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Viera/USA: Ein Mann kommt wegen erwiesener Unschuld nach 27 Jahren frei

Ein Mann, der wegen Mordes im Zuchthaus saß, wurde nach 27 Jahren freigelassen. Nach den DNA-Analysen gab es berechtigte Bedenken an einer Tatbeteiligung des Mannes. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass ein neuer Prozess nicht stattfinden würde, da acht Zeugen nicht mehr leben.

Am Opfer konnten keine DNA-Spuren des verurteilten 49-jährigen William Dillon sichergestellt werden.

Dillons Anwalt Mike Pirolo sagte: "Es ist schön, dass ihm Gerechtigkeit widerfährt und dass er ein freier Mann ist. Aber es ist bitter, dass ihm 27 Jahre seines Lebens genommen wurden, die er nie zurückbekommen wird."


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Mann, Jahr, Unschuld
Quelle: de.news.yahoo.com

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.12.2008 11:09 Uhr von ***Dolly***
 
+18 | -3
 
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der kann doch sicherlich schadensersatz in millionenhöher erklagen, oder nicht? das is ja sowieso da üblich...

aber was dem mann 27 jahre lang durch den kopf ging wüsste ich gerne...
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11.12.2008 11:14 Uhr von Valmont1982
 
+40 | -20
 
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Als Strafe müsste man den verantwortlichen Richtern, Staatsanwälten und Geschworenen das gesamte Guthaben entziehen und ihm gutschreiben. Nachdem müsste man die Leute auch für 27 Jahre weg sperren... nur DAS wäre Gerechtigkeit !!!
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11.12.2008 11:22 Uhr von darQue
 
+23 | -2
 
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@mcbeer: wenn die unschuld erwiesen ist, ist er auch kein mörder (wg der überschrift)... ;)

schon heftig, wie jemandem das ganze leben mit sowas versaut werden kann :(
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11.12.2008 11:46 Uhr von OliDerGrosse
 
+16 | -4
 
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ganz schön krass: vorallem weil es seid gut 10 Jahren den DNA Test gibt der noch heute verwendung findet.

Ich wünsche dem Mann das er viele Millionen bekommt und dann richtig auf die kacke haut.
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11.12.2008 12:00 Uhr von Dr.G0nz0
 
+11 | -0
 
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@mcbeer
keine ahnung ob es deine schuld ist oder ob die checker das geändert haben, aber die überschrift ist ein widerspruch in sich. das klingt völlig hirnrissig und sollte geändert werden.

@***Dolly***
ich glaube in den usa stehen unschuldig inhaftierten keine oder nur sehr sehr geringe finanzielle kompensationen zu.
das die sich ständig gegenseitig verklagen hat was mit dem zivilrecht zu tun. aber das dürfte hier wohl kaum zur anwendung kommen.

@Valmont1982
so ein blödsinn ... was würde es dem armen mann bringen wenn die leute die ihn hinter gitter gebracht haben selbst einsitzen müssten? nix, seine 27 jahre sind trotzdem futsch.
ausserdem wäre es nur dann gerecht, wenn all die leute ihn ins gefängnis gesteckt haben obwohl sie wussten, dass er unschuldig ist.
das einzig ungerechte hier ist das us justizsystem. richter, staatsanwalt und geschworene haben nach bestem wissen und gewissen gehandelt (unterstelle ich mal).
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11.12.2008 12:01 Uhr von alomerov
 
+3 | -0
 
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@dolly: was ihm jetzt durch den kopf geht wüsste ich gerne.....
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11.12.2008 12:17 Uhr von Schwertträger
 
+10 | -2
 
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Nein Valmont, das wäre Rache, keine Gerechtigkeit: Ich verstehe nicht, warum das für so viele Menschen so schwer zu begreifen ist.

Außerdem müsste man dann erstmal klären, ob die Richter damlas vor 27 Jahren nicht nach bestem Wissen und Gewissen entschieden und somit nicht zu einem anderen Urteil kommen konnte. Wer weiss.


Außerdem sind doch hier immer ruck-zuck Leute zu finden, die noch vor dem Prozess eines mutmaßlichen Mörders "Schwanz ab", "lebenslänglich einsperren" und ähnliches rufen. Und wenn sich dann später die Unschuld heruasstellt, dann wird eben jemand anderem der Schwan abgeschnitten.
Etwas mehr Besonnenheit und ein Nachdenken über die Grundlagen und Voraussetzungen unseres Rechtssystems wären schon ganz gut, manchmal.
Teilweise lässt sich das dann ja auch auf die USA übertragen.
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11.12.2008 12:21 Uhr von stoffeloni
 
+4 | -0
 
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@ Valmnot: du verkennst hier völlig etwas!
es ist nicht die schuld der richter, dass der mann 27 jahre hinter gittern saß!
die haben nur ihren job getan und vor 27 jahren war der mann ja scheinbar der hauptverdächtige, dem die schuld durch rekonstruktion des falles "nachgewiesen" wurde.

@topic:
der mann tut mir wahnsinning leid, alles geld der welt kannn 27 jahre LEBEN nicht ersetzen...
der mann ging mit 22 jahren als junger kerl in den schönsten jahren in den knast - UNSCHULDIG! - und kommt nun mit knapp 50 als älterer herr wieder raus...
bitter...
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11.12.2008 12:22 Uhr von ZTUC
 
+2 | -1
 
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@Valmont1982: Das ist Blödsinn, denn die Richter haben damals sicherlicht auch nur nach Faktenlage entschieden. DNA-Test gab´s nicht und die Indizien standen wohl gegen den Mann. Richter, Staatsanwälte und erst recht Geschworene sind auch nur Menschen und machen Fehler.
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11.12.2008 12:39 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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Man könnte allenfalls den Staatsanwalt belangen , dass er nicht eher für ein Wiederaufnahmeverfahren zu gewinnen war (als evtl. Zeugen noch lebten). Denn das scheint in den Staaten ein echtes Problem zu sein, dass viele (nicht alle) Staatsanwälte Fehler nciht zugeben und berichtigen wollen.
Da spielt die in den USA sehr mächtige Gefängnislobby eine schwergewichtige Rolle. Und natürlich der Unwille, sich die Fehlerstatistik verhageln zu lassen.

Insofern könnte man da einhaken und dem Staatsanwalt ggf. die Lizenz entziehen.


Der nun Freigelassene tut einem schon Leid, wenn man näher drüber nachdenkt, klar, aber deshalb will man ja trotzdem das Rechtssystem nicht über den Haufen werfen, was nun mal keine Vergeltungsaktionen für Staatsanwälte und Richter vorsieht. Wer wollte sonst auch noch Richter werden?
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11.12.2008 12:41 Uhr von KingPR
 
+2 | -2
 
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27 Jahre: das ist verdammt bitter. An seiner Stelle würde ich von meinem Schadensersatz (dürften ein paar Millionen sein) in Mexiko ein paar Profikiller anheuern die die Geschworenen kalt machen die ihn, trotz berechtigten Zweifeln die es aufgrund seiner Unschuld gegeben haben muss, verurteilt haben. Dann hat er immer noch genug Geld über um sich am Golf von Mexiko die nächsten 27 Jahre ein schönes Leben in einer großen Villa zu machen.
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11.12.2008 13:05 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Wie schon gesagt: der kann den Staat jetzt auf Geldbeträge verklagen dass er für den Rest seines Lebens (und wohl noch seine Kinder) ausgesorgt hat.
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11.12.2008 13:47 Uhr von ikarus_can_fly
 
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Schadensersatz (materiell) Ja: Anspruch auf Schadensersatz wird er bestimmt haben,
das hätte er sogar in den meisten Ländern Europas, auch in Deutschland, nur nicht so hoch.

In Europa ist der Tagessatz 100€ das macht dann bei 27 Jahren etwas 985500 €

In Deutschland wäre es dieses Jahr noch, nur 10€ pro Tag unde somit nur 98450€. Ab kommenden Jahr sind es dann in good old Germany schon 25 € pro Tag, also 246375€

Wie es auch sei, selbst mit der größten Europäischen Entschädigung würde man in Ami Land nur Lachen und Revision einlegen, wegen des geringen Betrages.
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11.12.2008 14:07 Uhr von SaxenPaule
 
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Tja und der wahre Mörder rennt wahrscheinlich immer noch frei herum...
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11.12.2008 14:21 Uhr von cappucinoo
 
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wie lächerlich: sind hier manche aussagen , richter und geschworene sind auch nur menschen ....
die komplette mannschaft richter staatsanwalt geschworene gehören allemsamt in den knast !!!
denn wie können die beweise eindeutig sein wenn er es nicht gewesen ist ?
und wenn man sich nicht zu 100% sicher ist muss das urteil unschuldig heissen
da gibts gar nichts zu diskuttieren
und weil niemand bei solchen falschurteilen zur verantwortung gezogen wird passieren immer wieder solche urteile
ich denke deke der mann ist schuldig also ab in den knast mit ihm und wenn er es dann nicht war naja dann hab ich mich halt geirrt ... geht ja nicht auf meine kosten ... !
ne freunde so kanns ja nicht laufen
auch richter und geschworene müssen verantwortung für ihre fehler übernehmen
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11.12.2008 14:39 Uhr von Bleys
 
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Deshalb bestehen die USA auch auf die Beibehaltunmg der Todesstrafe und versuchen grad mit allen möglichen Mitteln das Verfahren von Verurteilung bis Hinrichtung abzukürzen.

Für tote "Mörder" interessiert sich keiner mehr. Auch ne Art Fehlerminimierung...
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11.12.2008 14:57 Uhr von ikarus_can_fly
 
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Das waren Indizien und Geschworene: Das ist leider gab es damals die DNA Analyse noch nicht. Deshalb urteilten die Geschworenen nach den Indizien, die konnten wohl von der Anklage recht deutlich mit dem Angeklagten in Zusammenhang gebracht werden. Diese Geschworene befanden ihn dann für Schuldig. Der Richter konnte nur noch das Stafmaß festlegen.

Man sollte keinen der Geschworenen/Richter nach so langer Zeit für etwas bestrafen, weil man heute mit modernen Methoden das Gegenteil bewiesen hat.

Man sollte den Unschuldigen mit Geld entschädigen!

Wer weiß wie wir damals entschieden hätten!!!!
Denkt mal drüber nach....
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11.12.2008 15:00 Uhr von Schwertträger
 
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@KingPR: Jaja. Mal wieder nicht zuende überlegt und der ersten Gefühlsregung nachgegeben? :-)

1.) wäre er nach so einer Aktion, wie von Dir vorgeschlagen, nun ein tatsächlicher Mörder, nicht nur ein Unschuldiger, dem ein Mord zu Unrecjt vorgeworfen wird.

2.) muss es gar nicht unbedingt so große Zweifel gegeben haben. Das ist eine reine Interpretation von Dir. Wenn es ein Indizienprozess war, in dem ALLES gegen ihn sprach, hatten die Geschworenen am Ende vielleicht wenig Zweifel.

3.) Ist laut Originalnews bis jetzt nicht erwiesen, dass der Mann wirklich unschuldig ist!
Lediglich ist durch die DNA-Funde auf dem Opfer der Zweifel so groß geworden, dass das passiert, was Ihr hier und ich auch fordere: Im Zweifel für den Angeklagten.
Es gibt keinen neuen Prozess, weil die Zeugen bereits verstorben sind. Demnach wird niemals so richtig heraus kommen, ob der Mann nun unschuldig ist, oder nicht.
Aus Mangel an Beweisen wird er nun freigelassen und er sollte sich, wenn er klug ist, an dieser Freieheit erfreuen, und ein angenehmes und ruhiges Restleben führen.

Ein Prozess auf Schadenersatz würde dann vielleicht doch noch zu dem jetzt fallengelassenen Prozess führen, in dem sich dann, wenn er Pech hat, erneut seine Schuld herausstellt (auf Grund der Indizien).
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11.12.2008 15:28 Uhr von Ottokar VI
 
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Valmont1982: Gute Idee!!
Dann wird niemand mehr verurteilt, weil sich kein Richter dem Risiko aussetzen wird! Dickes Dauemnhoch für diesen glanzvollen Kommentar!
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12.12.2008 03:12 Uhr von RomanticHeart
 
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Indizienprozesse: sind sowieso sehr heikel. Denn bei diesen kann man sich sehr schnell mal irren. Vor allem wenn falsche Spuren "gelegt" wurden, wie es ja so oft verfilmt wurde. In den Filmen endet es mit einem Happy-End aber im wahren Leben kann man nur darauf hoffen, dass wirklich allen Spuren nachgegangen wird. Ich sehe mir oft diese Gerichtsshows an und dort wird sogar gezeigt dass die Staatsanwaltschaft oftmals stur nur in eine Richtung ermittelt, weil sie unbedingt ihren Hauptverdächtigen verurteilt sehen wollen (Erfolgsquote usw.).
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12.12.2008 07:08 Uhr von Phil09
 
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IN AMIland werden nun mal Indizienprozesse zugelassen, sprich :
Im Zweifel gegen den Angeklagten.

Frage mich nur, warum er nicht selbst seine Unschuld
27 Jahre vorher beweisen konnte.
Wenn ich eine Straftat NICHT begehe kann ichs nachweisen,
das ich zB. nicht am Ort der Tat war oder so.

Was mich nur wundert, ist das man da O.J.Simpson bis
jetzt noch nicht dran bekommen hat für den Doppelmord.

Denke: Geld = Chance auf Freispruch (Eig. kein Unterschied zu Deutschland).
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13.12.2008 13:58 Uhr von RomanticHeart
 
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Unschuld selber beweisen ist schwer: vor allem, wenn man zur Tatzeit kein glaubwürdiges Alibi hat.

z.B.: Single ist allein zu Haus und hat somit keine Zeugen, wenn er dann nur ein paar Minuten vor der Tat an dem Tatort vorbeigegangen ist und vielleicht dort eine Kippe ausgetreten hat, dann ist dieses ein Indiz, welches gegen ihn spricht. Somit kann er seine Unschuld nicht beweisen, vorallem dann nicht, wenn niemand gesehen hat, dass er nur am Tatort vorbeigelaufen ist.

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