil die ne neue lehrerin haben und die sich erstma eingewöhnen soll... ( ahaaa... anscheinend is das problem bekannt mit den ausländern ;) )
naja jedenfalls sagt er das seine klasse schön ruhig is... und alles gut...

ne freundin , hat fast nur ausländern und da gehts drunter und drüber... nach den ersten tagen verzweifeln schon die lehrer und die arme kriegt da auch nen vogel in der klasse -.-
Kommentar ansehen
11.08.2009 03:12 Uhr von Eichelher
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Versuchskaninchen = Schüler/innen: In Schleswig-Holstein sind Schüler schon seit einigen Jahren
zum Spielball der Politik geworden.
Orientierungsstufen, die keine sind, Abschaffung der Realschulen, aufgezwungene Regionalschulen, damit die
Träger u. das Land Geld sparen ( ein Rektor, ein Hausmeister usw.)
Klassengrößen über 30 Schüler auf max. 50 qm, marode,
veralterte Schulen, 16 Computer-Plätze für 32 Schüler ( in
anderen sogenannten Fachräumen sieht es nicht viel besser
aus), Burn-out-Lehrkräfte, überhaupt viel zu wenig Lehrkräfte
(vor allem Fachlehrer/innen), massive Stundenausfälle,
Schulpsychologen, die selbst eine Therapie brauchen,
Möchtegern Realschullehrkräfte nach dem Hamburger Modell
(Wochendseminar oder was), Beschneidung von Rechten der
Elternvertretungen (sogenannte Verdummungs-oder Ignorier-Masche),usw.!
Warum eigentlich Pisa? Ach ja kapiert!!
Die waren damals schon zu blöd einen geraden Turm zu bauen, kamen wohl aus Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!
Kommentar ansehen
11.08.2009 03:25 Uhr von suvi
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Bin mit dem Schulsystem soweit auch: nicht zufrieden. Zu viel Stoff in zu kurzer Zeit überfordert vor allem junge SchülerInnen (kenn das jetzt nur aus eigener Erfahrung, hier am Gymnasium), die dann in der 5. Klasse bereits Nachhilfe brauchen, bis abends an den Hausaufgaben sitzen, etc.
Falls sie es überhaupt aufs Gymnasium schaffen. Denn in 4 Jahren Grundschulzeit, in denen sie wirklich noch Kinder sind die einfach total abhängig sind von den Menschen um sie herum, können sie durch "schlechte Lehrer" (mit deren Art sie einfach nicht klarkommen) schnell auf der Hauptschule landen, wo sie dann quasi schon als unfähig abgestempelt werden.. Ich hab noch kein Kind gesehen, dass mir erzählt hat es lernt extra viel, damit es später Chancen auf Abitur und einen guten Job hat. Viel häufiger kam da "Ich mag die Frau/den Herrn XYZ nicht, also lern ich auch nicht!!" Weiter denkt man in dem Alter nicht.
Mit nötigem Grips schaffen es dann natürlich einige doch noch ne gute Ausbildung oder Weiterbildung zu finden aber oft bleibt das die Ausnahme..
Kommentar ansehen
11.08.2009 04:05 Uhr von shadow#
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
dann tut selber was dagegen hört auf die union zu wählen, die mit den studiengebühren gezeigt hat wie ihre vision von bildung aussieht und kümmert euch aktiv um die erziehung und bildung eurer kinder.

jedem der zulässt dass sein kind auf der hauptschule landet, ohne vorher aber auch wirklich alles probiert zu haben, sollte man die rente streichen...
Kommentar ansehen
11.08.2009 05:36 Uhr von Eichelher
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@shadow#: Glaub mir, das "dagegen tun" ist leichter gesagt als getan.
Schon mal selber was gemacht.
Geb dir recht, ca. 60% aller Eltern haben von Schule null Ahnung und wollen sich damit auch nicht befassen.
Die restlichen 40% kämpfen gegen Windmühlen.
Die Einstellung der Eltern spiegelt meistens auch die der
Kinder.
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:05 Uhr von bliss.rds
 
+1 | -6
 
ANZEIGEN
Haut doch alle ab: wenn ihrs in DE so scheisse findet und schickt eure Kinder mal in Afrika, Iran oder China zur "Schule".

Ständig dieses Gemecker über unser Land - Hartz4 ist ne Zumutung, schule ist ne Zumutung, Ausländeranteil ist ne Zumutung. Wir deutschen können immer nur meckern... das liegt wohl in unserer Natur :(
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:33 Uhr von Sobel
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
@bliss kur hair repair: Was soll dieser blöde Vergleich. Du bist der perfekte Deutsche. So wollen unsere Politiker ihr Volk haben. Ja nichts hinterfragen.

Außerdem, wer meckert hier. Hier wird diskutiert, mehr nicht.
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:33 Uhr von tejoe
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
ausländer sind nciht das problem: die leute die hier das Problema auf Ausländer schieben, sind eher das Problem in der Schule.
Weil die ausländischen Kinder keine Chance haben die Sprache zu lernen, wenn sie immer ausgegrenzt werden und nur ihre Muttersprache sprechen. Eine Sprache lernt man nur wenn man redet und da nutzt der deutschunterricht herzlich wenig, wenn man 400 Jahre alte Bücher mit veraltetem Ausdruck liest.

Natürlich ist das Schulsystem hier an sich auch nicht das non-plus-ultra aber wie bliss schon sagt doch um einiges besser als Afrika.
Bei China würde ich ihm aber widersprechen, Die Chinesen kriegen eine sehr gute Ausbildung mit sehr früher Spezialisierung auf ein bestimmtes Ziel. MItmachen würde ich da aber auch nicht wollen.

Meine Mutter saß 6 Jahre lang im Elternbereit und war am Ende auch Vorsitzende. Ich habe also einiges mitbekommen. Wirklich bewegen kann man ich solch einer Position eigentlich nichts.
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:42 Uhr von Sobel
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@hersch...tejoe: Dann schickt eure Kinder einmal auf eine Berliner Hauptschule. Mal sehen wie viel Eigenbemühung sie nach ein paar Monaten noch mit nach Hause bringen.
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:45 Uhr von bliss.rds
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@huersch & Sobel: Nein, ich bin garantiert nicht der perfekte Deutsche, den ´unsere´ Politiker haben möchte, ich möchte nur, dass die Leute, die sich immer über Deutschland beschweren, mal tief Luft holen und erst einmal in andere Länder schauen, dann werden sie sehen, dass wir nämlich privilegiert sind, in einem solchen Land wie DE zu leben.
Sicher, es geht immer besser - aber es ist nie perfekt.
Aber meiner Meinung nach, korrigiert mich, wenn ich falsch liege, ist DE im Vergleich zu anderen Ländern eines der Besten was soziale Leistungen und Schulbildung angeht.
Es gibt Grund sich zu beschweren, nämlich, dass diese Schulbildung durch Studiengebühren nicht jedem (ohne Verschuldung) ermöglicht werden, das ist viel schlimmer, und dagegen bin ich, und das ist auch der Grund, warum ich nicht ein Liebling unserer Politiker bin.
Und ja, ich beschwere mich hier auch, weil ich ja schließlich auch halber deutscher bin ;-) - wie gesagt es liegt in unserer Natur...
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:47 Uhr von Azrael_666
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Prestigeprojekt: "..Die Kanzlerin hatte dieses Thema im Herbst 2008 zu einem ihrer Prestigeprojekte erklärt..."

Die Kanzlerin und ihre Prestigeprojekte.. spricht für sich. Fakt ist, dass unser Schulsystem veraltet und ineffizient ist. Andere Länder haben im Vergleich den Schritt ins 21. Jahrhundert schon lange gewagt, während wir immer noch im 19. Jahrhundert rumdümpeln. Es hilft allerdings wenig, auf Privatschulen zu setzen, viel wichtiger wäre eine wirkliche, umfassende Reform. Wie es aussieht, sind wir allerdings auch zu dieser Reform nicht fähig.
Kommentar ansehen
11.08.2009 08:59 Uhr von Sobel
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@bliss: Genau Studiengebühren. Schon wenn ein Schüler in die Hauptschule kommt, weil er in der 4 oder 5? Klasse noch nicht so Fit im Köpfchen ist, oder einfach noch Kind ist, brauch er später gar nicht erst über ein Studium nachdenken außer die Eltern können ihm es finanzieren. Doch es ist doch so wie einige hier schon sagten.

Hauptschule = sozialer "Abschaum"
Realschule = Mittelschicht
Gymnasium = Elite

Doch wenn man Haupt und Realschule zusammenlegen würde, hätte es aus dem Schüler vielleicht doch noch etwas werden können. Warum? Weil nicht nur der sogenannte "Abschaum" ihm 4 Jahre prägen würde, sondern auch andere Schichten unseres Landes.

Man sollte auch mit der Aussage vorsichtig sein das alle Hauptschüler dumm sind. Sie begeben sich nur in einem Umfeld, wo viele schlechte Einflüsse auf sie wirken. Und was das im Teeniealter bedeutet ist klar.
Kommentar ansehen
11.08.2009 09:43 Uhr von Ulli1958
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
boah! Jetzt hat Shortnews schon wieder einen meiner Kommentare gefressen. Dabei war ich ganz sicher, auf "abgeben" gedrückt zu haben.

@Sobel
Elite kommt heute nicht mehr von Gymnasien sondern von Privatschulen. Gymnasien erziehen Schüler zu treuen Untergebenen, nicht aber zu starken Führungspersönlichkeiten.

Zu Hauptschulen möchte ich mich bei Shortnews vorerst nicht mehr äußern. Trauriges Thema...
Kommentar ansehen
11.08.2009 09:53 Uhr von Maverick Zero
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Weitreichende Probleme: Wie soll denn ein Schulsystem zur Zeit in Deutschland auch funktionieren?

Zum einen werden hier die Lehrer immer mehr in die Funktion von Ersatzeltern gesteckt. Wo die Eltern in der Erziehung versagen oder schlichtweg "keinen Bock" darauf haben, ihre Kinder zu erziehen, da sollen inzwischen die Lehrer alles schön ausbügeln. Dass diese dafür nicht ausgebildet sind, dafür keine Zeit haben und dass es ohnehin nicht ihre Aufgabe sein sollte, ist anscheinend egal.

Ausländer in der Klasse, die schlecht Deutsch sprechen? Da wird Rücksicht darauf genommen, bis der Rest der Klasse das Nachsehen hat. Bei Ausländeranteilen von teilweise über 50% in den Klassen von Real- und Hauptschule ist es eine Zumutung für andere Kinder und für Lehrer.

Und dann, als hätte man als Lehrer nicht genug Probleme, kommen die Eltern wutentbrannt angerannt, nachdem Sohnemann eine Klassenarbeit verbockt hat. Statt dem Sohn auf die Finger zu hauen und ihn dazu zu drängen mehr zu lernen, wird der Lehrer rund gemacht, wie er es wagen kann eine derart schwere Klassenarbeit anzusetzen.



Die Probleme gehen weiter bei der Aufteilung in die verschiedenen Schularten.
Die Hauptschule beispielsweise, welche durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, ist im Image zum Auffangbecken für sozial Schwache ohne Zukunftsperspektiven geworden. Früher gingen aus der Hauptschule u.a. einfache Handwerker hervor. Heute kommen aus dem Haus pöbelnde Hiphopper, Möchtegern-Gangster und Zugezogene die kein Deutsch verstehen.

Unabhängig davon gilt das starre Konzept von Hauptschule/Realschule/Gymnasium inzwischen ohnehin als überholt. Sinnvolle Vorschläge seitens der Politik, wie man die Situtation verbessern könnte, fehlen bis heute.

Letztendlich liegen die Probleme unseres Schulsystems nicht, oder zumindest nicht allein am Konzept. Es liegt an den Menschen. Da aber leider Konzepte und Systeme schneller und einfacher zu ändern sind als die Ansichten, Denk- und Verhaltensweisen der Menschen, ist es unglaublich schwierig hier etwas nachhaltig zu ändern.
Kommentar ansehen
11.08.2009 10:03 Uhr von Sobel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Ulli: Da hast du recht. Doch das macht die Sache eher noch schlimmer.
Kommentar ansehen
11.08.2009 10:21 Uhr von Azrael_666
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Maverick: "..Zum einen werden hier die Lehrer immer mehr in die Funktion von Ersatzeltern gesteckt. Wo die Eltern in der Erziehung versagen oder schlichtweg "keinen Bock" darauf haben, ihre Kinder zu erziehen, da sollen inzwischen die Lehrer alles schön ausbügeln.."

Den Eindruck hab ich eigentlich nicht.. zumindest nicht in einer Vielzahl der Fälle - schon gar nicht an den Gymnasien. Ich habe vielmehr den Eindruck, als sei die Motivation der Lehrkräfte nicht mehr allzu ausgeprägt.. schon gleich gar nicht auf Seiten des "altgedienten" Lehrkörpers. Würde man sich etwas mehr auf den Umstand besinnen, dass hier Menschen für ihr weiteres Leben geprägt werden, die eher über kurz als über lang Verantwortung für sich und dieses Land übernehmen sollen, wäre allen gut gedient. Stattdessen verstrickt man sich in unsinnigen Debatten über an dieser Stelle äußerst irrelevante sozialwissenschaftliche und pseudopädagogische Traumschlösser. Die meisten der oftmals sehr erzwungen wirkenden Schulprojekte wirken dilettantisch, halbherzig und sind von der Sinnhaftigkeit her heranwachsenden halbwegs intelligenten Jugendlichen schwer zu vermitteln.
Kommentar ansehen
11.08.2009 11:17 Uhr von Maverick Zero
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Azrael: Ich hoffe das war nicht zu missverständlich ausgedrückt:

ich meinte nicht, dass Lehrer diese Funktion übernehmen, sondern dass sie in den Augen der Politik / der Entscheidungsträger diese Funktion übernehmen _sollen_.
So wurden jüngst erst wieder Rufe nach neuen Unterrichtsfächern laut, in welchen u.a. der Umgang mit Alkohol thematisiert werden sollten. Oder Unterrichtsfächer, in denen man den Umgang miteinander lehrt. Das ist kein Stoff für Unterrichtsfächer, sondern ganz Grundlegendes was in der Erziehung durch die Eltern vermittelt werden sollte.

Insgesamt wird den Lehrern meiner Ansicht nach heute (sorry, das klingt jetzt böse) "minderwertiges Rohmaterial" angeliefert. Kinder bei denen die Eltern gnadenlos in der Grunderziehung versagt haben. Sozial auffällige Kinder, Kinder die die deutsche Sprache schlecht beherrschen, etc. Die Lehrer sollen dann aber wiederum das Beste daraus machen und diese Krisenherde bekämpfen. Und dabei am besten noch gut gelaunt sein und den Kindern tolle Aktivitäten anbieten.

Ich habe Lehrer in meinem Bekanntenkreis, die daran regelrecht am Verzweifeln sind. Dass die Motivation irgendwann verloren geht ist dabei nur verständlich.
Und das nicht nur bei den "Alten" sondern auch bei jungen Lehrern, die gerade frisch mit dem Studium fertig sind.

Zitat: "Was soll ich mich da vorne hinstellen und denen etwas über Geschichte erzählen, wenn ein starkes Drittel meine Sprache (Anm.: die Deutsche) nicht versteht?"

Natürlich sind auch die Lehrer keine Engel, das steht ausser Frage. Dennoch ist es für einen Lehrer schwer, aus der aktuellen Situation etwas brauchbares zu machen.

Dass viele der Schulprojekte, wie du schreibst "dilettantisch und halbherzig" umgesetzt werden, sehe ich im Übrigen genauso. Was mir dabei nicht klar ist: Warum ist das so? Wer trägt hierbei die "Schuld" - wenn jemand schuld daran ist.
Kommentar ansehen
11.08.2009 11:26 Uhr von Debob
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Mal was von nem schüler: Also ich als Schüler von einem Gymnasium kann nicht wirklich bestätigen was ihr so schreibt, von wegen Gymnasium nur elite Schüler etc. Ich bin bestimmt mit sicherheit kein Elit.....
Ausserdem die selben probleme die die anderen Schulzweige haben haben wir auch! demotivierte Lehrer wie Schüler, baufällige Schulen ( bei uns Regnet es sein 4 Monaten rein ;) ) ach so schlimme Ausländer (achtung Ironie ) genau dasselbe haben wir auch, nur 1. ändern ist Schwierig, ich hab 2 Jahre lang in der Schulkonferenz gessesen und bei jeder Idee die wir als Schüler durchsetzen wollten um was zu ändern/zu "verbessern" hies es immer ohne das es zu einer Abstimmung kam "Undurchführbar etc. etc. 2. Den meisten Schülern ist es eh egal! 90% aller Schüler behaupte ich mal gehn zur Schule sitzen ihre Zeit ab und das wars mehr wollen die nich !
Kommentar ansehen
11.08.2009 11:42 Uhr von Slaydom
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Es wäre so einfach. Bis Klasse 10 alle zusammen, danach wird aussortiert...
Viele Schüler sind erst ab 15-16 Jahre soweit...

Mehr Lehrer einstellen und die Klassen auf max 15 Schüler verkleinern. Schwupps geht es auch mit den Leistungen hoch
Kommentar ansehen
11.08.2009 11:48 Uhr von WebZicke
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Ich bin selber Mutter von 2 Kindern im schulpflichtigen Alter. Finde das derzeit vorherrschende Schulsystem ehrlich gesagt unter aller Sau. Der Bildungsstandart, der heutzutage vermittelt wird, taugt nicht die Bohne. Ok, kann ich mit dem Standart, den wir früher in der ehemaligen DDR hatten, überhaupt nicht vergleichen, aber wir haben damals wenigstens noch was gelernt.
Kommentar ansehen
11.08.2009 12:00 Uhr von WebZicke
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@Debob wenn Du schon Gymnasiast bist, dann kontrollier mal deine Groß- und Kleinschreibung.

Refresh |<-- <-   1-25/35   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?