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Italien: Kirche habe gegen faschistische Rassengesetze zu wenig Widerstand geleistet

In Italien hat der Präsident der dortigen Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, der Römisch Katholischen Kirche vorgeworfen, man habe sich 1938 nicht klar genug gegen die faschistischen Rassengesetze ausgesprochen.

Auf der Konferenz zum 70. Jahrestag dieses Gesetzeserlasses kritisierte Fini außerdem noch, dass damals auch die Öffentlichkeit in Italien kaum bis nicht auf den Erlass der Rassengesetze reagiert habe. Fini sah sich selbst bis vor einigen Jahren noch als einen "neofaschistischen Politiker".

Ein Historiker, Andrea Riccardi widersprach Fini. So sei Finis Ansinnen zwar wichtig, aber er würde es historisch falsch darstellen. Der damalige Papst, Pius XI., habe den Faschismus als "heidnische Kultur" betitelt und den Auftrag erteilt, die verfolgten Juden vor den Faschisten zu verstecken.


WebReporter: Schreibonkelchen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Italien, Kirche, Widerstand, Rasse
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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