US-Prozess im Irak-Teenager-Mord: Angeklagter Army-Soldat nicht geisteskrank gewesen?
Ein ehemaliger Soldat der US-Armee, der im Irak stationiert war und dort mit vier anderen Army-Kollegen einen Teenager umbrachte, vergewaltigte sowie ihre Familie tötete, darf nicht mehr die Einrede einer Geisteskrankheit geltend machen, wie sein Anwalt jetzt erklärte.
Bei einem Schuldspruch droht dem angeklagten Steven Dale Green (22) aus Midland (Texas) jetzt die Todesstrafe. Ihm stehen 16 Anklagen gegenüber. Richter Russel bestimmte nun, dass Beweismittel, die die psychische Verfassung betreffen, nur zugelassen werden, um ein etwaiges Todesurteil zu mildern.
Knapp drei Monate vor der Tat wurde Green bei Psychiatern vorstellig. Wird Green abgeurteilt, so ist maßgeblich, ob die psychiatrische Betreuung, die er im Irak erhielt, von akzeptierten Standards der ärztlichen Behandlung abwich und welchen Einfluss jene möglichen Abweichungen gehabt hätten.