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"Nicht wiederbeleben" - Diesen Befehl ließ sich 79-Jährige auf die Brust tätowieren

Statt einer gewöhnlichen Patientenverfügung hatte eine Neuseeländerin eine Alternative parat, ihre Sterbewünsche zu proklamieren. Auf ihre Brust ließ sie sich die Anweisung "Nicht wiederbeleben" mittels Tätowierung anbringen.

Um dies auch noch werbewirksam zu verbreiten, hatte es die Frau, Paula W. (79), nicht versäumt, sich sogar im TV-Programm als Demonstrationsperson zu zeigen. Westoby ist Mitglied des Sterbehilfe-Vereins "Exit".

Es ist ihr sehnlichster Wunsch, etwa nach einer Herzattacke auf der Straße, nicht durch medizinischen Aufwand eine Wiederbelebung zu erlangen. Animiert wurde Westoby von einer 80-Jährigen, die diese Tätowierung auf der Brust stehen hatte. Ob dies rechtlich zulässig ist, sei noch umstritten.


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WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Brust, Befehl
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.12.2008 15:55 Uhr von Dohnny
 
+33 | -5
 
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Menschen: Wieder das Thema Sterbehilfe... wenn jetzt Menschen sogar schon so weit gehen um glücklich sterben zu können, dann läuft in den Rechtssystemen der Welt irgendetwas falsch.
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11.12.2008 16:01 Uhr von Kour
 
+25 | -1
 
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Ich verstehe nicht: was dagegen spricht!
Jeder kann doch selber entscheiden, wie er denn nun Sterben möchte, bzw.
In so einem hohen Alter würde ich mich schon etwas mit dem Tot beschäftigen, da er mir schon recht nahe wäre und mir immer näher käme, desto älter ich wäre.
Sterben müssen wir eh alle irgendwann.
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11.12.2008 16:15 Uhr von D.prummel
 
+10 | -2
 
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Nicht so einfach ja, kurz betrachtet stimmt es: Es kann jeder sterben wann und wie er will, aber...
Es ist nicht ganz so einfach. Mann muss wirklich 100% sicher sein dass der Sterbewunsch dauerhaft besteht, denn es gibt ja kein zurück.
Es besteht die Gefahr das eine erlaubte Sterbehilfe falsch angewendet wird. Entweder um externen einen Vorteil zu ziehen (weniger Pflegeaufwand, Erbe) oder es könnte zu leicht genommen werden. Ich denke viele Menschen die schwer krank, schwer verletzt, schwer/unglücklich verliebt oder sehr alt sind möchten zu einen bestimmten Zeitpunkt einmal Sterben. Ich kenne dass von Großeltern oder aus meiner Zivizeit von Menschen mit Behinderungen, die einen Tag, 100% ernst gemeint, gesagt dass sie nichts dagegen hätten zu sterben, aber andere Tage voller Lebensfreude waren.
Deswegen spricht schon einiges dafür und schon einiges dagegen. Unterm Strich möchte ich South Park zitieren: "Dieses Thema würde ich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen!".

Heikel, Heikel nicht so einfach....
MFG Prummel
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11.12.2008 16:44 Uhr von Gaysmo
 
+3 | -24
 
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11.12.2008 17:47 Uhr von Sven_
 
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@"Sterbehilfe": darum geht es hier nicht. Nicht zu reanimieren ist etwas anderes als Sterbehilfe zu leisten! Es wundert mich bis heute, dass die katholische Kirche noch nicht auf den Trichter gekommen ist, dass das Wiederbeleben eines Menschen im religiösen Sinne "Gott spielen" bedeutet.

(Übrigens: Auch als Anti-Religiöser Mensch würde ich es bevorzugen, wenn man mich nicht wiederbelebt, verstehe diese allgemeine Überbewertung des "Lebens" nicht, niemand weiß was danach kommt, mit Glück gehts besser, mit Pech kommt man wieder auf die Erde.... und nur für die Ungewissheit um jeden Preis am Leben erhalten? Schwachsinnig.)
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11.12.2008 18:02 Uhr von shishiza
 
+4 | -1
 
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Ich kann: diese Frau wirklich verstehen, denn ich habe nun mal mit vielen Menschen, die krank sind, zu tun. Es ist wirklich nicht schön, das sie nicht ihren Wunsch nach sterben ausleben können, vor allem wenn es wirklich durch ein Herzinfakt oder Gehirnschlag zu ende gehen könnte...doch nein, sie werden wiederbelebt..dabei viele tausende von Euros aus dem Fenster geworfen und was haben sie davon? Nichts! Die Hinterbliebenen haben dafür mehr als Probleme und Sorgen...mehr ist davon nichts übrig.
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11.12.2008 20:33 Uhr von Caedira
 
+2 | -0
 
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traurig Ich verstehe es zu gut.
Denn es ist gewiss nicht ein tolles Gefühl, wenn
man grob gesagt "dahin begetiert" und nichts von der
Welt mehr mitbekommt, weil man an Geräten hängt,
nicht mehr selbstständig Atmen kann und nur noch Schmerzen hat und der letzte Grund warum man lebt und diese Schmerzen hat der ist, dass Sterbehilfe nicht erlaubt ist.

Vielleicht denkt die Regierung, dass einige Mörder mit dieser Ausrede kommen, dass es aktive Sterbehilfe gewesen sei,
wobei ich das einen wirklich schlechten Grund fände.

Manche Menschen wollen einfach nur einschlafen und nie wieder aufwachen, was man bei manchen nur zu sehr versteht :(
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11.12.2008 22:50 Uhr von belafarinrod666
 
+2 | -0
 
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@Sven_: Doch, auch das ist Sterbehilfe, zwar PASSIVE, keine AKTIVE, aber auch Sterbehilfe. Zumindest ist der Begriff Sterbehilfe dafür international etabliert, auch wenn "Sterbenlassen" vielleicht der passendere Begriff dafür wäre.
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12.12.2008 09:40 Uhr von fishme
 
+1 | -0
 
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Hmm: Ich würde sagen - das nennt man nicht "Befehl" sondern einen "Aufruf" - denn man braucht was schriftliches - damit ist aber nicht ein Tattoo gemeint
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12.12.2008 12:18 Uhr von Ing.Tro
 
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Jeder darf sterben wann und wie er will! Nur leider steht auf Selbstmord eine Strafe die dann mal wieder vor Gericht verhandelt wird!!! Allerdings nur, wenns daneben geht.
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12.12.2008 12:51 Uhr von >rno<
 
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Zulässig! "Ob dies rechtlich zulässig ist, sei noch umstritten."

Natürlich kann sie sich tätowieren lassen. Ob dieser Befehl/Wunsch dann befolgt wird ist allerdings fraglich.

Jeder Mensch sollte sterben dürfen, wann immer er es will!
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12.12.2008 12:54 Uhr von Ing.Tro
 
+0 | -0
 
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Genau: Und hinterher regt er sich sicher nicht auf weil man ihn nicht wiederbelebt hat, bzw. es nicht probiert hat.

Mit Sterbehilfe schauts da schon anders aus!
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12.12.2008 14:08 Uhr von b_andog
 
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Problem an der Sache ist das Pauschalisieren Es gibt natürlich Fälle nicht nur im hohen Alter wo Sterbehilfe ein Thema ist....

aber wie willst du das festmachen....

1. Wenn jemand der Meinung ist das die eigenen Schmerzen zu groß sind.... Das kann sich ändern ist übrigens ziemlich subjektiv und weil man ein Problem mit Schmerzen hat da objektive Entscheidungen zu treffen...glaub ich nicht

3. Für alle Depressiven und suizid gefährdeten wäre dies natürlich ne enorme Erleichterung

2. Tätowierung auf der Brust? Naja als Organhändler hätt ich dann natürlich meine Tätowiernadel immer dabei.....

3. Nach Aussagen der Ärzte.... Es ist leider so das Ärzte nicht allmächtig sind und auch nicht alles wissen .... Erstaunlich aber wahr....Zum Thema Heilprozesse kann der eigene Körper mehr leisten als viele vermuten

4. Wieviele Leute waren kurz vor dem Sterben auf der Intensiv station haben dann aber trotzdem noch ein erfülltes Leben ...
mir gehts da übrigens nicht anders

5. Wenn man dem Tot von der Schippe gesprungen ist (was wesentlich öfter vorkommt als man denkt) ist man oft froh das man sich für den Weg des Lebens entschieden hat...
Bei mir war es zumindest so.....

5.5. ganz wichtig die persönliche Einstellung

6. Schmerzen ist eine subjektive Sache und die Erforschung derselbigen steckt in den Kindernschuhen ....

7. das Leben nicht unnötig zu verlängern...ok...wenn ich da an solche Sachen wie Hirntod und Metastasenstreuung im Endstadium vermehrtes Organversagen denke in Ordnung...

Im Endeffekt sind das aber so differenzierte Einzelfälle und Betrachtungen das da eine gesetzliche Regelung und Erlaubnis zur aktiven Sterbehilfe für mich nicht sinnvoll erscheint... (zuviele Fehlerquellen möglich)

Die Entscheidung eines Individuum sollte immer zum Leben tendieren.

Und Mittel und Wege um das Ausscheiden aus dem Leben erträglicher zu machen gibt es trotzdem mehr als genug.

Eine Tätowierung wie oben genannt halt ich als keine sinnvolle Sache...
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12.12.2008 17:35 Uhr von ChrissyWuff
 
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Eine Tätowierung "schützt" nicht vor Reanimation! Zumindest die deutschen Gerichte besagen nach aktueller Rechtssprechung, dass medizinisches Fachpersonal im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen MUSS, solange keine notariell beglaubigte Patientenverfügung vorliegt.

Und da ist genau der Knackpunkt: eine Tätowierung ist nicht notariell beglaubigt. Aber selbst wenn uns z.B. Angehörige mit einer beglaubigten Urkunde vor der Nase herumwedeln, ist der Rettungsdienst vor Ort nicht in der Lage zu beurteilen, ob die Verfügung tatsächlich rechtens ist.

Man mag das kleinkrämerei nennen, der Sinn dahinter sollte aber einleuchten:
es geht hierbei nunmal um das Leben der betroffenen Person. Eine Entscheidung gegen eine Reanimation ist unwiderruflich - der Mensch ist tot. Patientenverfügungen haben durchaus einen Sinn, jedoch kann im Notfall keiner genau sagen, dass der Betroffene in exakt diesem Moment immer noch sterben will. Er könnte es sich ja bereits anders überlegt haben, hat dies nur noch nicht verschriftlicht. Ihn also wegen eines Stück Papiers sterben lassen, obwohl er es evtl anders wollte? - Fragen können wir ihn ja nicht....

Dazu kommt die Tatsache, dass nichtärztliches Rettungsdienstpersonal den Tod gar nicht feststellen darf. Mit anderen Worten - solange noch eine Chance der Wiederbelebung bestehen kann, müssen sie in jedem Fall anfangen zu reanimieren, zumindest bis der Notarzt kommt. Tun sie das nicht, stehen sie mit mehr als nur einem Bein im Knast.

Viele Grüße von einem
Rettungsassistenten in Ausbildung

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