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Ägypten verbietet Partnertausch per Gesetz

Nachdem ein sexuell tolerantes Paar im Oktober per Zeitungsannonce gleichgesinnte Ehepaare für schöne gemeinsame Stunden suchte, nahm es das ägyptische Parlament zum Anlass, solche Aktivitäten im Land per Gesetz zu verbieten.

Die Regierung befürchtet den Zerfall von Moral und Sitte. Außerdem soll das neue Gesetz eine Grauzone in der Definition des Ehebruchs beseitigen. Darin heißt es nämlich, dass Ehebruch erst dann strafbar ist, wenn der Ehebrecher angezeigt wird.

Somit wäre Ehebruch im gegenseitigen Einvernehmen erlaubt gewesen. Diese Gesetzeslücke wird aber nun das Parlament in ein paar Tagen mit dem neuen Gesetz schließen.


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WebReporter: Corazon
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesetz, Ägypten, Partner
Quelle: www.bernerzeitung.ch

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.12.2008 10:16 Uhr von Corazon
 
+0 | -0
 
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Solche Gesetze sind schlichtweg Entmündigungen. Wenn jemand seien Sexualität nicht ausleben darf, wie er möchte. Ist es eine Beschneidung seines Lebensradius.

So lange immer alles freiwillig geschieht und niemand zu Schaden kommt, sollte sich der Staat heraushalten
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24.12.2008 10:52 Uhr von El Indifferente
 
+8 | -4
 
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Total daneben: allerdings muss man vieleicht auch bedenken, dass der Islam fast 500 Jahre jünger ist als das Christentum. Vor 500 Jahren wärst du in Deutschland für Ehebruch noch hingerichtet worden und zwar von Christen.

Hoffen wir, dass der Islam die Lektion, die das Christentum schon zu großen Teilen gelernt hat bald kapiert.
Man kann niemals alle bekehren und man kann auch nicht alle, die sich nicht bekehren lassen wollen umbringen. Es sind einfach zu viele. Also muss man versuchen sich mit den anderen irgendwie zu arrangieren.
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24.12.2008 11:04 Uhr von the_smile
 
+7 | -5
 
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Ein Staat: der sich immer mehr bis in privateste Bereiche seine Bürger einmischt und diese kontrolliert wird auf Dauer nicht bestehen können. Aus Unterdrückung und Tyrannei entsteht fast immer eine Revolution. Auch in Deutschland wird man das (hoffentlich) bald merken.
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24.12.2008 11:14 Uhr von Noseman
 
+7 | -7
 
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Die Gesetze in Amiland sind ähnlich: in einigen Staaten.
Da gilt man automatisch als verheiratet wenn man im selben Hotelzimmer pennt (mann, da wäre ich glaube ich jetzt quasi Scheich, und ich fände das wirklich nicht gut), oder wenn man Oralsex hat usw.
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24.12.2008 11:17 Uhr von Summersunset
 
+7 | -1
 
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Ein Gesetz selber macht aber noch keine Anzeige: Wenn die Swinger selber dicht halten, erfährt auch niemand davon und sie können ihrem "Hobby" weiter nachgehen.
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24.12.2008 11:54 Uhr von ZTUC
 
+3 | -2
 
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andere Länder, andere Sitte: Wenn Swinger-Sex in Ägypten als unmoralisch angesehen wird, dann ist das dort deren Ansicht und entsprechend ist es mir auch egal, ob das dort unter Strafe steht oder nicht. Soll jedes Land mit seiner Moral glücklich werden. Wenn die Leute das dort so wollen, meinetwegen.
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24.12.2008 12:15 Uhr von beni-ara
 
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24.12.2008 15:05 Uhr von Dracultepes
 
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@beni-ara: Na durch deinen IQ scheinst du dich schonmal nicht zu unterscheiden, da brauchst du dann deine Sitten als Notanker.

krkr
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24.12.2008 15:10 Uhr von marshaus
 
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sorgen haben die, aber was solls muss ja schlimm sein dort wenn sie solche gesetze einfuehren muessen
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25.12.2008 11:10 Uhr von StArGiAnT
 
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@alle: Hier mischt sich nicht eine Religion ein, wie von vielen behauptet, sondern der Staat höchstpersönlich! Ägypten ist kein islamisches Land, sondern ein islamisch geprägtes Land!

Und außerdem halte ich das Gesetz für außerordentlich klug, denn das Strafrecht birgt auch eine gewisse Erziehungsfunktion, in der bestimmte Fehlhandlungen sanktioniert werden, damit diese nicht wieder vorkommen. Die Dekadenz im Abendland ist unbestritten, die Kirchen weisen regelmäßig auch auf diesen gesellschaftlichen Verfall zurecht hin. Da ist der Islam durchaus mit dem Christentum konform, was das angeht.

Und hört endlich auf, euch nach bedingungsloser Freiheit zu sehnen! Gesetze und Regeln sind notwendig, auch müssen sie gewisserweise in die persönliche (sexuelle) Freiheit eingreifen, damit es keine Exzesse annimmt, die später nicht mehr tragbar sind!
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25.12.2008 11:17 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -0
 
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Führe deinen Satz zuende!
Die nicht mehr tragbar sind, weil sich dann irgenwelche spinner angepisst fühlen!

Wenn jemand mit nem anderen poppen will, soll ers tun. Wenn 2 mit 2 anderen poppen wollen sollen sie es auch tun.

Wenn sie dann am nächsten morgen glücklich sind und dadurch positive Mitglieder der Gesellschaft sind, ist mir das 100mal lieber als irgendein Miesepeter der sauer ist weil er nicht mitspielen darf und alles Menschen das Leben verdirbt.

Und ja es ist nur ein islamisch geprägtes Land, aber lasse nicht außer acht das es immer fundamentalistischer wird.

Die Freiheit eines Menschen hört da auf wo sie die Freiheit eines anderen beschneidet und nicht dann wenn irgendein religiöser Mensch das will.
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25.12.2008 11:18 Uhr von Noseman
 
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@StArGiAnT: Strafrecht hat (außer zum Teil das Jugendstrafrecht) keinerlei Erziehungsfunktion.

Außerdem möchte ich von Dir mal wissen, inwiefern Du Partnertausch als "bestimmte Fehlhandlung" ansiehst, die "sanktioniert werden" müsse.
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25.12.2008 11:33 Uhr von El Indifferente
 
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@StArGiAnT: Also du hast recht. Da greift der Staat persönlich ein und Ägypten ist kein "Gottesstaat". Meinst du aber wirklich, dass der Staat da eingreifen würde, wenn er nicht islamistisch geprägt wäre? Es gibt nämlich keine rationalen Gründe, die gegen einen Partnertausch sprechen. Es gibt nur moralische und die sind meistens religiöser Natur. Sollen sich alle Atheisten und "alternativ" Gläubigen jetzt von den Gläubigen vorschreiben lassen, wie sie ihre Sexualität auszuleben haben? Also ich stelle mir unter erfülltem Sexualleben etwas anderes vor als "Missionarsstellung" bis zur Zeugung und dann erstmal nichts mehr, bis das Kind da ist. Danach wieder das Ganze von vorne. So stellen sich die Katholiken doch das Sexualleben vor, oder? Ein Glück, dass die katholische Kirche nicht den Einfluss auf Deutschland hat, über den der Islam in Ägypten verfügt.

Es gibt Gesetze, die in den Bereich Sexualität eingreifen, die sehr wichtig sind. Diese Gesetze existieren auch bei uns und schützen vor Vergewaltigungen, Missbrauch von Kindern oder sexueller Belästigung. Was allerdings vier (oder mehr) erwachsene und geistig gesunde Menschen hinter verschlossenen Türen in gegenseitigem Einvernehmen auf freiwilliger Basis tun sollte ihnen überlassen sein.
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25.12.2008 11:50 Uhr von StArGiAnT
 
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"Was allerdings vier (oder mehr) erwachsene und geistig gesunde Menschen hinter verschlossenen Türen in gegenseitigem Einvernehmen auf freiwilliger Basis tun sollte ihnen überlassen sein."

Das Schalten einer "Anzeige" oder wie in der Quelle als "Announce" beschrieben, ist eben keine Angelegenheit, die hinter verschlossenen Türen stattfindet, sondern ein primitiver Akt, der in die Öffentlichkeit rausgetragen wird. Partneraustausch kann demnach auch weiterhin hinter verschlossenen Türen stattfinden, sofern das Gesetz davon nicht Wind bekommt, so einfach ist das. Das Gesetz veranlasst ja nicht ein Kontrollorgan, über die Menschen in ihrer Privatsphäre zu bewachen, sondern die Allgemeinheit vor menschlicher Verwahrlosung und moralischem Verfall zu schützen, indem es sie darauf aufmerksam macht. Ein Gesetz gibt auch oftmals die kulturelle Zugehörigkeit eines Landes wieder, die gesellschaftliche Rahmenordnung die natürlich auf einer gewissen Ideologie basiert.

Wer meint, sich nicht fügen zu müssen/wollen, der wandert aus Ägypten einfach aus, das bekommen wir Türken von den liebgesinnten Deutschen doch oft zu hören!

"Strafrecht hat (außer zum Teil das Jugendstrafrecht) keinerlei Erziehungsfunktion."

In den Grundlagen unserer Rechtsordnung ist die Erziehungsfunktion ebenso ein Bestandteil. Ein einfaches Beispiel:

Eine Polizeidienststelle erlässt einen Bußgeldbescheid wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Die Ausstellung eines Bußgeldbescheides ist eine Sanktion für Fehlverhalten, dient aber gleichzeitig auch der Verwirklichung der Erziehungsfunktion, da eine Verhaltensänderung für die Zukunft erreicht werden soll!
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25.12.2008 12:07 Uhr von El Indifferente
 
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@StArGiAnT: "Partneraustausch kann demnach auch weiterhin hinter verschlossenen Türen stattfinden, sofern das Gesetz davon nicht Wind bekommt, so einfach ist das."

Diese Aussage gilt für jede Straftat, die man in den eigenen vier Wänden begehen kann. Vom Jointrauchen bis zum Mord.

Klar müssen die eine Announce aufgeben. ich meine ist ja nicht so, dass jeder zweite auf Partnertausch stehen würde. Da kann man nicht einfach zum Nachbarpaar rüber gehen und mal anfragen, was sie von einem "nick-nack sie-wissen-schon" halten.

Aber ich sehe schon, da kommen wir nicht zusammen, denn du hast ganz andere moralische Vorstellungen wie ich. Für dich ist das ein verwerflicher Akt, der direkt in den Untergang einer Kultur münden muss und für mich ist das nichts weiter als das Ausleben seiner sexuellen Vorlieben, was keinen grösseren Einfluss auf die Gesellschaft hat.
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25.12.2008 12:16 Uhr von StArGiAnT
 
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@El Indifferente: Kontroverse Ansichten beflügeln das gesellschaftliche Zusammenleben und sind ein Indiz dafür, dass Demokratie funktioniert. Und unser objektiv geführter Diskurs zeigt auf, in welcher konstruktiven Atmosphäre eine gegensätzliche Meinung geäußert werden kann, ohne gekränkt und beleidigt zu werden. Ein Lob meinerseits an dich.

Gruß
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25.12.2008 12:43 Uhr von El Indifferente
 
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@StArGiAnT: Also das Kompliment mit der sachlichen Atmospäre kann ich zurückgeben. ;-)

Das Problem bei der Moral ist, dass jeder sein eigenes Bild hat. Das eine Extrem sind die Leute, die Sexualität nur zum Zwecke der Fortpflanzung, im Dunkeln und nur in der Missionarsstellung akzeptieren. Das andere Extrem sind Leute, die gerne Zustände wie bei den Bonobo-Affen hätten, wo Sex der Art Jeder-mit-jedem-überall so alltäglich ist wie essen und trinken.

Da moralische Vorstellungen eine der tragenden Säulen unseres Weltbildes sind werden wir da nur ungern "Justierungen" vornehmen, denn da könnte das ganze Weltbild ins Wanken geraten.
*Ironie on*
...und jeder von uns hat schliesslich nur eines davon. Das will man doch nicht leichtfertig kaputt machen. Hat ja schliesslich lange genug gedauert es sich zurecht zu basteln.
*Ironie off*

Grüsse
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25.12.2008 13:53 Uhr von Dracultepes
 
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Wobei man erwähnen sollte das die Bonobos noch nicht von Erzengeln hingeraft wurden und sonst auch nicht gerade zu den gefährlichsten Affen gehören;)
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29.12.2008 12:48 Uhr von Thomas66
 
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semmelsepp: Bei Dir sagt also Deine Frau, das Gestz bin ich. Ist ja fast wie im richtigen Leben.lol

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