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Gerichtsinterne Eklats in den Prozessverfahren um Liechtensteiner Steuersünder

Die Bochumer Justiz ist nicht zimperlich, wenn es um die Durchsetzung von Recht geht. Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen ließ den Ex-Post-Vorstand Klaus Zumwinkel verhaften. Doch jetzt, wo es in Richtung Prozess geht, wurde Lichtinghagen ins Jugenddezernat strafversetzt.

In Bochum innerhalb der Justiz ist das reine Mobbing ausgebrochen. "Ungebührliches Verhalten" und "Hinterhältigkeit" werde Lichtinghagen von ihren Vorgesetzten vorgeworfen. Das Bundesjustizministerium schlug sogar vor, die Staatsanwältin solle die Liechtensteiner Fälle nach Köln mitnehmen.

Angeblich soll Lichtinghagen in Geldzuweisungen verstrickt sein. Die Chefs wollen offenbar verhindern, dass die Staatsanwältin die Liechtensteiner Fälle weiter betreut. Generell herrsche unter den Gerichts-Mitarbeitern "Krieg". Durch das Mobbing seien einige sogar alkoholkrank geworden.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Prozess, Steuer, Eklat, Steuersünder, Liechtenstein
Quelle: www.ftd.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.12.2008 08:40 Uhr von no_trespassing
 
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Ich rate jedem mal, die Quelle durchzulesen. Ein echter Krimi.

Gut möglich, dass da Gelder geflossen sind. Vielleicht nicht ans Bochumer Gericht, sondern ans Innenministerium. Und die könnten dann die Bochumer Gerichts-Chefs dann bearbeitet haben, den Fall an jemandem zu übergeben, wo die Chance besteht, dass die Sünder heil aus der Sache rauskommen.

Zumwinkel kennt sicherlich seine Leute im Ministerium und weiß, wer da wo bearbeitet werden muss, um die Weichen entsprechend zu stellen.
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15.12.2008 09:08 Uhr von supermeier
 
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Jemand: etwas anderes erwartet?
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15.12.2008 09:24 Uhr von Katzee
 
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Da fehlt was: in dem Artikel, nämlich, dass die Staatsanwältin "versehentlich" übersehen hat, dass kurz nach der Verhaftung Zumwinkels Teile seiner Steuervergehen verjährt sind, bevor sie Anklage erhob. Dadurch wurde die hinterzogene Steuersumme, für die Zumwinkel belangt werden kann, unter die 1 Mio. Marke gedrückt, für die der BGH erst vor wenigen Wochen Haftstrafen gefordert hat. Mit anderen Worten: Entweder, die Dame versteht ihr Handwerk nicht (kennt sich mit Verjährungen nicht aus) oder sie wurde geschmiert.
http://www.n-tv.de/...
http://www.n-tv.de/...
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15.12.2008 09:34 Uhr von DummerBuerger
 
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@ supermeier ... Ja, ich. So etwas kommt allenfalls nur ordentlich verzoegert und fragmentarisch ans Licht.
Aber nun sieht die Sache eventuell anders aus.

Moegicherweise gibt es noch Kadaver, wer weiss.



Gruss,
DummerBuerger
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15.12.2008 10:33 Uhr von JCR
 
+3 | -0
 
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[Ironie an]: Vor dem Gesetz sind alle gleich [Ironie aus]

Das pfeifen doch schon länger die Spatzen von den Dächern, dass dieser Prozess ein Witz werden wird...
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15.12.2008 16:24 Uhr von herribert
 
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gerecht: Wer glaubt,es gebe eine Getrechtigkeit,der irrt.Denn Recht haben und Recht griegen,sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Denn Geld regiert die Welt!
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15.12.2008 18:11 Uhr von walddichte
 
+2 | -1
 
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Was ist eigentlich Recht: das ist die Kardinalfrage jedes Juristen.
War es rechtens, gestohlene Unterlagen überhaupt zu verwerten?
Sonst sind die Gerichte doch immer sehr bedacht, daß die Beweisführung erlaubt und unangreifbar ist, z.B.Tonbänder,
Wenn der Staat Profit aus einer Sache ziehen kann, sieht es wieder ganz anders aus. Irgendwie duftet alles nach Prostitution.
Gleiches Recht für Alle, auch für einen reichen Vorstand.
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16.12.2008 00:00 Uhr von CHR.BEST
 
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Unsere Justiz ist doch auch nur noch ein Witz. Wenn unsere Politiker schon dermaßen korrupt sind, warum sollte es dann ausgerechnet bei den Vertreter der Justiz anders zugehen?
Der oberste Schmiermeister von Siemens war ja bis zuletzt auch noch Wirtschaftsberater der Merkel und läuft meines Wissens immer noch frei rum.

@herribert: Erkläre doch bitte den "griegen" dem Krieg(en) + gäbe (würde geben) statt "gebe" + Gerechtigkeit statt "Getrechtigkeit" + 1 Leerzeichen hinter jedem Satzzeichen ... danke.
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16.12.2008 12:46 Uhr von ArrowTiger
 
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Selbst Italien ist hier besser: Angenommen, die Staatsanwältin ist im Recht, dann wirft dieser Fall einmal wieder ein übles Licht auf unser verfilztes "System".

Es wird Zeit, daß auch in Deutschland die vollständige Unabhängigkeit von Staatsanwälten durchgesetzt wird, wie es z.B. in Italien erfolgreich praktiziert wird. Da kann kein Minister mal kurz den ermittelnden Staatsanwalt zurückpfeifen oder versetzen, wenn ein hochrangiger Verdächtiger bei ihm mal freundlich interveniert...

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