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Künstliche Intelligenz soll "Super Mario" spielen

Im Rahmen eines Wettbewerbes der Universität Kopenhagen wird nach einer adaptiven künstlichen Intelligenz gesucht, die sich das Spiel "Super Mario" selbst beibringt.

Dies soll die künstliche Intelligenz durch ihre eigenen Fehler erreichen. Stößt sie auf einen Gegner, weiß sie beim nächsten Mal, wie sie ihn überwinden muss. Durch mehrmaliges Durchspielen erlernt sie so zunächst das komplette Level und in Folge das komplette Spiel.

Die künstliche Intelligenz könnte Spiele ermöglichen, in denen nicht mehr zwischen Computer- und echtem Gegner unterschieden werden kann. Aber auch die Entwicklungszeit könnte dadurch verkürzt werden, was gleichzeitig auch die Kosten für die Entwicklung senken würde.


WebReporter: furtgo99
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Intel, Intelligenz, Super Mario
Quelle: www.trendsderzukunft.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2009 10:08 Uhr von Maverick Zero
 
+12 | -12
 
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Computerprogramme bedienen Computerprogramme: Der reinste Wahnsinn, an was hier geforscht wird. Vor nicht all zu langer Zeit hätte man so etwas für unmöglich gehalten.

Es ergibt sich dann aber eine Merkwürdige Situation, wenn Computerprogramme mit Computerprogrammen "spielen".

Ich warte ja nur noch darauf, dass mich ein Cylon an der Playstation schlägt. Oh, Moment, die gibts ja noch gar nicht...
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10.08.2009 10:38 Uhr von Stanislav
 
+8 | -0
 
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Phänomenal: Super Mario ist ja noch recht einfach, da es zweidimensional ist und die Handlungsmöglichkeiten begrenzt sind, aber die Strategie ist garantiert zukunftsweisend
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10.08.2009 11:03 Uhr von Kraftkern
 
+24 | -2
 
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find das geil: huhu, ich bin selber programmierer und finde die idee geil. eine künstliche intelligenz zu entwickeln ist das maß aller dinge beim programmieren.

wen es interessiert, wie sowas grob funktioniert (leihenhaft ausgedrückt), dann liest weiter:

man gibt, ich sag mal "ihm" (der "intelligenz") bestimmten "einmal-input" als aktionsmöglichkeiten, wie laufen, springen, ducken, durch türen laufen usw.

dann gibt man ihm ein ziel, in dem falle, so schnell wie möglich ins nächste level kommen.

jetzt gibt es zwei möglichkeiten:

1. die intelligenz funktioniert nur mit diesem spiel (bei einem anderen spiel, muss die intelligenz ALLES nochmal neu lernen)
oder
2. die intelligent funktioniert auch mit anderen spielen

das erste ist einfach zu realisieren indem man einfach die besten aktionen als zeitparameter abspeichert und dann einfach nur abspielt, bzw durch neuversuche optimiert.

das zweite ist aufwändiger und interssanter.
um das 2. zu realisieren benötigt man ein "auge"-
also dynamischen input, damit er weiß, wo er sich befindet und wann gegner auftauchen.
dazu gibt es verschiedenen verfahren, wie camscaning (mit kamera den bildschirm abfilmen) (langsam) oder den mauszeiger als auge nutzen (etwas schneller) (so funktionieren bots in mmos ;-)) oder man nutzt gameeigene apis (schnellste).

nun lässt man "ihn" lernen, dass heist man schreibt die gesammelten "erfahrunen" in eine datenbank und dazu die zeit. um so kürzer die zeit, um so besser das ergebnis. das wiederholt man so lange, bis einem das ergebnis am besten gefällt.
stirbt "er", so wird das als negatives ergebnis gespeichert, dass es zu vermeiden gilt.

im prinzip ist das auch nicht mehr, als eine sammlung von walkthroughs und ablaufmustern.
aber wenn man weiß, wie sowas funktioniert, dann ist es trotzdem sehr interessant, weil man auch mal einen ganz anderen blick auf sich selber (als mensch) bekommt ;-)
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10.08.2009 11:07 Uhr von Kraftkern
 
+5 | -0
 
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ach ja komlizierter werden künstliche intelligenzen dort, wo die variationsmöglichkeiten ins unendliche gehen, wie zb bei schach, dort sind enorme datenmengen und gute algorithmen gefragt,
da ist mario spielen ein klacks.

fast wie im echten leben, oder? ;-)
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10.08.2009 11:56 Uhr von Graf_Kox
 
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Ganz nett aber da die Terroristen-Mörder-Tötungs-Simulations-Spiele eh bald verboten sind vergebliche Liebesmüh -.-
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10.08.2009 12:06 Uhr von alex_S
 
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hatten dieses semester: eine programmieraufgabe in der wir "character recognition" mittels neuronalen netzen implementieren mussten. ist schon witzig einem programm beim lernen zuzusehen, wie es sich ständig verbessert :)

stell ich mir bei supermario noch um einiges spannender vor.
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10.08.2009 12:52 Uhr von Leeson
 
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wenn die KI dann an jeder Stelle im Spiel, bei jedem Versuch immer gleich reagiert... programmiert sich die KI ja nur auf dieses Spiel...
Was anders ist, wenn es immer neue "Wege" geht.
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10.08.2009 14:14 Uhr von henny22
 
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haha: wie geil!
das wers doch mal. Wenn das klappt.
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10.08.2009 14:47 Uhr von JustRegistered
 
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das ist cool, denn wenn man die produktionskosten senkt und die preise erhöht, bleibt mehr übrig für manager-boni.. ^^
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10.08.2009 14:59 Uhr von Kraftkern
 
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@zigarettentyp: um deine frage zu beantworten, beziehe ich mich mal auf meinen post...

"indem man den "einmal-input" und das "auge" erweitert."

man kann hier natürlich sehr weit gehen, der ki sehr viele handlungsabläufe mitgeben, zb eine kiste erkennen und sie öffnen usw.

und bei rätseln nutzt man halt eine art "bruteforce" methode, also solange die handlungsabläufe zufällig kombinieren, bis ein positives ergebnis erscheint.

oder man schreibt einen aufendigen algorithmus speziel für dieses rätsel, wie und wann welche aktionen "logisch" sind, aber das ist natürlich auch wieder nur eine vorgegebene lösungsfindung und kein erlernen im eigentlichen (menschlichen) sinne.
;-)

ein mensch kann lernen,
eine maschine kann nur den algorithmus ausführen
und ein guter algorithmus kann lernen vortäuschen ;-)
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10.08.2009 15:50 Uhr von Peter_Pils
 
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müsste so eigentlich gut gehen: wenn sich der Bildschirm nach rechts scrollt, empfindet die KI dies für gut und speichert alle bisherige Bewegungsabläufe als Macro.

So könnte Mario die ersten Meter nach rechts laufen und das für gut befinden, dann läuft er gegen einen Gegner und stirbt. Das Macro wird also wieder zurückgespult und Mario läuft das Stück das ohne Sterben funktioniert hat per Macro ab und versucht, wenn er vor dem Gegner steht, eine Aktion auszuführen (und Mario kann nur springen, also springt er an dieser Stelle) klappt alles gut und der Gegner ist platt gemacht, dann läuft Mario weiter und befindet das für gut und speichert alle Handlungsabfolgen als neues Macro.

und so weiter ^^
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10.08.2009 21:33 Uhr von CHR.BEST
 
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@ alex_S: Darf man fragen, in welcher Programmiersprache du das Netz programmieren mußtest?
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10.08.2009 22:59 Uhr von Shiny123
 
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Wow: Sowas wie menschliche Bots?
Wie geil :D
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11.08.2009 00:28 Uhr von alex_S
 
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@CHR.BEST: hatten freie auswahl. habe es dann in java geschrieben. und eher simpel als single layer
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11.08.2009 01:08 Uhr von Leeson
 
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Also ´ne wirklich gute KI: Würde sich zu Beginn ne Röhre direkt zum Endgegner zaubern.
Es programmiert das Spiel einfach um ;)
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11.08.2009 13:01 Uhr von mymomo
 
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terminator ich sehe es schon kommen - wir werden überrannt ;o)...

ich sehe es aber nicht so, das dadurch kein unterschied mehr zwischen echtem und computergegner zu sehen sein wird...
der computer schafft es nahzu reaktionslos zu reagieren... und er wählt, sobald er ihn sich selbst errechnet hat, IMMER den effektivsten weg zum ziel...
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11.08.2009 13:06 Uhr von Power-Fox
 
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@mymomo: mir fällt da nur ein satz ein

"zur zeit spielt er nur "super mario" aber in ein paar jahren wird er echt angepisst sein und die welt hochjagen"
=)
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11.08.2009 13:33 Uhr von zenon
 
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Wie heißt nochmal der Film: in dem ein Supercomputer die Waffen einer Nation steuert und am Ende fast die ganze Erde auslöscht?

Jugend forscht und am Ende war das große Nichts...
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13.08.2009 00:16 Uhr von CHR.BEST
 
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@alex_S: Interessant, ich hab bisher immer nur theoretische Ansätze dazu gelesen ohne jedoch einfache Beispielprogramme zu finden.

@ zenon:
http://de.wikipedia.org/...(Film)

Der Computer hieß COLOSSUS (genauso wie der Film) und das russische Gegenstück hieß GUARDIAN. Als beide zusammengeschlossen wurden, beschlossen sie, die Menschen als Herrscher der Erde abzulösen, nötigenfalls mit Atomraketen. Ohne es zu wissen, hatten die Menschen also ihren eigenen Niedergang erwirkt.

Der Film stammt übrigens aus dem Jahre 1969 ... also lange bevor Filme wie Hacker oder Terminator/Skynet entstanden.
Die Angst vor scheinbar eigenständig agierenden Computern ist im Grunde so alt wie die Computertechnik selbst.

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