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Hannover: Viele Verkäufer gaben hochprozentigen Alkohol an Minderjährige aus

Im Oktober hatten jugendliche Polizei-Fachoberschüler bereits Testkäufe getätigt, um das Einhalten des Jugendschutzgesetzes zu überprüfen. Damals bekamen die Jugendlichen in 51 von 66 untersuchten Kiosken, Supermärkten und Tankstellen Alkohol.

Am Freitag wurden weitere Testkäufe durchgeführt. Insgesamt versuchten die Jugendlichen in 47 verschiedenen Läden hochprozentigen Alkohol zu erstehen. In 30 Läden waren sie erfolgreich. Von den 47 untersuchten Läden wurden bereits 24 bei den vorherigen Testkäufen getestet.

Laut einem Sprecher der Stadt werde nun gegen die Verkäufer ein Bußgeld, welches im Bereich von fünf bis 50.000 Euro liegt, eingeleitet. Allerdings, so der Sprecher, werde es vermutlich keine Konzessionsentzüge geben.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Verkauf, Alkohol, Hannover, Minderjährige, Verkäufer, Minderjährig
Quelle: www.haz.de
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.12.2008 12:29 Uhr von Dennis112
 
+4 | -2
 
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Also: Ich denke ein Konzessionsentzug wäre da auch zu hart. Ein Bußgeld von 50000€ sollte die Marktleiter schon zum Nachdenken bringen. Vor allem weil ja bei den meisten Märkten sobald sie alkoholische Getränke über den Scanner ziehen "Altersbeschränkung" auf dem Display steht das dann mit einem Tastendruck bestätigt werden muss. Wahrscheinlich wird es einfach aus Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit nicht gemacht.
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23.12.2008 12:44 Uhr von Montrey
 
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Willkommen: in der Realität
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23.12.2008 13:31 Uhr von casus
 
+3 | -1
 
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Das war nicht der erste Kauf Beim 1. Testkauf hatte die Polizei es noch bei einer, kostenlosten Verwarnung belassen:
http://www.haz.de/...
Dazu war das Thema im Vorfeld auch schon breit diskutiert worden. Eben genau wegen der rechtlichen Betrachtungsweise.

Sorry, aber wenn die Verkäufer aus der ersten Erfahrung so offensichtlich überhaupt keine Lehren gezogen haben, dann haben sie es auch nicht besser verdient. Von hintenrum und gemein in die Falle locken, kann man hier nun wirklich nicht sprechen.
Das Gesetz ist jedem bekannt und hat auch seine Berechtigung. Punkt.


@Underclass Hero
Ich finde Dein Drohszenario mehr als befremdlich.

Mit mir war einer in der Klasse, der heute Polizist ist. Wenn ich dem irgendwann einmal zB. in eine Geschwindigkeitskontrolle geraten würde, dann hab ich eben Pech gehabt. Ich wäre zu schnell gefahren und der hätte seinen Job gemacht. So einfach ist das. Bei der letzten Verkehrskontrolle, bei der wir uns begegnet waren, haben wir uns über das Wiedersehen gefreut. Meinen Fahrzeugschein und Führerschein hatte er trotzdem bekommen.
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23.12.2008 21:28 Uhr von casus
 
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@Terrorstorm: Du schreibst: "Anstiftung ist es auf jeden Fall, aber in solche Fällen sagt natürlich keiner was dagegen."

Wieso schreibst Du diesen Satz?

Hier mal die Texte, die auch Dir vorgelegen haben. Ich hab die Berichte über diese Diskussion sogar in den Nachrichten gesehen.

Diese Zitate allein widerlegen also schon Deine Aussage. Hast Du die also nicht gelesen oder wolltest Du etwas besonderes Ausdrücken?

Haz (aktuelle News Quelle): Zuletzt aktualisiert am 22.12.2008 22:42 Uhr

"Den Testkäufen waren heftige Debatten voraus gegangen. Unter anderem kritisierten Politiker aus dem Jugendhilfeausschuss der Stadt die Idee, minderjährige Polizeischüler zu strafbaren Handlungen anzuleiten."

Haz: Zuletzt aktualisiert am 27.10.2008 22:50 Uhr

"Kritiker befürchten dagegen, als Testkäufer würden Kinder zu Spitzeln gemacht. Vor einem Jahr war Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit ihrem Vorstoß für jugendliche Testkäufer noch am Widerstand der Länder gescheitert."

Dann schreibst Du weiter: " ... Ist ja auch im Grunde genommen ok, dennoch züchtet man sich auf diese Weise ein Denunziantentum wie in der ehemaligen DDR heran, ..."

Der vergleich hinkt, da Du die DDR ins Spiel bringst: Denunziant http://de.wikipedia.org/...
"Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen bei staatlichen Vollzugsbehörden angezeigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt."

Allerdings hast Du ja selbst geschrieben, das bei Dir in der Realschule, das Thema DDR nicht umfassend auf den Tisch kam. Was mich persönlich wundert. Aber nun, wird wohl was mit der Unabhängigkeit der Kultusminister zu tun haben ;-)

Jedenfalls hat diese Aktion nichts mit den von Dir in einem andern Kommentar beschriebenen im Akkord arbeitenden selbsternannten Parkwächtern zu tun. Hier geht es um Jugendschutz und es ist nicht lustig zu sehen, wie Jugendliche mit einer schweren Alkoholvergiftung sturzbetrungen im Krankenhaus landen. (Auch übrigens nicht bei Erwachsenen, aber die sind ja alt genug und können auf sich selbst aufpassen *eg*)

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