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Literaturnobelpreisträger Harold Pinter an Heilig Abend verstorben

Der Schauspieler und Dramatiker Harold Pinter ist am 24. Dezember nach langem Krebsleiden verstorben. Weltweite Bekanntheit hatte er erlangt, als ihm vor drei Jahren der Literaturnobelpreis verliehen wurde.

Die Werke Pinters sind geprägt von einer permanenten und bedrückenden Anspannung. Das Ziel Pinters war immer Scheinwelten zu entlarven und Abgründe der menschlichen Psyche offenzulegen. Sein Schreibstil prägte in der Literatur sogar den Begriff "pinteresk".

Bekannt wurde Pinter durch das Bühnenstück "Der Hausmeister", in dem ein Hausmeister durch Intrigen die zerbrechlichen Beziehungsbanden zwischen zwei Brüdern gefährdet.


WebReporter: El Indifferente
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Liter, Literatur, Literat, Literaturnobelpreis
Quelle: www.focus.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.12.2008 10:53 Uhr von El Indifferente
 
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Von Pinter stammt eines der besten Zitate, die ich kenne, auch wenn es ein sehr pessimistisches ist. Er antwortete damit auf die Frage ob seine Stücke nicht zu düster und pessimistisch sind.
"Stellen sie sich das Schlimmste vor, was sie glauben, das ein Mensch einem anderen antun kann. Ich garantiere ihnen, dass jetzt gerade irgendwer auf dieser Welt einem anderen etwas schlimmeres antut."
Das Zitat ist nur sinngemäß wiedergegeben, da ich es grade nicht gefunden habe.
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26.12.2008 12:42 Uhr von El Indifferente
 
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Ich finde das Desinteresse an Kultur: das hier vorherrscht ja teilweise echt beschämend.

Keine 50 Leute interessierten sich bis jetzt für den Tod eines Literaturnobelpreisträgers, der mit seinen Werken viele Autoren beeinflusst hat und der zweiten Hälfte des 20ten Jhd. seinen Stempel aufgedrückt hat.

Über 5000 Leute interessiert in fast derselben Zeit, dass eine 18jährige durch Nacktfotos eine TV-Rolle bekommen hat.

Armes Deutschland. :(
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20.01.2009 12:27 Uhr von Der Reisende
 
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ich kenne bzw. kannte Harold Pinter nicht.
Aber mich deswegen einen Kulturbanausen zu schimpfen geht mir zu weit.
Häufig genug habe ich ein Problem mit unseren modernen Künstlern. Es geht nicht um pessimistische oder düstere sichtweisen. Die gab es schon im Altertum resp. in der antike.
Zum einen ich konsumiere dass, was mir gefällt und ignoriere das andere. Was mir heute gefällt muss nicht zwangsweise auch morgen so sein. Was heute von Kunstkritikern hochgelobt kann morgen ein Schmarrn sein und umgekehrt.

Menschen wie Marcl Reich-Ranicki machen kein TV, aus gutem Grund nicht.
TV fordert die Prostitution für die Quote. Die Quote sagt was sehenswert und somit austrahlemswert und was nicht.

Dennoch, ob xy sich hochgeschlafen oder nicht finde ich völlig uninteressant.
Ob yx ohne Höschen rumläuft, wäre max. für den bzw. die interessant.

Aber es die nicht quotengebundenen TV- Sender. Die Konsumenten dieser Sender outen sich, Phönix oder 3sat zu schauen. Nein, man sollte stolz darauf sein, dass man nicht nur den Mut, sondern auch den Willen hat ordentlcihes TV Programm zu schauen.

Aber zurück zur Literatur. Es wird eindeutig mehr gelesen. Leider wird damit nicht auch die Qualität des gelesenen besser.
Wenn ich meine Buchwahl anschaue, selten genug, dass ich besser als Amazon Rang 50.000 bin.

ich grüße euch

Jürgen

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