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Familienministerin will Teil-Elterngeld einführen

Um die niedrige Geburtenrate zu erhöhen, plant Ursula von der Leyen mit dem Teil-Elterngeld Anreize zu schaffen. Im ARD-Morgenmagazin sagte sie, "Damit könnten junge Menschen, die Zeit für ihre Kinder haben möchten, Teilzeit arbeiten."

Das Teil-Elterngeld, welches bis 28 Monate lang bezogen werden kann, könne das fehlende Einkommen ersetzen. Die Umsetzung ist für die kommende Legislaturperiode geplant.

Familien die Kinder haben, müssten auch mehr von ihren Einkünften haben. Ein weiterer Vorschlag ist eine im Steuerrecht eingeführte Kinderkomponente, um Familien mit Kindern zu bevorzugen.


WebReporter: baerliner
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Familie, Eltern, Teil, Elterngeld
Quelle: www.bild.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.08.2009 10:05 Uhr von baerliner
 
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Schön dass sich Frau von der Leyen auch mal um etwas kümmert, das in ihr Ressort fällt. Die Frage ist allerdings, wie sie das ganze finanzieren will?
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06.08.2009 10:16 Uhr von Cheating_Death
 
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@ Autor: In einem anderen Artikel hier auf Shortnews steht was von einem überafall auf ine MC Donalds filliale, vielleicht war es ja die ministerin um das projekt zu finanzieren, weil der staat hat doch eh fr nichts mehr geld
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06.08.2009 10:18 Uhr von Klassenfeind
 
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1. Hat d a s die: Ministerin,auch mit den Arbeitgebern besprochen??? Oder muß sich das jeweilige Elternteil,nach d. vom Staat bez. Betreuungszeit,bei der ARGE anmelden?? 2:Werden Eltern mit Kindern doch bereits,auf kosten der Kinderlosen und Singles,bevorzugt!!!!!! Die einzigen,die in die "Röhre gucken", sind die sogenannten Ein-Eltern Haushalte,weil die nähmlich,nicht in´s Bild der CDU/CSU passen!!!
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06.08.2009 10:20 Uhr von pINT
 
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naja: was bringt das, wenn jetzt tausende "assis", die ihre kinder mit der fernseher erziehen, noch mehr kinder kriegen.
wir brauchen eine gebildete kinder und nicht die nächste harz 4 generation.
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06.08.2009 10:36 Uhr von Mordo
 
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Die will doch nur von der Internetzensur ablenken. Indem sie versucht, dafür zu sorgen, dass Willy Wähler ihren Namen mit "Teil-Elternzeitgeld" assoziiert.

Und bei denen, die die Printversion der Quelle lesen, könnte das sogar klappen.

*Zynismus off*
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06.08.2009 10:40 Uhr von Barni10000
 
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Wahlpropaganda: ist die beste Art um Stimmen zu fangen. Nachdem heutzutage sowieso fast alles subventioniert wird warum nicht auch das b....n? Ich frage mich eh warum wir überhaupt noch Geld für das Arbeiten bekommen.
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06.08.2009 11:06 Uhr von Chaosmaus
 
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Eltern: brauchen für die Kinder nicht mehr Geld. Viel mehr sollte dafür gesorgt werden, dass Deutschland Kinderfreundlicher wird. So dass man keinen Nachteil mehr hat, wenn man Kinder hat, z.B. im Berufsleben. Weiterhin sollten die Kitaplätze billiger werden und überhaupt Dinge, die man mit seinen Kindern unternehmen will. Bahn fahren sollte für Kinder länger kostenlos sein und auch Zoo, Kino usw. sind für Kinder viel zu teuer und da sollte es nicht nur Ermäßigungen für HartzIV-Empfänger geben, sondern für alle Familien.
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06.08.2009 11:31 Uhr von flokiel1991
 
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Hmmm das wird eh nichts: was hat sie in dieser Legislaturperiode gemacht? Sie hat sich nur unbeliebt gemacht und viel diskutiert. Sie sich um 2 Gesetze gekümmert, das erste ist gescheitert und das zweite mit der Internetzensur wird vielleicht auch noch scheitern, zu mindestens ist es auch nur Schwachsinn. Wie sollte sie jetzt in der nächsten Zeit was richtiges zu Stande bringen?
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06.08.2009 12:06 Uhr von Scopion-c
 
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Wie die das Finanzieren will? Ganz einfach. Die Rente wird denen Gekürzt die das in Anspruch nehmen. So einfach ist das. Wer nur Teilzeit arbeitet führt weniger Rentenbeitrag ab. Ergo bezahlt am Ende die Rentenkasse auch weniger aus. Das ist übrigens eine weitere ungerechtigkeit Frauen gegenüber. Denn meistens bleiben eben diese Daheim.

Ich hätte da einen Lösungsvorschlag: Reformiert mal kräftig den Wasserkopf auf der ganzen Linie dann gibts vielleicht wieder mehr Geld in den Kassen das man zur Steuerentlastung benutzen könnte und nicht als weiter die Menschen damit belasten muss.
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06.08.2009 12:12 Uhr von Barni10000
 
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@Chaosmaus: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deutschland bei seiner jetzigen Bevölkerungsdichte (ca. 231 Personen/km²) kinderfreundlicher wird. Laut http://www.welt-blick.de/... liegen wir an 35.Stelle in der Statistik. In den meisten Staaten, die vor uns in dieser Liste liegen ist Kinderarbeit sogar obligatorisch. Ist das vielleicht besser für Kinder? Hier haben die Kinder wenigsten die Chance, vor allem wenn die Verursacher der Kinder ihrer Aufgabe gerecht werden wollen, in geordnete Verhältnisse aufzuwachsen. Sie können in den Kindergarten, Schule und einen "vernünftigen" Beruf lernen. Wenn das nicht so ist, sind in der Regel die Eltern schuld. Kinder bekommen ist zwar schön, aber sich aus der Verantwortung zu stehlen und die Schuld auf die anderen zu schieben finde ich nicht fair. Kinderfreundlichkeit und alles was zur vernünftigen Ausbildung und Entwicklung der "Kleinen" gehört ist nun mal Erzeugersache und nicht unbedingt ein allgemeines Problem. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass, wenn Sie für den Unterhalt Ihrer Kinder sorgen müssen, unentgeldlich arbeiten, weil Ihr Arbeitsplatz im Zoo ist und in diesem fast ausschlieslich nur wegen der Kinder gegangen wird. Stellen Sie sich mal vor, dass Sie bei einer Speiseeis herstellende Firma beschäftigt sind. Kinder bekommen dieses Eis kostenlos Erwachsene müssen dafür bezahlen. Könnten Sie von diesem Verdienst dann leben? Ich empfehle:
selber an der Nase fassen und nicht nur versuchen andere auszunehmen. Ich kann nicht verstehen, dass Sie es als Nachteil auffassen wenn Ihnen die arbeitende Bevölkerung Deutschlands unter die Arme greift und hilft. Ist etwa
Kindergeld
Lohnsteuervergünstigung LK III
Kindergartenplätze
gesicherte Schulbildung
die Möglichkeit des Studiums oder Lehre
ab 3 Kindern verbilligter Eintritt in Museen, Freibädern usw.
Soziale Grundversorgung (Sozialsicherungsgestze)
nichts Wert??
Aus meinem Sohn, inzwischen 37Jahre alt, ist auch ein vernünftiger Erwachsener geworden, obwohl es einige dieser Vergünstigungen zu der damaligen Zeit nur in geringen Umfang gab. Das hat natürlich Entbehrungen gekostet, aber die Freude einem jungen Wesen zu einem guten Mitglied der Gesellschaft zu machen und die vielen schöne Ereignisse glichen den Nachteil der Entbehrungen in vielfacher Hinsicht wieder aus.
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06.08.2009 12:55 Uhr von maria19
 
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@pINT: wurdest du auch mit "der fernseher" erzogen? oder meinst du, du bist "eine gebildete" Kind von den "unassieltern" die mit "der buch" erzogen wurden? abeite mal an deinem deutsch.....sowas lernt man sogar in "der Fernseher", wenn man nicht gerade Pokemon an hat.
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06.08.2009 13:21 Uhr von xlibellexx
 
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So leicht wird die Geburtenzahl nicht hochgehen: weil Eltern wird vieles versprochen und wenig davon eingehalten , Eltern mit 2 Kindern haben es schon schwer , und dann soll auch noch dazu animiert werden , Kinder auf die Welt zu setzen , keine Sicherheiten , wenig Personal von Erziehern , Scheinheiliger geht es nicht , wenn eine Mutter mehr als 3 Jahre zu Hause bleibt , ist Sie garnicht mehr Interessant für die Arbeitswelt .
Und dieses Teilelterngeld , bevorzugt es ,das noch mehr Kinder benachteiligt werden , weil wenn Eltern Arbeiten und auch noch Kindererziehen müssen , heisst es dann , Tagesmutter finden , oder Kindergartenplatz , dann richtig Planen wie mache ich das mit meiner Arbeit , und mit allen Berufen geht das sowieso nicht ?
Wenn die wirklich wollen , das Paare sich für ein Kind entscheiden , muss so ein Plan her , das die Mutter 3 Jahre Lang Ihren halben monatslohn bekommt , nur so ist es fast zu bewältigen , aber arbeiten und gleichzeitig Kind , geht fast garnicht , Kind --> Mutter / Vater stehen immer unter Stress .
Weil immer die Kinder versorgt sein müssen , während der Zeit wo Mutter oder Vater für mindestens 4-6 Stunden auf der Arbeit sind .
Früher war das anders vor ca. 35 Jahren , Mutter war immer zu Haus , Vater ging arbeiten , das geht heute nicht mehr ,Finanziel kann einer allein , die ganzen Kosten garnicht tragen . Es kommt immer etwas ausser der Reihe , mal ist es das Kühlschrank , dann die Waschmaschine , allein die kosten für´s Auto .
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06.08.2009 14:23 Uhr von little_skunk
 
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Tropfen auf den heißen Stein: Die Politiker haben doch dafür gesorgt, dass Kinder immer unwirtschaftlicher werden und mitlerweile dank fehlender Kitaplätze sogar ganz unmöglich ist.

Man muss geradezu um einen Kitaplaz betteln und wenn man dann einen hat, ist der auch noch mit einer Zeitbegrenzung. Das heißt, dass man zum Beispiel ein Anrecht auf 8 Stunden hat aber jede Minute darüber hinaus extra zahlen muss. Teilzeit hilft da nicht, da die Zeitbegrenzung dann entsprechend niedrieger ist. Eine Kumpel von mir sollte sein Kind am anderen Ende der Stadt (Berlin) abgeben, dann zur Arbeit fahren und dann wieder das Kind rechtzeitg abholen damit er nicht extra zahlen muss. Das war rechnerisch garnicht möglich. Das wären am Tag 4 Stunden alleine für die Hin und Rückfahrt gewesen. Somit hätte das Kind 12 Stunden in der Kita bleiben müssen und das kostet ja wie gesagt extra. Ihm wurde dann geraten auf Teilzeit zu gehen oder aber seine Partnerin solle das Kind wegbringen. Tja das geht nicht, das diese ebenfalls arbeitet und wenn er oder sie auf Teilzeit geht, stehen ihnen auch nur noch 6 oder sogar weniger Stunden zu... Somit bleibt nur noch ein Ausweg. Ärger machen bis man endlich seinen Kitaplatz hat.

In der Schule geht es weiter. Kopiergeld und die Bücher müssen auch selber gekauft werden. Später kommen dann noch Studiengebüren.

Ich möchte hier nicht darüber Urteilen, ob diese ganzen Kosten sinnvoll sind oder nicht aber eines ist sicher. Die Regierung kann wohl kaum mit 10€ mehr Kindergeld eine höhere Geburtenrate ereichen. Unterm Strich sind Kinder teurer als jemals zuvor (soweit ich das überhaupt beurteilen kann).

Fazit: Es ist mitlerweile nicht nur teuer ein Kind zu haben sondern nicht mal mehr möglich ohne das dabei ein Elternteil dauerhaft bis zur Einschulung auf Teilzeit geht. Solange das der Fall ist, kann die Regierung noch so viel finanzielle Unterstützung versprechen. Teilzeit bedeutet in meinem Fall ca 500€ Netto weniger und bei meiner Freundin würde es früher oder später sogar die Kündigung bedeuten. Das bekomme ich nie im Leben an Kindergeld. Sowas von scheinheilig die ganze Gaunerbande (Politiker). Hier hast du 10€ mehr damit du wenigstens einen teil der Kosten bezahlen kannst, die du dank uns jetzt zusätzlich hast. Bitte wählen sie uns wieder :)
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06.08.2009 14:55 Uhr von Chaosmaus
 
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@Barni: "Ich empfehle: selber an der Nase fassen und nicht nur versuchen andere auszunehmen. Ich kann nicht verstehen, dass Sie es als Nachteil auffassen wenn Ihnen die arbeitende Bevölkerung Deutschlands unter die Arme greift und hilft."

Erstmal möchte ich dazu sagen, dass ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre und ich somit auch Kinder von nicht arbeitenden Menschen mitbezahle. Vom Kindergeld habe ich nicht viel, weil ich damit die Betreuungsplätze meiner Kinder bezahlen muss und als dieses Jahr das Kindergeld gestiegen ist (ich bekomme nun 20€ Kindergeld im Monat mehr), sind auch die Betreuungskosten gestiegen, allerdings um 80€, so dass ich alleine von dem Punkt aus 60€ im Monat mehr bezahlen muss. Dann kommt dazu, dass es in den meisten Städten Sozialpässe gibt, damit kommt man vergünstigt in Zoos, Schwimmbäder, Museen usw. Bei uns bezahlen Kinder von Hartz IV-Empfängern 1/7 des regulären Preises, ich zahle für meine Kinder aber den vollen Kinderpreis. Warum gibt es solche Vergünstigungen nicht für alle? Wenn ich meinen Kindern etwas bieten will, muss ich dafür hart und lange arbeiten während andere es quais hinter her geschmissen bekommen und deshalb sage ich, dass wir keine finanziellen Zuwendungen in Form von Kindergeld oder noch mehr Elterngeld brauchen, sondern ausreichend Betreuungsmöglichkeiten mit geringen Beiträgen und Möglichkeiten seine Kinder zu anständigen Preisen zu fördern. Ich will es ja gar nicht umsonst aber es sollte bezahlbar bleiben!
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06.08.2009 17:52 Uhr von wildmieze
 
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ist das soooo neu ..? beim jetzigen elterngeld kann man doch auch teilzeit arbeiten gehen .. das wird dann halt angerechnet, und man bekommt als elterngeld .. öhmm .. ich glaube 67% von der differenz altes einkommen > neues einkommen ..

die 28 monate sind allerdings neu .. bisher ist 1 jahr standard, verlängerbar um ein jahr, aber dann gibts monatlich nur die hälfte ..

es reicht aber hinten und vorne nicht .. das wird sich vermutlich durch die neuregelung auch nicht ändern >.<
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29.08.2009 10:00 Uhr von pixelpainter
 
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Plakataomat: Ursula von der Leyen darf nicht wieder Ministerin werden. Sowohl was die Zensur im Internet angeht als auch die Benachteiligung von Vätern ist sie federführend. Aus diesem Grund kann jeder nun seinnen eigenen CDU-Wahlplakat-Remix unter http://www.buntgrau.de/... erstellen um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen.
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29.08.2009 10:07 Uhr von uhlenkoeper
 
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Tja, nur Pech für Frau v.d.Leyen, dass sie mit so einem Projekt die "falschen" potentiellen Eltern ansprechen wird.
Bislang sollten alle Initiativen darauf abzielen, die potentiellen Elterngruppen zum Kinderkriegen zu animieren, die bislang die geringste Geburtenrate aufweisen: die Akademiker und höher Gebildeten. Andere Bevölkerungsschichten kriegen nämlich statistisch gesehen durchaus früh und zahlenmäßig genug Kinder. Das statistische Bundesamt hat im letzten Jahr veröffentlicht, dass die Zahl der Kinder mit der Bildung abnimmt. Und dagegen wollte die Familienministerin etwas unternehmen.

Ihr Problem dürfte jetzt aber werden, dass eben hochgebildete Paare durchaus in der Lage sind zu durchschauen, dass die ersten 2-4 Jahre gar nicht das Problem für sie darstellen, sondern das die wirklichen Belastungen finanzieller und beruflicher Art eben mit der Schulzeit der lieben Kleinen erst so wirklich beginnen. Dann, wenn nämlich keine Kinderbetreuung mehr vom Staat unterstützt wird. Dann, wenn Eltern von potentiellen Arbeitgebern schief angeschaut werden, wenn sie wegen eines kranken Kindes daheim bleiben müssen ...

Mal ganz abgesehen davon, dass diese Absichtserklärungen reines Wahlkampfgetümmel ist und die Finanzierung dahinter nicht machbar. Schon heute haben die Länder und Kommunen riesige Probleme damit, allein die vom Bund verfügte Betreuungsrechte für unter-3jährige zu finanzieren ...
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29.08.2009 10:18 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Barni10000: Stimme Deinem Beitrag fast vollständig zu.

Nur vergißt Du zwei Punkte zu erwähnen:
früher waren die -ungenannten und stillschweigenden- "Förderungen für Kinder noch höher:
Eintritte in Freibäder waren Peanuts (heute in der Regel mindestens 3/4 des Erwachsenenpreises), Sportvereine nahmen nur einen geringen Sockelbetrag für Kinder, Kindergartenplätze kosteten z.B. in kirchlicher Trägerschaft nur einen symbolischen Preis (heute macht je nach Wohnort und Betreuungslänge der Kindergartenplatz durchaus schon mal bis zu 300 Euro und mehr aus), eine gesicherte Schulbildung gibt es schon seit den 50er Jahren, Studium und Lehre ebenso. Musikalische Ausbildung war im Vergleich zu heute supergünstig, Ferienfreizeiten kosteten weitaus weniger als heute, für kinderreiche Familien ab 3 Kindern gab es z.B. den sog. "Würmelingschein" der Bahn (das dritte Kind war kostenlos). Usw,usw.,usw.

Und der größte Brocken:
Das KINDERGELD stellt keine soziale Hilfsleistung dar, sondern wurde vom Bundesverfassungsgericht eingeklagt, weil Familien mit Kindern steuerlich Paaren ohne Kinder benachteiligt waren.
Hintergrund ist, dass jedem Bürger ein steuerfreies Einkommen gesetzlich zugebilligt ist. Das "Einkommen" von Kindern wurden aber bis zur Einführung des Kindergeldes über das Einkommen der Eltern versteuert. Kindergeld selbst ist nur die Pflicht des Staates, das kindliche Einkommen steuerfrei zu halten. Weshalb es ab einer bestimmten Einkommenshöhe auch die Wahl zwischen steuerlichem Freibetrag und Kindergeld gibt.
Nur bei Hartz-IV-Empfängern wird das Kindergeld als Sozialleistung betrachtet, da kein steuerpflichtiges Einkommen vorliegt. Und bei diesen wird genau aus diesem Grund das Kindergeld auch auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet !
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29.08.2009 10:26 Uhr von uhlenkoeper
 
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Korrektur: Würmelingschein: Meine Auflistung stimmt hinsichtlich des Würmelingscheines nicht, wie ich feststellen mußte. Ich bin zwar selbst noch in den Genuß selbigen gekommen (weil ich noch eine Schwester und zwei Brüder habe), aber ist schon etwas länger her.
Richtig ist, dass es diesen Würmelingschein seit den 60er Jahren gibt und er bedeutete, dass ihn Familien mit 3 und mehr Kindern kostenlos beantragen konnten. Im Besitz dieses Ausweises konnte jedes einzelne Mitglied der Familie zur Hälfte des gültigen Fahrtpreises reisen.

Wie schaut das heute aus ?
man zahlt einen ziemlich hohen Betrag dafür, dass man überhaupt einen ähnlichen Ausweis ausgestellt bekommt oder er gilt nur in Verbindung mit einem mitreisenden, vollzahlenden Erwachsenen ....

Super Einrichtung für Familien. (Entschuldigung für die bittere Ironie)


Ich habe mal meine Schwester gefragt, was sie monatlich für Ausgaben für ihre Tochter hat. Was da so auftauchte machte mich durchaus nachdenklich, ob ich mir Kinder überhaupt leisten kann.
Kindergarten: 180 Euro monatlich
Musikgarten: 60 Euro monatlich
Krabbelgruppe: 40 Euro monatlich
Mutter-Kind-Gruppe: 16 Euro monatlich
Windeln : 40 Euro Monatlich
Klamotten, Spielzeug, Karre, Essen etc.: unterschiedlich

Und ich habe mir sagen lassen, dass die monatlichen Belastungen größer werden, wenn die Kinder älter werden.


Da sind eigentlich alle vollmundig beteuerten "Entlastungen" schlicht ein Witz !

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